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Pressemeldung: Der bundesweite Bewerbungsprozess für den Corporate Health Award 2020 startet ab sofort

Bonn, 20. März 2020: Eine sich verändernde Arbeitswelt in Zeiten des demographischen Wandels, herausfordernde Gesundheitsstrategien in gesellschaftlichen Ausnahmesituationen sowie die anhaltende Suche und Bindung von Fachkräften für das nächste Jahrzehnt – diese Themen prägen bereits jetzt das Jahr 2020. Der angespannte Arbeitsmarkt wird sich nicht zuletzt durch aktuellste äußere Einflussfaktoren und deren kurz-, mittel- und langfristigen Folgen noch weiter verschärfen. Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Arbeitgeber gerade in Krisenzeiten die Frage: Wo stehen wir im Deutschland-Vergleich mit unseren Managementprozessen und wie können wir unser gerade in diesen Zeiten besonders wichtige Corporate Health System anhand griffiger Kennzahlen offiziell bewerten und verifizieren lassen?

Für eine professionelle Analyse, Auswertung und Interpretation dieser Kennzahlen steht seit 2009 der  Corporate Health Evaluation Standard des Forschungsunternehmens EuPD Research. Das zugrundeliegende Qualitätsmodell bildet die Basis für die jährliche Bewerbungsphase im Rahmen des Corporate Health Awards, die ab sofort zum zwölften Mal in Folge von den Initiatoren EuPD Research und der Handelsblatt Media Group ausgerufen wird.

Im ersten Schritt ist jede Organisation aus Wirtschaft, Bildung und öffentlicher Hand berechtigt, den Online-Qualifizierungsbogen bis zum 01. Juni 2020 einzusenden. Mit Abschluss der kostenfreien Bewerbungsphase erhalten alle Teilnehmer automatisch ihre individuellen Branchenvergleichsdaten in Form des offiziellen Deutschland-Benchmarks. Die jeweils besten Unternehmen jeder Branche erreichen die Finalrunde und können ihre Angaben aus dem Qualifizierungsprozess durch das Corporate Health Audit verifizieren lassen. Auf Basis der letztjährigen Vorbereitungen können die Verifizierungsprozesse in 2020 onlinegestützt begleitet werden.  Neben der Qualitätssicherung sowie der detaillierten Stärken- und Schwächenanalyse bietet das bestandene Audit die Chance auf den Gewinn des Awards in der jeweiligen Branche und Größenklasse. Der unabhängige Expertenbeirat des Corporate Health Awards bestimmt im Anschluss der Auditierungen die Gewinner und somit die besten Unternehmen Deutschlands.

Die etablierte Auszeichnung genießt bei Arbeitgebern, Mitarbeitern und im Recruitingprozess für neue Fachkräfte und Bewerber größte Anerkennung. Die besten Organisationen Deutschlands werden in fünfzehn Branchen-Kategorien in den Klassen „Mittelstand“ und „Großkonzern“ ausgezeichnet. Der Award gilt als renommierteste Auszeichnung für exzellentes Corporate Health Management in Deutschland.

Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter des Corporate Health Awards: „Gerade in Zeiten der tagesaktuell notwendigen Weiterentwicklungen und Anpassungen von Handlungsplänen wird der strategischen, strukturellen und maßnahmenorientierten Zusammenarbeit von Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz, Personalabteilung, Betriebsrat und Geschäftsführung eine nie dagewesene Bedeutung zuteil. Auch der letztjährige Anstieg der Bewerberzahlen um knapp 25 Prozent zeigt uns die hohe Bedeutung von strategischem Corporate Health Management für die Zukunftsfähigkeit von Organisationen. Wir freuen uns, durch den Dialog mit führenden Experten aus Wissenschaft und Politik, aber auch mit den Arbeitgebern an der Basis, den Corporate Health Evaluation Standard jährlich gemäß der aktuellen Herausforderungen erweitern und somit einen zentralen Beitrag zur bundesweiten Qualitätssicherung für Arbeitgeber im Umgang mit der eigenen Belegschaft leisten zu können.“

Der CHA-Prozess und die Gewinner 2019 auf einen Blick.

 

Viele gute Gründe für neue Wege in der Kommunikation und beim Arbeitgebermarketing

Vor dem Hintergrund der Herausforderungen eines dynamischen Arbeitsmarktes erkennen die Unternehmen die Bedeutung einer entsprechenden Unternehmenskultur für die Zukunftsfähigkeit ihrer Organisation auf höchster Management-Ebene. Die Einbindung der Geschäftsführung hat sich weiter erhöht und liegt nun seit 2009 auf Rekordniveau. Die Ergebnisse der Bewerber fließen zudem in die jährliche Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“ und liefern somit eine faktenbasierte Aussage zu den branchen- beziehungsweise größenspezifischen Umsetzungsgraden und der entsprechenden Relevanz in den Bereichen „Strategie“, „Struktur“, „Maßnahmen“ sowie der mehr als 150 enthaltenen Befragungsitems.

Über den Corporate Health Award

Der Corporate Health Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management und wurde 2009 vom Forschungsinstitut EuPD Research und dem Handelsblatt initiiert. Das Ziel des vorausgehenden umfangreichen Evaluationsprozesses ist es, vor allem in den Führungspositionen der deutschen Wirtschaft die Einsicht in die Notwendigkeit von Investitionen in betriebliche Gesundheitssysteme zu stärken sowie vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen und des demographischen Wandels die Wettbewerbsfähigkeit durch gezieltes Corporate Health Management sicherzustellen. Alleine in 2019 haben sich 347 Unternehmen und Organisationen um den Award beworben und sich somit dem wissenschaftlichen und praxisnahen Auswahlverfahren gestellt. Mehr Informationen: www.corporate-health-award.de

Die Branchen im Überblick:

  • Öffentliche Verwaltung
  • Informations- und Kommunikationstechnik
  • Maschinenbau / Schwerindustrie
  • Chemie / Pharma
  • Verkehr / Logistik
  • Dienstleistungen / Medien / Beratung
  • Elektrotechnik
  • Gesundheits- und Sozialwesen
  • Produktion / Verarbeitende Industrie
  • Hochschule
  • Handel
  • Finanzen
  • Versicherungen
  • Energiewirtschaft
  • Konsumgüter
  • Handwerk

 

Über EuPD Research

EuPD Research begeht in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum als führendes Forschungsunternehmen im nachhaltigen Corporate Health Management. Mit dem Corporate Health Award, der Corporate Health Initiative, der Corporate Health Akademie, der jährlich erscheinenden Studie zum Gesundheitsmanagement in Deutschland sowie den zahlreichen Aktivitäten als Sozialforschungsunternehmen in der Analyse und Beratung, agiert die EuPD als maßgebliches Stimmungsbarometer für aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen in der strategischen HR-Arbeit. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk wird die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen und hocheffizienter betrieblicher Managementsysteme flächendeckend für alle Branchen gefördert.

Road to Excellence – Dialogreihe in Berlin

Die Initiatoren der Veranstaltung „Sensibilisierung der Belegschaft zum gesundheitsbewussten Handeln“ und Partner der Corporate Health Initiative begrüßten in Berlin am Fernsehturm in den Vortragsräumen der Ausstellung „Körperwelten“ Berliner und Brandenburger Unternehmen, Mediziner und Gesundheitsexperten.

Bildrechte: www.koerperwelten.de

Eines darf vorweggenommen werden, und das wurde auch bei den Keynotes der Referenten deutlich: Unabhängig vom Blick auf den zurzeit täglich zu aktualisierenden Corona-Status, rücken sämtliche Gesundheitsthemen derzeit stärker als je zuvor in den Fokus von Firmen und bestimmen deren Strategien wesentlich mit. Wenn wir inzwischen eines gelernt haben, dann dies: Gesundheitsstatistiken werden aufmerksam gelesen und gezielt analysiert. Dazu zählen auch die Entwicklungen im regionalen Markt und im Branchenumfeld, die Interpretation von Fehlzeiten und deren Auswirkungen auf Umsatz und Firmenwachstum. So war das Credo der Runde: Wir sollten uns mehr denn je darauf konzentrieren auf Aufklärung zu setzen. Die gute Nachricht: die Chancen dafür waren nie besser. In der Tat, eine Sensibilisierung für Gesundheitsfragen bei den  Firmen und im direkten Austausch innerhalb der Belegschaft nimmt stetig zu, die Instrumente zur Aufklärung sind vielfältig und bieten einige Aha-Effekte.


Kuratorin der Körperwelten, Dr. Angelina Whalley; Bildrechte: www.ch-initiative.de

Die Kuratorin der Körperwelten, Dr. Angelina Whalley, startete mit einem beeindruckenden zeitlichen Abriss der Historie der Wissenschafts-ausstellung u.a. mit der ersten Ausstellung in Japan, die dazu führte, ein internationales Konzept zu erstellen und den Start in Deutschland zu initiieren. Der in den Anfangszeiten verbreiteten Tenor: „Da wo große Massen von Leuten hingehen, das kann keine Wissenschaft sein,“ wurde längst widerlegt. Der Erfolg bei den Besucherzahlen, die Einbindung in medizinische Ausbildung, Lehre und Dialog gibt den Vordenkern schon lange recht. Eindrucksvoll sind die Reaktionen von Besuchern, die sich dafür bedanken, dass sie nun das „Wunderwerk Körper“ anders wertschätzen. Eindrucksvoll sind aber auch die erhobenen Daten, die in Folge zeigen, dass so ein neues Gesundheitsbewusstsein mit messbarem Verhalten entstehen kann.

Wir landen also immer wieder bei der Aufklärung.

Wie es bei exklusiven Events üblich ist, durften die Teilnehmer der CHI-Veranstaltung von hochkarätigen Referenten und deren Blick auf die Gesundheitsprävention profitieren.

Isabelle Müller von Penta erläuterte anhand der BGM-Pyramide eindrucksvoll, an welchen Stellen Mitarbeiter und Führungskräfte immer wieder scheitern.

Wie gelingt die Kommunikation bei der BGM-Pyramide? Isabelle Müller von Penta zeigt die Stolperstellen und erfolgreiche Ansätze in der Unternehmenskommunikation auf.

Umso interessanter ist der Best Practice-Ansatz zur Incentivierung, der unter anderem zur monatelangen Unfallfreiheit ganzer Abteilungen führt. Auch die Teilnehmerquoten von Firmenmaßnahmen lassen sich so gezielt steuern. Die bislang über viele Jahre kontinuierlich begleiteten Unternehmensprojekte verschiedener Größenordnungen durch » Penta

haben das eindrucksvoll gezeigt. 100 Tage unfallfrei arbeiten und dabei motiviert darauf schauen, dass alle Kollegen mitziehen? Das gelingt. Weiteres Update für die Teilnehmer aus den Unternehmen im Rahmen der Expertenrunde: Ab 2020 werden nun übrigens 600 Euro je Mitarbeiter für Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V steuerlich gefördert. Welche Möglichkeiten sich durch Incentives ergeben, zeigt folgender » Überblick.

Falko Melzer, DAK-Gesundheit, Saskia Gräfenholt, Yogalehrerin
Bildrechte: www.ch-initiative.de

Die DAK Gesundheit setzte mit ihrem Fachvortrag auf Interaktion und erläuterte unter anderem Module aus dem Yoga, Bewegungstraining und Stressprävention. Vom Atemviereck bis zu verschiedenen Profitipps, die sich mühelos in den Büroalltag integrieren lassen – die Anregungen waren inspirierend, machten in der Umsetzung Spaß und lieferten wichtige Ideen für gezielte Firmenprogramme.

Für alle diejenigen, die es verpasst haben: Die WHO empfiehlt 150 Minuten moderate körperliche Aktivität /Woche oder 75 Minuten intensive körperliche Arbeit.

Präventionsarbeit auf allen Kanälen

Zeit für Paradigmenwechsel in der Prävention: Dr. Michael Moser vom HPC Berlin

Was Prävention in Zahlen für die Controller in den Unternehmen bedeutet? Dr. Markus Moser vom Helios Prevention Center Berlin rechnete dies anschaulich anhand einer Firma mit 1000 Beschäftigten vor. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie plädierte mit großem Enthusiasmus für neue Wege bei der Prävention. Die Form der Vermittlung hat sich hier auch verändert und sich an die aktuellen Bedürfnisse der Firmen sowie der gesundheitsbewussten Zielgruppe angepasst. So gibt es neben den Check-ups eigene Leitfäden für die Themenbereiche Sport, Ernährung, Burnout, die bewährten Kombinationen wie Yoga und Prävention, Yoga und Kunst sowie den Umgang mit Suchterkrankungen, aber auch Herausforderungen in der Vermittlung. Es gilt, die richtigen Kanäle für die Präventionsarbeit zu finden und diese individuell einzusetzen. Social Media- Instrumente und Apps werden zunehmend in die Präventionsarbeit integriert.

Dr. Moser zu » Gesundheits-Apps

Bildrechte: www.ch-initiative.de

In der Keynote von EuPD Research, Bereich Corporate Health, lieferte Katrin Steinbeck, Key Account Manager der Corporate Health Initiative, interessante Einblicke in die Trendstudie „Lernen von den Besten“. Die Bewertung zur Umsetzung und Relevanz von strategischen, strukturellen und leistungsorientierten Kriterien aus dem Corporate Health Evaluation Standard wurde seit 2009 von mehr als 4.500 Unternehmen durchgeführt und ermöglicht die Analyse von branchenspezifischen Gewichtungen für unterschiedliche Entwicklungsgrade. In den dabei analysierten Bereich der Unternehmensstrategien gehört auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Welche Branchen aktuell besonders erfolgreich bei den erhobenen Daten hervorstechen und wie sich die Zuständigkeiten beim Umsetzen von Gesundheitsstrategien verändert haben, wurde in der Diskussion thematisiert. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf eine fundierte Analyse und Branchenbenchmarks, um sich als begehrter Arbeitgeber mit vorausschauender Führungsmannschaft oder als mitarbeiterorientiertes Familienunternehmen nachhaltig am Arbeitsmarkt zu positionieren. Hier kann durchaus mit kleinen Schritten gestartet werden. Hilfreich sind erste Checks der Ist-Situation im Rahmen der Corporate Health Initiative oder  bereits im Rahmen des aktuellen Bewerbungsprozesses um den Corporate Health Award ab März 2020.

Katrin Steinbeck erläuterte die Trendstudie „Lernen von den Besten“ und die Benchmark-Möglichkeiten für Organisationen in der Corporate Health Initiative und im Corporate Health Award 2020. Bildrechte: www.ch-initiative.de

Zu guter Letzt gab es eine Deutschlandpremiere: Das Projekt „Emma“, welches von der Firma » Fellowes zusammen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland entwickelt wurde, erlebte seine Preview am künftigen Ausstellungsort am Alexanderplatz.

Wer wissen möchte, wie der „Kollege bzw. die Kollegin der Zukunft“ aussehen könnte, kann sich ab dem 29. April in Berlin überraschen lassen. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber die Folgen mangelnder Gesundheitsfürsorge haben auf den ersten Blick überzeugt. „Emma“ wird vermutlich bald zum Pflichtprogramm in der Gesundheitsprävention bei Firmen werden.

#HelloEmma und ab Sommer 2020 in den » Körperwelten zu entdecken

Fazit der Runde: Lernen von Best Practices, Netzwerke und wissenschaftliche Erhebungen sind ein wesentlicher Motor bei einer gelungenen Gesundheitskommunikation und immer wichtiger für das Employer Branding.

Initiatoren und Partner der Corporate Health Initiative bei der Veranstaltung: „Sensibilisierung der Belegschaft zum gesundheitsbewussten Handeln“ 
Bildrechte: www.ch-initiative.de

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