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Studie: 65.000 unbesetzte Stellen im Handwerk

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist bereits lange bekannt, verschärft sich aber weiterhin: einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)» zufolge fehlen aktuell bereits 54.000 Gesell*innen und insgesamt rund 65.000 Arbeitskräfte. Das betrifft auch Handwerker*innen mit Meistertitel, die für die Ausbildung des Nachwuchses, aber auch als Unternehmensnachfolger*innen dringend benötigt werden; hier sind derzeit 5.500 Stellen offen. Für Kund*innen entstehen so oft lange Wartezeiten, während die Unternehmen weniger Aufträge entgegennehmen können. Besonders betroffen sind der Baubereich sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Zusätzlich steht das Handwerk vor der Herausforderung, offene Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, spricht von einem Imageproblem»; Jugendliche wüssten zu wenig über die Möglichkeiten der Berufe, insbesondere über deren Vielfalt und Zukunftssicherheit. Dabei ist das Gehalt nicht der entscheidende Faktor; gerade gegenüber vielen geisteswissenschaftlichen Studiengängen besteht hier kaum ein Nachteil. Der Fokus sollte daher einerseits darauf liegen, die Attraktivität des Handwerks zu stärken und herauszustellen, andererseits die Sicherheit zu schaffen, dass Beschäftigte nachhaltig gefördert werden und sich mit dem Unternehmen identifizieren können, um im Wettbewerb um die dringend benötigten Fachkräfte zu bestehen. Viele Betriebe setzen dafür bereits auf unterschiedliche Strategien aus Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Diese möchte auch in diesem Jahr der Corporate Health Award wieder sichtbar machen: mit der Verleihung des Sonderpreises „Gesundes Handwerk“ gemeinsam mit der IKK classic, dem Partner des Handwerks». So konnte der Gewinner des letzten Jahres, der Willicher Stautenhof, mit seinem eigens eingerichteten Betriebskindergarten sowie stetigen Verbesserungen in der individuellen Arbeitsplatzgestaltung überzeugen.

„Bei dieser starken Konkurrenz um Fachkräfte müssen Betriebe sich deutlich von ihren Wettbewerbern abheben, um sich als gute Arbeitgeber zu präsentieren“, so Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EUPD Research und Leiter des Corporate Health Awards. „Der Einsatz für ein tolles Betriebsklima und die nachhaltige Gesundheit der Beschäftigten stellt Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dar, die Auszubildende und Beschäftigte zur Identifikation mit dem Unternehmen bringen und den Erfolg sicherstellen.“

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