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Invest in your people!

Themen wie HR und Teamkultur, gesunde Führung und Wertschätzung stehen momentan höher im Kurs denn je, hat uns Corona doch nochmal sehr deutlich gezeigt, wie sehr es gerade in Krisenzeiten auf die Menschen im Unternehmen ankommt und dass es sich auszahlt, in eben diese zu investieren.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Online Fachkonferenz HR unseres Kooperationspartners B2B Insider ans Herz legen. Ganz unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ bietet die OFK HR eine Plattform für Fachexperten zum Austausch zu aktuellen Themen wie Talentmanagement und Arbeitswelt 4.0, Recruiting und Employer Branding, Learning , e-Learning und Weiterbildung sowie Personalmanagement und Führung und sehr interessanten Keynote-Speakern.

Die Teilnahme ist kostenlos!

Lässt sich digitale Führung lernen?

Aus der Krise, fertig – los? Was so einfach klingt, braucht Strukturen und Hilfsmittel. Unser Partner Motio führt aktuell und in den kommenden Wochen verschiedene Onlineseminare durch, um Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Jobstarter fit zu machen. Darunter sind Themen wie Resilienz, Work-Life-Balance im Homeoffice oder virtuelles Führen. Jedem dieser Themen könnten wir uns ausführlich widmen, aber zur guten Führung gehört auch, sich entscheiden zu können. Insofern heißt es nun: Virtuell führen will gelernt sein und hat auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement einen festen Platz.

Welche Kompetenzen sind künftig besonders gefragt?  Für die moderne Arbeitswelt werden neben den fachlichen Kompetenzen insbesondere Soft Skills immer wichtiger. StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung des Beratungsunternehmens Kienbaum an der International School of Management, haben eine Vorab-Studie unter 8.500 Menschen durchgeführt. Das Ergebnis lautet: nur 38 Prozent aller Befragten sind davon überzeugt, dass ihr Profil mit digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten langfristig krisensicher sei. Laut Erhebung von StepStone und Kienbaum sehen die Befragten wichtige Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Flexibilität (84 Prozent) und Anpassungsfähigkeit (83 Prozent). Als Kernkompetenz der Zukunft benennen Arbeitnehmer und Führungskräfte mit 88 Prozent gleichermaßen die allgemeine Lernbereitschaft.

Es geht also mehr denn je darum, die Beschäftigten gezielt dort abzuholen, wo sie gerade aktiv sind und eine gewisse Eigenverantwortung auch beim Lernen und der individuellen Weiterbildung  sowie bei der virtuellen Teamarbeit zu fördern.

Eines ist klar: Nicht erst seit der Coronakrise werden agile Arbeitsweisen thematisiert und angeboten. Ohne gezielte Führung seitens der Firma verpuffen allerdings viele gut gemeinte Ansätze. Und ein Überangebot an virtuellen Systemen wiederum führt zu Ermüdungserscheinungen.

So fragt unter anderem das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Rump: Was verbirgt sich hinter „Zoom Fatigue“?  Wir klären kurz auf: Zoom Fatigue beschreibt die Müdigkeit, die sich nach zahlreichen virtuellen Meetings am Tag und in der Woche einstellt. Mittlerweile sprechen wir sogar von Erschöpfung durch zu viel Digitalität.

„Wo früher ein Meeting nach dem anderen im Kalender stand, reiht sich nun Call an Call. Keine Pause nötig, schließlich fallen Raumwechsel weg. Zwei Klicks – und der Bildschirm ist voll mit anderen Personen, aufgereiht wie eine antike Büstensammlung: Kopf und Oberkörper sind zu sehen, mehr nicht. Im Hintergrund Bücherregale, Kleiderschränke, Kücheninterieur.“ (Ina Karabasz, Handelsblatt 15.07.20).

Das Institut für Beschäftigung und Employability IBE möchte sich deshalb mit diesem Phänomen beschäftigen und hat einen kurzen Fragebogen zusammengestellt. Hier » geht es direkt zum Fragebogen; die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Bevor wir jedoch zum Erschöpfungszustand kommen, lohnt sich der Blick auf die Möglichkeiten, die digitale Tools und digitales BGM im Idealfall bieten. Nie war es einfacher, sich einen Überblick über den Gesamtzustand einer Abteilung, einer Firma oder sogar einer Branche im Vergleich zu verschaffen. Der Anspruch seitens der Geschäftsführung, verlässliche Kennzahlen zu erheben und diese in Nachhaltigkeitsreports einfließen zu lassen, steigt ständig und kann über die Auswertungen des digitalen BGM verlässlich geliefert und interpretiert werden. Wie stellen sich jedoch die Führungskräfte im Spagat zwischen Präsenz, virtuellen Teams und Reportings auf?

In interaktiven und live durchgeführten online Seminaren können die Mitarbeiter neues Wissen erwerben. Die Experten bei Motio » informieren über neue Entwicklungen und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte, die der eigenen Gesundheit einen hohen Wert zuschreiben, ihre Beschäftigten besonders gut zu einem gesundheitsbewussten und damit leistungsfördernden Verhalten motivieren können. Transparente Kommunikation ist dabei das A und O. Die Motio-Trainings beinhalten so z. B. Schwerpunkte nach Dr. Matyssek zum Thema „Gesund Führen“ oder „Führung auf Distanz“. Follow-up-Trainings sichern die Umsetzung im Führungsalltag und steigern die Nachhaltigkeit.

Gerade jetzt sollten Unternehmen gezielt und verstärkt in das Know-how ihrer Mitarbeiter investieren. Es gibt viele gute Gründe, Impulsvorträge und digitale Seminare zu Schwerpunktthemen im Bereich Führung, Resilienz, Teamentwicklung bis hin zu Online-Azubiprogrammen anzubieten.

Infos unter https://www.motio.de/unsere-digitalen-angebote/

Online-Seminar: „Gesunde Führung in unsicheren Zeiten“ | 25. August 2020

25. August 2020, 13 Uhr – 17 Uhr

 

Teilnahmegebühr:

Regulär: 185€

148€ für Mitglieder der Corporate Health Initiative

 

Teilnahme über Zoom

 

Moderator: Eckhard Münch, Organisationsberater und Business-Coach

Uhrzeit

Inhalt

13.00 – 13.20 Uhr

Einstieg

Ziele, Inhalte und Ablauf des Webinars

13.20 – 14.10 Uhr

Business as usual in unsicheren Zeiten?

Damit beschäftigen wir uns:

  • Was bewegt mich an diesem Thema? Was ist mir persönlich wichtig?
  • Was charakterisiert „Arbeiten in unsicheren Zeiten“?
  • Welche Risiken bestehen für Wohlbefinden und Gesundheit?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die Führung in unsicheren Zeiten?

14.10 – 14.40 Uhr

Erfahrungen der Teilnehmenden

Als Teilnehmende arbeiten Sie im Breakout-Room mit Leitfragen

14.40 – 15.00 Uhr

Rückmeldung aus dem Breakout-Room und Diskussionen

15.00 – 15.15 Uhr

PAUSE

15.15 – 15.45 Uhr

Exkurs: Führung auf Distanz

Damit beschäftigen wir uns:

  • Welche (besonderen) Anforderungen kennzeichnen Führung auf Distanz?
  • Wie kann Führung auf Distanz gelingen?

15.45 – 16.45 Uhr

Führungskompetenzen in unsicheren Zeiten

Damit beschäftigen wir uns:

  • Wie kann ich mich selbst und andere in unsicheren Zeiten gesund führen?
  • Welche (besonderen) Kompetenzen sind dazu erforderlich?
  • Welche individuellen und betrieblichen Ressourcen sind notwendig? Wie lassen sich diese aktivieren?

16.45 – 17.00 Uhr

Abschlussrunde

  • Welche Fragen hätte ich gern noch beantwortet?
  • Was nehme ich aus dem Webinar für meinen Arbeitsalltag mit?

Zahl des Monats: Zurück im Büro mit dem Faktor Motivation

Nach und nach stellt sich unter aufwändigen Hygienekonzepten so etwas wie ein normaler Büroalltag ein. Wer ortsflexibel arbeitet, also zwischen Home-Office und Firmenarbeitsplatz wählen kann, schaut genauer auf die bislang gewohnten Strukturen und Kommunikationsformen im Unternehmen. Das ist auch gut so, denn mit einem frischen Blick können eingefahrene Wege durchaus anders gestaltet werden, sei es im direkten Austausch mit der Personalabteilung, im 1:1 Feedback mit Vorgesetzten oder auch im Kundenkontakt.

Worauf achten Arbeitnehmer derzeit?

Wertschätzung ist das Gebot der Stunde. Gerade jetzt geht es darum, sich häufiger als bisher für besonders guten Einsatz zu bedanken und der Belegschaft zu zeigen, dass alle an einem Strang ziehen. Motivationsaspekte gibt es mehr als genug:  Ist es der Sonder-Bonus, ist es die Option zu mehr Verantwortung und Gestaltung im Job oder einfach mehr freie Zeit und flexible Arbeitsplatzwahl?

Firmenbenefits stehen hoch im Kurs. Laut Umfragen von Kienbaum und Kununu würden Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz für attraktive Benefits sogar auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. Kienbaum befragte dazu parallel mehr als hundert Unternehmen aus dem gesamten DACH-Raum für seine „Benefits Survey 2020“. Der Trend zu einer freien Zeit- und Ortswahl wird hier klar bestätigt. Bei Kununu wurden 4.800 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen befragt, dabei zeigt sich, dass Beschäftigte im DACH-Raum bereit sind, auf durchschnittlich elf Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie dafür attraktive Sozialleistungen erhalten. Diese Werte sind über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg konstant. Bei der Befragung unter den Personalverantwortlichen wurde festgestellt, dass für Arbeitnehmer die Verzichtsbereitschaft in der Schweiz mit 11,6 Prozent am höchsten ist, gefolgt von Deutschland mit 11,1 Prozent sowie Österreich mit 10,9 Prozent.

Benefits und Sozialleistungen  

Bei den wichtigsten Angeboten für Arbeitnehmer werden in der Kienbaum-Befragung Firmenveranstaltungen und flexible Arbeitszeiten benannt (über 90 Prozent), gefolgt von Gesundheitsmaßnahmen mit 79 Prozent. Für Führungskräfte sind flexible Arbeitszeiten (91 Prozent) und ein flexibler Arbeitsort (83 Prozent) von besonderer Bedeutung.

Auf die Frage nach den attraktivsten Benefits steht mit 70,8 Prozent die Option, die Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, an erster Stelle. An zweiter Stelle wird mit 54,9 Prozent der Heimarbeitsplatz benannt. Es folgen die betriebliche Altersvorsorge (45,6 Prozent), Firmenwagen (31,5 Prozent) sowie der eigene Parkplatz (25,3 Prozent).

Arbeitgeberattraktivität: Wunsch und Wirklichkeit

Die StepStone-Studie „Arbeitgeberattraktivität“ hat nicht nur zur Zufriedenheit mit Job und Arbeitgeber befragt, sondern auch bei den Gründen nachgehakt. Ein als unproduktiv und demotivierend empfundenes Arbeitsklima ist die Hauptursache für große Unzufriedenheit. Eine motivierende und inspirierende Unternehmenskultur kann hier ganz entscheidend gegensteuern. Recruiter und Bewerber sind sich dabei ausnahmslos einig.  Die Unternehmenskultur ist übrigens einer von zwei Top-Gründen, warum Mitarbeiter einen neuen Job kurzfristig wieder kündigen.

Die fünf wichtigsten Faktoren für den „besten Job der Welt“ sind neben der besonderen Unternehmenskultur eine angemessene Vergütung, Flexibilität, sinnstiftende Aufgaben und eine strukturierte Karriereplanung.

Führungsverhalten und Motivation

Eine aktuelle empirische Studie des Personaldienstleisters Hays in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Rheingold unter 750 Führungskräften untersuchte die Führungstätigkeit der Zukunft und wichtige Motivationsaspekte. Demnach sollte sich die Führungstätigkeit der Zukunft vor allem durch eine stärkere Mitarbeitermotivation, durch Flexibilität und durch die Einforderung von mehr Selbstständigkeit auszeichnen.

„Das Tabu Home Office ist gefallen“

Heute gibt es etwas auf die Ohren: wir haben mit Prof. Dr. Arnd Schaff über Home Office, Führung und die Herausforderungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement in Pandemiezeiten gesprochen.

Im »Mai-Podcast des DFK spricht Dr. Schaff über BGM in Corona-Zeiten. Die Herausforderungen sind vielfältig, angefangen bei der plötzlichen Umstellung auf Home Office über Arbeitsschutzvoraussetzungen zu veränderten Aufgaben für Führungskräfte.

„Es gibt sehr viele informelle Prozesse und Abstimmungen, die nirgendwo dokumentiert sind, die aber natürlich für das Funktionieren entscheidend sind.“

Nach einer Erhebung von Mitte März arbeitet mittlerweile jeder zweite Arbeitnehmer ganz oder teilweise im Home Office (Bitkom). Grund genug für die Corporate Health Initiative, das Thema nochmals aufzugreifen: in unserem Podcast mit Dr. Schaff.

Prof. Dr. Arnd Schaff vom Institut für Gesundheit und Soziales der FOM Hochschule für Ökonomie und Management ist stellvertretender Sprecher der Arbeitsgruppe BGF der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention. Er betreibt eine Praxis für Psychotherapie im Essener Süden und ist langjähriges geschätztes Mitglied im Expertenbeirat des »Corporate Health Award.

Kennziffern für den Unternehmensreport, Arbeitsplatzprogramme und transparente Kommunikationsabläufe

Nachhaltigkeit im BGM – viele Firmen stehen vor der Entscheidung Gesundheitsmanagement „anders“ aufzustellen. Wo fängt man aber an? Wir haben nachgefragt bei Andreas Kummer, Inhaber der Motio GmbH Berlin, Gebietsleiter für Berlin und Brandenburg und Geschäftsführer der Motio Verbundgesellschaft mbH.

Herr Kummer, worin besteht die Herausforderung bei nachhaltigen BGM Ansätzen?

Andreas Kummer: Aus meiner Sicht geht es um folgendes: Führungskräfte sind der „Schlüssel“ für die Etablierung nachhaltiger Systeme im BGM. Dafür braucht es definitiv ein neues Bewusstsein für die eigene Vorbildrolle sowie die Faktoren der Einflussnahme. Dies geht einher mit dem Verständnis, dass man hier eine hohe Verantwortung für Gelingen oder Misslingen trägt. Motivation ist dabei ein Kernelement. Denn hier gilt es, genau diese Motivation trotz möglicher Misserfolge aufrecht zu erhalten. Eine stetige Evaluation und Prozessoptimierung muss also zum Standard in den Unternehmensprozessen werden.

Wie dies gelingt? Unabhängig davon ob dies von „draußen“ oder intern realisiert werden kann: Das Identifizieren von passgenauen Lösungen für ein Unternehmen unter Berücksichtigung bereits vorhandener Strukturen ist das A und O. Dies gelingt aber nur, wenn alle Beteiligten da abgeholt werden, wo sie gerade stehen und an dem Prozess partizipieren können. Transparente Kommunikation ist also Pflicht für jede Führungskraft.

Welche Kennziffer im BGM sollte jedes Unternehmen parat haben?

Andreas Kummer: Hier gibt es immer noch viele Missverständnisse. Objektive Kennzahlen werden ja in der Regel für das Reporting eingesetzt. Wir sind aber mittlerweile viel weiter bei der Erhebung und Implementierung von Kennzahlensystemen.

Unterscheidet man zwischen „harten“ und „weichen“ Faktoren, so kann man folgendes sagen:

Harte (objektive) Kennzahlen werden als Spätindikatoren genutzt: dazu zählen unter anderem der Rückgang von AU-Tagen beziehungsweise erfolgreich umgesetzte BEM-Verfahren. Für nachhaltiges BGM sind jedoch eher die sog. weichen Kennziffern wichtig, die als Frühindikatoren gelten. Hier reden wir also von der Mitarbeiterzufriedenheit mit dem Betriebsklima und den Arbeitsbedingungen, der erfahrenen Unterstützung durch Führungskraft und Kollegen sowie generell dem Gesundheitsverhalten.

Worin besteht das Ziel von Arbeitsplatzprogrammen (APP) die Sie mitbegleiten?

Andreas Kummer: Bei den derzeit realisierten Programmen wird unterschieden, welches Ziel primär verfolgt wird. Geht es um Stressprävention oder/und um den Bereich Muskel/Skelett, danach geht es in die Analyse und Erstellung der Einzelbausteine.

Bei den Arbeitsplatzprogrammen haben wir es mit komplexen Ansätzen zu tun, die den Transfer in den Alltag ermöglichen. Es geht also wie im Bereich Muskel-Skelett- APP nicht nur um eine ergonomische Beratung und Optimierung, sondern immer auch um die Vermittlung von Gesundheits-Aspekten mit anschließender Umsetzung im Arbeitsalltag. Persönliche Beratung, individuelle Strategien zum Belastungsmanagement und eine begleitende Supervision sind wesentlicher Bestandteil des APP. Zusammen mit der Belegschaft werden die Arbeitsplatzverhältnisse während eines Arbeitsplatzprogrammes optimiert. Das ist wichtig, weil nur so Investitionen in die Arbeitsumgebung wirkungsvoll sind, wenn der Arbeitsplatz aktiv mitgestaltet und adäquat genutzt werden kann. Nur auf diesem Wege lässt sich Gesundheitskompetenz entwickeln und damit einher geht die Steigerung des Gesundheitspotentials einer ganzen Firma.

Vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person: Andreas Kummer studierte Betriebswirtschaft, Pädagogik und Psychologie. Er agiert seit mehr als 30 Jahren als Trainer, Berater und Projektmanager in der Personal- und Organisationsentwicklung.

Digitalisierung, Ethik, Führung

Transformation, Digitalisierungsprozesse – Schlagworte, die alltäglich in den Medien und Politik präsent sind, bedeuten im Geschäftsalltag harte Arbeit abseits von Routinen. Nicht zuletzt werden alte Führungsmodelle auf den Prüfstand gestellt. Was bedeutet das zum Beispiel für die Gesundheits- und Sozialbranche?

Im letzten Beitrag haben wir Matthias Puls von Kenkou zu den Beweggründen für das Buch „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ befragt. Heute widmen wir uns dem Thema Führung und den zahlreichen Denkanstößen, die die Experten aus Unternehmen, Gesundheitsbetrieben, Krankenkassen und Innovationsclustern auf 360 Seiten in hoher Qualität zusammengetragen haben.

Alleine 2018 erwirtschaftete die Branche jeden achten Euro des BIP. Obwohl der Bereich zu den größten Arbeitgebern gehört, stoßen die Kapazitäten in Pflege- und Gesamtversorgungssystemen bereits heute an ihre Grenzen. Gleichzeitig und beim Wettrennen um internationale Märkte haben sich viele neue Unternehmen und Start-ups gegründet. Diese neue Kultur bewegt sich gerade in den sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt, während die Branche bereits auf dem Weg zum dritten ist. Die starken Veränderungen spiegeln sich auch in den Bestrebungen wider, zum Beispiel im Medizinstudium verstärkt Digital- und Managementgrundlagen zu vermitteln, die den interdisziplinären Blick schärfen.  Wo es um Innovationen geht, sind automatisch interdisziplinäre Teams gefragt, die abseits von „AGIL“ in den Dialog gehen müssen. Und auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement kann zwar digital sein, muss aber abseits von Kennziffern und schnellen Kurzzeiterfolgen viel mehr leisten, wenn es zum nachhaltigen Managementsystem werden soll.

Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, wie Führung in dieser herausfordernden Branche gelingt: In den Interviews mit den Ärzten, Technologen und zahlreichen Gründern zeigt sich, dass die Prioritäten und Lerneffekte oft mit Schlüsselmomenten im beruflichen Alltag zu tun haben. Um zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, geht es bei neuen Führungsansätzen neben Flexibilität, Transparenz und guten Kommunikationsstrukturen aber vor allem um Wertschätzung.  Wie Gesundheitsmanager und Geschäftsführer sich selbst einschätzen und welche Kompetenzen immer stärker gefragt sein werden, kann man in den sehr persönlichen Interviews der Rubrik „Gründerköpfe“ im Buch „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ nachlesen.

 

Gratulation: Die Gewinner der Verlosungsaktion vom Mai stehen fest. In diesem Fall sind es zwei Damen. Jeweils ein Exemplar des Buches „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ geht an eine Mitarbeiterin der Firma HYDRO Systems KG in Biberbach/ Baden und an eine Mitarbeiterin der Diakonie Düsseldorf. Viel Freude beim Entdecken!

Außerdem in der Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft erschienen: „Digitalisierung und Ethik in Medizin und Gesundheitswesen“.

Hintergrund: Wenn digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Blockchain und Robotik auf die Medizin treffen, entstehen zwangsläufig ethische Fragestellungen. Diese lassen sich nicht ohne Weiteres mit medizinisch-technologischen, rechtlichen oder ökonomischen Argumenten allein beantworten. Auch die HR ist hier gefordert.

Führungskräfte im Jahr 2020

Wie bewerten Arbeitnehmer in Deutschland ihre Arbeitssituation in Zeiten der Corona-Krise? StepStone bietet mit seinen Studien einen Einblick in das aktuelle Meinungs- und Stimmungsbild der Erwerbstätigen. Es wurden bereits über 13.000 Arbeitnehmer befragt. Doch auch die Führungskräfte werden genauer betrachtet. Das Ergebnis zeigt schon jetzt: wir müssen genauer hinsehen.

Zwar zeigt das Ergebnis, dass 83 Prozent bei der Arbeit engagiert sind, die Mehrheit der befragten Führungskräfte erklärten bei der Arbeit fokussiert zu sein (68 Prozent). Doch der Dauerausnahmezustand fordert und geht an die Reserven.

Fast jede zweite Führungskraft arbeitet aktuell mehr als vor der Coronasituation. Pausen werden vergessen, zudem fahren sie im Vergleich zu Beschäftigten ohne Personalverantwortung besonders häufig zum Büroarbeitsplatz, obwohl sie von zu Hause arbeiten könnten. Die Hälfte der Führungskräfte fühlt sich mittlerweile müder und 42 Prozent gaben an, noch gestresster zu sein.

Das bedeutet, dass bei den Strukturen unbedingt darauf geachtet werden muss, dass der Spagat zwischen der Moderatorenrolle und neuen Führungsansätzen nicht zulasten der eigenen Gesundheit gehen darf. Die Details und Schritte bei der Psychischen Gefährdungsbeurteilung liefern hier außerdem ein systematisches Vorgehen. Infos zur Weiterbildung

Corona Barometer

Die Krise führt dazu, dass viele Beschäftigte ihre Jobsituation hinterfragen und ihre Präferenzen neu
definieren. Für etwa 51 Prozent ist die Work-Life-Balance wichtiger geworden, an
zweiter Stelle steht mit ca. 46 Prozent die Sicherheit im Job, mit 44 Prozent folgen die flexiblen Arbeitszeiten.

Übrigens: überhaupt einen Job zu haben, ist für rund ein Drittel der Befragten in Deutschland wichtiger geworden als zuvor., Die meisten der Befragten stellen ihren Arbeitgebern und Führungskräften gute Noten bezüglich strukturiertem Vorgehen und Kommunikation aus.

Umstieg gestalten

Eines zeigt sich schon jetzt: wenn Arbeitnehmer im Homeoffice eigenverantwortlicher arbeiten, haben sie dies auch wertgeschätzt und eine gewisse Erwartungshaltung für die Zeit im Büro vor Ort. Für Führungskräfte bedeutet dies: Moderation statt Kontrolle, Freiräume statt Restriktionen.  Ein ausführliches Interview dazu liefert die DGUV. Auf der Seite der Präventionskampagne der Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und dem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist das Interview mit Dr. Marlen Cosmar, Psychologin und Referentin am Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG).

NEW Work – nachgehört

Hier noch unser Tipp: die Podcastreihe New Work Stories. Vom Clash der Generationen bis zum New Work Knigge – mit nunmehr über 40 Folgen sehr hörenswert.

Zurück in die Zukunft – Den Back to Work-Prozess auf Basis objektiver Kennzahlen richtig gestalten

Durch die Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsalltag für Arbeitnehmende und Führungskräfte radikal verändert. Das Arbeiten im Homeoffice und in versprengten Teams/Virtuellen Teams ist und war für viele neu. Das Koordinieren von privatem Umfeld und der Arbeitstätigkeit ist dabei wichtiger denn je und Führungskräfte machen es sich aktuell zur Hauptaufgabe ihre Teams durch `Führung auf Distanz` zu fokussieren und zu motivieren. All diese Herausforderungen verlangen Geduld und Kraft von jedem Einzelnen. Über allem steht die Frage: wie wird es in der Zukunft weitergehen? Mit der Lockerung der Schutzmaßnahmen ergeben sich nun auch neue Chancen für die Arbeitswelt. Um die Gesundheit der Mitarbeitenden und damit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens nicht zu gefährden, müssen alle Beteiligten umdenken!

Die Exit-Strategie- Was kommt auf uns zu?

Der aktuelle Ausnahmezustand ist vorrübergehend. Aufgrund politischer Entscheidungen können Arbeitsplätze nach und nach wiederhergestellt werden. Der neue Beschluss der Arbeitsstandards verdeutlicht diesen Trend (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard, 2020). Doch von Rückkehr zur Normalität wie wir sie kennen, wird noch lange – vielleicht nie – keine Rede sein. Im Rahmen der Corona-Pandemie ist BACK TO WORK das Schlagwort der Stunde à dies ist allerdings kein „von Heute auf Morgen“, sondern ein Prozess. Die Annahme, dass Mitarbeitende wie gewohnt ihren Arbeitsabläufen nachgehen können ist so aller Voraussicht nach zunächst nicht denkbar. Es müssen neue Umgangsformen erlernt und Verhaltensmaßnahmen beachtet werden. Am Arbeitsplatz gelten neue Standards, auf die sich jeder einstellen muss. Büroräume werden leerer sein, Kantinen möglicherweise noch länger geschlossen und die Kaffeepause ist nur unter Berücksichtigung des Mindestabstands möglich. Somit ergibt sich hier einerseits die Chance das betriebliche Geschehen wieder anzukurbeln, andererseits gilt es gerade jetzt, auch die positiven Aspekte der Learnings der letzten Wochen mitzunehmen.

Was bedeutet das für die Arbeit?

Transparenz

Der Mensch bevorzugt das Vertraute (Eilers, S., Rump, J. & Zapp, D., 2017). Nun ändert sich die Arbeitssituation innert kürzester Zeit erneut. Die Frage nach Ängsten und Befürchtungen sollte aufgegriffen werden. Offenheit über diese Thematik fördert den Zusammenhalt und erleichtert den gemeinsamen Wiedereinstieg. Es ist wichtig, individuelle und gemeinsame Ressourcen zu stärken. Was brauche ich um mich weiterhin an meinem Arbeitsplatz sicher zu fühlen? Wie kann ich meine Mitarbeitenden in dieser Phase weiterhin motivieren? Wie können wir gemeinsam unter diesen Umständen gut miteinander arbeiten?

Kommunikation

Veränderung bedarf Kommunikation und Aufklärung. Für den Back to Work- Prozess muss eine klare Kommunikation über die Entwicklung gewährleistet sein. An wen können sich die Mitarbeitende mit Fragen wenden? Wie halte ich meine Mitarbeitenden auf dem Laufenden? Welche Kommunikationswege haben sich in der letzten Zeit als wertvoll gezeigt, wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Arbeitsroutinen

Ob die Arbeit vornehmlich im Homeoffice erfolgt, oder Mitarbeiter vereinzelt wieder zum Arbeitsplatz zurückkehren, die Arbeitsroutinen müssen neu gedacht werden. Es stellt sich die Frage, wie die Arbeit am effektivsten unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes umgesetzt werden kann. Unterschiedliche Organisationsformen können hier in Betracht gezogen werden und das Schichtarbeitsmodell wird für viele Unternehmen interessant.

Arbeitsplatzgestaltung

Ausgehend von den neuen Arbeitsschutzstandards müssen Büroräume und Arbeitsplätze teilweise umgestaltet werden. Auch wenn ein Schritt hin zur Normalität ermöglicht wird, muss klar sein, welche Verhaltensmaßnahmen angebracht sind und wie mit Arbeitsmaterialien umgegangen wird. Führungskräfte können hier durch festgelegte Regeln das Miteinander gestalten.

Arbeit 4.0

Wenn es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für die digitale Wende bei der Arbeit ist wann dann? Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, wie wichtig es ist, flexible Arbeitsplätze einzurichten und die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Die Digitalisierung ist branchenspezifisch bereits auf dem Vormarsch (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2015). Eine Weiterentwicklung in diesem Bereich kann als Chance für die Zukunft betrachtet werden und ist darüber hinaus wohlmöglich auch von existenzieller Wichtigkeit.

Wie und was umsetzen?

Gerade jetzt stehen Unternehmen und Führungskräfte vor der Frage, was umzusetzen wirklich Sinn macht. Alles was muss und das, was die Organisation wirklich braucht – doch wie erlangen Handelnde/Entscheider Entscheidungsgrundlagen für das Morgen….

Durch eine effektive und schnelle Befragung der Mitarbeitenden die die letzten Wochen im Homeoffice bei Kurzarbeit – oder auch 100 % Arbeitseinsatz agiert haben. Eine digitale Methodik, welche Ihnen in kürzester Zeit valide Daten zur (psychischen) Belastungssituation als auch Kennzahlen zu allen Soft Facts liefert, liefert Entscheidungsgrundlagen wie eine Rückholung der Mitarbeitenden bzw. eine Etablierung neuer Arbeitsstandards angegangen werden kann.

Ihre Vorteile einer solchen Analyse:

  • Zeit- und Kosteneinsparung durch onlinebasierte Erfassung
  • Einsparung von Ressourcen – keine langwierigen Interview-und Workshopschleifen
  • Einfachheit – intuitiv nutzbare Onlineanwendung
  • Sicherheit – Daten auf in Deutschland gehosteten Servern
  • Datenschutz – Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter sind ausgeschlossen
  • Individualisierbarkeit – branchen- und firmenspezifische Fragenkataloge
  • Validität – belastbare Daten durch innovatives Mehrfach-Befragungssystem
  • Schnelligkeit – sofortige Ergebnisdarstellung in Form von Kennzahlen
  • Präzision – eindeutige Identifikation der Belastungsfaktoren
  • Empfehlungen – Ursachen-/Maßnahmenhinweise für jede Abteilung/Team
  • Kennzahlen – zu allen Soft-Facts
  • die Zukunft im Griff – nachhaltig durch Wirksamkeitskontrollen/Trendchart
  • Prozessbegleitung – Optionale Begleitung des Folgeprozesses durch Aktivital

Mittels dieser sowohl einfachen, als auch trennscharfen Analysemethodik gelingt es, den Prozess – hin zur neuen Arbeit zielgerichtet zu planen und dabei die Handlungsfelder und Entwicklungen messbar darzustellen. Die Kombination einer modernen Analytik und einer spezialisierten Entwicklungsplanung ist hierbei einzigartig – in der Anwendung, in der Objektivität und in der Wiederholbarkeit.  Vertiefende Informationen erhalten Sie auch in Info-Webinaren.

Autoren: Prof. Dr. Volker Nürnberg, BGM Papst und Robin Freitag, Geschäftsführer der Aktivital.

Führung im Wandel

Was wird zukünftig von Führungskräften erwartet? Was versteht man unter „New Work“ und welchen Herausforderungen begegnen Führungskräfte bereits heute? Weiterlesen