Beiträge

Lässt sich digitale Führung lernen?

Aus der Krise, fertig – los? Was so einfach klingt, braucht Strukturen und Hilfsmittel. Unser Partner Motio führt aktuell und in den kommenden Wochen verschiedene Onlineseminare durch, um Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Jobstarter fit zu machen. Darunter sind Themen wie Resilienz, Work-Life-Balance im Homeoffice oder virtuelles Führen. Jedem dieser Themen könnten wir uns ausführlich widmen, aber zur guten Führung gehört auch, sich entscheiden zu können. Insofern heißt es nun: Virtuell führen will gelernt sein und hat auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement einen festen Platz.

Welche Kompetenzen sind künftig besonders gefragt?  Für die moderne Arbeitswelt werden neben den fachlichen Kompetenzen insbesondere Soft Skills immer wichtiger. StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung des Beratungsunternehmens Kienbaum an der International School of Management, haben eine Vorab-Studie unter 8.500 Menschen durchgeführt. Das Ergebnis lautet: nur 38 Prozent aller Befragten sind davon überzeugt, dass ihr Profil mit digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten langfristig krisensicher sei. Laut Erhebung von StepStone und Kienbaum sehen die Befragten wichtige Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Flexibilität (84 Prozent) und Anpassungsfähigkeit (83 Prozent). Als Kernkompetenz der Zukunft benennen Arbeitnehmer und Führungskräfte mit 88 Prozent gleichermaßen die allgemeine Lernbereitschaft.

Es geht also mehr denn je darum, die Beschäftigten gezielt dort abzuholen, wo sie gerade aktiv sind und eine gewisse Eigenverantwortung auch beim Lernen und der individuellen Weiterbildung  sowie bei der virtuellen Teamarbeit zu fördern.

Eines ist klar: Nicht erst seit der Coronakrise werden agile Arbeitsweisen thematisiert und angeboten. Ohne gezielte Führung seitens der Firma verpuffen allerdings viele gut gemeinte Ansätze. Und ein Überangebot an virtuellen Systemen wiederum führt zu Ermüdungserscheinungen.

So fragt unter anderem das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Rump: Was verbirgt sich hinter „Zoom Fatigue“?  Wir klären kurz auf: Zoom Fatigue beschreibt die Müdigkeit, die sich nach zahlreichen virtuellen Meetings am Tag und in der Woche einstellt. Mittlerweile sprechen wir sogar von Erschöpfung durch zu viel Digitalität.

„Wo früher ein Meeting nach dem anderen im Kalender stand, reiht sich nun Call an Call. Keine Pause nötig, schließlich fallen Raumwechsel weg. Zwei Klicks – und der Bildschirm ist voll mit anderen Personen, aufgereiht wie eine antike Büstensammlung: Kopf und Oberkörper sind zu sehen, mehr nicht. Im Hintergrund Bücherregale, Kleiderschränke, Kücheninterieur.“ (Ina Karabasz, Handelsblatt 15.07.20).

Das Institut für Beschäftigung und Employability IBE möchte sich deshalb mit diesem Phänomen beschäftigen und hat einen kurzen Fragebogen zusammengestellt. Hier » geht es direkt zum Fragebogen; die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Bevor wir jedoch zum Erschöpfungszustand kommen, lohnt sich der Blick auf die Möglichkeiten, die digitale Tools und digitales BGM im Idealfall bieten. Nie war es einfacher, sich einen Überblick über den Gesamtzustand einer Abteilung, einer Firma oder sogar einer Branche im Vergleich zu verschaffen. Der Anspruch seitens der Geschäftsführung, verlässliche Kennzahlen zu erheben und diese in Nachhaltigkeitsreports einfließen zu lassen, steigt ständig und kann über die Auswertungen des digitalen BGM verlässlich geliefert und interpretiert werden. Wie stellen sich jedoch die Führungskräfte im Spagat zwischen Präsenz, virtuellen Teams und Reportings auf?

In interaktiven und live durchgeführten online Seminaren können die Mitarbeiter neues Wissen erwerben. Die Experten bei Motio » informieren über neue Entwicklungen und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte, die der eigenen Gesundheit einen hohen Wert zuschreiben, ihre Beschäftigten besonders gut zu einem gesundheitsbewussten und damit leistungsfördernden Verhalten motivieren können. Transparente Kommunikation ist dabei das A und O. Die Motio-Trainings beinhalten so z. B. Schwerpunkte nach Dr. Matyssek zum Thema „Gesund Führen“ oder „Führung auf Distanz“. Follow-up-Trainings sichern die Umsetzung im Führungsalltag und steigern die Nachhaltigkeit.

Gerade jetzt sollten Unternehmen gezielt und verstärkt in das Know-how ihrer Mitarbeiter investieren. Es gibt viele gute Gründe, Impulsvorträge und digitale Seminare zu Schwerpunktthemen im Bereich Führung, Resilienz, Teamentwicklung bis hin zu Online-Azubiprogrammen anzubieten.

Infos unter https://www.motio.de/unsere-digitalen-angebote/

Digitalisierung: Fachkräfte in der IT sind gefragt wie nie

Die Nachfrage nach Entwicklern, Programmierern, Datenanalysten, Administratoren und weiteren IT-Fachkräften war schon in den letzten Jahren sehr groß, die kommenden Jahre zeigen einen hohen Anstieg, weil digitale Geschäftsmodelle, Forschungsprojekte, neue Technologien und Transformationsprozesse ein verstärktes IT-Know-how erfordern. Es bleibt also spannend, wie sich der Kampf um die Talente gestaltet und welche Unternehmen oder Regionen die begehrten Experten an sich binden Der Bundesverband Bitkom hat einen interessanten Überblick über die Branche veröffentlicht, unter anderem mit einem interessanten Blick auf die regionale Verteilung. So ist Hamburg mittlerweile das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten, das entspricht 4.200 IT-Jobs pro 100.000 Beschäftigte. Dies deutet auch darauf hin, dass die Stadt in der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeberstandort vieles richtig gemacht hat.

Bitkom e.V.

Im Ranking folgen Berlin (3,5 Prozent), Hessen (3,3 Prozent), Baden-Württemberg (3,2 Prozent) und Bayern mit 3,1 Prozent.

Auf den drei letzten Plätzen stehen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt hier die Informatiker-Quote unverändert. Bundesweit gesehen gibt es übrigens 856.105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im ITK-Bereich (53.787 mehr als im Vorjahr). Mit 414.942 ist knapp die Hälfte in ITK- Unternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen.

Übrigens arbeitet jeder fünfte deutsche IT-Experte (mit sozialversicherungspflichtigem Status) in Bayern. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (172.464), gefolgt von Baden-Württemberg (152.169). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es (Stand 2020) mittlerweile 5.446 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen. 

Übrigens: was die ITK-Branche bezüglich Arbeitgeberattraktivität und Fachkräfteentwicklung/Corporate Health Management bewegt, wird Ende September in der Onlineveranstaltung der Corporate Health Initiative besprochen.»

Digitale Ethik und Zeitmanagement für Chaoten

Unser Alltag wird immer digitaler. Mehr und mehr Bereiche unseres Lebens, die vor einigen Jahren noch ausschließlich offline stattgefunden haben, verschmelzen zunehmend mit der Onlinewelt. Vor allem unser Berufsleben ist davon betroffen – mittlerweile setzen wir hier eine Vielzahl von digitalen Tools im direkten Kontakt ein. Da ist es nur folgerichtig, dass wir darüber sinnieren, was die neue Freiheit mit sich bringt. Kaspersky hat vor kurzem eine Umfrage zur Digitalisierung im Alltag in Deutschland durchgeführt. Neben Sicherheitsaspekten ging es auch darum, wie sich die Pandemiesituation auf unsere psychische Gesundheit ausgewirkt und welche Rolle die Technologie dabei für unseren Zusammenhalt gespielt hat. Das Ergebnis: mehr als jedem vierten Nutzer in Deutschland, nämlich 28 Prozent, fällt es nach eigener Aussage leichter, online neue Kontakte zu schließen als im realen Leben. 27 Prozent fällt zudem die Selbstdarstellung im digitalen Raum leichter als im persönlichen Kontakt. 29 Prozent der Befragten bestätigen zudem, sich im virtuellen Raum kontaktfreudiger und selbstbewusster zu fühlen als bei persönlichen Treffen.

Jeder Vierte? Das ist ein ziemlich hoher Wert. Kann es sein, dass Technologie in vielen Fällen schon als eine Form von Sucht angesehen werden sollte und emotional abhängig macht? Während einige Menschen unter normalen Umständen vielleicht übermäßig auf Technologien zurückgreifen, werden Videoanrufe und Messenger-Dienste oft als Rettungsanker angesehen, um den Selbstwert zu pushen, so die Einschätzung einiger Psychotherapeuten. Das Wissen um neurobiologische Fakten gehört insofern zum Basis-Know How in den HR-Abteilungen. Im Artikel der Fachzeitschrift Wirtschaft und Weiterbildung wird darauf verwiesen, dass es keinen Sinn ergibt, den Kampf zwischen Analog und Digital zu führen, sondern darum, aufmerksam die Grenzen zu erkennen, rechtzeitig zu intervenieren und Konzepte für die Prävention zu erstellen.

© Kaspersky

„Fortschritt braucht Weisheit und Mut – Maschinen fehlt beides“, so die Einschätzung von Sarah Spiekermann, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Autorin  von „Digitale Ethik – ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert“ (erschienen beim Droemer Verlag), widmet sich der Geschichte des Fortschrittsdenkens ebenso wie den kritischen Gedanken zur Big Data Illusion, dem Problem der Selbstunterbrechung und den Wertefragen im Umgang mit der digitalen Welt im privaten Umfeld ebenso wie in den Unternehmen.  Wieviel IT ist zielführend, ab wann machen digitale Systeme krank? Und was ergibt sich daraus an Ableitungen für Führungsmodelle und den Umgang miteinander im Arbeitsleben? Eine lesenswerte Lektüre, die uns genügend Gesprächsstoff im direkten Miteinander liefern sollte.

Apropos intensive Gespräche, Small-Talk oder Dialog mit sich selbst: Das „30 Minuten Zeitmanagement für Chaoten“ aus dem GABAL Verlag (Lothar J. Seiwert, Horst Müller, Anette Laboek) ist eine vergnügliche Lektüre, die man nach Feierabend entspannt mit an den See nehmen kann und damit gleich einem guten Rat aus dem Kapitel „Wie Sie sich selbst überlisten“ folgt.

Start der Online-Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“

Wir freuen uns sehr, hiermit den ersten Termin unserer interaktiven Online Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“ bekannt geben zu dürfen.

Im Rahmen der Online-Reihe werden von September bis Ende des Jahres die einzelnen Wirtschaftsbranchen in ihrer Vielfalt und mit ihren besonderen Herausforderungen in Bezug auf Corporate Health Management präsentiert. Es gibt Best Practices aus Unternehmen, renommierte Expertenmeinungen und es kommen Dienstleister zu Wort, die die Unternehmen in den verschiedenen Bereichen des Corporate Health Managements durch ihre Expertise unterstützen bzw. innovative Lösungen entwickelt haben. 

Den Anfang macht die Branche Informations- und Kommunikationstechnik am 29.09.2020. Mit dabei ist Experte Prof Dr. Volker Nürnberg, Partner bei der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, der 2010 akademisch den Ruf als Professor für „Strategisches Management im Gesundheitswesen“ erhielt und seitdem national und international an verschiedenen Hochschulen, aktuell unter anderem an der FOM und an der TU München, lehrt.

In der Presse wird er „BGM-Papst“ genannt. Er hat bereits über 300 Unternehmen beraten und über 500 Fachvorträge gehalten. Sein Thema: „Betriebliches Gesundheitsmanagement: Was wir aus der Corona-Krise lernen sollten“.

© Volker Nürnberg. All rights reserved.

Eine stärkere Digitalisierung des betrieblichen Gesundheitsmanagement erscheint unumgänglich. Wir freuen uns deshalb auf den Beitrag von Hanako, einem Gesundheitsdienstleister aus München. Hanako bietet betriebliche Gesundheitschecks und eine führende digitale BGM-Lösung an, die Gesundheits- und Lebensstilverbesserungen systematisch, umfassend und effizient unterstützt.

Hanako stellt vor, wie personalisierte digitale Lösungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement aussehen können und wie sie sich effizient mit analogen Angeboten wie Gesundheitschecks, Gesundheitskursen oder Coaching verbinden lassen.

Auf welches Best Practice aus der Branche Informations-und Kommunikationstechnik     wir uns freuen können, bleibt eine kleine Überraschung und wird 4 Wochen vor dem Termin bekanntgegeben – es bleibt also spannend.

Wir freuen uns sehr auf eine rege Teilnahme und zahlreiche Anmeldungen. Die Teilnahme an der Online-Reihe ist selbstverständlich kostenlos.

Wir informieren über die Homepage der Corporate Health Initiative sowie über unsere Social Media-Kanäle über weitere Details zu Terminen und zur Anmeldung.

Lassen Sie sich unverbindlich vormerken!

Führung in herausfordernden Zeiten, Mitarbeitermotivation bekommt höchste Priorität

Spätestens in zwei bis drei Jahren müssen Management und Mitarbeiter grundlegend neue Fähigkeiten und Kompetenzen beherrschen. So die Einschätzung des Reports „People Management 2025“, herausgegeben von Price Waterhousecoopers und dem Instiut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) wurden 2019 knapp 130 HR-Führungskräfte aus überwiegend mittelständischen Unternehmen sowie 25 Experten und kreative Köpfe aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft befragt.

Demnach werden im Bereich HRM das Daten- und Technologiemanagement, Talentmanagement sowie Mitarbeiterqualifizierung und Kompetenzmanagement dann wichtiger sein als die reine Personalplanung. Auch die Gewichtung des Bereiches Gesundheitsmanagement steigt nach der Befragung der Gewichtung von Funktionen im HRM auf der Bewertungsskala um acht Prozent.

Die Change- und Transformationsprozesse sind herausfordernd und die Zahlen belegen einen enormen Handlungsdruck: Denn auf dem Weg zum People-Management 2025 stehen die Personalabteilungen und die Verantwortlichen vor der Aufgabe, in sehr kurzer Zeit teilweise eklatante Lücken in der Vorbereitung auf neue Aufgabenfelder und Funktionen zu schließen, um der Bedeutung
der zentralen Funktionen gerecht zu werden.

Nun haben wir in diesem ebenfalls herausfordernden Jahr 2020 in einigen wenigen Monaten im Schelldurchlauf erlebt, was Digitalisierung per Knopfdruck im Unternehmen und HRM verändert. Viele Firmen haben in beeindruckender Weise gezeigt, wie neue Prozesse umgesetzt werden konnten und wie man miteinander kommunizieren sollte, manche Organisationen sind noch in der Orientierungsphase und brauchen vernünftige Monitoringsysteme um den aktuellen Status Quo einordnen zu können.

Mitarbeitermotivation und Gesundheitskonzepte haben höchste Priorität

Wo wir derzeit stehen? Zwei von drei Unternehmen in Deutschland holen ihre Mitarbeiter bereits zurück ins Büro – meist noch im schrittweisen Modus.

Digitaler Dialog

Der erste Digitaltag am 19. Juni war ein Mammutprogramm, bei dem über 1.400 Aktionen in ganz Deutschland auf beeindruckende Art und Weise die Vielfalt in Unternehmen, Institutionen und Verbänden zeigten.  Das Team der Corporate Health Initiative hat sich umgesehen, nahm verschiedene Formate wahr und trat für den Branchenbenchmark und neue Digitalformate in den Dialog mit Experten, Technologen und HR-Abteilungen.

Im Schnelldurchlauf haben wir uns beim virtuellen Besuch des Robotron-Museums mit dem Weg der „Elektronengehirne zu Datenverarbeitungsmaschinen“ inklusive Wirtschaftskrimi in den 80ern beschäftigt und landeten dann bei Chatbots für die Personalabteilung im Jahr 2020. Die TIKTOK-Versuche der Automotive-Branche konnten nicht alle überzeugen, dafür jedoch die Vorlesungen „Relativitätstheorie für Laien“. Gut gemachte virtuelle Vorlesungen sind somit schon mal im Wissenskoffer gelandet, ebenso wie kreative Social Media-Kanäle und Formate für Mitarbeiter und Kunden. Dass große Rechenzentren wichtig für die Digitalisierung der Wirtschaft sind, ist logisch. Umso interessanter war es, hier einmal die 360 Grad-Führungen durch Unternehmen und Datacenter samt Bits und Bytes zu begleiten, ebenso wie die Übertragung der Lunchtalks zu erfolgreichen Hackathons im Bereich Healthcare oder Riesenevents wie z.B. „#WirVsVirus“ Mit über 28.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war „#WirVsVirus“ der bislang größte virtuelle Digitalwettbewerb weltweit, daraus konnten sich viele neue Geschäftsmodelle entwickeln. Diese wiederum brauchen spezialisierte Mitarbeiter. Wie man neue Mitarbeiter über gut gemachte Formate gewinnt? Der Thementag hat diverse technische Lösungen und Inhalte in Kombination liefern können.

Interessant waren in ihrer Vielfalt und Qualität auch die zahlreichen Diskussionsrunden zu den derzeitigen Arbeitswelten: Hier kamen u. A. Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Brandenburg samt Wirtschaftsförderungen zusammen, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie man Standorte und Branchen weiterentwickelt. „Smart Country Brandenburg“ wollte wissen, wie wir künftig arbeiten und thematisierte dies in der Diskussionsrunde mit Unternehmern und Wirtschaftsförderern wie folgt:

„Für Millionen Beschäftigte ändert sich das Büro-Berufsleben grundlegend. Wird in zehn Jahren nur noch die Hälfte der Kolleginnen und Kollegen ins Büro kommen, wie es Facebook-Gründer Mark Zuckerberg prophezeit? Es gilt, vorsichtig die Entwicklung zu betrachten und keine schnellen Schlüsse zu ziehen. Betriebe und Beschäftigte aller Branchen sind unterschiedlich betroffen. Geschäfts- und Arbeitsmodelle wandeln sich, die Auswirkungen der neuen Volatilität der Werktätigen sind immens. Was verändert sich gerade und welchen Herausforderungen gilt es sich zu stellen? Welche Anreize benötigen wir in Flächenländern? Wie stimulieren wir den Strukturwandel?“

Der Arbeitsplatz der Zukunft, der Umgang mit Mitarbeitenden und die Transformation in vielen Branchen stand somit im Fokus des Thementages.

Fazit: Wir treffen uns dann nächstes Jahr wieder, gleicher Tag, gleiche Zeit.

Überblick über die Vielfalt digitaler Formate »hier

#digitalmiteinander und die Corporate Health Initiative

Die Premiere des Aktionstages 2020 unter dem Motto #digitalmiteinander haben wir von der Corporate Health Initiative gleichzeitig zum Anlass genommen, für neue Besucher dieser Website auf einen Blick wichtige Informationen zusammenzustellen, diese mit den Inhalten der Initiative vertraut zu machen und auf die kommenden Digitalevents zu verweisen.

Auf einen Blick

Die Corporate Health Initiative ist das größte Mitglieder-Netzwerk von Unternehmen und Organisationen, die sich engagiert für ihre Belegschaft einsetzen, innovative Management-Strukturen schaffen und sich vorbildlich für das wichtige Thema Gesundheit im Unternehmen einsetzen. In diesem Jahr haben wir es mit besonderen Herausforderungen zu tun. Aus diesem Grund starteten wir im Mai 2020 das »Hilfspaket der Initiative für die DACH-Region, um noch mehr Firmen und Organisationen mit wissenschaftlichen Instrumenten, digitalen Tools, dem Wissensvorsprung und der Stärke eines großen Netzwerks unterstützen und begleiten zu können. Dabei schauen wir gezielt auf die einzelnen Branchen, zeigen neue Wege auf und bringen die Praktiker mit Wissenschaftlern, Verbänden, Politik und Medien zusammen.

Aus der Wissenschaft in die Praxis

Digitalisierungsprozesse verändern unsere Arbeitswelt grundlegend. Wir erforschen seit Jahren diese Veränderungsprozesse und stellen die Entwicklungen der deutschen Wirtschaft und der verschiedenen Branchen in jährlichen Trendstudien vor. Die Grundlage für alle Analyse-, Begleitungs- und Zertifizierungsprozesse der verschiedenen Branche bildet der seit über fünfzehn Jahren etablierte und stetig weiterentwickelte  »Corporate Health Evaluation Standard (CHES).

Im Rahmen jährlicher Auditierungsprozesse haben alle Branchenunternehmen und Organisationen die Chance, sich gleichzeitig für den Corporate Health Award zu bewerben, der zu den renommiertesten Auszeichnungen in Deutschland zählt und in diesem Jahr zum zwölften Male von EUPD Research und der Handelsblatt Media Group ausgerufen wurde. Bei der Bewerbung um den Award 2020 kann jede Organisation aus Wirtschaft, Bildung und öffentlicher Hand den »Online-Qualifizierungsbogen kostenfrei einsenden und erhält im Anschluss ihren individuellen Deutschland-Benchmark. Die Ergebnisverifizierung kann für teilnehmende Organisationen je nach gesetzlicher Anforderung und individuellen Auflagen der jeweiligen Institution entweder durch das klassische Präsenz-Audit oder eine in diesem Jahr erstmalig zur Verfügung stehende Online-Auditierung durchgeführt werden.

»Zum Prozess und Bewerbungsbogen
Telefonische Beratung zum Branchenbenchmark unter 0228 97143-36.

 

TERMINE

Unsere Webinare mit Wissenschaftlern, Unternehmen, Experten und Partnern der Initiative decken verschiedene Aspekte aktueller Digitalisierungs-, Transformations- und Managementprozesse ab. Am 24. Juni findet von 14.30 Uhr bis 17 Uhr unter dem Motto „Gesunde Führung in unsicheren Zeiten“ ein weiteres Onlineevent statt.

» Hier geht’s zur Anmeldung zum Event

Im August startet die neue Webinar-Themenreihe der Initiative unter dem Titel „Corporate Health Management in Deutschland“. Von August bis November 2020 werden dort die einzelnen Branchen in Deutschland in ihrer Vielfalt und mit Best Practices präsentiert.

 

Up to Date

Möchten Sie immer auf dem Laufenden sein, wenn es um exklusive Studien geht? Aktuelle Zahlen, Checklisten, aktuelle Trends des Monats gibt es im »monatlichen Corporate Health Newsletter.

Digitalisierung, Ethik, Führung

Transformation, Digitalisierungsprozesse – Schlagworte, die alltäglich in den Medien und Politik präsent sind, bedeuten im Geschäftsalltag harte Arbeit abseits von Routinen. Nicht zuletzt werden alte Führungsmodelle auf den Prüfstand gestellt. Was bedeutet das zum Beispiel für die Gesundheits- und Sozialbranche?

Im letzten Beitrag haben wir Matthias Puls von Kenkou zu den Beweggründen für das Buch „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ befragt. Heute widmen wir uns dem Thema Führung und den zahlreichen Denkanstößen, die die Experten aus Unternehmen, Gesundheitsbetrieben, Krankenkassen und Innovationsclustern auf 360 Seiten in hoher Qualität zusammengetragen haben.

Alleine 2018 erwirtschaftete die Branche jeden achten Euro des BIP. Obwohl der Bereich zu den größten Arbeitgebern gehört, stoßen die Kapazitäten in Pflege- und Gesamtversorgungssystemen bereits heute an ihre Grenzen. Gleichzeitig und beim Wettrennen um internationale Märkte haben sich viele neue Unternehmen und Start-ups gegründet. Diese neue Kultur bewegt sich gerade in den sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt, während die Branche bereits auf dem Weg zum dritten ist. Die starken Veränderungen spiegeln sich auch in den Bestrebungen wider, zum Beispiel im Medizinstudium verstärkt Digital- und Managementgrundlagen zu vermitteln, die den interdisziplinären Blick schärfen.  Wo es um Innovationen geht, sind automatisch interdisziplinäre Teams gefragt, die abseits von „AGIL“ in den Dialog gehen müssen. Und auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement kann zwar digital sein, muss aber abseits von Kennziffern und schnellen Kurzzeiterfolgen viel mehr leisten, wenn es zum nachhaltigen Managementsystem werden soll.

Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, wie Führung in dieser herausfordernden Branche gelingt: In den Interviews mit den Ärzten, Technologen und zahlreichen Gründern zeigt sich, dass die Prioritäten und Lerneffekte oft mit Schlüsselmomenten im beruflichen Alltag zu tun haben. Um zukunftsfähige Strukturen zu schaffen, geht es bei neuen Führungsansätzen neben Flexibilität, Transparenz und guten Kommunikationsstrukturen aber vor allem um Wertschätzung.  Wie Gesundheitsmanager und Geschäftsführer sich selbst einschätzen und welche Kompetenzen immer stärker gefragt sein werden, kann man in den sehr persönlichen Interviews der Rubrik „Gründerköpfe“ im Buch „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ nachlesen.

 

Gratulation: Die Gewinner der Verlosungsaktion vom Mai stehen fest. In diesem Fall sind es zwei Damen. Jeweils ein Exemplar des Buches „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ geht an eine Mitarbeiterin der Firma HYDRO Systems KG in Biberbach/ Baden und an eine Mitarbeiterin der Diakonie Düsseldorf. Viel Freude beim Entdecken!

Außerdem in der Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft erschienen: „Digitalisierung und Ethik in Medizin und Gesundheitswesen“.

Hintergrund: Wenn digitale Technologien wie künstliche Intelligenz, Blockchain und Robotik auf die Medizin treffen, entstehen zwangsläufig ethische Fragestellungen. Diese lassen sich nicht ohne Weiteres mit medizinisch-technologischen, rechtlichen oder ökonomischen Argumenten allein beantworten. Auch die HR ist hier gefordert.

Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen

Die Digitalisierungsanforderungen im Gesundheitswesen sind enorm. Zur gleichen Zeit verändern sich die Geschäftsmodelle und Strukturen im Gesundheitswesen in nie gekannter Geschwindigkeit. Was dabei unabhängig von Statistiken relevant ist? Neben Trends und Prognosen der Märkte sind die Beweggründe von Unternehmern, Wissenschaftlern und Gesundheitsakteuren genau die Themen, für die sich die Öffentlichkeit interessiert.

Woran misst man Engagement und Mut zu neuen Wegen? Warum wird gerade zu einer bestimmten Zeit und gesellschaftlichen Situation das passende Start-Up auf den Weg gebracht? In der Regel sind der persönliche Hintergrund und Erfahrung sowie die Motivation für eine Gründungsidee und deren erfolgreiche Umsetzung entscheidend.

Im neu erschienenen Buch „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ von Matthias Puls unter Herausgeberschaft von David Matusiewicz (MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft) geht es um persönliche Einblicke und Einschätzungen von 40 Healthcare Startup Gründern und „Digitalen Köpfen“, die einen Blick hinter die Kulissen von Digital Health erlauben und dabei sehr persönliche Einschätzungen mit den Lesern teilen.

Von der Präventionsarbeit, über Diagnostik und Therapie bis hin zur Rehabilitations- oder Pflegethematik – die verschiedenen Felder der Gesundheitsbranche ergeben in ihrer Vielfalt für digitale Transformationsaufgaben ein riesiges Aufgabengebiet. Was bleibt, was geht, was wird uns beschäftigen? 25 Fachexperten gehen auf die wesentlichen Trends der Digitalisierung im Gesundheitswesen ein. Die Digitale Gesundheit und Versorgung wird zunehmend personalisiert, sie wird agiler und vernetzt auf neue Art und Weise. Von Künstlicher Intelligenz in der Diagnose, über Wearables, neue Therapieverfahren oder den Einsatz von VR in der Patientenversorgung – traditionelle Ansätze werden zunehmend erweitert oder völlig auf den Kopf gestellt.

 

Nachgefragt

Herr Puls, was war die Motivation für das Buchprojekt?

Matthias Puls: Ich hatte nach gut neun Jahren als Unternehmensberater den Entschluss gefasst, den Schritt aus der Komfortzone des beruflichen Alltags zu wagen. Weg aus Düsseldorf und diversen Projektstandorten in Europa und dem Leben aus dem Koffer – ab nach Berlin. Dort wurde mir eine neue berufliche Perspektive eröffnet: Mit der Entwicklung neuer digitaler Produkte einen eigenständigen Beitrag für das Gesundheitswesen zu leisten. Vor ziemlich genau einem Jahr bin ich dann mit der Idee zu unserem Buch „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“ auf David Matusiewicz zugegangen. Unser Know-how hat sich hier perfekt ergänzt, um im Buch einerseits spannende Beiträge von Expertinnen und Experten zu versammeln, andererseits die Gründerpersönlichkeiten vorzustellen

Weshalb dieses Buch geschrieben werden musste? Ich wollte hier schlichtweg dazulernen und die Gestalter der „neuen“ Gesundheitswirtschaft kennenlernen. Das hat gut geklappt – inzwischen bin ich selbst an vorderster Front dabei und beschäftige mich in der Geschäftsführung von Kenkou mit KI-basierter Stress- und Burnoutprävention. Das Motiv zur Herausgabe und wie die Themenauswahl sich gestaltete? Es ist eine spannende, vernetzende Dokumentation für die Fachwelt und interessierte Leserschaft entstanden, die es in dieser aktuellen Form bisher nicht gab. Hierin liegt der eigentliche Wert unseres Buchprojektes. Das Team der Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft hat uns tatkräftig dabei unterstützt, einen neuartigen Blick auf die Digitalisierung unserer Branche binnen kürzester Zeit zu Papier zu bringen. Vielen Dank an alle Autoren, Interviewpartner und den Herausgeber.

Unter allen Teilnehmern verlosen wir insgesamt zwei Ausgaben von „Digitale Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen“. 

Neues Hilfspaket zum Corporate Health Management für die DACH-Region ab 1. Mai 2020

Handelsblatt und EUPD Research erweitern die Unterstützungsmaßnahmen während und nach der Krisenzeit für zukunftsfähige Organisationen

 

Bonn, 30. April 2020: Nie war für Unternehmen die interne Kommunikation und die Zusammenarbeit einzelner betrieblicher Entscheider wichtiger als in dieser Zeit. Schon reden wir von der „Neuen Nähe“, denn die Interaktion zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern ist tatsächlich persönlicher geworden und setzt auf Lösungsorientierung. Vieles spricht dafür, dass etablierte Prozesse neu aufgesetzt und justiert werden, so auch bei der Gesunderhaltung und Motivation der Belegschaft sowie im daraus resultierenden Erhalt der Wirtschaftlichkeit der gesamten Organisation. Gesundheitsfragen und darauf aufbauende Managemententscheidungen wurden zu Themen höchster Priorität.

Orientierung und Hilfestellung sind also wichtige Bestandteile zum Aufsetzen neuer Prozesse oder Weiterentwicklung erfolgreicher Formate – ebenso die strategische Ausrichtung für die Zeit nach der Krise. Wer es heute verpasst sich aufzustellen, wird nicht nur während sondern auch und gerade nach der Krise die Folgen im Personalmanagement und der Unternehmenskultur zu spüren bekommen. Die Initiatoren EUPD Research und die Handelsblatt Media Group haben sich in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft für die Etablierung eines Hilfspakets in der Corporate Health Initiative entschieden. Ab 1. Mai stehen die neue Mitgliedschaft sowie deren Leistungen allen Arbeitgebern aus der DACH-Region zur Verfügung. Diese bietet analytische, strategische und maßnahmenorientierte Hilfestellung während und nach der herausfordernden Corona-Pandemie. Ziel der Arbeitgeber ist es, sich trotz Kurzarbeit und weitreichenden Einschränkungen rechtzeitig gemäß Branchenstandard im Gesundheitsmanagement auszurichten, um die wichtigste Ressource Mitarbeiter sowie die damit verbundene Wirtschaftlichkeit zu erhalten.

Mit der Initiative erhalten die Mitgliedsfirmen hochwertige Analyse- und Entwicklungstools, die Gesundheitsmanagement, Controlling, Geschäftsführung, Personalmanagement und Kommunikationsabteilung bei der Bewältigung der internen und externen Herausforderungen unterstützen sowie die Positionierung in der eigenen Branche aufzeigen und bei der Sicherung ihrer Arbeitgebermarke helfen.

Wo stehen wir mit unserem Engagement im Corporate Health Management? Wie stelle ich mein Gesundheitsmanagement auf und wie kann ich gemeinsam mit der Geschäftsführung Prioritäten setzen? Welche Kennzahlen müssen erhoben werden? Wie und mit welchen Botschaften erreiche ich meine Mitarbeiter? Welche Maßnahmen sind aktuell und in Zukunft im Branchenvergleich sinnvoll? Wie erreiche ich mit möglichst wenig Mitteln den größtmöglichen Wirkungsgrad? Welche neuen Digitalisierungsprozesse können wir dauerhaft übernehmen?

Gerade im Hinblick auf Vorbilder geht es auch darum zu schauen, was für das Management heute und in Zukunft gut funktioniert. Derzeit sollte klar sein, dass es wichtig ist, den Überblick zu behalten und sich mit dem Monitoring der aktuellen Phase zu beschäftigen, um anschließend die vielen guten Dinge, die in der Krise plötzlich möglich sind, in den Alltag mitzunehmen. Die Maßnahmen für morgen entstehen heute.

In der Initiative arbeiten Experten, Wissenschaftler, Unternehmen, Krankenkassen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Verbände Hand in Hand. Gemeinsam wird das zugrundeliegende Qualitätsmodell (Corporate Health Evaluation Standard/CHES-Modell) stetig weiterentwickelt. Das CHES-Modell bildet seit 2009 gleichzeitig die Kriterien für die Verleihung der jährlichen Corporate Health Awards. Die aus den Datenerhebungen gewonnenen Lernkurven werden den Mitgliedern der Initiative in Form der Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“ zur Verfügung gestellt und mittels Analyse-Tools für die jeweilige Organisation und Branche spezifiziert. Ziel ist die zeit- und kosteneffiziente Planung und Umsetzung der Strategie und Struktur sowie der konkreten Maßnahmen. Dieses Vorhaben bedarf einer gezielten Betrachtung der Anforderungen einzelner Arbeitgebergruppen in den jeweiligen Branchen.

Aktion: Mitgliedschaft

Für die Mitgliedsunternehmen stellt die Initiative ab sofort folgende Tools und Leistungen zur Verfügung: feste Ansprechpartner in der Status-Quo-Analyse inkl. Branchenbenchmark sowie der darauffolgenden Handlungsempfehlungen, direkte Begleitung in Qualifizierungsprozessen, Login-Bereich für Mitglieder mit Wissenselementen und Aktionen, Nutzung des Handelsblatt Digitalpasses, Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“, Weiterbildungen, Kennzahlensysteme und vieles mehr. Informationen unter ch-initiative.de

Den Überblick behalten – Informationen zu Branchenentwicklungen in der Infothek

Wer sich regelmäßig zu aktuellen Terminen, Trends im Arbeitsmarkt, Branchenvergleichen und wissenschaftlichen sowie praxisorientierten Statements zum Thema Corporate Health und Digitalisierung informieren möchte, kann sich auf der Webseite der Initiative registrieren und sich auf seine eigene „Road to Excellence“ begeben.

Mehr Informationen unter www.ch-initiative.de

Pressekontakt, Experten- und Interviewanfragen: presse@ch-initiative.de. Tel. +49-30-201 88 565

Personalpolitik in der Corona-Phase

Die aktuelle Umfrage des Institutes für Beschäftigung und Employability IBE an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen hat es auf den Punkt gebracht: Die derzeitige Ausnahmesituation erzeugt definitiv „Rückenwind für virtuelle Zusammenarbeit, mobile Arbeit, agile Organisationsformen und New Work“. Die Digitalisierung der Prozesse im Unternehmen bekommt eine Dynamik, die alle herausfordert.

Bei der Studie wurden bis zum 30. März insgesamt 400 TeilnehmerInnen (Geschäftsführungen, Führungskräfte, Betriebsräte und HR-Verantwortliche sowie Expertinnen und Experten) um ihre Einschätzung bezüglich der folgenden Themenblöcke gebeten

Im Teil 1 ging es um die personalwirtschaftlichen und organisatorischen Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem die staatlichen Hilfen, betriebliche Unterstützungsleistungen für die Beschäftigten, Arbeitsorte und Arbeitszeitmodelle, Planung des Personalbestands sowie Führung und Kommunikation.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Ängsten als Folge der Corona-Krise sowie den Chancen, die aus der Corona-Situation entstehen können.

Wichtige Aspekte

Die sogenannte Caring Company ist gefragt, Mitarbeiter messen ihre Organisation sehr stark am Faktor Kommunikation, Information und Betreuung. Die Befragung zeigt klar, dass das viele Firmen dies schnell erkannt haben und umsetzen. So sind 98,8 Prozent der Befragten umfassende Maßnahmen zur Unterstützung der Beschäftigten wichtig. 83,3 Prozent der Befragten halten flexible Arbeitszeitmodelle für relevant. Hier findet sich auch die Erkenntnis, dass aus dem „Sonderstatus Home-Office“ in kürzester Zeit eine Arbeitsform für alle geworden ist.

Bei der Rolle der Führungskräfte geht es um den Spagat zwischen Management, Leadership und größtmöglicher Empathie. „Besonnen durch die Krise navigieren und gleichzeitig eine hohe Empathie für die Sorgen der Beschäftigten haben, kombiniert mit einer offenen, umfassenden und ehrlichen Information und Kommunikation“, so die Einschätzung des IBE.

Fazit: Nicht nur Menschen rücken in Krisenzeiten zusammen, sondern auch Unternehmen. Die Umfrageergebnisse machen schnell klar, wie sehr allen bewusst ist, dass die derzeitige außer-gewöhnliche Situation mit den verschiedenen Szenarien nicht alleine zu bewältigen ist. Die hohen Zustimmungswerte im Zusammenhang mit strategischen Partnerschaften und Allianzen zeigen dies sehr deutlich.

 

» Die Umfrage im Überblick

Nachgefragt bei Prof. Dr. Jutta Rump, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen und Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen IBE:

 

Frau Prof. Rump, welche Ergebnisse der Studie haben Sie überrascht?

Prof. Dr. Jutta Rump: Das mögliche Ausmaß der physischen und psychischen Konsequenzen innerhalb der Gesellschaft und innerhalb des Unternehmens scheint für viele Befragte somit (immer noch) wenig greifbar und vorhersehbar zu sein, während die Folgen für die eigene wirtschaftliche Situation sehr offensichtlich und akut sind. Die Akzeptanz der politischen Entscheidungen und damit verbundenen Einschränkungen ist dennoch sehr hoch.

 

Sind wir quasi auf Knopfdruck zur Digitalen Organisation geworden, in der die Personalabteilung sich ganz neu definiert?

Prof. Dr. Jutta Rump: Wir sind per Knopfdruck zur digitalen Organisation geworden. Das gilt auch für die Personalabteilung als Organisationseinheit innerhalb eines Unternehmens / einer Institution. Viele Beschäftigte arbeiten im Home-Office, kommunizieren und kooperieren mittels virtueller Plattformen. Arbeitsorganisation, Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit haben sich quasi über Nacht verändert. Was die Aufgaben der Personalabteilung betrifft, so haben sich einige verändert, einige sind gleichgeblieben, neue Tätigkeiten sind hinzugekommen. Von einer Neudefinition kann hier allerdings nicht die Rede sein.

 

Haben wir es mit einer neuen Form von interdisziplinärem Management zu tun?

Prof. Dr. Jutta Rump: Dessen bin ich mir nicht so sicher. Einerseits beobachten wir im Moment auf der Ebene des operativen und mittleren Managements eine partizipative und sogar delegative Führung, was angesichts von Home-Office sowie der Virtualisierung von Kommunikation und Kooperation nicht verwunderlich ist. Andererseits sind auf der oberen Managementebene eine zunehmende Zentralisierung und Fokussierung auf einen eher kleinen Kreis von Führungskräften, die dann in ihrem Zirkel Entscheidungen treffen, festzustellen. Damit entwickeln sich zwei Führungswelten mit zwei unterschiedlichen Logiken.

 

Vielen Dank für das Gespräch.