Beiträge

Start der Online-Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“

Wir freuen uns sehr, hiermit den ersten Termin unserer interaktiven Online Reihe „Corporate Health Management in Deutschland“ bekannt geben zu dürfen.

Im Rahmen der Online-Reihe werden von September bis Ende des Jahres die einzelnen Wirtschaftsbranchen in ihrer Vielfalt und mit ihren besonderen Herausforderungen in Bezug auf Corporate Health Management präsentiert. Es gibt Best Practices aus Unternehmen, renommierte Expertenmeinungen und es kommen Dienstleister zu Wort, die die Unternehmen in den verschiedenen Bereichen des Corporate Health Managements durch ihre Expertise unterstützen bzw. innovative Lösungen entwickelt haben. 

Den Anfang macht die Branche Informations- und Kommunikationstechnik am 29.09.2020. Mit dabei ist Experte Prof Dr. Volker Nürnberg, Partner bei der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO, der 2010 akademisch den Ruf als Professor für „Strategisches Management im Gesundheitswesen“ erhielt und seitdem national und international an verschiedenen Hochschulen, aktuell unter anderem an der FOM und an der TU München, lehrt.

In der Presse wird er „BGM-Papst“ genannt. Er hat bereits über 300 Unternehmen beraten und über 500 Fachvorträge gehalten. Sein Thema: „Betriebliches Gesundheitsmanagement: Was wir aus der Corona-Krise lernen sollten“.

© Volker Nürnberg. All rights reserved.

Eine stärkere Digitalisierung des betrieblichen Gesundheitsmanagement erscheint unumgänglich. Wir freuen uns deshalb auf den Beitrag von Hanako, einem Gesundheitsdienstleister aus München. Hanako bietet betriebliche Gesundheitschecks und eine führende digitale BGM-Lösung an, die Gesundheits- und Lebensstilverbesserungen systematisch, umfassend und effizient unterstützt.

Hanako stellt vor, wie personalisierte digitale Lösungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement aussehen können und wie sie sich effizient mit analogen Angeboten wie Gesundheitschecks, Gesundheitskursen oder Coaching verbinden lassen.

Auf welches Best Practice aus der Branche Informations-und Kommunikationstechnik     wir uns freuen können, bleibt eine kleine Überraschung und wird 4 Wochen vor dem Termin bekanntgegeben – es bleibt also spannend.

Wir freuen uns sehr auf eine rege Teilnahme und zahlreiche Anmeldungen. Die Teilnahme an der Online-Reihe ist selbstverständlich kostenlos.

Wir informieren über die Homepage der Corporate Health Initiative sowie über unsere Social Media-Kanäle über weitere Details zu Terminen und zur Anmeldung.

Stress im Home Office – So vermeiden Sie den Lagerkoller Ihrer Mitarbeiter

Das Coronavirus hat das tägliche Leben sowie den Arbeitsalltag stark beeinträchtigt: Soziale Isolation ist jetzt soziale Norm, Hamsterkäufe macht plötzlich jeder, und das Büro Ihrer Mitarbeiter hat im Wohnzimmer seinen Sitz gefunden. Für viele bedeutet das Home Office, dass Partner und Kinder jetzt immer und überall mit dabei sind und die Privatsphäre stark eingeschränkt ist. Diese großen Veränderungen verursachen bei Ihren Mitarbeitern viel Stress ganz abgesehen von den mit der aktuellen Situation verbundenen Ängsten.

Das neue Home Office ist für viele eine Herausforderung Mangelnde Rückzugsmöglichkeiten, Kontrollverlust und wenig Abwechslung führen schnell zum Lagerkoller. Folglich leidet die eigene Produktivität, Konzentrationsmangel erscheinen und die Frustration steigt stetig an, was weder für Ihre Mitarbeiter noch für Ihr Unternehmen Positives bewirkt. In dieser Zeit ist es daher umso wichtiger, sich um die psychische Gesundheit zu sorgen und die Quarantänezeit konstruktiv zu gestalten, sodass der Stress nicht überwältigend wird und der Arbeitsalltag möglichst ,,normal” verlaufen kann.

Doch wie können Sie Ihre Mitarbeiter aus der Distanz unterstützen?

Ganz einfach: Mit dem Kenkou Stress Guide haben Sie die ideale digitale Stressprävention niedrigschwellig zu bedienen und einfach in den Home-Office-Alltag zu integrieren.

Die Stress Guide App ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt, das nach wissenschaftlichen Methoden entwickelt wurde und bereits bei mehreren Krankenkassen erfolgreich zum Einsatz kommt.

Mit dem Stress Guide können Ihre Mitarbeiter erstmalig individuell ihr Stresslevel erfassen und überwachen: Über die Smartphone-Kamera werden mittels Lichtkardiografie-Verfahren Vitaldaten erfasst, um die persönliche Stressresistenz und Herzratenvariabilität zu bestimmen. Anhand dieser Stress-Werte bekommt jeder Mitarbeiter ein stressreduzierendes Programm erstellt, dass mit Entspannungsübungen und positive Gewohnheiten dabei hilft, Stress abzubauen und gleichzeitig die Stressresistenz zu stärken. Stressreduzierende Kurse, renommierte Atemübungen, Achtsamkeitsmeditationen und hilfreiche Tipps begleiten Ihre Mitarbeiter durch den Alltag und helfen so, den neuen Herausforderungen zu trotzen.

Um Sie in dieser Krisenzeit zu unterstützen, bietet Kenkou in Zusammenarbeit mit der Corporate Health Initiative allen Arbeitgebern einen Nachlass in Höhe von 50 % (jetzt nur 35 statt 69 Euro je Mitarbeiter) auf den Kenkou Stress Guide für eine Jahresmitgliedschaft. Schreiben Sie einfach an bgm@kenkou.de!

Stress im Home Office – So vermeiden Sie den Lagerkoller Ihrer Mitarbeiter

Das Coronavirus hat das tägliche Leben sowie den Arbeitsalltag stark beeinträchtigt: Soziale Isolation ist jetzt soziale Norm, Hamsterkäufe macht plötzlich jeder, und das Büro Ihrer Mitarbeiter hat im Wohnzimmer seinen Sitz gefunden. Für viele bedeutet das Home Office, dass Partner und Kinder jetzt immer und überall mit dabei sind und die Privatsphäre stark eingeschränkt ist. Diese großen Veränderungen verursachen bei Ihren Mitarbeitern viel Stress ganz abgesehen von den mit der aktuellen Situation verbundenen Ängsten.

Das neue Home Office ist für viele eine Herausforderung Mangelnde Rückzugsmöglichkeiten, Kontrollverlust und wenig Abwechslung führen schnell zum Lagerkoller. Folglich leidet die eigene Produktivität, Konzentrationsmangel erscheinen und die Frustration steigt stetig an, was weder für Ihre Mitarbeiter noch für Ihr Unternehmen Positives bewirkt. In dieser Zeit ist es daher umso wichtiger, sich um die psychische Gesundheit zu sorgen und die Quarantänezeit konstruktiv zu gestalten, sodass der Stress nicht überwältigend wird und der Arbeitsalltag möglichst ,,normal” verlaufen kann.

Doch wie können Sie Ihre Mitarbeiter aus der Distanz unterstützen?

Ganz einfach: Mit dem Kenkou Stress Guide haben Sie die ideale digitale Stressprävention niedrigschwellig zu bedienen und einfach in den Home-Office-Alltag zu integrieren.

Die Stress Guide App ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt, das nach wissenschaftlichen Methoden entwickelt wurde und bereits bei mehreren Krankenkassen erfolgreich zum Einsatz kommt.

Mit dem Stress Guide können Ihre Mitarbeiter erstmalig individuell ihr Stresslevel erfassen und überwachen: Über die Smartphone-Kamera werden mittels Lichtkardiografie-Verfahren Vitaldaten erfasst, um die persönliche Stressresistenz und Herzratenvariabilität zu bestimmen. Anhand dieser Stress-Werte bekommt jeder Mitarbeiter ein stressreduzierendes Programm erstellt, dass mit Entspannungsübungen und positive Gewohnheiten dabei hilft, Stress abzubauen und gleichzeitig die Stressresistenz zu stärken. Stressreduzierende Kurse, renommierte Atemübungen, Achtsamkeitsmeditationen und hilfreiche Tipps begleiten Ihre Mitarbeiter durch den Alltag und helfen so, den neuen Herausforderungen zu trotzen.

Um Sie in dieser Krisenzeit zu unterstützen, bietet Kenkou in Zusammenarbeit mit der Corporate Health Initiative allen Arbeitgebern einen Nachlass in Höhe von 50 % (jetzt nur 35 statt 69 Euro je Mitarbeiter) auf den Kenkou Stress Guide für eine Jahresmitgliedschaft. Schreiben Sie einfach an bgm@kenkou.de!

Mit innovativen Corporate Health Strategien für eine gesunde Belegschaft

Berliner Helios Klinikum in Buch wird Mitglied der bundesweiten Corporate Health Initiative

Berlin, 25. Februar 2020:  Die Gesundheitsbranche zählt zu den Branchen, die durch ihre Verantwortung für die Grundversorgung der Bevölkerung besonders in der Öffentlichkeit steht. Die Arbeitsbelastung für die Belegschaften in Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen und weiteren Gesundheitseinrichtungen ist ebenfalls gestiegen. Denn sowohl der Fachkräftemangel, die regionalen Strukturveränderungen, Fluktuationsprozesse, Organisations- und Digitalisierungsaufgaben stellen die Unternehmen vor neue Verantwortung. „Es wird immer wichtiger aus den Erhebungen und wissenschaftlichen Studien Folgerungen zu ziehen, damit die Unternehmen am veränderten Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben und Fachkräfte halten“, so die Einschätzung von Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter der Corporate Health Initiative.

Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheit und die Wertschätzung für die Leistungen der aktuellen Belegschaft sind genauso wichtig wie vorausschauende Strategien, um sich als Arbeitgeber am Markt im Kampf um die Talente bestmöglich aufzustellen. Dieser Wettlauf um die Mitarbeiter wird immer rasanter. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat bereits 2018 gewarnt, dass im Jahr 2030 bis zu 1,3 Mio. Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen fehlen könnten. Um die besondere Belastung dieser Berufe auszugleichen, kommt es aber nicht ausschließlich auf das Gehalt an: Im Krankenhausmonitor von DKI und BDO (2018/19) wurden über 350 Krankenhäuser und Kliniken zum Stand der betrieblichen Unterstützung der Mitarbeiter befragt. Das Ergebnis und der Wunsch nach besseren Kommunikation und Kooperation innerhalb der Berufsgruppen und Abteilungen sowie der Wunsch nach guter Führung und Umgestaltung von Arbeitsabläufen bis hin zur besseren Vereinbarung der Arbeit mit der persönlichen Lebenssituation zeigt eindrücklich: Es geht darum Maßnahmen einzusetzen, die mitarbeiterorientiert sind. Neben der finanziellen Anerkennung der hochwertigen Arbeit im Gesundheitsbereich gilt es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Wertschätzung durch einen arbeits- und unternehmenskulturellen Wandel entgegenzubringen.

Vor diesem Hintergrund hat das Helios Klinikum Berlin-Buch den wichtigen Entschluss gefasst, Mitglied der bundesweiten Corporate Health Initiative zu werden. „Ich freue mich, dass wir nun Teil der Corporate Health Initiative sind. So können wir unsere bereits bestehenden Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Mitarbeiterbindung weiter vorantreiben und entwickeln. Unser Ziel ist es, auch zukünftig Maßstäbe im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu setzen und unsere Arbeitgeberattraktivität weiter zu stärken. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat für uns hohe Priorität. Wir wollen das immer stärker in der Strategie unseres Klinikums sichtbar machen und verankern. Mitarbeitergesundheit und -bindung stehen dabei ganz oben auf der Agenda“, so Daniel Amrein, Geschäftsführer im Helios Klinikum Berlin-Buch.

 

Die Helios-Kliniken-Gruppe ist einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas. Als Klinik in einem internationalen Klinikverbund mit 112 Standorten und 72.000 MitarbeiterInnen, davon 66.000 in Deutschland, nimmt das Helios Klinikum Berlin-Buch mit der Mitgliedschaft in der Corporate Health Initiative nicht nur die Verantwortung seiner eigenen Belegschaft gegenüber ernst: auch die Vorbildfunktion im eigenen Netzwerk sowie anderen Unternehmen gegenüber ist ein wichtiger Faktor.

 

Das Unternehmen

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert. Das Klinikum, gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zu Barnim bietet seinen rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort besonders gute Arbeitsbedingungen. So bietet das Helios Klinikum Berlin-Buch seinen Mitarbeitern unter anderem eine kostenfreie private Krankenzusatzversicherung mit Familienoption, Sport- und Gesundheitsangebote, betriebliches Eingliederungsmanagement, Feel Good Management, Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Mitarbeiterkindergarten).  Dies sind nur einige Beispiele für das umfangreiche Angebot.

Pressekontakt Helios Klinikum Berlin-Buch: Tel.: +49 30 9401-55534

 

Über die Corporate Health Initiative

Die fachliche Expertise der Corporate Health Initiative resultiert aus über 10 Jahren Erfahrung mit dem vom Handelsblatt und dem Forschungsinstitut EuPD Research initiierten Corporate Health Award. Dieser Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management. Seit 2009 wurden anhand des zugrundeliegenden Qualitätsmodells mehr als 4.500 Organisationen bei der Evaluation und Optimierung ihres Corporate Health Managements begleitet. Das Mitgliedernetzwerk der Corporate Health Initiative richtet sich an Arbeitgeber, die erkannt haben, dass die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden ihr wertvollstes Potential ist. Mehr Informationen unter www.ch-initiative.de

Infos zur Corporate Health Initiative und aktuelle Branchentrends und -studien

www.corporate-health-initiative.com

Aktuelle Trends im Arbeitsmarkt

 

Kontakt:

EuPD Research Sustainable Management GmbH
Adenauerallee 134
D-53113 Bonn
Phone +49 (0)228-97143-0
Fax +49 (0)228-97143-11
www.ch-initiative.com

 

Pressekontakt, Experten- und Interviewanfragen: presse@ch-initiative.de. Tel. +49-30-201 88 565

 

BGM-Forum 2020

Auch in diesem Jahr hatte das Management Forum Starnberg wieder zum Jahresforum BGM eingeladen.

Personaler, Geschäftsführer, Betriebsärzte, Gesundheitsmanager Führungskräfte und Gesundheitsdienstleister waren zahlreich erschienen, um sich zu den neuesten Entwicklungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement auszutauschen.

Es gab viele hochinteressante Vorträge sowie Best Practices, die zum Dialog führten und zu den Fragen, welche Themen uns aktuell beschäftigen und wie wir von anderen lernen können.

Hier einige interessante Beispiele im Überblick:

BGM für alle- auch für den Außendienst?

Wenn es um das Thema BGM für den Außendienst geht, gibt es viele Fragen vorab zu klären. Der hohe Termin- und Zeitdruck, Tätigkeiten, bei denen zu viel und zu lange gesessen wird, eingeschränkte Ernährungsangebote, Screenings, die schwerer durchführbar sind – dies alles stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen. Klassische BGM-Angebote funktionieren hier oft nicht.

Hier gilt:

  • Gesundheit muss in Häppchen serviert werden.
  • Gesund führen: mit gutem Beispiel vorangehen und sich als Arbeitgeber aktiv engagieren.
  • Sinnvoll bei dezentral organisierten Unternehmen ist der Einsatz von BGF- Dienstleistern, die direkt am Arbeitsplatz tätig werden können.
  • Screenings zur Untersuchung des Ist-Zustandes sollten trotz erschwerter Ausgangssituation unbedingt durchgeführt werden.
  • Eine gezielte Informationsvermittlung gegenüber der Belegschaft ist die Grundlage für den Erfolg der Maßnahmen.

Natürlich sind diese Punkte auch auf andere Arbeitsbereiche übertragbar, sind aber für den Außendienst besonders relevant.

Best Practices

Im Falle der Allianz, die von den Erfahrungen mit ihren Außendienst-Mitarbeitern berichtete, wurden die Screenings mit Hilfe des Tools „Mesana“ (TÜV- zertifiziert) durchgeführt. In einem Messzeitraum von 48 Stunden wurden die Werte für Alltagsaktivität, Schlaf, Stress und das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhoben und analysiert. Die Auswertung erfolgte über den entsprechenden Dienstleister, so dass die Kontrolle über die erhobenen Daten gegeben war. Außerdem war der Betriebsrat von Anfang an involviert.

Der Erfolg spricht für sich: 700 Mitarbeiter nahmen teil, 17 individuelle Gesundheitskennzahlen wurden erfasst. Es folgten abteilungsspezifische Auswertungen  und konkrete Handlungsempfehlungen. Die Mitarbeiter waren nach den Auswertungen deutlich motivierter, körperlich aktiver zu werden.

Schichtbetrieb: Produktionsmitarbeiter für BGM-Maßnahmen erreichen

Ein spannendes Thema war auch: Wie erreiche meine Mitarbeiter in der Produktion und im Schichtbetrieb besser mit BGF-Maßnahmen?

Wie auch viele andere Unternehmen stand die Firma Merck vor dem Problem, dass die gängigen BGF-Maßnahmen bei den Mitarbeitern in der Produktion und im Schichtbetrieb oft nicht richtig greifen oder schlicht nicht bekannt und somit unwirksam sind.

Die Firma Merck entschloss sich, so niedrigschwellig wie möglich an dieses Problem heranzugehen. Der Schwerpunkt wurde zum einen auf eine gezielte Gesundheitskommunikation gelegt. Ein Mitarbeiter, der ständig vor Ort ist, wurde zum Gesundheitspartner ausgebildet und mit der Aufgabe versehen, gezielt über bestehende und geplante Angebote zu informieren.

Das Resultat: Die Mitarbeiter wussten deutlich besser über BGM-Angebote Bescheid.

Des Weiteren wurde mit dem „Fitness-Mobil“ ein innovatives Projekt ins Leben gerufen: Ein Truck, in dem sich die sogenannte „Trainingsinsel“ – eine Vibrationsplatte mit dazugehörigem Equipement und Personal- Trainer- befindet. Der Truck kommt direkt zu den Mitarbeitern in der Produktion, die in Einheiten von je 15 Minuten zweimal pro Woche direkt während ihrer Arbeitszeit trainieren können. Ein individueller Trainingsplan gehört genauso dazu wie „Bewegungs-Hausaufgaben“.

Für dieses Projekt gab es eine offizielle Kick-Off Informations-Veranstaltung, Teilnahme war Pflicht.

Das Resultat: 921 angemeldete Mitarbeiter, davon 62% Produktionsmitarbeiter; deutliche Reduktion von Schmerzen, mehr sportliche Aktivität im Alltag, erhöhte Leistungsfähigkeit, Kenntnisse über BGF-Maßnahmen deutlich erhöht.

Ein spezielles Projekt zur Gewichtsreduktion wurde ebenfalls gestartet, bei dem berufsbezogene Schulungsprogramme für die Produktionsmitarbeiter bewusst durch Kurzvorträge zum Thema Ernährung erweitert wurden. Unterstützt wurde das Ganze durch WW At Work. Zwei- bis dreimal pro Woche fand ein Kurs zum Thema Ernährung statt. Ergebnis: Eine Gesamtgewichtsabnahme der Mitarbeiter von 300 kg!

(Quelle: Merck, Dr. Nils Basler)

Wie positive Psychologie im Arbeitsalltag helfen kann

Die Positive Psychologie begegnet uns auch in der Arbeitswelt. Dabei geht es nicht darum, alles nur schön zu malen, sondern vielmehr um Themen wie Selbstfürsorge, den positiven Umgang mit negativen Emotionen, Resilienz, Achtsamkeit und positive Führung.

Häufig wird in diesem Zusammenhang die PERMA Formel diskutiert  (Das Akronym PERMA geht auf den amerikanischen Psychologen Martin Seligmann zurück, der für seine Forschung zur „erlernten Hilflosigkeit“ bekannt wurde.)

PERMA steht für

P – Positive Emotions: Glücksmomente genießen, Optimismus fördern. Gute Gefühle tragen zu richtigen Entscheidungen und kreativen Lösungen bei.

E – Engagement: In einer Tätigkeit aufgehen, in den Flow kommen. Wenn wir etwas tun, was wir mögen, dann „hängen“ wir uns automatisch mehr „rein“. Glückshormone werden ausgeschüttet.

R – Relationships: Gelungene Beziehungen aufbauen  und pflegen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor im Arbeitsleben. Es gilt also: keine reinen Zweckbeziehungen zu Kollegen/ Vorgesetzen zu unterhalten, sondern auch echte, wertschätzende Beziehungen aufzubauen.

M – Meaning: Sinn finden, in dem, was getan wird.

A – Accomplishment: Ziele erreichbar machen, Erreichtes sichtbar/greifbar machen. Das Ergebnis sehen und darauf stolz sein können.

Weitere  Daten und Fakten zu PERMA:

In der Nonnenstudie konnte nachgewiesen werden,  dass sich durch PERMA die  Lebenszeit um bis zu 10 Jahre erhöhen kann. Die Whithall Studie von 1991 (Langzeitstudien über 10 Jahre) zeigte, dass es durch die Existenz bzw. Möglichkeit der Anwendung von PERMA in der Arbeitswelt seltener zu Herzerkrankungen kommt. Herausgefunden wurde weiterhin, dass der jeweilige Dienstgrad und der damit verbundene sozioökonomische Staus sowie die Möglichkeit Einfluss auf seinen Job zu nehmen, die Häufigkeit von Coronarerkrankungen signifikant beeinflussen.

Richard Davidson wies 2003 direkte positive Effekte von PERMA auf das Immunsystem nach. Außerdem belegte das wissenschaftliche Institut der AOK, dass PERMA zu bis zu 52 % weniger Fehltagen führen kann.

Zudem konnte nachgewiesen werden, dass sich die Produktivität  der Mitarbeiter durch PERMA um bis zu 36 % und die Verkaufszahlen um bis 37 % steigern lassen. (Quelle: Sonja Lyubomirsky, Shawn Achor, Markus Ebner )

Auch bei den  Führungsmodellen spielt PERMA eine entscheidende Rolle. Der Positive Leadership-Ansatz hat zahlreiche Methoden aus der Positiven Psychologie übernommen. Viele Unternehmen wie z.B. Ikea und Douglas nutzen die Ansätze von Positive Leadership und PERMA bereits erfolgreich zum Aufbau einer gelungenen Unternehmenskultur.

„Die Führungsforschung zeigt ganz klar, dass MitarbeiterInnen bessere Leistungen erbringen, wenn Ihre Stärken gefördert werden! MitarbeiterInnen, die stärkenorientiert geführt werden, erbringen nicht nur bessere Leistungen, sie sind auch zufriedener, engagieren sich mehr und identifizieren sich klarer mit ihrem Unternehmen.“ (Markus Ebner)

Fazit: Mit Blick auf die  Arbeitswelt rückt die Positive Psychologie immer mehr ins Interesse der Wissenschaftler. Es lohnt sich also durchaus, sich genauer damit zu beschäftigen und sich die Wirkung  positiver Emotionen zunutze zu machen.

Quellen: Andrea Prehofer, Martin Seligmann, Nonnenstudie, Whitehall I und II, 1991 ; Richard Davidson, Markus Ebner, Sonja Lyubomirsky, Shawn Achor

Verschiedene der hier vorgestellten Themen werden wir sowohl in der Theorie als auch in der Praxis weiter vertiefen und dazu in den gezielten Dialog mit Unternehmen und Dienstleistern gehen. Sie dürfen also gespannt sein.

Strukturierte Nutzung von Corporate Health-Kennzahlen

Die qualitativen Ziele des Corporate Health Managements verlässlich zu messen ist eine Herausforderung für nahezu jeden Betrieb. Die strukturierte Nutzung relevanter Kennzahlen bietet dabei entscheidende Vorteile. Weiterlesen

Suchtprävention und BGM

Laut DAK-Gesundheitsreport 2019 hat jede*r zehnte Beschäftigte einen riskanten Alkoholkonsum. Auch weitere Süchte sind häufig vertreten. Wie können Unternehmen reagieren? Weiterlesen

Interview: Massagesessel als BGM-Ergänzung

Mit BGM und BGF verbindet man oft Angebote, die auf gesundheitliches Empowerment zielen. Wie ein Massagesessel bestehende Angebote sinnvoll unterstützen kann, lesen Sie im Interview mit ASISAM-Geschäftsführer Sven Hähnel. Weiterlesen

Psychische Gesundheit und die Rolle der Sensibilisierung von Führungskräften

Die steigende Belastung durch die Entgrenzung digitalisierter Arbeit und flexibler Arbeitsmodelle stellt andere Anforderungen an das Gesundheitsbewusstsein von Führungskräften, gerade auch in Bezug auf die Psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen. Weiterlesen

Jedes zweite Unternehmen findet keine Mitarbeiter*innen mehr: Der DIHK Report zum Fachkräftemangel

Nahezu jedes zweite deutsche Unternehmen – 48% – kann offene Stellen nicht mehr adäquat besetzen. Das geht aus dem Arbeitsmarktreport des Deutschen Industrie- und Handelskammertags 2018 hervor. Weiterlesen