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AOK-Pflege-Report 2021: Belastung von Pflegekräften durch Corona weiter gestiegen

Kranken- und Altenpflege sind auch unter normalen Umständen herausfordernde Berufe: große Verantwortung, Schichtdienst und hoher Arbeitsdruck verstärken vorhandene Belastungen, sodass krankheitsbedingte Fehlzeiten häufig sind. Der neue Pflege-Report der AOK» zeigt nun, wie diese während der COVID-19-Pandemie zugenommen haben.

Corona führte einerseits zu erhöhtem Pflegeaufwand für schwer gefährdete oder bereits erkrankte Personen, andererseits zu einem hohen Risiko, sich selbst zu infizieren. Krankheits- oder risikobedingte Ausfälle bedeuteten zusätzlich eine weiter erhöhte Arbeitsverdichtung und –belastung. Die sogenannte erste Welle der Pandemie ist daher auch an den Arbeitsunfähigkeitstagen abzulesen: im März 2020 lagen diese für Pflegekräfte durchschnittlich 4,7 Tage höher, im April immer noch etwa 2,1 Tage.

Die AOK nennt neben Berufen in der Kinderbetreuung und –erziehung, die trotz Lockdown-Maßnahmen weiterhin Kontakt zu vielen Menschen hatten, die verschiedenen Bereiche der Pflege als am meisten Betroffene von COVID-19-Diagnosen: für die Altenpflege vermerkt der Report 2.083 Erkrankte pro 100.000 Versicherte, für die Gesundheits- und Krankenpflege 2.016 und für die Fachkrankenpflege 1.905. Der Durchschnitt aller Berufe liegt bei 1.183 Erkrankten pro 100.000 Mitgliedern.

Auch die psychische Belastung der Pflegekräfte ist während der Pandemie weiter angestiegen, allerdings nicht so stark wie in den Vorjahren. Dennoch liegt sie weiterhin weit über dem Durchschnitt, wie sich anhand der Arbeitsunfähigkeitstage zeigt. Durchschnittlich fehlen Pflegekräfte 5,8 Tage pro Jahr aufgrund von psychischen Erkrankungen, für andere Berufe sind es nur 3,0 Tage.

In Bezug auf das Betriebliche Gesundheitsmanagement in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern zeigt sich laut Pflege-Report ein deutlicher Unterschied zwischen größeren und kleineren Häusern: während erstere die entsprechenden Strukturen und Ressourcen vorhalten können und entsprechend aufbauen und weiterentwickeln, habe für kleinere Unternehmen das Tagesgeschäft oft Vorrang. Gerade während der Pandemie seien aber insgesamt viele Angebote zurückgestellt worden, wobei die Beschäftigten besonders BGF-Angebote zur Stressbewältigung oder Resilienz sowie psychosoziale Unterstützung nachfragen. Auch Führungskräfte wünschen sich laut Report mehr Unterstützung, unter anderem zu gesunder Führung, Kommunikation sowie Maßnahmen zur Förderung der Teamarbeit. Die Studie leitet daraus verschiedene Handlungsempfehlungen ab, darunter die vermehrte Form hybrider Formen der psychosozialen Entlastung, die bessere Unterstützung und Vorbereitung von Führungskräften sowie die Beteiligung von Pflegekräften an der Entwicklung digitaler oder hybrider Angebote, um diese passgenau aufzubauen. Angesichts des bereits jetzt bestehenden Fachkräftemangels im Gesundheitsbereich ist es umso wichtiger, Beschäftigte langfristig gesund, motiviert und leistungsfähig zu halten – das Betriebliche Gesundheitsmanagement spielt dabei eine zentrale Rolle.

Holpriger Start: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Am ersten August sind viele Auszubildende in ihre Lehre gestartet. Trotz entsprechender Bemühungen von Betrieben, Politik und Handelskammern bleiben jedoch viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Bereits 2020 fiel die Zahl der geschlossenen Ausbildungsverträge auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, in diesem Jahr gibt es laut dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag» nur ein leichtes Plus von 1,4 Prozent.

Umfragen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)» zeigen, dass jeder zehnte Ausbildungsbetrieb sein Lehrstellenangebot aus finanziellen Gründen sowie aufgrund unsicherer Geschäftserwartungen einschränken oder sogar ganz beenden will. Zusätzlich nennt etwa ein Drittel der Unternehmen auch Rekrutierungsprobleme als Ausbildungshindernis, was das IAB einerseits auf die weiterhin zunehmende Studierneigung von Jugendlichen als auch mangelnde Praktikumsmöglichkeiten und Beratungsangebote aufgrund der Corona-Pandemie zurückführt. Die IG Metall» hingegen wirft Arbeitgebern vor, trotz Rekordgewinnen an der Ausbildung zu sparen und damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nachzukommen.

Die Jugendberufsagentur Berlin erwartet in ihrem neuesten Bericht» zudem den Fachkräftemangel zurück, der einige Branchen bereits vor der Pandemie betroffen hat, darunter Gastronomie und Hotellerie. Herausfordernde Arbeitszeiten, verhältnismäßig niedrige Löhne und hohe Ansprüche an die eigene Belastbarkeit haben sowohl in diesen als auch in anderen Branchen zu einem Ausbleiben von Auszubildenden geführt. Neben der offensiven Ansprache und Beratung von Schulabgänger*innen ist also auch die Verbesserung der Ausbildungsbedingungen in vielen Bereichen nötig, um für den Nachwuchs attraktiv zu bleiben und dem Fachkräftemangel nachhaltig entgegenzuwirken.

Gastronomieöffnung – ohne Personal?

Bereits vor der Pandemie war die Personalfluktuation in der Gastronomie hoch: eher niedrige Löhne sowie Arbeit unter Zeitdruck und zu schwierigen Zeiten boten oft keine langfristige Perspektive für Beschäftigte. Während der verschiedenen Lockdowns haben sich viele Arbeitnehmer*innen der Branche daher umorientiert oder wurden sogar gezielt abgeworben, beispielsweise vom Einzelhandel. Angesichts der niedrigen Inzidenzen dürfen Restaurants, Bars und Kneipen nun wieder öffnen – oder würden gern, können aber mangels Personal nicht. So berichtet der NDR», dass zum Start der Hauptsaison den Betrieben an der Nordsee zwischen 30 und 50 Prozent Mitarbeiter*innen fehlen, letzteres insbesondere auf den Ostfriesischen Inseln. Teilweise werden trotz entsprechender touristischer Nachfrage Ruhetage eingeführt.

Dabei wird intensiv nach Fachkräften gesucht: so verzeichnet die Stellenbörse Indeed» ein Plus von 21 Prozent im Vergleich zum Vormonat in Bezug auf Stellenangebote in der Gastronomie, im Bereich Hotel und Tourismus sind es 23 Prozent. Fast 30 Prozent der Betriebe, die noch nicht öffnen können, nennen einer Blitzumfrage des Branchenverbandes DEHOGA zufolge» fehlende Mitarbeiter*innen als Grund. Tatsächlich mussten allerdings nur 26,3 Prozent der Unternehmen überhaupt Kündigungen aussprechen, der Großteil konnte mithilfe des Kurzarbeitergeldes ihr Personal halten.

Wie geht es nun weiter für die Gastronomie? DEHOGA-Präsident Guido Zöllick fordert eine dauerhafte Öffnungsgarantie, um Unternehmen und Beschäftigten eine Perspektive zu bieten. Grundsätzlich hilft nur eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, deren Grundpfeiler bereits seit langem klar sind: Lohnerhöhungen sowie Planbarkeit. Zu letzterem kann insbesondere die sich stetig weiterentwickelnde Digitalisierung beitragen, beispielsweise durch den Einsatz entsprechender Tools in der Personalplanung. Da ein häufiger Grund für Jobwechsel auch in der Reibung zwischen einem eher rauhen Umgangston, beispielsweise in der Küche, und dem anspruchsvollen Service mit Kundenkontakt liegt, ist auch die gezielte Entwicklung der Unternehmenskultur unabdingbar, um Beschäftigte langfristig nicht nur im Unternehmen, sondern auch im Beruf zu halten sowie neu zu gewinnen.

„Mittelstand im Mittelpunkt“: Studie zeigt aktuelle Herausforderungen

Eine repräsentative Umfrage» der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken hat die aktuellen Herausforderungen für den deutschen Mittelstand erhoben. Zwar ist die Pandemie natürlich noch nicht vorbei, die Unternehmen schauen jedoch überwiegend positiv in die Zukunft: so ist die Investitionsneigung mit 77% mittlerweile höher als das Vorkrisenniveau, nachdem sie zwischenzeitlich auf ein Zehn-Jahres-Tief gefallen war.

Außerdem planen 27% der befragten Mittelständler im nächsten halben Jahr Einstellungen. Vorreiter sind die Elektroindustrie mit 44% und die Kunststoffindustrie mit 33%. Der gesamte Mittelstand hatte im letzten Jahr überwiegend Personal abgebaut, 9% der Betriebe planen das auch weiterhin; vor allem die Agrarbranche setzt weiterhin auf Stellenabbau. Dennoch ist hier eine deutlich optimistischere Zukunftsstimmung zu sehen.

Diese zieht allerdings weitere Herausforderungen nach sich, namentlich den Fachkräftemangel: 73% der mittelständischen Unternehmen sorgen sich um die Einstellungsmöglichkeiten qualifizierter Mitarbeiter*innen, insbesondere Baubranche, Chemie-, Kunststoff- und Elektroindustrie. Weitere Problemfelder sind die Bürokratie, deren Anstieg laut Studienautor*innen vor allem auf die aufwändige Beantragung der staatlichen Corona-Hilfen zurückgehen dürfte, sowie steigende Rohstoff-, Material- und Energiekosten. Verantwortlich dafür sind globale Verknüpfungen: steigende Preise, höhere Transportkosten und Engpässe bei Vorprodukten.

Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) fordert einen stärkeren Bürokratieabbau», zuletzt angesichts der Vorstellung der Konjunkturprognose durch das ifo-Institut.

©DZ Bank und BVR

Studie: 65.000 unbesetzte Stellen im Handwerk

Der Fachkräftemangel im Handwerk ist bereits lange bekannt, verschärft sich aber weiterhin: einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)» zufolge fehlen aktuell bereits 54.000 Gesell*innen und insgesamt rund 65.000 Arbeitskräfte. Das betrifft auch Handwerker*innen mit Meistertitel, die für die Ausbildung des Nachwuchses, aber auch als Unternehmensnachfolger*innen dringend benötigt werden; hier sind derzeit 5.500 Stellen offen. Für Kund*innen entstehen so oft lange Wartezeiten, während die Unternehmen weniger Aufträge entgegennehmen können. Besonders betroffen sind der Baubereich sowie Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Zusätzlich steht das Handwerk vor der Herausforderung, offene Ausbildungsplätze zu besetzen. Der Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, spricht von einem Imageproblem»; Jugendliche wüssten zu wenig über die Möglichkeiten der Berufe, insbesondere über deren Vielfalt und Zukunftssicherheit. Dabei ist das Gehalt nicht der entscheidende Faktor; gerade gegenüber vielen geisteswissenschaftlichen Studiengängen besteht hier kaum ein Nachteil. Der Fokus sollte daher einerseits darauf liegen, die Attraktivität des Handwerks zu stärken und herauszustellen, andererseits die Sicherheit zu schaffen, dass Beschäftigte nachhaltig gefördert werden und sich mit dem Unternehmen identifizieren können, um im Wettbewerb um die dringend benötigten Fachkräfte zu bestehen. Viele Betriebe setzen dafür bereits auf unterschiedliche Strategien aus Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Diese möchte auch in diesem Jahr der Corporate Health Award wieder sichtbar machen: mit der Verleihung des Sonderpreises „Gesundes Handwerk“ gemeinsam mit der IKK classic, dem Partner des Handwerks». So konnte der Gewinner des letzten Jahres, der Willicher Stautenhof, mit seinem eigens eingerichteten Betriebskindergarten sowie stetigen Verbesserungen in der individuellen Arbeitsplatzgestaltung überzeugen.

„Bei dieser starken Konkurrenz um Fachkräfte müssen Betriebe sich deutlich von ihren Wettbewerbern abheben, um sich als gute Arbeitgeber zu präsentieren“, so Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EUPD Research und Leiter des Corporate Health Awards. „Der Einsatz für ein tolles Betriebsklima und die nachhaltige Gesundheit der Beschäftigten stellt Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dar, die Auszubildende und Beschäftigte zur Identifikation mit dem Unternehmen bringen und den Erfolg sicherstellen.“

Digitalisierung: Fachkräfte in der IT sind gefragt wie nie

Die Nachfrage nach Entwicklern, Programmierern, Datenanalysten, Administratoren und weiteren IT-Fachkräften war schon in den letzten Jahren sehr groß, die kommenden Jahre zeigen einen hohen Anstieg, weil digitale Geschäftsmodelle, Forschungsprojekte, neue Technologien und Transformationsprozesse ein verstärktes IT-Know-how erfordern. Es bleibt also spannend, wie sich der Kampf um die Talente gestaltet und welche Unternehmen oder Regionen die begehrten Experten an sich binden Der Bundesverband Bitkom hat einen interessanten Überblick über die Branche veröffentlicht, unter anderem mit einem interessanten Blick auf die regionale Verteilung. So ist Hamburg mittlerweile das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten, das entspricht 4.200 IT-Jobs pro 100.000 Beschäftigte. Dies deutet auch darauf hin, dass die Stadt in der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeberstandort vieles richtig gemacht hat.

Bitkom e.V.

Im Ranking folgen Berlin (3,5 Prozent), Hessen (3,3 Prozent), Baden-Württemberg (3,2 Prozent) und Bayern mit 3,1 Prozent.

Auf den drei letzten Plätzen stehen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt hier die Informatiker-Quote unverändert. Bundesweit gesehen gibt es übrigens 856.105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im ITK-Bereich (53.787 mehr als im Vorjahr). Mit 414.942 ist knapp die Hälfte in ITK- Unternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen.

Übrigens arbeitet jeder fünfte deutsche IT-Experte (mit sozialversicherungspflichtigem Status) in Bayern. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (172.464), gefolgt von Baden-Württemberg (152.169). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es (Stand 2020) mittlerweile 5.446 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen. 

Übrigens: was die ITK-Branche bezüglich Arbeitgeberattraktivität und Fachkräfteentwicklung/Corporate Health Management bewegt, wird Ende September in der Onlineveranstaltung der Corporate Health Initiative besprochen.»

Pressemeldung: Der bundesweite Bewerbungsprozess für den Corporate Health Award 2020 startet ab sofort

Bonn, 20. März 2020: Eine sich verändernde Arbeitswelt in Zeiten des demographischen Wandels, herausfordernde Gesundheitsstrategien in gesellschaftlichen Ausnahmesituationen sowie die anhaltende Suche und Bindung von Fachkräften für das nächste Jahrzehnt – diese Themen prägen bereits jetzt das Jahr 2020. Der angespannte Arbeitsmarkt wird sich nicht zuletzt durch aktuellste äußere Einflussfaktoren und deren kurz-, mittel- und langfristigen Folgen noch weiter verschärfen. Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Arbeitgeber gerade in Krisenzeiten die Frage: Wo stehen wir im Deutschland-Vergleich mit unseren Managementprozessen und wie können wir unser gerade in diesen Zeiten besonders wichtige Corporate Health System anhand griffiger Kennzahlen offiziell bewerten und verifizieren lassen?

Für eine professionelle Analyse, Auswertung und Interpretation dieser Kennzahlen steht seit 2009 der  Corporate Health Evaluation Standard des Forschungsunternehmens EuPD Research. Das zugrundeliegende Qualitätsmodell bildet die Basis für die jährliche Bewerbungsphase im Rahmen des Corporate Health Awards, die ab sofort zum zwölften Mal in Folge von den Initiatoren EuPD Research und der Handelsblatt Media Group ausgerufen wird.

Im ersten Schritt ist jede Organisation aus Wirtschaft, Bildung und öffentlicher Hand berechtigt, den Online-Qualifizierungsbogen bis zum 01. Juni 2020 einzusenden. Mit Abschluss der kostenfreien Bewerbungsphase erhalten alle Teilnehmer automatisch ihre individuellen Branchenvergleichsdaten in Form des offiziellen Deutschland-Benchmarks. Die jeweils besten Unternehmen jeder Branche erreichen die Finalrunde und können ihre Angaben aus dem Qualifizierungsprozess durch das Corporate Health Audit verifizieren lassen. Auf Basis der letztjährigen Vorbereitungen können die Verifizierungsprozesse in 2020 onlinegestützt begleitet werden.  Neben der Qualitätssicherung sowie der detaillierten Stärken- und Schwächenanalyse bietet das bestandene Audit die Chance auf den Gewinn des Awards in der jeweiligen Branche und Größenklasse. Der unabhängige Expertenbeirat des Corporate Health Awards bestimmt im Anschluss der Auditierungen die Gewinner und somit die besten Unternehmen Deutschlands.

Die etablierte Auszeichnung genießt bei Arbeitgebern, Mitarbeitern und im Recruitingprozess für neue Fachkräfte und Bewerber größte Anerkennung. Die besten Organisationen Deutschlands werden in fünfzehn Branchen-Kategorien in den Klassen „Mittelstand“ und „Großkonzern“ ausgezeichnet. Der Award gilt als renommierteste Auszeichnung für exzellentes Corporate Health Management in Deutschland.

Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter des Corporate Health Awards: „Gerade in Zeiten der tagesaktuell notwendigen Weiterentwicklungen und Anpassungen von Handlungsplänen wird der strategischen, strukturellen und maßnahmenorientierten Zusammenarbeit von Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz, Personalabteilung, Betriebsrat und Geschäftsführung eine nie dagewesene Bedeutung zuteil. Auch der letztjährige Anstieg der Bewerberzahlen um knapp 25 Prozent zeigt uns die hohe Bedeutung von strategischem Corporate Health Management für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen. Wir freuen uns, durch den Dialog mit führenden Experten aus Wissenschaft und Politik, aber auch mit den Arbeitgebern an der Basis, den Corporate Health Evaluation Standard jährlich gemäß der aktuellen Herausforderungen erweitern und somit einen zentralen Beitrag zur bundesweiten Qualitätssicherung für Arbeitgeber im Umgang mit der eigenen Belegschaft leisten zu können.“

Der CHA-Prozess und die Gewinner 2019 auf einen Blick.

 

Viele gute Gründe für neue Wege in der Kommunikation und beim Arbeitgebermarketing

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen eines dynamischen Arbeitsmarktes erkennen die Unternehmen die Bedeutung einer entsprechenden Unternehmenskultur für die Zukunftsfähigkeit ihrer Organisation auf höchster Management-Ebene. Die Einbindung der Geschäftsführung hat sich weiter erhöht und liegt nun seit 2009 auf Rekordniveau. Die Ergebnisse der Bewerber fließen zudem in die jährliche Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“ und liefern somit eine faktenbasierte Aussage zu den branchen- beziehungsweise größenspezifischen Umsetzungsgraden und der entsprechenden Relevanz in den Bereichen „Strategie“, „Struktur“, „Maßnahmen“ sowie der mehr als 150 enthaltenen Befragungsitems.

Über den Corporate Health Award

Der Corporate Health Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management und wurde 2009 vom Forschungsinstitut EuPD Research und dem Handelsblatt initiiert. Das Ziel des vorausgehenden umfangreichen Evaluationsprozesses ist es, vor allem in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft die Einsicht in die Notwendigkeit von Investitionen in betriebliche Gesundheitssysteme zu stärken sowie vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen und des demographischen Wandels die Wettbewerbsfähigkeit durch gezieltes Corporate Health Management sicherzustellen. Alleine in 2019 haben sich 347 Unternehmen und Organisationen um den Award beworben und sich somit dem wissenschaftlichen und praxisnahen Auswahlverfahren gestellt. Mehr Informationen: www.corporate-health-award.de

Die Branchen im Überblick:

  • Öffentliche Verwaltung
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Maschinenbau / Schwerindustrie
  • Chemie / Pharma
  • Verkehr / Logistik
  • Dienstleistungen / Medien / Beratung
  • Elektrotechnik
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Produktion / Verarbeitende Industrie
  • Hochschule
  • Handel
  • Finanzen
  • Versicherungen
  • Energiewirtschaft
  • Konsumgüter
  • Handwerk

 

Über EuPD Research

EuPD Research begeht in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum als führendes Forschungsunternehmen im nachhaltigen Corporate Health Management. Mit dem Corporate Health Award, der Corporate Health Initiative, der Corporate Health Akademie, der jährlich erscheinenden Studie zum Gesundheitsmanagement in Deutschland sowie den zahlreichen Aktivitäten als Sozialforschungsunternehmen in der Analyse und Beratung, agiert die EuPD als maßgebliches Stimmungsbarometer für aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen in der strategischen HR-Arbeit. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk wird die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen und hocheffizienter betrieblicher Managementsysteme flächendeckend für alle Branchen gefördert.

7 Fragen an… Henning Voß, Weicon

Aktiv gegen den Fachkräftemangel

Im Dialog mit den Mitgliedsunternehmen der Corporate Health Initiative

Der Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen, die Weicon GmbH & Co. KG aus Münster, ist neues Mitglied der Corporate Health Initiative.

„Wir freuen uns sehr, Teil der Corporate Health Initiative zu sein. Wir sehen die Teilnahme als wichtigen Baustein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und weitere Nachwuchskräfte und nicht zuletzt auch Auszubildende für Weicon zu begeistern. Ein gesundes und motiviertes Team ist elementarer Bestandteil unseres Erfolgs. Wir werden auch in Zukunft weitere Maßnahmen dieser Art ergreifen und alles dafür tun, um die Attraktivität unseres Unternehmens als Arbeitgeber kontinuierlich zu steigern“, so Ralph Weidling, geschäftsführender Gesellschafter von Weicon.

» Weitere Informationen zu Weicon und der Corporate Health Initiative

7 Fragen an… Henning Voß, Leiter Qualitätsmanagement

WEICON GmbH & Co. KG

  1. Welche Herausforderungen für Geschäftsführung und Personalentwicklung sehen Sie im Jahr 2020?

    Den bisherigen hohen Standard zu halten und weiter zu verbessern.

  2. Was bedeutet für Sie persönlich New Work?

    Die Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung. Das betrifft sowohl die Art und Weise der Erledigung der Arbeit und Aufgaben und natürlich die Weiterentwicklung und Weiterbildung unserer Teams.

  3. Lieblingstechnologie?

    Klebstoffe.

  4. Die wichtigsten Zukunftsberufe der nächsten fünf Jahre sind:
    Generell die Berufe im IT-Bereich, im Qualitätsmanagement und im Bereich der Pflege.

  5. Wichtigste Eigenschaft für einen guten Führungsstil:

    Faires Handeln in allen Situationen.

  6. Gesundheitsmanagement als Unternehmensstrategie, das beinhaltet immer auch:

    Weiterentwicklung von neuen Ideen. Es bedeutet aber auch, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen.

  7. Diese Themen gehen einher mit den Digitalisierungsprozessen in Wirtschaft, Verwaltung und Organisation:

    Work-Life-Balance, Digital Nomad, Home Office.


2020 wurde WEICON erneut bei „Deutschlands Top-Arbeitgebern im Mittelstand“ gelistet, so das Ergebnis der Studie von Focus-Business. Wie schon 2019, platzierte sich das Familienunternehmen WEICON auch in diesem Jahr unter den rund 3.400 beliebtesten mittelständischen Arbeitgebern und gehört zu den 100 besten Industrieunternehmen in Deutschland.

Fachkräftemangel in Deutschland

Spitzentreffen im Kanzleramt: wie kann Deutschland attraktiver für ausländische Arbeitnehmer werden? Weiterlesen

Gesundheitswirtschaft im Fokus

Der „Pflegeheim Rating Report 2020“ ist erschienen. Das Thema Personalknappheit nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Weiterlesen