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Psychische Gefährdungsbeurteilung – jetzt erst recht!

Obwohl die Psychische Gefährdungsbeurteilung  nach SGB V verpflichtend für Unternehmen ist, wird sie trotzdem noch von zu wenigen tatsächlich durchgeführt, sei es, weil Verantwortliche den Aufwand scheuen – oder sogar die Ergebnisse. Hinzu kommt, dass eine regelmäßig durchgeführte PsyGe auch bei einer Änderung der Arbeitsbedingungen angepasst werden sollte.

Eine solche  Änderung dürfte durch die Corona-Pandemie in den meisten Fällen gegeben sein. Die Reaktion der Unternehmen fällt jedoch unterschiedlich aus: aus Angst, unter diesen Umständen könnten die ansonsten guten Ergebnisse „verfälscht“ werden oder aus Angst auf die entsprechenden Ergebnisse könnte durch die Pandemie nicht zeitnah und adäquat reagiert werden, verschieben einige Betriebe die PsyGe. Andere wiederum nehmen die coronabedingten Änderungen als umso wichtigeren Anlass, um ein aktuelles Stimmungsbild zu erhalten und akute Gefährdungen zu identifizieren.

Als Daumenregel wird empfohlen, die Gefährdungen der Mitarbeiter in den letzten 6 bis 12 Monaten – je nach Umfang der Durchführung – zu untersuchen, um nicht nur kurzfristige, sondern vor allem mittel- und langfristige Handlungsfelder festzustellen und darauf reagieren zu können. Da die Pandemie diese Dauer bereits überschritten hat und uns auf absehbare Zeit noch weiter begleiten wird, sollten Unternehmen diese Aufgabe angehen und diese Gelegenheit zur verstärkten Kontaktaufnahme mit den Mitarbeiter*innen nutzen, um Wertschätzung und Interesse für deren Wohlbefinden auszudrücken. Studien zeigen, dass bereits das Erkundigen nach Feedback zu einer höheren Zufriedenheit der Mitarbeiter führen kann. Besonders wertvoll ist dieser Effekt, wenn anderweitige Kontaktaufnahmen schwer umzusetzen sind, beispielsweise im Home Office.

Dieses ist übrigens kein Hindernis für eine erfolgreiche PsyGe: da die Pandemie in vielen Unternehmen die Digitalisierung  vorangetrieben hat,  ist eine Online-Befragung sogar besser und flexibler durchführbar und kann auf alle unternehmensspezifischen Herausforderungen angepasst werden. Ebenfalls als positiv empfunden werden daher nicht nur quantitative Datenmessungen, sondern für die Mitarbeiter*innen offene Kommentarfunktionen, die die Möglichkeit geben, sich zu öffnen und  Gedanken frei zu formulieren. Diese erfahrungsgemäß sehr gern genutzte Funktion bedeutet für die Unternehmen einen wichtigen Mehrwert in Form von qualitativen Daten, die Hintergründe zu Entscheidungen, Verhaltensweisen oder Motiven aufdecken können.

Wichtig bei der Umsetzung einer PsyG ist  ein systematisches Vorgehen. So müssen nicht nur die Fragebögen an das jeweilige Unternehmen angepasst werden, auch die Ableitung von spezifischen Handlungsempfehlungen oder die Bildung von Projektgruppen gehören dazu. Unbedingt müssen die Ergebnisse am Ende in das gesamte Unternehmen zurückgetragen werden, um die Mitarbeiter*innen einzubeziehen. Nicht erst seit der DSGVO-Reform spielen Datenschutz und Sicherheit bei allen Arten digitaler Dienstleistungen eine grundsätzliche Rolle. Der Rückschluss auf einzelne Mitarbeiter*innen anhand der IP-Adresse o. Ä. ist für den Arbeitgeber daher ausgeschlossen – immerhin sollen alle Antworten möglichst frei und ehrlich erfolgen.

Bei aller gesetzlichen Verpflichtung: Die Gefährdungen von Mitarbeiter*innen zu erkennen und diesen entgegenzuwirken sollte genauso wie das darin enthaltene Potential für die gesamte Unternehmensentwicklung immer an vorderster Stelle sehen.  Eine systematisch geplante Befragung bietet somit nicht nur einen Mehrwert für das BGM, sondern auch für die Personalabteilung, den Betriebsrat, die Unternehmenskommunikation und das Management.

Bei Ihnen steht eine Psychische Gefährdungsbeurteilung an oder Sie haben weitere Fragen? Dann stehen wir Ihnen gerne für einen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zur Seite.

Katja Kleebank

Research Analyst

k.kleebank@eupd-research.com

0228-97143-28

Alles digital oder was?

2021 bringt leider bis jetzt noch keine Entspannung hinsichtlich der Pandemie-Situation.

Im Gegenteil: Es gibt die Pflicht zum Home Office, wo immer es möglich ist, und Live-Veranstaltungen sind weiterhin untersagt. Persönliche Treffen im beruflichen Kontext sind also nur sehr begrenzt und unter sehr strengen Auflagen möglich: „Dabei gilt es, nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden zu vermeiden, allgemeine Hygienemaßnahmen einzuhalten und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu minimieren.“
(Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-massnahmen-1734724)

Viele Dienstleister im Corporate Health-Bereich, die normalerweise Präsenzveranstaltungen oder Workshops anbieten, müssen ihre Angebote so aufbereiten, dass sie auch digital gut umsetzbar sind und gleichzeitig beim Kunden den gewohnten Nutzen bringen.

So auch Motio, Partner der Corporate Health Initiative.

Auch wenn Motio bis jetzt schon sehr viele digitale Angebote im Portfolio hatte, wurde jetzt aufgrund der aktuellen Situation nochmal einiges intensiviert und umgestaltet, sodass trotzdem für den Kunden der bestmögliche Effekt erzielt werden kann.

So sind neuerdings Arbeitssituationsanalysen als moderiertes Gruppeninterview jetzt auch digital verfügbar.

Außerdem bietet Motio nun auch Online-Kurzbefragungen mit Sofortauswertung an.

Geschäftsführer Andreas Kummer:

„Wir stellen gerade einen regelrechten Run auf Online Workshops zu folgenden Themen fest:

  • Resilienz
  • Achtsamkeit
  • Life Balance im Home-Office
  • Coaching um die Krise zu bewältigen
  • Gesund führen

Dies spiegelt natürlich sehr gut die aktuelle Situation sowie den aktuellen Bedarf der Menschen wieder.“

Seine Empfehlung an die Arbeitgeber, Personalverantwortlichen und BGM-Manager: „Zeigen Sie gerade jetzt, dass es weiter geht, engagieren Sie sich, nutzen Sie die Unterstützung durch digitale Angebote für sich und ihre Mitarbeiter-es zahlt sich aus.“

Mehr Infos unter: https://www.motio.de/unternehmen/

Oder direkt bei Andreas Kummer: andreas.kummer@motio.de

Studie von Liquid Legal Institute e.V. und EuPD Research zu Gesundheitsrisiken für Jurist*innen

In Zusammenarbeit mit dem BUJ e.V., Deutschlands führender Inhouse Counsel-Organisation, führen das Liquid Legal Institute e.V.  und EuPD Research eine Studie zu den spezifischen Gesundheitsrisiken für Jurist*innen durch. Vor allem die psychische Gesundheit liegt hierbei im Fokus der Erhebung. Ziel der Studie ist es, die Forschung und den damit verbundenen Diskurs zu einem Thema zu ermöglichen, das noch immer weitgehend ein Tabu ist.

Die Studie richtet sich an alle Stakeholder in der Rechtsbranche. Im Rahmen der Erhebung werden unter anderem Rechtsanwaltskanzleien, aber auch Legal Tech-Startups und weitere Expert*innen aus dem Rechtswesen befragt.

In den USA wird die psychische Gesundheit von Jurist*innen bereits seit 30 Jahren erforscht und hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht: Der Berufsstand ist im Hinblick auf stressbedingte Krankheiten überrepräsentiert, leidet in erhöhtem Maße unter Stress, Angsterkrankungen Depressionen und Burnout. Im Jahr 2006 war Suizid nach Krebs und Herzkrankheiten die dritthäufigste Todesursache bei Jurist*innen.

Wie in zahlreichen weiteren Branchen bringt die Digitalisierung nicht nur große Chancen mit sich, sondern auch eine Vielzahl an Risiken. Soziale Isolation, psychische und emotionale Belastungen sieht man Menschen nicht an, dennoch sind sie real und können zu lang andauernden Erkrankungen führen.

An der anonymen Befragung, die von EuPD Research begleitet und umgesetzt wird, können Professionals aus dem Rechtswesen seit dem 10. November teilnehmen.

Hier geht es zur Befragung sowie zum Hintergrund der Studie»

Gesundheitsprävention durch Digitalisierung

Die Digitalisierung hat zwar in den meisten Geschäftszweigen längst mehr oder weniger Einzug gehalten, der plötzliche Umstieg auf vollständige digitale Verfahren – sei es Home Office für Büromitarbeiter*innen, seien es Konferenzen oder die Kommunikation mit Dienstleistern und Partnern – hat der Entwicklung allerdings nochmals deutlichen Schub gegeben. Die Studie „social health @work“ der BARMER und der Universität St. Gallen untersucht nun, welche Rolle die vorher erworbenen digitalen Kompetenzen in der Krise für die Gesundheit der Mitarbeiter*innen spielen.

Unter anderem wurde analysiert, wie sich die virtuellen Führungsfähigkeiten von Vorgesetzten auf die Teammitglieder auswirken:  im Vergleich zu Teams, deren Führungskräfte kaum solche Kompetenzen vorweisen können, liegt die Arbeitszufriedenheit über 48% höher, die Kommunikations- und Koordinationsqualität innerhalb des Teams um fast 16%, und die Produktivität während der akuten Phase mobiler Arbeit lag ebenfalls bei plus 10%. Im Gegensatz dazu haben die Teams mit virtuell kompetenter Führung 15,5% weniger Stress und eine über 40% niedrigere Kündigungsabsicht.

Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, das Augenmerk nicht nur auf funktionierende VPN- und Internetverbindungen oder gemeinsame Terminpläne zu legen. Auch die klassischen Skills sowohl von Mitarbeiter*innen sowie Führungskräften müssen an die neue Arbeitswelt angepasst werden.

Insgesamt ist digitale Kompetenz geeignet, auch die Gesundheit von Beschäftigten zu schützen, die zurzeit mobil arbeiten (müssen): ist diese stark ausgeprägt, haben die Mitarbeiter*innen im Gegensatz zu ihren weniger digital kompetenten Kolleg*innen eine deutlich höhere psychische und physische Arbeitsfähigkeit. Während Corona lag ihre Produktivität fast 14% höher, der Stresslevel dagegen über 6% niedriger. Auch gesundheitliche Probleme, wie Schlafprobleme, traten deutlich weniger auf.

Die Studienurheber*innen weisen zusätzlich auf die Wichtigkeit von Grenzmanagement hin: die verschwimmenden Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit im Home Office, zwischen Flexibilität und dem Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen, können Stress und geringe Belastbarkeit hervorrufen. Klare Grenzen sowie die enge, virtuelle Einbindung ins Team, um die gewohnten Kontakte zu stärken und die Entstehung von Unsicherheiten und dem Gefühl von Isolation zu verhindern, wirken dem entgegen. Zugehörigkeit und die Wahrnehmung der eigenen Produktivität fördern zusätzlich eine bessere Gesundheitswahrnehmung.

 

Zur Studie „social health @work“ der BARMER und der Universität St. Gallen»

VUCA oder: Führung auf Distanz

Gerade auch für Führungskräfte stellt die Umstellung der Arbeitswelt als Antwort auf die COVID-19-Pandemie eine Herausforderung dar. Während viele Arbeitnehmer*innen sich im Home Office eingerichtet haben und dort ihren Arbeitsalltag planen, sind ihre Chefs weiterhin für die nun digitale Koordination von Teams zuständig, für die Lenkung ihrer Prozesse und die Sicherstellung der Kommunikation zwischen und mit den Mitarbeiter*innen. Die Aufgaben haben sich nicht geändert – der Umgang damit aber grundlegend.

Merkmale dieser Situation werden schon länger unter dem Stichwort VUCA» zusammengefasst:

V = Volatility (Unbeständigkeit)
U = Uncertainty (Ungewissheit)
C = Complexity (Komplexität)
A = Ambiguity (Mehrdeutigkeit)

Durch neue Fallzahlen oder geänderte Rahmenbedingungen nach Vorgabe von Bund und Ländern ändern sich die Umstände ständig. Die Dynamik der Zusammenarbeit wird von den vielen Variablen der orts- und zeitflexiblen Arbeit beeinflusst, und der fehlende direkte Kontakt führt oft zu einem Gefühl eines ebenfalls fehlenden Überblicks.

Dieser Kontrollverlust trifft, je nach bisherigem Führungsstil, manche Führungskräfte stärker als andere, aber alle müssen lernen, diesen auszuhalten und in kreative Bahnen zu lenken. Dazu gehört insbesondere die Kommunikation mit den Mitarbeiter*innen, die nun viel stärker individualisiert stattfindet und den jeweiligen Unterschieden Rechnung tragen muss – wer braucht wirklich wie viel Feedback? Bei wem stehen bspw. zusätzliche Belastungen durch die Home Office-Situation einer guten Arbeitsatmosphäre und der Motivation entgegen, und was kann das Unternehmen dagegen tun? Welche Art des Kontakts und welche digitalen Tools sind dafür geeignet?

Gerade diese neue, verstärkte Fürsorge kann eine zusätzliche Belastung für Führungskräfte darstellen. Auch sie müssen aufpassen, ihre eigene Resilienz nicht zu überfordern, und einer zeitlichen Entgrenzung entschieden entgegentreten. Micromanagement ist nun weniger gefragt als klare Strukturen, Empathie, Vertrauen und Sicherheit.

Remote-Führung bleibt also ein Lernprozess für alle Beteiligten.

Der erste Aufschlag: Online-Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“ erfolgreich gestartet

Bonn, 7. Oktober 2020 – Am 29.09. startete die interaktive Online-Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“ der Corporate Health Initiative mit dem Branchenfokus Informations- und Kommunikationstechnologie.

Das Format ist das erste seiner Art im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement und gibt Unternehmensverantwortlichen sowie Entscheidern aus BGM und Human Resources einen branchenspezifischen Überblick über Innovationen und Herausforderungen im Corporate Health Management.

Die rund 70 Teilnehmer erhielten bei der Premiere von „Corporate Health Management in Deutschland“ Input von drei führenden Experten zu den branchenspezifischen HR- und BGM-Entwicklungen in der Informations- und Kommunikationstechnikbranche. Im Anschluss an die Vorträge erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit ihren Fragen an die Referenten zu wenden.

Prof. Dr. Volker Nürnberg (Partner BDO und Mitglied des Expertenbeirats Corporate Health Award) gab einen Einblick über die veränderten Bedürfnisse von Mitarbeitern seit Beginn der Covid-19-Pandemie: nicht nur Arbeitsprozesse und Meetings werden zunehmend virtuell vorgenommen, auch Führung muss sich an die Herausforderungen der zunehmend virtualisierten Arbeitswelt anpassen und gerade in Corona-Zeiten und vor dem Hintergrund der explosionsartig angestiegenen Zahlen von psychisch bedingten Fehltagen noch mehr auf die Mitarbeiter und deren Wohlergehen achten. Er berichtete außerdem von einem aktuell stattfindenden Wertewandel von reiner Kosteneffizienz hin zum größeren Invest in die eigenen Mitarbeiter und warum es so wichtig ist, sich als Unternehmen diesem Wandel anzuschließen.

Dr. Anne-Katrin Krempien, Leitende Ärztin Deutsche Telekom AG, stellte den Teilnehmern das BGM bei der Deutschen Telekom als Best Practice vor. Als eines der ersten Unternehmen hat die Deutsche Telekom ein internes Programm entwickelt, das Mitarbeiter dabei unterstützt, ihre psychische Gesundheit zu fördern, mit Stresssituationen umzugehen und die eigene Resilienz zu stärken. Die Unterstützung der Geschäftsführung ist dafür entscheidend.

Hanako ist eine der führenden digitalen Gesundheitsplattformen für den BGM-Bereich. Veronika Mayr stellte die digitale Gesundheitsplattform, die auch als App zur Verfügung steht, in ihrem Vortrag vor. Das Besondere: durch die Kombination von Gesundheitscheck-ups vor Ort und personalisierten Gesundheitsangeboten unterstützt Hanako die Mitarbeiter dabei, einen gesünderen Lebensstil zu führen, sich persönliche Ziele zu setzen und diese datenschutzkonform zu tracken.

Steffen Klink, Director der Corporate Health Initiative: „Mit der Online-Reihe Corporate Health Management in Deutschland möchten wir Unternehmen stärker auf die immense Bedeutung eines strategischen Corporate Health Managements aufmerksam machen und mithilfe unserer hochkarätigen Experten an die Hand nehmen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, es gehe rein um Maßnahmen und Angebote zur Gesundheitsförderung. Nur die bereichsübergreifende Interaktion zur Förderung der sozialen Nachhaltigkeit zwischen HR, Marketing, Arbeitsmedizin, Betriebsrat und der Geschäftsführung führt zur gesünderen und leistungsfähigen Belegschaft und zur wirtschaftlich zukunftsfähigen Organisationsausrichtung. Gesunde Mitarbeiter sind der Schlüssel für erfolgreiche Unternehmen.

Im Rahmen der Online-Reihe werden ab September die einzelnen Wirtschaftsbranchen in ihrer Vielfalt und mit ihren besonderen Herausforderungen in Bezug auf Corporate Health Management präsentiert und mit den aussagekräftigen Zahlen und Daten aus den Analyse und Zertifizierungsprozessen der CHI und des CHA sowie tollen Best Practices untermauert.

Den Live-Mitschnitt sowie alle Unterlagen zum Download finden Sie unter:

https://www.ch-initiative.de/online-branchenkonferenz/

Über die Corporate Health Initiative:

Die fachliche Expertise der Corporate Health Initiative resultiert aus über 15 Jahren Erfahrung aus dem von EUPD Research und dem Handelsblatt initiierten Corporate Health Award. Seit 2009 wurden anhand des zugrundeliegenden Qualitätsmodells (Corporate Health Evaluation Standard) mehr als 4.800 Organisationen bei der Evaluation und Optimierung ihres Corporate Health Managements sowie der angeschlossenen HR-Prozesse begleitet. Das Mitgliedernetzwerk der Corporate Health Initiative richtet sich an Arbeitgeber, die erkannt haben, dass die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden ihr wertvollstes Potential ist. EUPD Research sichert als führendes Marktforschungs- und Managementberatungsunternehmen im nachhaltigen Corporate Health Management die qualitativen und kommunikativen Prozesse der Initiative. Mit dem Corporate Health Award, der Corporate Health Initiative, der Corporate Health Akademie, der jährlich erscheinenden Studie zum Gesundheitsmanagement in Deutschland sowie den zahlreichen Aktivitäten als Sozialforschungsunternehmen in der Analyse und Beratung, agiert die EUPD als maßgebliches Stimmungsbarometer für aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen in der strategischen HR-Arbeit. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk wird die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen und hocheffizienter betrieblicher Managementsysteme flächendeckend für alle Branchen gefördert.

Mehr Informationen unter www.ch-initiative.de

Lässt sich digitale Führung lernen?

Aus der Krise, fertig – los? Was so einfach klingt, braucht Strukturen und Hilfsmittel. Unser Partner Motio führt aktuell und in den kommenden Wochen verschiedene Onlineseminare durch, um Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Jobstarter fit zu machen. Darunter sind Themen wie Resilienz, Work-Life-Balance im Homeoffice oder virtuelles Führen. Jedem dieser Themen könnten wir uns ausführlich widmen, aber zur guten Führung gehört auch, sich entscheiden zu können. Insofern heißt es nun: Virtuell führen will gelernt sein und hat auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement einen festen Platz.

Welche Kompetenzen sind künftig besonders gefragt?  Für die moderne Arbeitswelt werden neben den fachlichen Kompetenzen insbesondere Soft Skills immer wichtiger. StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung des Beratungsunternehmens Kienbaum an der International School of Management, haben eine Vorab-Studie unter 8.500 Menschen durchgeführt. Das Ergebnis lautet: nur 38 Prozent aller Befragten sind davon überzeugt, dass ihr Profil mit digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten langfristig krisensicher sei. Laut Erhebung von StepStone und Kienbaum sehen die Befragten wichtige Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Flexibilität (84 Prozent) und Anpassungsfähigkeit (83 Prozent). Als Kernkompetenz der Zukunft benennen Arbeitnehmer und Führungskräfte mit 88 Prozent gleichermaßen die allgemeine Lernbereitschaft.

Es geht also mehr denn je darum, die Beschäftigten gezielt dort abzuholen, wo sie gerade aktiv sind und eine gewisse Eigenverantwortung auch beim Lernen und der individuellen Weiterbildung  sowie bei der virtuellen Teamarbeit zu fördern.

Eines ist klar: Nicht erst seit der Coronakrise werden agile Arbeitsweisen thematisiert und angeboten. Ohne gezielte Führung seitens der Firma verpuffen allerdings viele gut gemeinte Ansätze. Und ein Überangebot an virtuellen Systemen wiederum führt zu Ermüdungserscheinungen.

So fragt unter anderem das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Rump: Was verbirgt sich hinter „Zoom Fatigue“?  Wir klären kurz auf: Zoom Fatigue beschreibt die Müdigkeit, die sich nach zahlreichen virtuellen Meetings am Tag und in der Woche einstellt. Mittlerweile sprechen wir sogar von Erschöpfung durch zu viel Digitalität.

„Wo früher ein Meeting nach dem anderen im Kalender stand, reiht sich nun Call an Call. Keine Pause nötig, schließlich fallen Raumwechsel weg. Zwei Klicks – und der Bildschirm ist voll mit anderen Personen, aufgereiht wie eine antike Büstensammlung: Kopf und Oberkörper sind zu sehen, mehr nicht. Im Hintergrund Bücherregale, Kleiderschränke, Kücheninterieur.“ (Ina Karabasz, Handelsblatt 15.07.20).

Das Institut für Beschäftigung und Employability IBE möchte sich deshalb mit diesem Phänomen beschäftigen und hat einen kurzen Fragebogen zusammengestellt. Hier » geht es direkt zum Fragebogen; die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Bevor wir jedoch zum Erschöpfungszustand kommen, lohnt sich der Blick auf die Möglichkeiten, die digitale Tools und digitales BGM im Idealfall bieten. Nie war es einfacher, sich einen Überblick über den Gesamtzustand einer Abteilung, einer Firma oder sogar einer Branche im Vergleich zu verschaffen. Der Anspruch seitens der Geschäftsführung, verlässliche Kennzahlen zu erheben und diese in Nachhaltigkeitsreports einfließen zu lassen, steigt ständig und kann über die Auswertungen des digitalen BGM verlässlich geliefert und interpretiert werden. Wie stellen sich jedoch die Führungskräfte im Spagat zwischen Präsenz, virtuellen Teams und Reportings auf?

In interaktiven und live durchgeführten online Seminaren können die Mitarbeiter neues Wissen erwerben. Die Experten bei Motio » informieren über neue Entwicklungen und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte, die der eigenen Gesundheit einen hohen Wert zuschreiben, ihre Beschäftigten besonders gut zu einem gesundheitsbewussten und damit leistungsfördernden Verhalten motivieren können. Transparente Kommunikation ist dabei das A und O. Die Motio-Trainings beinhalten so z. B. Schwerpunkte nach Dr. Matyssek zum Thema „Gesund Führen“ oder „Führung auf Distanz“. Follow-up-Trainings sichern die Umsetzung im Führungsalltag und steigern die Nachhaltigkeit.

Gerade jetzt sollten Unternehmen gezielt und verstärkt in das Know-how ihrer Mitarbeiter investieren. Es gibt viele gute Gründe, Impulsvorträge und digitale Seminare zu Schwerpunktthemen im Bereich Führung, Resilienz, Teamentwicklung bis hin zu Online-Azubiprogrammen anzubieten.

Infos unter https://www.motio.de/unsere-digitalen-angebote/

Digitalisierung: Fachkräfte in der IT sind gefragt wie nie

Die Nachfrage nach Entwicklern, Programmierern, Datenanalysten, Administratoren und weiteren IT-Fachkräften war schon in den letzten Jahren sehr groß, die kommenden Jahre zeigen einen hohen Anstieg, weil digitale Geschäftsmodelle, Forschungsprojekte, neue Technologien und Transformationsprozesse ein verstärktes IT-Know-how erfordern. Es bleibt also spannend, wie sich der Kampf um die Talente gestaltet und welche Unternehmen oder Regionen die begehrten Experten an sich binden Der Bundesverband Bitkom hat einen interessanten Überblick über die Branche veröffentlicht, unter anderem mit einem interessanten Blick auf die regionale Verteilung. So ist Hamburg mittlerweile das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten, das entspricht 4.200 IT-Jobs pro 100.000 Beschäftigte. Dies deutet auch darauf hin, dass die Stadt in der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeberstandort vieles richtig gemacht hat.

Bitkom e.V.

Im Ranking folgen Berlin (3,5 Prozent), Hessen (3,3 Prozent), Baden-Württemberg (3,2 Prozent) und Bayern mit 3,1 Prozent.

Auf den drei letzten Plätzen stehen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt hier die Informatiker-Quote unverändert. Bundesweit gesehen gibt es übrigens 856.105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im ITK-Bereich (53.787 mehr als im Vorjahr). Mit 414.942 ist knapp die Hälfte in ITK- Unternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen.

Übrigens arbeitet jeder fünfte deutsche IT-Experte (mit sozialversicherungspflichtigem Status) in Bayern. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (172.464), gefolgt von Baden-Württemberg (152.169). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es (Stand 2020) mittlerweile 5.446 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen. 

Übrigens: was die ITK-Branche bezüglich Arbeitgeberattraktivität und Fachkräfteentwicklung/Corporate Health Management bewegt, wird Ende September in der Onlineveranstaltung der Corporate Health Initiative besprochen.»

Digitale Ethik und Zeitmanagement für Chaoten

Unser Alltag wird immer digitaler. Mehr und mehr Bereiche unseres Lebens, die vor einigen Jahren noch ausschließlich offline stattgefunden haben, verschmelzen zunehmend mit der Onlinewelt. Vor allem unser Berufsleben ist davon betroffen – mittlerweile setzen wir hier eine Vielzahl von digitalen Tools im direkten Kontakt ein. Da ist es nur folgerichtig, dass wir darüber sinnieren, was die neue Freiheit mit sich bringt. Kaspersky hat vor kurzem eine Umfrage zur Digitalisierung im Alltag in Deutschland durchgeführt. Neben Sicherheitsaspekten ging es auch darum, wie sich die Pandemiesituation auf unsere psychische Gesundheit ausgewirkt und welche Rolle die Technologie dabei für unseren Zusammenhalt gespielt hat. Das Ergebnis: mehr als jedem vierten Nutzer in Deutschland, nämlich 28 Prozent, fällt es nach eigener Aussage leichter, online neue Kontakte zu schließen als im realen Leben. 27 Prozent fällt zudem die Selbstdarstellung im digitalen Raum leichter als im persönlichen Kontakt. 29 Prozent der Befragten bestätigen zudem, sich im virtuellen Raum kontaktfreudiger und selbstbewusster zu fühlen als bei persönlichen Treffen.

Jeder Vierte? Das ist ein ziemlich hoher Wert. Kann es sein, dass Technologie in vielen Fällen schon als eine Form von Sucht angesehen werden sollte und emotional abhängig macht? Während einige Menschen unter normalen Umständen vielleicht übermäßig auf Technologien zurückgreifen, werden Videoanrufe und Messenger-Dienste oft als Rettungsanker angesehen, um den Selbstwert zu pushen, so die Einschätzung einiger Psychotherapeuten. Das Wissen um neurobiologische Fakten gehört insofern zum Basis-Know How in den HR-Abteilungen. Im Artikel der Fachzeitschrift Wirtschaft und Weiterbildung wird darauf verwiesen, dass es keinen Sinn ergibt, den Kampf zwischen Analog und Digital zu führen, sondern darum, aufmerksam die Grenzen zu erkennen, rechtzeitig zu intervenieren und Konzepte für die Prävention zu erstellen.

© Kaspersky

„Fortschritt braucht Weisheit und Mut – Maschinen fehlt beides“, so die Einschätzung von Sarah Spiekermann, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Autorin  von „Digitale Ethik – ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert“ (erschienen beim Droemer Verlag), widmet sich der Geschichte des Fortschrittsdenkens ebenso wie den kritischen Gedanken zur Big Data Illusion, dem Problem der Selbstunterbrechung und den Wertefragen im Umgang mit der digitalen Welt im privaten Umfeld ebenso wie in den Unternehmen.  Wieviel IT ist zielführend, ab wann machen digitale Systeme krank? Und was ergibt sich daraus an Ableitungen für Führungsmodelle und den Umgang miteinander im Arbeitsleben? Eine lesenswerte Lektüre, die uns genügend Gesprächsstoff im direkten Miteinander liefern sollte.

Apropos intensive Gespräche, Small-Talk oder Dialog mit sich selbst: Das „30 Minuten Zeitmanagement für Chaoten“ aus dem GABAL Verlag (Lothar J. Seiwert, Horst Müller, Anette Laboek) ist eine vergnügliche Lektüre, die man nach Feierabend entspannt mit an den See nehmen kann und damit gleich einem guten Rat aus dem Kapitel „Wie Sie sich selbst überlisten“ folgt.

Start der Online-Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“

Wir freuen uns sehr, hiermit den ersten Termin unserer interaktiven Online Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“ bekannt geben zu dürfen.

Im Rahmen der Online-Reihe werden von September bis Ende des Jahres die einzelnen Wirtschaftsbranchen in ihrer Vielfalt und mit ihren besonderen Herausforderungen in Bezug auf Corporate Health Management präsentiert. Es gibt Best Practices aus Unternehmen, renommierte Expertenmeinungen und es kommen Dienstleister zu Wort, die die Unternehmen in den verschiedenen Bereichen des Corporate Health Managements durch ihre Expertise unterstützen bzw. innovative Lösungen entwickelt haben. 

Den Anfang macht die Branche Informations- und Kommunikationstechnik am 29.09.2020. Mit dabei ist Experte Prof Dr. Volker Nürnberg, Partner bei der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, der 2010 akademisch den Ruf als Professor für „Strategisches Management im Gesundheitswesen“ erhielt und seitdem national und international an verschiedenen Hochschulen, aktuell unter anderem an der FOM und an der TU München, lehrt.

In der Presse wird er „BGM-Papst“ genannt. Er hat bereits über 300 Unternehmen beraten und über 500 Fachvorträge gehalten. Sein Thema: „Betriebliches Gesundheitsmanagement: Was wir aus der Corona-Krise lernen sollten“.

© Volker Nürnberg. All rights reserved.

Eine stärkere Digitalisierung des betrieblichen Gesundheitsmanagement erscheint unumgänglich. Wir freuen uns deshalb auf den Beitrag von Hanako, einem Gesundheitsdienstleister aus München. Hanako bietet betriebliche Gesundheitschecks und eine führende digitale BGM-Lösung an, die Gesundheits- und Lebensstilverbesserungen systematisch, umfassend und effizient unterstützt.

Hanako stellt vor, wie personalisierte digitale Lösungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement aussehen können und wie sie sich effizient mit analogen Angeboten wie Gesundheitschecks, Gesundheitskursen oder Coaching verbinden lassen.

Auf welches Best Practice aus der Branche Informations-und Kommunikationstechnik     wir uns freuen können, bleibt eine kleine Überraschung und wird 4 Wochen vor dem Termin bekanntgegeben – es bleibt also spannend.

Wir freuen uns sehr auf eine rege Teilnahme und zahlreiche Anmeldungen. Die Teilnahme an der Online-Reihe ist selbstverständlich kostenlos.

Wir informieren über die Homepage der Corporate Health Initiative sowie über unsere Social Media-Kanäle über weitere Details zu Terminen und zur Anmeldung.

Lassen Sie sich unverbindlich vormerken!