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Rückblick zum Thementag Corporate Health

Corporate Health im Fokus – am letzten Tag der Frühjahresonlinekonferenz Anfang Mai 2020 konnten die Teilnehmer des Thementages interessante Eindrücke und Hinweise aus Wissenschaft und Praxis für ihre Branchen mitnehmen.

Wie kann die unsichtbare Qualität von Organisationen mit Kennzahlen sichtbar gemacht werden? Einen spannenden Einblick lieferte den Teilnehmern die Keynote von Prof. Dr. Bernhard Badura ( Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld, Mitglied des Expertenbeirats des Corporate Health Awards und der Corporate Health Initiative).  Am Modell vergleichbarer Unternehmen und Versorgungseinrichtungen mit ähnlicher Personalstruktur, aber unterschiedlichen Auslastungsquoten  bzw. hohen AU-Werten wird sehr schnell deutlich, dass herkömmliche betriebswirtschaftliche Kennzahlen im Branchenvergleich an ihre Grenzen stoßen.

 

Von Kennzahlen, Wissenschaftsdebatten und Forderungen nach Vergleichsanalysen

Die Planung und Steuerung von Unternehmen mit nichtfinanziellen Kennzahlen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement gewinnt zunehmend an Relevanz; Stakeholder und Investoren erwarten mittlerweile einen fundierten Über- und Ausblick zur Ausrichtung von Firmen hinsichtlich der Umweltaspekte, sozialer Nachhaltigkeit und Unternehmensführung. Auch die Kapitalbeschaffung im Unternehmen geht einher mit einer guten Informationspolitik und Transparenz in Nachhaltigkeitsfragen.  Das Betriebliche Gesundheitsmanagement dient der Ermittlung des Gesundheitszustandes der Mitglieder einer Organisation, es ist Grundlage für den kontinuierlichen Schutz und Verbesserung des Systems. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist dabei als lernendes System zu verstehen. Relevante Kennzahlen zur Steuerung des BGM müssen kontinuierlich erhoben werden, es geht aber darum, die Treiber, Frühindikatoren und Spätindikatoren detailliert zu analysieren.

Ausführliche Informationen zu Vergleichsmodellen, Branchenindikatoren und das aktuelle Whitepaper mit Checklisten für das Unternehmensreporting können angefragt werden unter » info@ch-initiative.de.

 

Fazit des Tages:

  • Den Herausforderungen der Mensch-Maschine-Schnittstelle folgen die Herausforderungen der Mensch-Mensch-Interaktion.
  • Kennziffern der Qualität von Organisationsentwicklung und sozialer Nachhaltigkeit gewinnen mehr denn je an Bedeutung für den Unternehmensreport.
  • Gesunde Führung hat viele Aspekte, aber wertschätzendes Verhalten und wertschätzende Kommunikation sollten zum selbstverständlichen Tagesritual werden.
  • Kernaussagen, mit denen sich Führungskräfte auseinanderzusetzen haben, lauten: Mitarbeiterentwicklung statt Mitarbeiterbewertung ist gefragt. New Work bedeutet: an die Stelle von Führung durch Kontrolle tritt die Führung durch Unterstützung und Inspiration.

 

 

BGM in Corona Zeiten

Zielführend und mit wichtigen Anregungen für alle Gesundheits- und HR-Verantwortlichen beim Planungsprozess für den Übergang vom „Lockdown“ in den Normalbetrieb waren die Erfahrungsberichte vom TÜV Rheinland. Für viele Unternehmen geht es darum, sehr zeitnah aus der jetzigen reduzierten Form wieder in den Normalbetrieb zu starten. Alle betrieblichen Gremien und Strukturen sollten sich hier gemeinsam zur Vorbereitung auf den Normalbetrieb aufstellen und ihre Informationen und Kompetenzen teilen. Bewährt hat sich hier die Bildung eines Steuerkreises, der gemeinsam die interdisziplinären Maßnahmen zum Desinfektionsschutz plant. Aktuell geht es darum, in allen Bereichen die SARS-CoV-2-Arbeitschutzstandards umzusetzen, zu kommunizieren und zu kontrollieren. Es geht auch darum, die Chancen zu nutzen, die die enge Verzahnung von Geschäftsführung, Betriebsrat, HR und verschiedenen Gesundheits- und Arbeitsschutz-Fachbereichen mit sich bringt.  Die Fragen und Unsicherheiten von Mitarbeitern müssen entsprechend bedacht werden. In der jetzigen Phase gilt mehr denn je: Abstand halten ist wichtig, in Kontakt mit dem Mitarbeiter sein ist es aber ebenso.

28. April – Welttag für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Am heutigen 28. April findet der weltweite Aktionstag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz statt. Der Aktionstag wurde 1984 von der internationalen Arbeiterorganisation (International Labour Organisation ILO) ILO, einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, ins Leben gerufen. Der diesjährige Aktionstag steht im Zeichen des Umgangs mit Pandemien. Immer mehr Arbeitnehmer kommen zurück an ihren Arbeitsplatz, erste Lockerungen greifen und der Präventionsaspekt steht für alle Beteiligten besonders im Vordergrund. So wurde am 16. April vom Bundesarbeitsministerium gemeinsam mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung der Arbeitsschutzstandard COVID 19 vorgestellt. Der » Standard formuliert konkrete Anforderungen an den Arbeitsschutz in Zeiten der Corona-Krise.

Die zuständigen Behörden, Kassen und Versicherungen haben für die Unternehmen einen Überblick zu wichtigen Vorgaben, Regelungen und Checklisten erstellt.

Hinweise zu den allgemeinen Schutzmaßnahmen und Masken

Hier finden Sie weitere » Infos bei der DGUV. 

Die DGUV hat in ihrer » Publikation zu Coronavirus SARS-CoV-2-Verdachts- und Erkrankungsfällen im Betrieb neben allgemeinen Schutzmaßnahmen zahlreiche weitere Empfehlungen veröffentlicht.

Weitere Branchenempfehlungen und Publikationen für verschiedene Branchen

Speziell für den Bereich der Hochschulen, Schulen und Kitas und der Einsatzkräfte, aber auch für gesonderte Branchen wie Handel, Handwerk, Baugewerbe oder Logistik gibt es zusätzliche Publikationen.

Empfehlungen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Hier geht es zu den » branchenbezogenen Sonderseiten der Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und der SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau).

Checklisten und Planungsleitfaden

Eine Hilfestellung zur Pandemieplanung gibt das Faltblatt » „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin informiert auf zahlreiche Fragen bezüglich bestimmter Berufsgruppen

» Antworten auf häufig gestellte Fragen zu beruflichen Tätigkeiten mit SARS-CoV-2

Zum Umgang mit Prüfpflichten gibt es » aktuelle Regelungen.

 

Neue Broschüre für Führungskräfte

Das Thema Arbeitsschutz betrifft ebenfalls die Führungskräfte, die hier besondere Verantwortung tragen. An sie richtet sich  die neue Broschüre »  „Führen in Zeiten der Pandemie?“, welche im Rahmen der Präventionskampagne kommmitmensch der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen aktuell erschienen ist.

Zahl der Woche

Erste Lockerungen in Sicht, staatliche Unterstützungen greifen, die Kommunikation in Tbit/s. Welche Zahlen uns in dieser Woche begleitet haben, soll hier kurz aufgezeigt werden.

Internet Traffic

Die Wichtigkeit einer funktionierenden Internetinfrastruktur und Investitionen in den Breitbandausbau zweifelt niemand mehr an: der steigende Datenverkehr in den letzten Wochen durch zusätzliche Kommunikationskanäle und quantitative Nutzung des Netzes (Cloud, Datentransfer, Video- und virtuelle Meetings plus Social Media Verstärkung) sowie digitaler Weiterbildung in B2B, Schule und Lehre spricht für sich. Nun rechnen wir also in Terabit pro Sekunde.

Was bedeutet das konkret für den wichtigsten Verkehrsknoten in Deutschland? Schon im März wurden am Internetknoten DE-CIX in Frankfurt am Main neue Spitzenwerte beim Datendurchsatz gemessen, Tendenz steigend. Das Datenvolumen von 9,1 Terabit pro Sekunde – das ergibt im Vergleich wieviel? Die folgende Grafik klärt auf:

Bildrechte: DeCIX

Das Volumen der deutschen Finanzhilfen entspricht 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres. Bund und Länder mobilisieren hier sehr viel mehr Mittel als andere Staaten. Der deutsche Schutzschirm setzt sich aus 236 Milliarden Euro Soforthilfen, 500 Milliarden Euro Stundungen von Steuern und Abgaben sowie 1.322 Milliarden Euro sonstigen Finanzhilfen und -Garantien (u.a. Kreditgarantien der KfW in Höhe von 811 Milliarden Euro) zusammen.

Vorgezogener Verlustvortrag und Steuererleichterungen für Unternehmen

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen sollen ihre 2020 anfallenden Verluste bereits im laufenden Jahr mit Gewinnen aus 2019 verrechnen können. Auf diesen Schritt, der die Betriebe um rund 4,5 Milliarden Euro entlasten kann, haben sich am Mittwoch Bundesfinanzminister und die Finanzministerien der Länder geeinigt. Für den vorgezogenen Verlustrücktrag hatte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stark gemacht.

Die Details regelt der gemeinsame Bund-Länder-Erlass. Der vorgezogene Verlustrücktrag sei ein „gutes Signal für die betriebliche Liquidität“, so die DIHK. Unternehmen können demnach in diesem Jahr absehbare Verluste mit bis zu 15 Prozent ihres früheren Jahresgewinns verrechnen. Damit könnten sie schon 2020 eine Rückerstattung von Finanzamt erhalten, die sonst erst im Frühjahr 2021 möglich gewesen wäre.

Weitere Übersichten zu steuerfreien Leistungen für Arbeitnehmer, Fristverlängerungen und Steuererleichterungen hier

 

Lockerungen in Sicht?

Seit dem 20.4. gibt es erste Lockerungen für Firmen und Handel. Nun wollen die Wirtschaftsministerien in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen weitere und vor allem einheitliche Lockerungen der Vorgaben durchsetzen.

Vorschau auf den 8. Mai:
HR und Corporate Health –
neue Denkansätze und Whitepaper

In den nächsten Wochen starten zahlreiche neue Digitalformate, die von der Corporate Health Initiative begleitet und initiiert werden.

Der Austausch, das Lernen von Anderen und die Vernetzung über Dialogformate waren schon immer ein wichtiger Aspekt für Unternehmensentscheider – in der aktuellen Situation wurden diese jedoch relevanter als je zuvor.

Im Rahmen der jährlichen Frühjahrs Online Fokus Konferenz, die sich mit ihren Themen an HR-Fachexperten, Team- und Firmenleitung richtet, wird es in diesem Jahr zum ersten Mal den Thementag Corporate Health geben. Die Keynote am 8. Mai 2020 wird von Prof. Dr. Bernhard Badura, Mitglied des Expertenbeirats des Corporate Health Awards sowie Unterstützer der Corporate Health Initiative, gehalten.

Unter anderem werden neue Forschungsergebnisse und Auszüge aus dem neuen Whitepaper von dem Fachbereich BGM der Universität Bielefeld und der EUPD Research im Rahmen der Corporate Health Initiative vorgestellt. Im Fokus steht unter anderem die Frage des Einflusses und der Strukturen eines „nichtfinanziellen Unternehmensreportings“. Denn finanzielle Kennzahlen erlauben ein nur begrenztes Verständnis der internen Strukturen, Prozesse, Teil- und Gesamtergebnisse eines Unternehmens.

Eine wichtige Frage wird uns in diesem Zusammenhang zunehmend beschäftigen: Können wir es uns weiterhin leisten, Mitarbeiterbelange wie die Qualität der Unternehmenskultur oder der betrieblichen Beziehungen als Risiko- oder Kostenposition zu bezeichnen oder schlichtweg zu ignorieren? Eines ist klar: die weltweite Verbreitung des Coronavirus wird dem organisationalen Thema „Corporate Health Management“ eine weitaus stärkere Aufmerksamkeit garantieren, als das bisher der Fall gewesen ist.

Wir befinden uns in einem Paradigmenwechsel und die aktuelle Situation verändert viele herkömmliche Pfade und Strategien. Bei den Kennzahlen wird es darum gehen, das BGM-System als lernende Einheit zu betrachten, die neben den Frühindikatoren weitere darauf Einfluss nehmende Bedingungen und deren Folgen für das Betriebsgeschehen berücksichtigt und ins Verhältnis setzt.

Grafik: Universität Bielefeld, Bildrechte: BGM Bielefeld/Universität Bielefeld

Digital durch die Krise

Ohne digitale Vernetzung wäre die jetzige Situation noch schwerer zu meistern. So verwundert es kaum, dass bei aktuellen Erhebungen neben den klassischen Businessanwendungen die Social-Media Nutzung und E-Learning mit zweistellig höheren Nutzungszahlen angegeben werden.

So ergab die eco Verbands-Umfrage in Zusammenarbeit mit Civey, dass jeder vierte Deutsche (25,6 Prozent) derzeit verstärkt die Möglichkeiten von Home-Office und digitalem Arbeiten nutzt. Mit 73,1 Prozent und 50,4 Prozent setzen besonders Studierende (73,1 Prozent) und leitende Angestellte (50,4 Prozent) verstärkt auf digitale Tools in der Corona-Krise.  Allgemein festzustellen ist, dass eine breite Mehrheit von 68,8 Prozent die Auffassung vertritt, ohne digitale Technologien hätte die Corona-Krise Deutschland noch stärker getroffen.

Digitale Weiterbildung und E-Learning

Die entsprechenden Plattformen nutzen mit 28,9 Prozent verstärkt vor allem die 18-29-Jährigen und insgesamt 45,7 Prozent aller noch in Ausbildung befindlichen Deutschen. Gezielte Weiterbildung auf Basis des Qualifizierungschancengesetzes kann für Unternehmen zudem eine Lösung sein, um die Beschäftigten nicht in Kurzarbeit zu schicken. Im Rahmen dieser Weiterbildungsförderung können zum einen die Weiterbildungskosten wie Lehrgangskosten für den einzelnen Beschäftigten als Arbeitnehmerförderung übernommen werden und zum anderen können Arbeitsentgeltzuschüsse für weiterbildungsbedingte Arbeitsausfallzeiten an die Arbeitgeber (Arbeitgeberleistung) eingeplant werden. Mehr Infos dazu hat der  BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) zusammengestellt.

 

Digitalwirtschaft und Home-Office Aspekte

Laut Bitkom-Studien empfehlen neun von zehn Unternehmen (89 Prozent) der Digitalwirtschaft ihren Mitarbeitern, im Home-Office zu arbeiten und zwei Drittel, also 64 Prozent, haben das sogar angeordnet.

Dem Thema Home-Office wollte der Videokonferenz- und Collaboration-Spezialist LogmeiIn nachgehen. Laut aktueller Marktumfrage mit One Poll wünschen sich 55 Prozent der Befragten in Deutschland permanent im Home-Office zu arbeiten. Wichtigster Vorteil in der Nennung: fast 80 Prozent der Deutschen nennen die Zeitersparnis hinsichtlich langer Pendelzeiten. Eine bessere Produktivität und allgemeine Zufriedenheit im Home-Office bestätigen ein Drittel der Befragten, die Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung und der Einteilung der Arbeitszeit spielt aber eine größere Rolle: zwei von drei Arbeitskräften sehen hier den größten Vorteil. Die Herausforderungen bleiben natürlich: ständige Erreichbarkeit für Kinder, Hausarbeit vs. Arbeitspensum, fehlender direkter sozialer Kontakt zu den Teams und Kollegen.

Beim flexiblen Umgang mit der Home-Office Situation und dem entsprechenden Management sind Geschäftsführung und Führungskräfte besonders gefragt. Dazu gehört es die Herausforderungen des Home-Office gemeinsam mit den Mitarbeitern und offen zu diskutieren. Kreativität ist willkommen: in nicht wenigen Firmen gibt es schon die Verabredung zur „virtuellen Kaffeepause“.  Generell geht es aber um Kontinuität unter Berücksichtigung der individuellen Arbeitsform. Neue Regeln können sein: gemeinsame und individuelle Arbeitszeit, Kommunikationsprozesse, Erreichbarkeit oder Strukturen bei der Zusammenarbeit. Besonders wichtig: kontinuierliche Meetings, diese sind wichtig um trotz der räumlichen Distanz ein Team zu führen, welches gut zusammenarbeiten soll. Dabei steigt in der Regel durch den Austausch über den momentanen Arbeitsstand, tagesaktuelle Herausforderung oder Probleme auch das Wir-Gefühl und das Gefühl der sozialen Verantwortung.

Gesundheits­kommunika­tion? Geht uns alle an!

Die Bewerbung für den Sonderpreis „Gesundheitskommunikation“ im Rahmen des Corporate Health Award 2020 ist gestartet.

Hamburg/Bonn, 20. April 2020: Schon immer stand die Kommunikation von Gesundheitsthemen im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Neu ist in der jüngeren Vergangenheit, dass das Thema Gesundheit nicht nur in den Medien sowie im privaten Umfeld nahezu omnipräsent ist, sondern auch in der internen Kommunikation von Unternehmen stark an Bedeutung gewinnt. Im Unternehmensumfeld gab es im Rahmen des Gesundheitsmanagements aus den Kommunikationsabteilungen bisher schon zahlreiche gelungene Kampagnen, Storytelling und Mitarbeiterinformationen, die zu Recht gelobt und prämiert wurden. Haben sich nun im Zuge aktueller Neuaufstellungen von Unternehmen und der Herausforderung, die Mitarbeiter zu stärken und zu motivieren, diese Instrumente verändert? Und wie haben die Firmen und Organisationen ihre Kommunikationsprozesse entsprechend angepasst? Wie werden die Herausforderungen für die Gesundheitskommunikation hinsichtlich unterschiedlicher Arbeitsmodelle wie Home-Office und Schichtarbeit, der immer dringlicher werdenden Präventionsaufgaben und der unterschiedlichen Bereitschaft der Mitarbeiter, sich mit Gesundheitsthemen zu befassen, gelöst?

Vor dem Hintergrund der gesteigerten Bedeutung dieser Kommunikationsaufgabe, haben die Initiatoren des Corporate Health Awards gemeinsam mit MEN’S HEALTH und WOMEN’S HEALTH in 2020 den Sonderpreis für herausragende Leistungen im Bereich Gesundheitskommunikation ins Leben gerufen.

„Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr zusammen mit dem Corporate Health Award diesen Sonderpreis ausrufen und begleiten dürfen. Denn für den nachhaltigen Erfolg von Unternehmen ist eine gelungene Gesundheitskommunikation, die Unterschiede bei Vorwissen, Bedürfnissen und Motivation der Mitarbeiter beachtet, heute wichtiger denn je. Wir freuen uns auf zahlreiche Einreichungen gut durchdachter und effektiver Lösungen für Geschäftsführung, Stabsstellen, Personalabteilung und BGM-Verantwortliche“, so Wolfgang Melcher, Publisher von MEN’S HEALTH und WOMEN’S HEALTH.

Der neue Sonderpreis gehört zukünftig zum festen Bestandteil des Corporate Health Awards, welcher im März zum zwölften Mal in Folge von den Initiatoren EuPD Research und der Handelsblatt Media Group gestartet wurde und für den sich Organisationen aller Branchen bis Juni bewerben können.

Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter des Corporate Health Awards: „Die Studienauswertungen der letzten Jahre ergaben einen deutlichen Anstieg der Umsetzungsgrade sowie der Relevanzen im Bereich der Gesundheitskommunikation. Immer mehr Unternehmen sehen die hohe Bedeutung einer mitarbeiternahen und transparenten Vermittlung von gesundheitsorientierten Inhalten und Botschaften, die sowohl für den eigenen Job aber auch für das private Umfeld hilfreich sind. Für 2020 wird es besonders interessant sein zu sehen, welche Unternehmen sich in diesem Bereich strategisch und innovativ neu aufstellen. Wir möchten Unternehmen aller Größenordnungen aufrufen in den bundesweiten Wettbewerb zu gehen und hervorragende Arbeitgeberleistungen auszeichnen zu lassen.“

Trend der Umsetzungsgrade des Bereichs Gesundheitskommunikation im Rahmen des Corporate Health Managements von 2013 bis 2019, Quelle: EuPD Research 2020

 

» Informationen und Link zur Bewerbung                              

 

Bewerbung 2020

Bei der Bewerbung um den Corporate Health Award 2020 kann jede Organisation aus Wirtschaft, Bildung und öffentlicher Hand die Online-Qualifizierungsbögen bis zum ersten Juni 2020 einsenden. Der unabhängige Expertenbeirat des Corporate Health Awards bestimmt im Anschluss der Auditierungen die Gewinner und somit die besten Organisationen und Unternehmen Deutschlands in fünfzehn Branchen-Kategorien in den Klassen „Mittelstand“ und „Großkonzern“. Der Award gilt als renommierteste Auszeichnung für exzellentes Corporate Health Management in Deutschland.

 

Über den Corporate Health Award

Der Corporate Health Award wurde 2009 vom Forschungsinstitut EuPD Research und der Handelsblatt Media Group initiiert. Das Ziel des vorausgehenden umfangreichen Evaluationsprozesses ist es, die Einsicht in die Notwendigkeit von Investitionen in betriebliche Gesundheitssysteme zu stärken sowie vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen, gesellschaftlich herausfordernder Situationen und Prioritäten sowie beim demographischen Wandel die Wettbewerbsfähigkeit durch gezieltes Corporate Health Management sicherzustellen. 347 Unternehmen und Organisationen bewarben sich 2019 um den Award und haben sich somit dem wissenschaftlichen und praxisnahen Auswahlverfahren gestellt. Mehr Informationen: www.corporate-health-award.de

 

Über MEN’S HEALTH und WOMEN’S HEALTH

MEN’S HEALTH ist das weltweit führende Magazin für Männer. Mit seinem packenden Stil und exklusivem Know-how überzeugt MEN’S HEALTH zu Gesundheit und Ernährung sowie Sport und Fitness genauso wie zu Mode, Körperpflege, Partnerschaft und vielem mehr.
WOMEN’S HEALTH ist das junge Lifestyle-Magazinen, das voller positiver Inspiration interessante Geschichten rund um Fitness, Food, Health und Lifestyle erzählt. Mit Charme und Authentizität motiviert WOMEN’S HEALTH seine Leserinnen, täglich ihr Leben zu optimieren.
Mit ihrem weltweiten Netzwerk von Experten und solider journalistischer Recherche sind MEN’S HEALTH und WOMEN’S HEALTH stets kompetent und faktenbasiert. Dabei ist ihr Stil von unterhaltender Leichtigkeit, um ihre Zielgruppen über ihre Magazine, die digitalen Plattformen sowie mit Events und Aktionen auch für komplexe und anspruchsvolle Themen zu gewinnen.
www.menshealth.dewww.womenshealth.de

 

Über EuPD Research

EuPD Research begeht in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum als führendes Forschungsunternehmen im nachhaltigen Corporate Health Management. Mit dem Corporate Health Award, der Corporate Health Initiative, der Corporate Health Akademie, der jährlich erscheinenden Studie zum Gesundheitsmanagement in Deutschland sowie den zahlreichen Aktivitäten als Sozialforschungsunternehmen in der Analyse und Beratung, agiert die EuPD als maßgebliches Stimmungsbarometer für aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen in der strategischen HR-Arbeit. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk wird die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen und hocheffizienter betrieblicher Managementsysteme flächendeckend für alle Branchen gefördert.

 

Pressekontakt:

Presseteam EuPD/CHI: presse@ch-initiative.de, Tel. 49-30-201 88 565

Orientierung hat Priorität – Informationssammlung für Unternehmen

Zahlreiche Unternehmen sind im Angesicht der Herausforderungen durch die Verbreitung des Corona-Virus dabei, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um den Geschäftsbetrieb auch in besonderen Situationen uneingeschränkt aufrechtzuerhalten.

Oberste Priorität ist es, Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit zu gewährleisten und weiterhin einen ausgezeichneten Service zu bieten. Die Belegschaft wird mobil ausgestattet, so dass die Arbeit auch von zu Hause möglich ist und die Ansprechpartner für Kunden und Geschäftspartner zu den gewohnten Zeiten vor allem aber auch im Falle einer Quarantäne erreichbar sind. Die Prozesse der Corporate Health Initiative und des Corporate Health Awards sind mit dem heutigen Tag an ebenfalls in die sichere Struktur der digitalen Nutzung übergegangen.

Die schnelle Reaktionsspanne vieler Firmen zeigt übrigens, dass hier Geschäftsführung, Personalabteilung, Gesundheitsmanagement, IT und Kommunikationsbereiche unverzüglich gehandelt haben und systematisch vor allem jedoch miteinander Masterpläne, Lösungen und Strategien entwickeln. Für viele Selbstständige, Mittelständler und Einzelhandel geht es derzeit allerdings vor allem darum die Informationen in Echtzeit zu verfolgen und handlungsfähig zu bleiben sowie staatliche Hilfe abzuklären. Gezielte Informationen sind zum wichtigsten Gut geworden.

Wir möchten hier zunächst wichtige Informationslinks und Recherchemöglichkeiten zur Verfügung stellen und sind täglich dabei, weitere Updates und tagesaktuelle Entwicklungen in den Bereichen aktuelle Gesundheitsdaten, Staatliche Hilfen, Finanzen, Personal, Kommunikation zu organisieren.

Linksammlung für Unternehmen zu den tagesaktuellen Corona-Entwicklungen in den Websites relevanter Institutionen:

 

Road to Excellence – Dialogreihe in Berlin

Die Initiatoren der Veranstaltung „Sensibilisierung der Belegschaft zum gesundheitsbewussten Handeln“ und Partner der Corporate Health Initiative begrüßten in Berlin am Fernsehturm in den Vortragsräumen der Ausstellung „Körperwelten“ Berliner und Brandenburger Unternehmen, Mediziner und Gesundheitsexperten.

Bildrechte: www.koerperwelten.de

Eines darf vorweggenommen werden, und das wurde auch bei den Keynotes der Referenten deutlich: Unabhängig vom Blick auf den zurzeit täglich zu aktualisierenden Corona-Status, rücken sämtliche Gesundheitsthemen derzeit stärker als je zuvor in den Fokus von Firmen und bestimmen deren Strategien wesentlich mit. Wenn wir inzwischen eines gelernt haben, dann dies: Gesundheitsstatistiken werden aufmerksam gelesen und gezielt analysiert. Dazu zählen auch die Entwicklungen im regionalen Markt und im Branchenumfeld, die Interpretation von Fehlzeiten und deren Auswirkungen auf Umsatz und Firmenwachstum. So war das Credo der Runde: Wir sollten uns mehr denn je darauf konzentrieren auf Aufklärung zu setzen. Die gute Nachricht: die Chancen dafür waren nie besser. In der Tat, eine Sensibilisierung für Gesundheitsfragen bei den  Firmen und im direkten Austausch innerhalb der Belegschaft nimmt stetig zu, die Instrumente zur Aufklärung sind vielfältig und bieten einige Aha-Effekte.


Kuratorin der Körperwelten, Dr. Angelina Whalley; Bildrechte: www.ch-initiative.de

Die Kuratorin der Körperwelten, Dr. Angelina Whalley, startete mit einem beeindruckenden zeitlichen Abriss der Historie der Wissenschafts-ausstellung u.a. mit der ersten Ausstellung in Japan, die dazu führte, ein internationales Konzept zu erstellen und den Start in Deutschland zu initiieren. Der in den Anfangszeiten verbreiteten Tenor: „Da wo große Massen von Leuten hingehen, das kann keine Wissenschaft sein,“ wurde längst widerlegt. Der Erfolg bei den Besucherzahlen, die Einbindung in medizinische Ausbildung, Lehre und Dialog gibt den Vordenkern schon lange recht. Eindrucksvoll sind die Reaktionen von Besuchern, die sich dafür bedanken, dass sie nun das „Wunderwerk Körper“ anders wertschätzen. Eindrucksvoll sind aber auch die erhobenen Daten, die in Folge zeigen, dass so ein neues Gesundheitsbewusstsein mit messbarem Verhalten entstehen kann.

Wir landen also immer wieder bei der Aufklärung.

Wie es bei exklusiven Events üblich ist, durften die Teilnehmer der CHI-Veranstaltung von hochkarätigen Referenten und deren Blick auf die Gesundheitsprävention profitieren.

Isabelle Müller von Penta erläuterte anhand der BGM-Pyramide eindrucksvoll, an welchen Stellen Mitarbeiter und Führungskräfte immer wieder scheitern.

Wie gelingt die Kommunikation bei der BGM-Pyramide? Isabelle Müller von Penta zeigt die Stolperstellen und erfolgreiche Ansätze in der Unternehmenskommunikation auf.

Umso interessanter ist der Best Practice-Ansatz zur Incentivierung, der unter anderem zur monatelangen Unfallfreiheit ganzer Abteilungen führt. Auch die Teilnehmerquoten von Firmenmaßnahmen lassen sich so gezielt steuern. Die bislang über viele Jahre kontinuierlich begleiteten Unternehmensprojekte verschiedener Größenordnungen durch » Penta

haben das eindrucksvoll gezeigt. 100 Tage unfallfrei arbeiten und dabei motiviert darauf schauen, dass alle Kollegen mitziehen? Das gelingt. Weiteres Update für die Teilnehmer aus den Unternehmen im Rahmen der Expertenrunde: Ab 2020 werden nun übrigens 600 Euro je Mitarbeiter für Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V steuerlich gefördert. Welche Möglichkeiten sich durch Incentives ergeben, zeigt folgender » Überblick.

Falko Melzer, DAK-Gesundheit, Saskia Gräfenholt, Yogalehrerin
Bildrechte: www.ch-initiative.de

Die DAK Gesundheit setzte mit ihrem Fachvortrag auf Interaktion und erläuterte unter anderem Module aus dem Yoga, Bewegungstraining und Stressprävention. Vom Atemviereck bis zu verschiedenen Profitipps, die sich mühelos in den Büroalltag integrieren lassen – die Anregungen waren inspirierend, machten in der Umsetzung Spaß und lieferten wichtige Ideen für gezielte Firmenprogramme.

Für alle diejenigen, die es verpasst haben: Die WHO empfiehlt 150 Minuten moderate körperliche Aktivität /Woche oder 75 Minuten intensive körperliche Arbeit.

Präventionsarbeit auf allen Kanälen

Zeit für Paradigmenwechsel in der Prävention: Dr. Michael Moser vom HPC Berlin

Was Prävention in Zahlen für die Controller in den Unternehmen bedeutet? Dr. Markus Moser vom Helios Prevention Center Berlin rechnete dies anschaulich anhand einer Firma mit 1000 Beschäftigten vor. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie plädierte mit großem Enthusiasmus für neue Wege bei der Prävention. Die Form der Vermittlung hat sich hier auch verändert und sich an die aktuellen Bedürfnisse der Firmen sowie der gesundheitsbewussten Zielgruppe angepasst. So gibt es neben den Check-ups eigene Leitfäden für die Themenbereiche Sport, Ernährung, Burnout, die bewährten Kombinationen wie Yoga und Prävention, Yoga und Kunst sowie den Umgang mit Suchterkrankungen, aber auch Herausforderungen in der Vermittlung. Es gilt, die richtigen Kanäle für die Präventionsarbeit zu finden und diese individuell einzusetzen. Social Media- Instrumente und Apps werden zunehmend in die Präventionsarbeit integriert.

Dr. Moser zu » Gesundheits-Apps

Bildrechte: www.ch-initiative.de

In der Keynote von EuPD Research, Bereich Corporate Health, lieferte Katrin Steinbeck, Key Account Manager der Corporate Health Initiative, interessante Einblicke in die Trendstudie „Lernen von den Besten“. Die Bewertung zur Umsetzung und Relevanz von strategischen, strukturellen und leistungsorientierten Kriterien aus dem Corporate Health Evaluation Standard wurde seit 2009 von mehr als 4.500 Unternehmen durchgeführt und ermöglicht die Analyse von branchenspezifischen Gewichtungen für unterschiedliche Entwicklungsgrade. In den dabei analysierten Bereich der Unternehmensstrategien gehört auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Welche Branchen aktuell besonders erfolgreich bei den erhobenen Daten hervorstechen und wie sich die Zuständigkeiten beim Umsetzen von Gesundheitsstrategien verändert haben, wurde in der Diskussion thematisiert. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf eine fundierte Analyse und Branchenbenchmarks, um sich als begehrter Arbeitgeber mit vorausschauender Führungsmannschaft oder als mitarbeiterorientiertes Familienunternehmen nachhaltig am Arbeitsmarkt zu positionieren. Hier kann durchaus mit kleinen Schritten gestartet werden. Hilfreich sind erste Checks der Ist-Situation im Rahmen der Corporate Health Initiative oder  bereits im Rahmen des aktuellen Bewerbungsprozesses um den Corporate Health Award ab März 2020.

Katrin Steinbeck erläuterte die Trendstudie „Lernen von den Besten“ und die Benchmark-Möglichkeiten für Organisationen in der Corporate Health Initiative und im Corporate Health Award 2020. Bildrechte: www.ch-initiative.de

Zu guter Letzt gab es eine Deutschlandpremiere: Das Projekt „Emma“, welches von der Firma » Fellowes zusammen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland entwickelt wurde, erlebte seine Preview am künftigen Ausstellungsort am Alexanderplatz.

Wer wissen möchte, wie der „Kollege bzw. die Kollegin der Zukunft“ aussehen könnte, kann sich ab dem 29. April in Berlin überraschen lassen. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber die Folgen mangelnder Gesundheitsfürsorge haben auf den ersten Blick überzeugt. „Emma“ wird vermutlich bald zum Pflichtprogramm in der Gesundheitsprävention bei Firmen werden.

#HelloEmma und ab Sommer 2020 in den » Körperwelten zu entdecken

Fazit der Runde: Lernen von Best Practices, Netzwerke und wissenschaftliche Erhebungen sind ein wesentlicher Motor bei einer gelungenen Gesundheitskommunikation und immer wichtiger für das Employer Branding.

Initiatoren und Partner der Corporate Health Initiative bei der Veranstaltung: „Sensibilisierung der Belegschaft zum gesundheitsbewussten Handeln“ 
Bildrechte: www.ch-initiative.de

Mehr Infos zu den nächsten Events und zum Wissen aus der Corporate Health Initiative erhalten Sie monatlich im » Corporate Health Newsletter.

Mit innovativen Corporate Health Strategien für eine gesunde Belegschaft

Berliner Helios Klinikum in Buch wird Mitglied der bundesweiten Corporate Health Initiative

Berlin, 25. Februar 2020:  Die Gesundheitsbranche zählt zu den Branchen, die durch ihre Verantwortung für die Grundversorgung der Bevölkerung besonders in der Öffentlichkeit steht. Die Arbeitsbelastung für die Belegschaften in Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen und weiteren Gesundheitseinrichtungen ist ebenfalls gestiegen. Denn sowohl der Fachkräftemangel, die regionalen Strukturveränderungen, Fluktuationsprozesse, Organisations- und Digitalisierungsaufgaben stellen die Unternehmen vor neue Verantwortung. „Es wird immer wichtiger aus den Erhebungen und wissenschaftlichen Studien Folgerungen zu ziehen, damit die Unternehmen am veränderten Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben und Fachkräfte halten“, so die Einschätzung von Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter der Corporate Health Initiative.

Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheit und die Wertschätzung für die Leistungen der aktuellen Belegschaft sind genauso wichtig wie vorausschauende Strategien, um sich als Arbeitgeber am Markt im Kampf um die Talente bestmöglich aufzustellen. Dieser Wettlauf um die Mitarbeiter wird immer rasanter. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat bereits 2018 gewarnt, dass im Jahr 2030 bis zu 1,3 Mio. Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen fehlen könnten. Um die besondere Belastung dieser Berufe auszugleichen, kommt es aber nicht ausschließlich auf das Gehalt an: Im Krankenhausmonitor von DKI und BDO (2018/19) wurden über 350 Krankenhäuser und Kliniken zum Stand der betrieblichen Unterstützung der Mitarbeiter befragt. Das Ergebnis und der Wunsch nach besseren Kommunikation und Kooperation innerhalb der Berufsgruppen und Abteilungen sowie der Wunsch nach guter Führung und Umgestaltung von Arbeitsabläufen bis hin zur besseren Vereinbarung der Arbeit mit der persönlichen Lebenssituation zeigt eindrücklich: Es geht darum Maßnahmen einzusetzen, die mitarbeiterorientiert sind. Neben der finanziellen Anerkennung der hochwertigen Arbeit im Gesundheitsbereich gilt es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Wertschätzung durch einen arbeits- und unternehmenskulturellen Wandel entgegenzubringen.

Vor diesem Hintergrund hat das Helios Klinikum Berlin-Buch den wichtigen Entschluss gefasst, Mitglied der bundesweiten Corporate Health Initiative zu werden. „Ich freue mich, dass wir nun Teil der Corporate Health Initiative sind. So können wir unsere bereits bestehenden Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Mitarbeiterbindung weiter vorantreiben und entwickeln. Unser Ziel ist es, auch zukünftig Maßstäbe im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu setzen und unsere Arbeitgeberattraktivität weiter zu stärken. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat für uns hohe Priorität. Wir wollen das immer stärker in der Strategie unseres Klinikums sichtbar machen und verankern. Mitarbeitergesundheit und -bindung stehen dabei ganz oben auf der Agenda“, so Daniel Amrein, Geschäftsführer im Helios Klinikum Berlin-Buch.

 

Die Helios-Kliniken-Gruppe ist einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas. Als Klinik in einem internationalen Klinikverbund mit 112 Standorten und 72.000 MitarbeiterInnen, davon 66.000 in Deutschland, nimmt das Helios Klinikum Berlin-Buch mit der Mitgliedschaft in der Corporate Health Initiative nicht nur die Verantwortung seiner eigenen Belegschaft gegenüber ernst: auch die Vorbildfunktion im eigenen Netzwerk sowie anderen Unternehmen gegenüber ist ein wichtiger Faktor.

 

Das Unternehmen

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert. Das Klinikum, gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zu Barnim bietet seinen rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort besonders gute Arbeitsbedingungen. So bietet das Helios Klinikum Berlin-Buch seinen Mitarbeitern unter anderem eine kostenfreie private Krankenzusatzversicherung mit Familienoption, Sport- und Gesundheitsangebote, betriebliches Eingliederungsmanagement, Feel Good Management, Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Mitarbeiterkindergarten).  Dies sind nur einige Beispiele für das umfangreiche Angebot.

Pressekontakt Helios Klinikum Berlin-Buch: Tel.: +49 30 9401-55534

 

Über die Corporate Health Initiative

Die fachliche Expertise der Corporate Health Initiative resultiert aus über 10 Jahren Erfahrung mit dem vom Handelsblatt und dem Forschungsinstitut EuPD Research initiierten Corporate Health Award. Dieser Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management. Seit 2009 wurden anhand des zugrundeliegenden Qualitätsmodells mehr als 4.500 Organisationen bei der Evaluation und Optimierung ihres Corporate Health Managements begleitet. Das Mitgliedernetzwerk der Corporate Health Initiative richtet sich an Arbeitgeber, die erkannt haben, dass die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden ihr wertvollstes Potential ist. Mehr Informationen unter www.ch-initiative.de

Infos zur Corporate Health Initiative und aktuelle Branchentrends und -studien

www.corporate-health-initiative.com

Aktuelle Trends im Arbeitsmarkt

 

Kontakt:

EuPD Research Sustainable Management GmbH
Adenauerallee 134
D-53113 Bonn
Phone +49 (0)228-97143-0
Fax +49 (0)228-97143-11
www.ch-initiative.com

 

Pressekontakt, Experten- und Interviewanfragen: presse@ch-initiative.de. Tel. +49-30-201 88 565

 

BGM-Forum 2020

Auch in diesem Jahr hatte das Management Forum Starnberg wieder zum Jahresforum BGM eingeladen.

Personaler, Geschäftsführer, Betriebsärzte, Gesundheitsmanager Führungskräfte und Gesundheitsdienstleister waren zahlreich erschienen, um sich zu den neuesten Entwicklungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement auszutauschen.

Es gab viele hochinteressante Vorträge sowie Best Practices, die zum Dialog führten und zu den Fragen, welche Themen uns aktuell beschäftigen und wie wir von anderen lernen können.

Hier einige interessante Beispiele im Überblick:

BGM für alle- auch für den Außendienst?

Wenn es um das Thema BGM für den Außendienst geht, gibt es viele Fragen vorab zu klären. Der hohe Termin- und Zeitdruck, Tätigkeiten, bei denen zu viel und zu lange gesessen wird, eingeschränkte Ernährungsangebote, Screenings, die schwerer durchführbar sind – dies alles stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen. Klassische BGM-Angebote funktionieren hier oft nicht.

Hier gilt:

  • Gesundheit muss in Häppchen serviert werden.
  • Gesund führen: mit gutem Beispiel vorangehen und sich als Arbeitgeber aktiv engagieren.
  • Sinnvoll bei dezentral organisierten Unternehmen ist der Einsatz von BGF- Dienstleistern, die direkt am Arbeitsplatz tätig werden können.
  • Screenings zur Untersuchung des Ist-Zustandes sollten trotz erschwerter Ausgangssituation unbedingt durchgeführt werden.
  • Eine gezielte Informationsvermittlung gegenüber der Belegschaft ist die Grundlage für den Erfolg der Maßnahmen.

Natürlich sind diese Punkte auch auf andere Arbeitsbereiche übertragbar, sind aber für den Außendienst besonders relevant.

Best Practices

Im Falle der Allianz, die von den Erfahrungen mit ihren Außendienst-Mitarbeitern berichtete, wurden die Screenings mit Hilfe des Tools „Mesana“ (TÜV- zertifiziert) durchgeführt. In einem Messzeitraum von 48 Stunden wurden die Werte für Alltagsaktivität, Schlaf, Stress und das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhoben und analysiert. Die Auswertung erfolgte über den entsprechenden Dienstleister, so dass die Kontrolle über die erhobenen Daten gegeben war. Außerdem war der Betriebsrat von Anfang an involviert.

Der Erfolg spricht für sich: 700 Mitarbeiter nahmen teil, 17 individuelle Gesundheitskennzahlen wurden erfasst. Es folgten abteilungsspezifische Auswertungen  und konkrete Handlungsempfehlungen. Die Mitarbeiter waren nach den Auswertungen deutlich motivierter, körperlich aktiver zu werden.

Schichtbetrieb: Produktionsmitarbeiter für BGM-Maßnahmen erreichen

Ein spannendes Thema war auch: Wie erreiche meine Mitarbeiter in der Produktion und im Schichtbetrieb besser mit BGF-Maßnahmen?

Wie auch viele andere Unternehmen stand die Firma Merck vor dem Problem, dass die gängigen BGF-Maßnahmen bei den Mitarbeitern in der Produktion und im Schichtbetrieb oft nicht richtig greifen oder schlicht nicht bekannt und somit unwirksam sind.

Die Firma Merck entschloss sich, so niedrigschwellig wie möglich an dieses Problem heranzugehen. Der Schwerpunkt wurde zum einen auf eine gezielte Gesundheitskommunikation gelegt. Ein Mitarbeiter, der ständig vor Ort ist, wurde zum Gesundheitspartner ausgebildet und mit der Aufgabe versehen, gezielt über bestehende und geplante Angebote zu informieren.

Das Resultat: Die Mitarbeiter wussten deutlich besser über BGM-Angebote Bescheid.

Des Weiteren wurde mit dem „Fitness-Mobil“ ein innovatives Projekt ins Leben gerufen: Ein Truck, in dem sich die sogenannte „Trainingsinsel“ – eine Vibrationsplatte mit dazugehörigem Equipement und Personal- Trainer- befindet. Der Truck kommt direkt zu den Mitarbeitern in der Produktion, die in Einheiten von je 15 Minuten zweimal pro Woche direkt während ihrer Arbeitszeit trainieren können. Ein individueller Trainingsplan gehört genauso dazu wie „Bewegungs-Hausaufgaben“.

Für dieses Projekt gab es eine offizielle Kick-Off Informations-Veranstaltung, Teilnahme war Pflicht.

Das Resultat: 921 angemeldete Mitarbeiter, davon 62% Produktionsmitarbeiter; deutliche Reduktion von Schmerzen, mehr sportliche Aktivität im Alltag, erhöhte Leistungsfähigkeit, Kenntnisse über BGF-Maßnahmen deutlich erhöht.

Ein spezielles Projekt zur Gewichtsreduktion wurde ebenfalls gestartet, bei dem berufsbezogene Schulungsprogramme für die Produktionsmitarbeiter bewusst durch Kurzvorträge zum Thema Ernährung erweitert wurden. Unterstützt wurde das Ganze durch WW At Work. Zwei- bis dreimal pro Woche fand ein Kurs zum Thema Ernährung statt. Ergebnis: Eine Gesamtgewichtsabnahme der Mitarbeiter von 300 kg!

(Quelle: Merck, Dr. Nils Basler)

Wie positive Psychologie im Arbeitsalltag helfen kann

Die Positive Psychologie begegnet uns auch in der Arbeitswelt. Dabei geht es nicht darum, alles nur schön zu malen, sondern vielmehr um Themen wie Selbstfürsorge, den positiven Umgang mit negativen Emotionen, Resilienz, Achtsamkeit und positive Führung.

Häufig wird in diesem Zusammenhang die PERMA Formel diskutiert  (Das Akronym PERMA geht auf den amerikanischen Psychologen Martin Seligmann zurück, der für seine Forschung zur „erlernten Hilflosigkeit“ bekannt wurde.)

PERMA steht für

P – Positive Emotions: Glücksmomente genießen, Optimismus fördern. Gute Gefühle tragen zu richtigen Entscheidungen und kreativen Lösungen bei.

E – Engagement: In einer Tätigkeit aufgehen, in den Flow kommen. Wenn wir etwas tun, was wir mögen, dann „hängen“ wir uns automatisch mehr „rein“. Glückshormone werden ausgeschüttet.

R – Relationships: Gelungene Beziehungen aufbauen  und pflegen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor im Arbeitsleben. Es gilt also: keine reinen Zweckbeziehungen zu Kollegen/ Vorgesetzen zu unterhalten, sondern auch echte, wertschätzende Beziehungen aufzubauen.

M – Meaning: Sinn finden, in dem, was getan wird.

A – Accomplishment: Ziele erreichbar machen, Erreichtes sichtbar/greifbar machen. Das Ergebnis sehen und darauf stolz sein können.

Weitere  Daten und Fakten zu PERMA:

In der Nonnenstudie konnte nachgewiesen werden,  dass sich durch PERMA die  Lebenszeit um bis zu 10 Jahre erhöhen kann. Die Whithall Studie von 1991 (Langzeitstudien über 10 Jahre) zeigte, dass es durch die Existenz bzw. Möglichkeit der Anwendung von PERMA in der Arbeitswelt seltener zu Herzerkrankungen kommt. Herausgefunden wurde weiterhin, dass der jeweilige Dienstgrad und der damit verbundene sozioökonomische Staus sowie die Möglichkeit Einfluss auf seinen Job zu nehmen, die Häufigkeit von Coronarerkrankungen signifikant beeinflussen.

Richard Davidson wies 2003 direkte positive Effekte von PERMA auf das Immunsystem nach. Außerdem belegte das wissenschaftliche Institut der AOK, dass PERMA zu bis zu 52 % weniger Fehltagen führen kann.

Zudem konnte nachgewiesen werden, dass sich die Produktivität  der Mitarbeiter durch PERMA um bis zu 36 % und die Verkaufszahlen um bis 37 % steigern lassen. (Quelle: Sonja Lyubomirsky, Shawn Achor, Markus Ebner )

Auch bei den  Führungsmodellen spielt PERMA eine entscheidende Rolle. Der Positive Leadership-Ansatz hat zahlreiche Methoden aus der Positiven Psychologie übernommen. Viele Unternehmen wie z.B. Ikea und Douglas nutzen die Ansätze von Positive Leadership und PERMA bereits erfolgreich zum Aufbau einer gelungenen Unternehmenskultur.

„Die Führungsforschung zeigt ganz klar, dass MitarbeiterInnen bessere Leistungen erbringen, wenn Ihre Stärken gefördert werden! MitarbeiterInnen, die stärkenorientiert geführt werden, erbringen nicht nur bessere Leistungen, sie sind auch zufriedener, engagieren sich mehr und identifizieren sich klarer mit ihrem Unternehmen.“ (Markus Ebner)

Fazit: Mit Blick auf die  Arbeitswelt rückt die Positive Psychologie immer mehr ins Interesse der Wissenschaftler. Es lohnt sich also durchaus, sich genauer damit zu beschäftigen und sich die Wirkung  positiver Emotionen zunutze zu machen.

Quellen: Andrea Prehofer, Martin Seligmann, Nonnenstudie, Whitehall I und II, 1991 ; Richard Davidson, Markus Ebner, Sonja Lyubomirsky, Shawn Achor

Verschiedene der hier vorgestellten Themen werden wir sowohl in der Theorie als auch in der Praxis weiter vertiefen und dazu in den gezielten Dialog mit Unternehmen und Dienstleistern gehen. Sie dürfen also gespannt sein.