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Orientierung hat Priorität – Informationssammlung für Unternehmen

Zahlreiche Unternehmen sind im Angesicht der Herausforderungen durch die Verbreitung des Corona-Virus dabei, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um den Geschäftsbetrieb auch in besonderen Situationen uneingeschränkt aufrechtzuerhalten.

Oberste Priorität ist es, Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit zu gewährleisten und weiterhin einen ausgezeichneten Service zu bieten. Die Belegschaft wird mobil ausgestattet, so dass die Arbeit auch von zu Hause möglich ist und die Ansprechpartner für Kunden und Geschäftspartner zu den gewohnten Zeiten vor allem aber auch im Falle einer Quarantäne erreichbar sind. Die Prozesse der Corporate Health Initiative und des Corporate Health Awards sind mit dem heutigen Tag an ebenfalls in die sichere Struktur der digitalen Nutzung übergegangen.

Die schnelle Reaktionsspanne vieler Firmen zeigt übrigens, dass hier Geschäftsführung, Personalabteilung, Gesundheitsmanagement, IT und Kommunikationsbereiche unverzüglich gehandelt haben und systematisch vor allem jedoch miteinander Masterpläne, Lösungen und Strategien entwickeln. Für viele Selbstständige, Mittelständler und Einzelhandel geht es derzeit allerdings vor allem darum die Informationen in Echtzeit zu verfolgen und handlungsfähig zu bleiben sowie staatliche Hilfe abzuklären. Gezielte Informationen sind zum wichtigsten Gut geworden.

Wir möchten hier zunächst wichtige Informationslinks und Recherchemöglichkeiten zur Verfügung stellen und sind täglich dabei, weitere Updates und tagesaktuelle Entwicklungen in den Bereichen aktuelle Gesundheitsdaten, Staatliche Hilfen, Finanzen, Personal, Kommunikation zu organisieren.

Linksammlung für Unternehmen zu den tagesaktuellen Corona-Entwicklungen in den Websites relevanter Institutionen:

 

Road to Excellence – Dialogreihe in Berlin

Die Initiatoren der Veranstaltung „Sensibilisierung der Belegschaft zum gesundheitsbewussten Handeln“ und Partner der Corporate Health Initiative begrüßten in Berlin am Fernsehturm in den Vortragsräumen der Ausstellung „Körperwelten“ Berliner und Brandenburger Unternehmen, Mediziner und Gesundheitsexperten.

Bildrechte: www.koerperwelten.de

Eines darf vorweggenommen werden, und das wurde auch bei den Keynotes der Referenten deutlich: Unabhängig vom Blick auf den zurzeit täglich zu aktualisierenden Corona-Status, rücken sämtliche Gesundheitsthemen derzeit stärker als je zuvor in den Fokus von Firmen und bestimmen deren Strategien wesentlich mit. Wenn wir inzwischen eines gelernt haben, dann dies: Gesundheitsstatistiken werden aufmerksam gelesen und gezielt analysiert. Dazu zählen auch die Entwicklungen im regionalen Markt und im Branchenumfeld, die Interpretation von Fehlzeiten und deren Auswirkungen auf Umsatz und Firmenwachstum. So war das Credo der Runde: Wir sollten uns mehr denn je darauf konzentrieren auf Aufklärung zu setzen. Die gute Nachricht: die Chancen dafür waren nie besser. In der Tat, eine Sensibilisierung für Gesundheitsfragen bei den  Firmen und im direkten Austausch innerhalb der Belegschaft nimmt stetig zu, die Instrumente zur Aufklärung sind vielfältig und bieten einige Aha-Effekte.


Kuratorin der Körperwelten, Dr. Angelina Whalley; Bildrechte: www.ch-initiative.de

Die Kuratorin der Körperwelten, Dr. Angelina Whalley, startete mit einem beeindruckenden zeitlichen Abriss der Historie der Wissenschafts-ausstellung u.a. mit der ersten Ausstellung in Japan, die dazu führte, ein internationales Konzept zu erstellen und den Start in Deutschland zu initiieren. Der in den Anfangszeiten verbreiteten Tenor: „Da wo große Massen von Leuten hingehen, das kann keine Wissenschaft sein,“ wurde längst widerlegt. Der Erfolg bei den Besucherzahlen, die Einbindung in medizinische Ausbildung, Lehre und Dialog gibt den Vordenkern schon lange recht. Eindrucksvoll sind die Reaktionen von Besuchern, die sich dafür bedanken, dass sie nun das „Wunderwerk Körper“ anders wertschätzen. Eindrucksvoll sind aber auch die erhobenen Daten, die in Folge zeigen, dass so ein neues Gesundheitsbewusstsein mit messbarem Verhalten entstehen kann.

Wir landen also immer wieder bei der Aufklärung.

Wie es bei exklusiven Events üblich ist, durften die Teilnehmer der CHI-Veranstaltung von hochkarätigen Referenten und deren Blick auf die Gesundheitsprävention profitieren.

Isabelle Müller von Penta erläuterte anhand der BGM-Pyramide eindrucksvoll, an welchen Stellen Mitarbeiter und Führungskräfte immer wieder scheitern.

Wie gelingt die Kommunikation bei der BGM-Pyramide? Isabelle Müller von Penta zeigt die Stolperstellen und erfolgreiche Ansätze in der Unternehmenskommunikation auf.

Umso interessanter ist der Best Practice-Ansatz zur Incentivierung, der unter anderem zur monatelangen Unfallfreiheit ganzer Abteilungen führt. Auch die Teilnehmerquoten von Firmenmaßnahmen lassen sich so gezielt steuern. Die bislang über viele Jahre kontinuierlich begleiteten Unternehmensprojekte verschiedener Größenordnungen durch » Penta

haben das eindrucksvoll gezeigt. 100 Tage unfallfrei arbeiten und dabei motiviert darauf schauen, dass alle Kollegen mitziehen? Das gelingt. Weiteres Update für die Teilnehmer aus den Unternehmen im Rahmen der Expertenrunde: Ab 2020 werden nun übrigens 600 Euro je Mitarbeiter für Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung nach § 20 SGB V steuerlich gefördert. Welche Möglichkeiten sich durch Incentives ergeben, zeigt folgender » Überblick.

Falko Melzer, DAK-Gesundheit, Saskia Gräfenholt, Yogalehrerin
Bildrechte: www.ch-initiative.de

Die DAK Gesundheit setzte mit ihrem Fachvortrag auf Interaktion und erläuterte unter anderem Module aus dem Yoga, Bewegungstraining und Stressprävention. Vom Atemviereck bis zu verschiedenen Profitipps, die sich mühelos in den Büroalltag integrieren lassen – die Anregungen waren inspirierend, machten in der Umsetzung Spaß und lieferten wichtige Ideen für gezielte Firmenprogramme.

Für alle diejenigen, die es verpasst haben: Die WHO empfiehlt 150 Minuten moderate körperliche Aktivität /Woche oder 75 Minuten intensive körperliche Arbeit.

Präventionsarbeit auf allen Kanälen

Zeit für Paradigmenwechsel in der Prävention: Dr. Michael Moser vom HPC Berlin

Was Prävention in Zahlen für die Controller in den Unternehmen bedeutet? Dr. Markus Moser vom Helios Prevention Center Berlin rechnete dies anschaulich anhand einer Firma mit 1000 Beschäftigten vor. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie plädierte mit großem Enthusiasmus für neue Wege bei der Prävention. Die Form der Vermittlung hat sich hier auch verändert und sich an die aktuellen Bedürfnisse der Firmen sowie der gesundheitsbewussten Zielgruppe angepasst. So gibt es neben den Check-ups eigene Leitfäden für die Themenbereiche Sport, Ernährung, Burnout, die bewährten Kombinationen wie Yoga und Prävention, Yoga und Kunst sowie den Umgang mit Suchterkrankungen, aber auch Herausforderungen in der Vermittlung. Es gilt, die richtigen Kanäle für die Präventionsarbeit zu finden und diese individuell einzusetzen. Social Media- Instrumente und Apps werden zunehmend in die Präventionsarbeit integriert.

Dr. Moser zu » Gesundheits-Apps

Bildrechte: www.ch-initiative.de

In der Keynote von EuPD Research, Bereich Corporate Health, lieferte Katrin Steinbeck, Key Account Manager der Corporate Health Initiative, interessante Einblicke in die Trendstudie „Lernen von den Besten“. Die Bewertung zur Umsetzung und Relevanz von strategischen, strukturellen und leistungsorientierten Kriterien aus dem Corporate Health Evaluation Standard wurde seit 2009 von mehr als 4.500 Unternehmen durchgeführt und ermöglicht die Analyse von branchenspezifischen Gewichtungen für unterschiedliche Entwicklungsgrade. In den dabei analysierten Bereich der Unternehmensstrategien gehört auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter. Welche Branchen aktuell besonders erfolgreich bei den erhobenen Daten hervorstechen und wie sich die Zuständigkeiten beim Umsetzen von Gesundheitsstrategien verändert haben, wurde in der Diskussion thematisiert. Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf eine fundierte Analyse und Branchenbenchmarks, um sich als begehrter Arbeitgeber mit vorausschauender Führungsmannschaft oder als mitarbeiterorientiertes Familienunternehmen nachhaltig am Arbeitsmarkt zu positionieren. Hier kann durchaus mit kleinen Schritten gestartet werden. Hilfreich sind erste Checks der Ist-Situation im Rahmen der Corporate Health Initiative oder  bereits im Rahmen des aktuellen Bewerbungsprozesses um den Corporate Health Award ab März 2020.

Katrin Steinbeck erläuterte die Trendstudie „Lernen von den Besten“ und die Benchmark-Möglichkeiten für Organisationen in der Corporate Health Initiative und im Corporate Health Award 2020. Bildrechte: www.ch-initiative.de

Zu guter Letzt gab es eine Deutschlandpremiere: Das Projekt „Emma“, welches von der Firma » Fellowes zusammen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland entwickelt wurde, erlebte seine Preview am künftigen Ausstellungsort am Alexanderplatz.

Wer wissen möchte, wie der „Kollege bzw. die Kollegin der Zukunft“ aussehen könnte, kann sich ab dem 29. April in Berlin überraschen lassen. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber die Folgen mangelnder Gesundheitsfürsorge haben auf den ersten Blick überzeugt. „Emma“ wird vermutlich bald zum Pflichtprogramm in der Gesundheitsprävention bei Firmen werden.

#HelloEmma und ab Sommer 2020 in den » Körperwelten zu entdecken

Fazit der Runde: Lernen von Best Practices, Netzwerke und wissenschaftliche Erhebungen sind ein wesentlicher Motor bei einer gelungenen Gesundheitskommunikation und immer wichtiger für das Employer Branding.

Initiatoren und Partner der Corporate Health Initiative bei der Veranstaltung: „Sensibilisierung der Belegschaft zum gesundheitsbewussten Handeln“ 
Bildrechte: www.ch-initiative.de

Mehr Infos zu den nächsten Events und zum Wissen aus der Corporate Health Initiative erhalten Sie monatlich im » Corporate Health Newsletter.

Mit innovativen Corporate Health Strategien für eine gesunde Belegschaft

Berliner Helios Klinikum in Buch wird Mitglied der bundesweiten Corporate Health Initiative

Berlin, 25. Februar 2020:  Die Gesundheitsbranche zählt zu den Branchen, die durch ihre Verantwortung für die Grundversorgung der Bevölkerung besonders in der Öffentlichkeit steht. Die Arbeitsbelastung für die Belegschaften in Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen und weiteren Gesundheitseinrichtungen ist ebenfalls gestiegen. Denn sowohl der Fachkräftemangel, die regionalen Strukturveränderungen, Fluktuationsprozesse, Organisations- und Digitalisierungsaufgaben stellen die Unternehmen vor neue Verantwortung. „Es wird immer wichtiger aus den Erhebungen und wissenschaftlichen Studien Folgerungen zu ziehen, damit die Unternehmen am veränderten Arbeitsmarkt konkurrenzfähig bleiben und Fachkräfte halten“, so die Einschätzung von Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter der Corporate Health Initiative.

Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheit und die Wertschätzung für die Leistungen der aktuellen Belegschaft sind genauso wichtig wie vorausschauende Strategien, um sich als Arbeitgeber am Markt im Kampf um die Talente bestmöglich aufzustellen. Dieser Wettlauf um die Mitarbeiter wird immer rasanter. Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat bereits 2018 gewarnt, dass im Jahr 2030 bis zu 1,3 Mio. Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen fehlen könnten. Um die besondere Belastung dieser Berufe auszugleichen, kommt es aber nicht ausschließlich auf das Gehalt an: Im Krankenhausmonitor von DKI und BDO (2018/19) wurden über 350 Krankenhäuser und Kliniken zum Stand der betrieblichen Unterstützung der Mitarbeiter befragt. Das Ergebnis und der Wunsch nach besseren Kommunikation und Kooperation innerhalb der Berufsgruppen und Abteilungen sowie der Wunsch nach guter Führung und Umgestaltung von Arbeitsabläufen bis hin zur besseren Vereinbarung der Arbeit mit der persönlichen Lebenssituation zeigt eindrücklich: Es geht darum Maßnahmen einzusetzen, die mitarbeiterorientiert sind. Neben der finanziellen Anerkennung der hochwertigen Arbeit im Gesundheitsbereich gilt es, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendige Wertschätzung durch einen arbeits- und unternehmenskulturellen Wandel entgegenzubringen.

Vor diesem Hintergrund hat das Helios Klinikum Berlin-Buch den wichtigen Entschluss gefasst, Mitglied der bundesweiten Corporate Health Initiative zu werden. „Ich freue mich, dass wir nun Teil der Corporate Health Initiative sind. So können wir unsere bereits bestehenden Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Mitarbeiterbindung weiter vorantreiben und entwickeln. Unser Ziel ist es, auch zukünftig Maßstäbe im betrieblichen Gesundheitsmanagement zu setzen und unsere Arbeitgeberattraktivität weiter zu stärken. Das Wohlbefinden der Mitarbeiter hat für uns hohe Priorität. Wir wollen das immer stärker in der Strategie unseres Klinikums sichtbar machen und verankern. Mitarbeitergesundheit und -bindung stehen dabei ganz oben auf der Agenda“, so Daniel Amrein, Geschäftsführer im Helios Klinikum Berlin-Buch.

 

Die Helios-Kliniken-Gruppe ist einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung Europas. Als Klinik in einem internationalen Klinikverbund mit 112 Standorten und 72.000 MitarbeiterInnen, davon 66.000 in Deutschland, nimmt das Helios Klinikum Berlin-Buch mit der Mitgliedschaft in der Corporate Health Initiative nicht nur die Verantwortung seiner eigenen Belegschaft gegenüber ernst: auch die Vorbildfunktion im eigenen Netzwerk sowie anderen Unternehmen gegenüber ist ein wichtiger Faktor.

 

Das Unternehmen

Das Helios Klinikum Berlin-Buch ist ein modernes Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 1.000 Betten in mehr als 60 Kliniken, Instituten und spezialisierten Zentren sowie einem Notfallzentrum mit Hubschrauberlandeplatz. Jährlich werden hier mehr als 55.000 stationäre und über 144.000 ambulante Patienten mit hohem medizinischem und pflegerischem Standard in Diagnostik und Therapie fachübergreifend behandelt, insbesondere in interdisziplinären Zentren wie z.B. im Brustzentrum, Darmzentrum, Perinatalzentrum, der Stroke Unit und in der Chest Pain Unit. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum und von der Deutschen Diabetes Gesellschaft als „Klinik für Diabetiker geeignet DDG“ zertifiziert. Das Klinikum, gelegen mitten in Berlin-Brandenburg, im grünen Nordosten Berlins in Pankow und in unmittelbarer Nähe zu Barnim bietet seinen rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort besonders gute Arbeitsbedingungen. So bietet das Helios Klinikum Berlin-Buch seinen Mitarbeitern unter anderem eine kostenfreie private Krankenzusatzversicherung mit Familienoption, Sport- und Gesundheitsangebote, betriebliches Eingliederungsmanagement, Feel Good Management, Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Mitarbeiterkindergarten).  Dies sind nur einige Beispiele für das umfangreiche Angebot.

Pressekontakt Helios Klinikum Berlin-Buch: Tel.: +49 30 9401-55534

 

Über die Corporate Health Initiative

Die fachliche Expertise der Corporate Health Initiative resultiert aus über 10 Jahren Erfahrung mit dem vom Handelsblatt und dem Forschungsinstitut EuPD Research initiierten Corporate Health Award. Dieser Award ist die renommierteste Auszeichnung in Deutschland für exzellentes Corporate Health Management. Seit 2009 wurden anhand des zugrundeliegenden Qualitätsmodells mehr als 4.500 Organisationen bei der Evaluation und Optimierung ihres Corporate Health Managements begleitet. Das Mitgliedernetzwerk der Corporate Health Initiative richtet sich an Arbeitgeber, die erkannt haben, dass die Gesundheit der eigenen Mitarbeitenden ihr wertvollstes Potential ist. Mehr Informationen unter www.ch-initiative.de

Infos zur Corporate Health Initiative und aktuelle Branchentrends und -studien

www.corporate-health-initiative.com

Aktuelle Trends im Arbeitsmarkt

 

Kontakt:

EuPD Research Sustainable Management GmbH
Adenauerallee 134
D-53113 Bonn
Phone +49 (0)228-97143-0
Fax +49 (0)228-97143-11
www.ch-initiative.com

 

Pressekontakt, Experten- und Interviewanfragen: presse@ch-initiative.de. Tel. +49-30-201 88 565

 

BGM-Forum 2020

Auch in diesem Jahr hatte das Management Forum Starnberg wieder zum Jahresforum BGM eingeladen.

Personaler, Geschäftsführer, Betriebsärzte, Gesundheitsmanager Führungskräfte und Gesundheitsdienstleister waren zahlreich erschienen, um sich zu den neuesten Entwicklungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement auszutauschen.

Es gab viele hochinteressante Vorträge sowie Best Practices, die zum Dialog führten und zu den Fragen, welche Themen uns aktuell beschäftigen und wie wir von anderen lernen können.

Hier einige interessante Beispiele im Überblick:

BGM für alle- auch für den Außendienst?

Wenn es um das Thema BGM für den Außendienst geht, gibt es viele Fragen vorab zu klären. Der hohe Termin- und Zeitdruck, Tätigkeiten, bei denen zu viel und zu lange gesessen wird, eingeschränkte Ernährungsangebote, Screenings, die schwerer durchführbar sind – dies alles stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen. Klassische BGM-Angebote funktionieren hier oft nicht.

Hier gilt:

  • Gesundheit muss in Häppchen serviert werden.
  • Gesund führen: mit gutem Beispiel vorangehen und sich als Arbeitgeber aktiv engagieren.
  • Sinnvoll bei dezentral organisierten Unternehmen ist der Einsatz von BGF- Dienstleistern, die direkt am Arbeitsplatz tätig werden können.
  • Screenings zur Untersuchung des Ist-Zustandes sollten trotz erschwerter Ausgangssituation unbedingt durchgeführt werden.
  • Eine gezielte Informationsvermittlung gegenüber der Belegschaft ist die Grundlage für den Erfolg der Maßnahmen.

Natürlich sind diese Punkte auch auf andere Arbeitsbereiche übertragbar, sind aber für den Außendienst besonders relevant.

Best Practices

Im Falle der Allianz, die von den Erfahrungen mit ihren Außendienst-Mitarbeitern berichtete, wurden die Screenings mit Hilfe des Tools „Mesana“ (TÜV- zertifiziert) durchgeführt. In einem Messzeitraum von 48 Stunden wurden die Werte für Alltagsaktivität, Schlaf, Stress und das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhoben und analysiert. Die Auswertung erfolgte über den entsprechenden Dienstleister, so dass die Kontrolle über die erhobenen Daten gegeben war. Außerdem war der Betriebsrat von Anfang an involviert.

Der Erfolg spricht für sich: 700 Mitarbeiter nahmen teil, 17 individuelle Gesundheitskennzahlen wurden erfasst. Es folgten abteilungsspezifische Auswertungen  und konkrete Handlungsempfehlungen. Die Mitarbeiter waren nach den Auswertungen deutlich motivierter, körperlich aktiver zu werden.

Schichtbetrieb: Produktionsmitarbeiter für BGM-Maßnahmen erreichen

Ein spannendes Thema war auch: Wie erreiche meine Mitarbeiter in der Produktion und im Schichtbetrieb besser mit BGF-Maßnahmen?

Wie auch viele andere Unternehmen stand die Firma Merck vor dem Problem, dass die gängigen BGF-Maßnahmen bei den Mitarbeitern in der Produktion und im Schichtbetrieb oft nicht richtig greifen oder schlicht nicht bekannt und somit unwirksam sind.

Die Firma Merck entschloss sich, so niedrigschwellig wie möglich an dieses Problem heranzugehen. Der Schwerpunkt wurde zum einen auf eine gezielte Gesundheitskommunikation gelegt. Ein Mitarbeiter, der ständig vor Ort ist, wurde zum Gesundheitspartner ausgebildet und mit der Aufgabe versehen, gezielt über bestehende und geplante Angebote zu informieren.

Das Resultat: Die Mitarbeiter wussten deutlich besser über BGM-Angebote Bescheid.

Des Weiteren wurde mit dem „Fitness-Mobil“ ein innovatives Projekt ins Leben gerufen: Ein Truck, in dem sich die sogenannte „Trainingsinsel“ – eine Vibrationsplatte mit dazugehörigem Equipement und Personal- Trainer- befindet. Der Truck kommt direkt zu den Mitarbeitern in der Produktion, die in Einheiten von je 15 Minuten zweimal pro Woche direkt während ihrer Arbeitszeit trainieren können. Ein individueller Trainingsplan gehört genauso dazu wie „Bewegungs-Hausaufgaben“.

Für dieses Projekt gab es eine offizielle Kick-Off Informations-Veranstaltung, Teilnahme war Pflicht.

Das Resultat: 921 angemeldete Mitarbeiter, davon 62% Produktionsmitarbeiter; deutliche Reduktion von Schmerzen, mehr sportliche Aktivität im Alltag, erhöhte Leistungsfähigkeit, Kenntnisse über BGF-Maßnahmen deutlich erhöht.

Ein spezielles Projekt zur Gewichtsreduktion wurde ebenfalls gestartet, bei dem berufsbezogene Schulungsprogramme für die Produktionsmitarbeiter bewusst durch Kurzvorträge zum Thema Ernährung erweitert wurden. Unterstützt wurde das Ganze durch WW At Work. Zwei- bis dreimal pro Woche fand ein Kurs zum Thema Ernährung statt. Ergebnis: Eine Gesamtgewichtsabnahme der Mitarbeiter von 300 kg!

(Quelle: Merck, Dr. Nils Basler)

Wie positive Psychologie im Arbeitsalltag helfen kann

Die Positive Psychologie begegnet uns auch in der Arbeitswelt. Dabei geht es nicht darum, alles nur schön zu malen, sondern vielmehr um Themen wie Selbstfürsorge, den positiven Umgang mit negativen Emotionen, Resilienz, Achtsamkeit und positive Führung.

Häufig wird in diesem Zusammenhang die PERMA Formel diskutiert  (Das Akronym PERMA geht auf den amerikanischen Psychologen Martin Seligmann zurück, der für seine Forschung zur „erlernten Hilflosigkeit“ bekannt wurde.)

PERMA steht für

P – Positive Emotions: Glücksmomente genießen, Optimismus fördern. Gute Gefühle tragen zu richtigen Entscheidungen und kreativen Lösungen bei.

E – Engagement: In einer Tätigkeit aufgehen, in den Flow kommen. Wenn wir etwas tun, was wir mögen, dann „hängen“ wir uns automatisch mehr „rein“. Glückshormone werden ausgeschüttet.

R – Relationships: Gelungene Beziehungen aufbauen  und pflegen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor im Arbeitsleben. Es gilt also: keine reinen Zweckbeziehungen zu Kollegen/ Vorgesetzen zu unterhalten, sondern auch echte, wertschätzende Beziehungen aufzubauen.

M – Meaning: Sinn finden, in dem, was getan wird.

A – Accomplishment: Ziele erreichbar machen, Erreichtes sichtbar/greifbar machen. Das Ergebnis sehen und darauf stolz sein können.

Weitere  Daten und Fakten zu PERMA:

In der Nonnenstudie konnte nachgewiesen werden,  dass sich durch PERMA die  Lebenszeit um bis zu 10 Jahre erhöhen kann. Die Whithall Studie von 1991 (Langzeitstudien über 10 Jahre) zeigte, dass es durch die Existenz bzw. Möglichkeit der Anwendung von PERMA in der Arbeitswelt seltener zu Herzerkrankungen kommt. Herausgefunden wurde weiterhin, dass der jeweilige Dienstgrad und der damit verbundene sozioökonomische Staus sowie die Möglichkeit Einfluss auf seinen Job zu nehmen, die Häufigkeit von Coronarerkrankungen signifikant beeinflussen.

Richard Davidson wies 2003 direkte positive Effekte von PERMA auf das Immunsystem nach. Außerdem belegte das wissenschaftliche Institut der AOK, dass PERMA zu bis zu 52 % weniger Fehltagen führen kann.

Zudem konnte nachgewiesen werden, dass sich die Produktivität  der Mitarbeiter durch PERMA um bis zu 36 % und die Verkaufszahlen um bis 37 % steigern lassen. (Quelle: Sonja Lyubomirsky, Shawn Achor, Markus Ebner )

Auch bei den  Führungsmodellen spielt PERMA eine entscheidende Rolle. Der Positive Leadership-Ansatz hat zahlreiche Methoden aus der Positiven Psychologie übernommen. Viele Unternehmen wie z.B. Ikea und Douglas nutzen die Ansätze von Positive Leadership und PERMA bereits erfolgreich zum Aufbau einer gelungenen Unternehmenskultur.

„Die Führungsforschung zeigt ganz klar, dass MitarbeiterInnen bessere Leistungen erbringen, wenn Ihre Stärken gefördert werden! MitarbeiterInnen, die stärkenorientiert geführt werden, erbringen nicht nur bessere Leistungen, sie sind auch zufriedener, engagieren sich mehr und identifizieren sich klarer mit ihrem Unternehmen.“ (Markus Ebner)

Fazit: Mit Blick auf die  Arbeitswelt rückt die Positive Psychologie immer mehr ins Interesse der Wissenschaftler. Es lohnt sich also durchaus, sich genauer damit zu beschäftigen und sich die Wirkung  positiver Emotionen zunutze zu machen.

Quellen: Andrea Prehofer, Martin Seligmann, Nonnenstudie, Whitehall I und II, 1991 ; Richard Davidson, Markus Ebner, Sonja Lyubomirsky, Shawn Achor

Verschiedene der hier vorgestellten Themen werden wir sowohl in der Theorie als auch in der Praxis weiter vertiefen und dazu in den gezielten Dialog mit Unternehmen und Dienstleistern gehen. Sie dürfen also gespannt sein.

7 Fragen an… Henning Voß, Weicon

Aktiv gegen den Fachkräftemangel

Im Dialog mit den Mitgliedsunternehmen der Corporate Health Initiative

Der Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen, die Weicon GmbH & Co. KG aus Münster, ist neues Mitglied der Corporate Health Initiative.

„Wir freuen uns sehr, Teil der Corporate Health Initiative zu sein. Wir sehen die Teilnahme als wichtigen Baustein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und weitere Nachwuchskräfte und nicht zuletzt auch Auszubildende für Weicon zu begeistern. Ein gesundes und motiviertes Team ist elementarer Bestandteil unseres Erfolgs. Wir werden auch in Zukunft weitere Maßnahmen dieser Art ergreifen und alles dafür tun, um die Attraktivität unseres Unternehmens als Arbeitgeber kontinuierlich zu steigern“, so Ralph Weidling, geschäftsführender Gesellschafter von Weicon.

» Weitere Informationen zu Weicon und der Corporate Health Initiative

7 Fragen an… Henning Voß, Leiter Qualitätsmanagement

WEICON GmbH & Co. KG

  1. Welche Herausforderungen für Geschäftsführung und Personalentwicklung sehen Sie im Jahr 2020?

    Den bisherigen hohen Standard zu halten und weiter zu verbessern.

  2. Was bedeutet für Sie persönlich New Work?

    Die Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung. Das betrifft sowohl die Art und Weise der Erledigung der Arbeit und Aufgaben und natürlich die Weiterentwicklung und Weiterbildung unserer Teams.

  3. Lieblingstechnologie?

    Klebstoffe.

  4. Die wichtigsten Zukunftsberufe der nächsten fünf Jahre sind:
    Generell die Berufe im IT-Bereich, im Qualitätsmanagement und im Bereich der Pflege.

  5. Wichtigste Eigenschaft für einen guten Führungsstil:

    Faires Handeln in allen Situationen.

  6. Gesundheitsmanagement als Unternehmensstrategie, das beinhaltet immer auch:

    Weiterentwicklung von neuen Ideen. Es bedeutet aber auch, sich nicht auf dem Erreichten auszuruhen.

  7. Diese Themen gehen einher mit den Digitalisierungsprozessen in Wirtschaft, Verwaltung und Organisation:

    Work-Life-Balance, Digital Nomad, Home Office.


2020 wurde WEICON erneut bei „Deutschlands Top-Arbeitgebern im Mittelstand“ gelistet, so das Ergebnis der Studie von Focus-Business. Wie schon 2019, platzierte sich das Familienunternehmen WEICON auch in diesem Jahr unter den rund 3.400 beliebtesten mittelständischen Arbeitgebern und gehört zu den 100 besten Industrieunternehmen in Deutschland.

Corporate Health Convention 2020 | Stuttgart – VERSCHOBEN – Terminierung folgt

Die Corporate Health Convention ist die größte Plattform zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland. Bereits zum zehnten Mal präsentieren in den Stuttgarter Messehallen über 160 Top-Aussteller ihre innovativen Produkte und Konzepte.

Im Mittelpunkt der Messe steht die Frage: Wie kann die Gesundheit der Mitarbeiter gefördert und erhalten werden? Auf der Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung trifft sich die gesamte Branche – ob etabliertes Unternehmen oder Startup.

Das breite Ausstellungsspektrum verschafft Ihnen einen kompletten Marktüberblick und reicht von Betrieblichem Gesundheitsmanagement, Ergonomie und Suchtprävention bis hin zu Ernährung, Bewegung, Gesundheitssport, Arbeitssicherheit sowie Weiterbildung und Training. Aber die Corporate Health Convention ist viel mehr als eine Messe: Mit über 100 Vorträgen, interaktiven Formaten, Best-Practice-Beispielen und spannenden Podiumsdiskussionen bietet das beachtliche Begleitprogramm Weiterbildung auf Höchstniveau.

Speziell aufs Networking ausgerichtete Formate bringen Sie mit Ihren Fachkollegen zusammen. Über 2.500 Fachbesucher nutzen die Messe bereits in diesem Jahr, um neue Kontakte zu knüpfen, Experten zu treffen und neue Impulse mitzunehmen.

Im Messeticket enthalten ist der Besuch der parallel laufenden Messe Zukunft Personal Süd

» Alle Informationen zur Corporate Health Convention 2020

We celebrate health – let’s celebrate together!

Nutzen Sie Ihre Chance auf Freitickets für Deutschlands erstes Corporate Health Festival – DEETOPIA! Motto: Ein Festival – Fünf Events

(mehr …)

Pressemeldung zum 11. Corporate Health Award

Der Corporate Health Award setzt ein Zeichen für neue Managementstrategien und soziale Nachhaltigkeit

-17 Preisträger in der Kategorie „Großkonzern“ und „Mittelstand“ und zehn Sonderpreise

-Am 27. November 2019 wurden Deutschlands gesündeste Arbeitgeber in Frankfurt/Main prämiert

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Der Gewinner ist… Vorankündigung zum 11. Corporate Health Award

Am 27. November 2019 werden die gesündesten Unternehmen und Arbeitgeber Deutschlands in Frankfurt/Main prämiert.

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DAX-Unternehmen gegen Depressionen

In einer Umfrage von Business-Insider Deutschland zeigen die größten deutschen Unternehmen, wie sie Depressionen bei Mitarbeiter*innen vorbeugen und begegnen. Weiterlesen