Beiträge

Führung in herausfordernden Zeiten, Mitarbeitermotivation bekommt höchste Priorität

Spätestens in zwei bis drei Jahren müssen Management und Mitarbeiter grundlegend neue Fähigkeiten und Kompetenzen beherrschen. So die Einschätzung des Reports „People Management 2025“, herausgegeben von Price Waterhousecoopers und dem Instiut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen. Zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) wurden 2019 knapp 130 HR-Führungskräfte aus überwiegend mittelständischen Unternehmen sowie 25 Experten und kreative Köpfe aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft befragt.

Demnach werden im Bereich HRM das Daten- und Technologiemanagement, Talentmanagement sowie Mitarbeiterqualifizierung und Kompetenzmanagement dann wichtiger sein als die reine Personalplanung. Auch die Gewichtung des Bereiches Gesundheitsmanagement steigt nach der Befragung der Gewichtung von Funktionen im HRM auf der Bewertungsskala um acht Prozent.

Die Change- und Transformationsprozesse sind herausfordernd und die Zahlen belegen einen enormen Handlungsdruck: Denn auf dem Weg zum People-Management 2025 stehen die Personalabteilungen und die Verantwortlichen vor der Aufgabe, in sehr kurzer Zeit teilweise eklatante Lücken in der Vorbereitung auf neue Aufgabenfelder und Funktionen zu schließen, um der Bedeutung
der zentralen Funktionen gerecht zu werden.

Nun haben wir in diesem ebenfalls herausfordernden Jahr 2020 in einigen wenigen Monaten im Schelldurchlauf erlebt, was Digitalisierung per Knopfdruck im Unternehmen und HRM verändert. Viele Firmen haben in beeindruckender Weise gezeigt, wie neue Prozesse umgesetzt werden konnten und wie man miteinander kommunizieren sollte, manche Organisationen sind noch in der Orientierungsphase und brauchen vernünftige Monitoringsysteme um den aktuellen Status Quo einordnen zu können.

Mitarbeitermotivation und Gesundheitskonzepte haben höchste Priorität

Wo wir derzeit stehen? Zwei von drei Unternehmen in Deutschland holen ihre Mitarbeiter bereits zurück ins Büro – meist noch im schrittweisen Modus.

Der Homeoffice-Führerschein: Regeln für die Arbeit in den eigenen vier Wänden

Schon seit vielen Jahren existiert das Arbeitsmodell Homeoffice, jedoch wurde es bisher nicht von allen Unternehmen gelebt. Doch während der Corona-Krise mussten viele Mitarbeiter notgedrungen ihren Arbeitsplatz vom Büro in das Homeoffice verlagern. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber sind mit dieser plötzlichen Umstellung teils überfordert. Den meisten Unternehmen fehlt es an einheitlichen Konzepten und Strukturen, damit Mitarbeiter effizient von zu Hause arbeiten können. Daher empfiehlt es sich, unter Berücksichtigung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements einen „Homeoffice-Führerschein“ sowohl für Führungskräfte als auch Mitarbeiter einzuführen, bei dem u.A. folgende Aspekte Beachtung finden:

  • Ergonomie: Während im Büro vielfach die Höhe des Monitors oder die Bürostühle unter ergonomischen Gesichtspunkten ausgewählt sind, ist dies in den eigenen vier Wänden i.d.R. nicht der Fall. Doch nur, weil Beschäftigte nun von zu Hause arbeiten, darf der Arbeitsschutz nicht vernachlässigt werden. So sollte z.B. darauf hingewiesen werden, dass auch bei fehlender ergonomischer Büroausstattung zumindest eine gesunde Arbeitshaltung eingenommen werden sollte.
  • Bewegung: Mitarbeiter im Homeoffice bewegen sich häufig weniger. Um dem entgegenzuwirken, können bewegte Pausen im Freien, Telefongespräche im Gehen oder auch leichte Fitnessübungen für zu Hause eingeführt werden. Auch können virtuelle Challenges initiiert werden, die jeder Mitarbeiter von Zuhause aus meistern kann (z.B. Radfahr-Challenge oder Schritte-Wettbewerb).
  • Ernährung: Häufig werden die Mittagspausen ausgelassen, um Zeit zu sparen oder es wird zu Fertiggerichten gegriffen. Daher sollte nicht nur eine Sensibilisierung der Mitarbeiter erfolgen, sondern z.B. auch Ernährungs-Apps eingesetzt werden, die schnelle gesunde Gerichte für die Mittagspause vorschlagen.
  • Life-Domain-Balance: Gerade im Homeoffice fällt es häufig schwer, Berufliches und Privates zu trennen. Vor allem für Eltern stellt dies eine besondere Belastung dar. Vorgesetzte sollten daher feste Arbeitszeiten mit dem Team abstimmen. Denn Homeoffice bedeutet nicht, dass Mitarbeiter ständig erreichbar sein müssen.
  • Stress: Die aktuelle Situation führt zu enormen Belastungen und Unsicherheiten. Themen wie Entspannung und Achtsamkeit spielen daher eine große Rolle zur Steigerung des persönlichen Wohlbefindens.
  • Führung auf Distanz: Führungskräfte sollten sich vermehrt mit dem virtuellen Führen auseinandersetzen. Eine aktive Feedback-Kultur sowie die Nachfrage nach dem Wohlbefinden der Mitarbeiter kann sehr wertvoll sein. Da derzeit weiterhin die sozialen Kontakte beschränkt sind und auch im Homeoffice der persönliche Kontakt zu den Kollegen fehlt, lassen sich zumindest regelmäßige Team-Konferenzen oder virtuelle Kaffeepausen planen.

 

Zu den Autoren: Prof. Dr. Volker Nürnberg ist Partner bei BDO und berät mit Sven Hannawald, Olympiasieger und 4-facher Weltmeister, Partner der SVEN HANNAWALD & SVEN EHRICHT Unternehmensberatung, Firmen zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter.

„Das Tabu Home Office ist gefallen“

Heute gibt es etwas auf die Ohren: wir haben mit Prof. Dr. Arnd Schaff über Home Office, Führung und die Herausforderungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement in Pandemiezeiten gesprochen.

Im »Mai-Podcast des DFK spricht Dr. Schaff über BGM in Corona-Zeiten. Die Herausforderungen sind vielfältig, angefangen bei der plötzlichen Umstellung auf Home Office über Arbeitsschutzvoraussetzungen zu veränderten Aufgaben für Führungskräfte.

„Es gibt sehr viele informelle Prozesse und Abstimmungen, die nirgendwo dokumentiert sind, die aber natürlich für das Funktionieren entscheidend sind.“

Nach einer Erhebung von Mitte März arbeitet mittlerweile jeder zweite Arbeitnehmer ganz oder teilweise im Home Office (Bitkom). Grund genug für die Corporate Health Initiative, das Thema nochmals aufzugreifen: in unserem Podcast mit Dr. Schaff.

Prof. Dr. Arnd Schaff vom Institut für Gesundheit und Soziales der FOM Hochschule für Ökonomie und Management ist stellvertretender Sprecher der Arbeitsgruppe BGF der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention. Er betreibt eine Praxis für Psychotherapie im Essener Süden und ist langjähriges geschätztes Mitglied im Expertenbeirat des »Corporate Health Award.

Datenschutzprozesse, BGM und Organisationsfragen

Herr Schulze, Sie sind seit Jahren aktiv in der Berliner IT-Expertengruppe des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft und haben mit den DATENSCHUTZEXPERTEN zahlreiche Datenschutzbeauftragte ausgebildet und Unternehmen begleitet. Was bewegt Unternehmen nach zwei Jahren DSGVO und was sind die Fragen aus Geschäftsführung, HR und Organisationsentwicklung? Wo sehen Sie beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement Schwerpunkte im Datenschutz?

Schulze: Im Betrieblichen Gesundheitsmanagement sind meines Erachtens aus Sicht des Datenschutzes zwei wesentliche Schwerpunkte zu sehen, die Freiwilligkeit und die Vertraulichkeit. Gerade im Bereich der Freiwilligkeit sind hier häufig die Problemfelder, bei noch so gut gestalteter Information und Transparenz kann hier letztendlich der „Gruppenzwang“ dann doch die Freiwilligkeit wieder in Frage stellen. Selbstverständlich ist beim Thema Vertraulichkeit ein entsprechend hoher Maßstab sowohl an die technisch-organisatorischen Maßnahmen bei der Datenverarbeitung als auch bei der Sensibilisierung der Personen, welche die Maßnahmen begleiten, zu legen.

Hat die Corona-Zeit die Auslegung von Rechtsvorgaben verändert?

Schulze: Die Corona-Zeit hat die Auslegung der Rechtsvorgaben in Deutschland nicht verändert. Lediglich Spezialgesetze werden verabschiedet. Hier ist teilweise fraglich, ob diese spezialgesetzlichen Regelungen mit dem Regelwerk der DSGVO und den Grundrechten der Bürger vereinbar sind. In der jüngeren Vergangenheit hat der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit einige Vorhaben der Bundesregierung entsprechend kommentiert sowie entsprechende Kritik geübt.

Wie ist die Tendenz im Verhältnis interne Ressourcen/externe Berater?

Schulze: Dort, wo Datenschutzbeauftragte tätig sind, hat sich die Situation auch unter der DSGVO kaum verändert. Interne Datenschutzbeauftragte haben nach wie vor teilweise zu geringe zeitliche Ressourcen für das Tätigkeitsfeld des Datenschutzes. Entsprechend flexibel stehen die externen Beauftragten den Unternehmen bei der Lösung der Fragen und Umsetzung- sei es bei der Einführung neuer Geschäftsprozesse oder bei einer eventuell eingetretenen Meldepflicht aufgrund eines Datenschutzverstoßes – beratend zur Seite.

Gibt es Branchen, die die DSGVO besonders effizient und praktikabel umsetzen und wie entwickeln sich die Fälle der Bußgelder?

Schulze: Es darf nicht vergessen werden, dass der Artikel 83 mit einem entsprechend hohen Bußgeldrahmen daherkommt. Die Datenschutzkonferenz hat im Oktober 2019 ein » Konzept zur Bußgeldbemessung veröffentlicht. Es ist so transparent dargelegt, welche Bußgeldhöhe bei bestimmten Verstößen zu erwarten ist. Was die Umsetzung der DSGVO-Vorgaben betrifft: Ich sehe hier die effiziente und praktikable Umsetzung nicht in einzelnen Branchen, sondern eher branchenunabhängig in den Unternehmen auf Führungsebene. In dem Moment, wo der Verantwortliche als Adressat der DSGVO seiner Rolle gerecht wird, sind in der Regel die Vorgaben der DSGVO im Unternehmen auch ordnungsgemäß umgesetzt. Das heißt in der Praxis – Datenschutz ist Chefsache. Denn der Verantwortliche ist letztendlich der Inhaber, Geschäftsführer oder Vorstand. Weiterhin dürfte der regionale Bezug von Bedeutung sein. Sofern ein Unternehmen nur in Deutschland oder der EU mit Niederlassungen tätig ist, ist die Umsetzung aufgrund des harmonisierten Rechtsrahmens sicher leichter möglich als beim Verarbeiten von personenbezogenen Daten in Drittstaaten außerhalb der EU.

Ab wann lohnt es sich, einen Leitfaden für die Mitarbeiter zu erstellen?

Schulze: Das lohnt sich immer. Die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter ist nicht ohne Grund in die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten eingeflossen. Der Datenschutz im Unternehmen kann nur umgesetzt werden, wenn die Mitarbeiter informiert sind und diesen Prozess durch das eigene Verhalten aktiv unterstützen. Wir haben bislang in zahlreichen Einzel-Veranstaltungen und bei den Verbänden wie beim BVMW das Thema den Unternehmern nähergebracht. So haben sich zahlreiche Unternehmerslenker mittlerweile mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt und mit Prioritäten die Datenschutzerklärungen aktualisiert und ihre interne Kommunikation angepasst.

Vielen Dank für das Gespräch.

Ralf Schulze ist Geschäftsführer eines der führenden Beratungsunternehmen in puncto Datenschutz und Ausbildung für Datenschützer und Koordinatoren. Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Beauftragung und Stellung externer Datenschutzbeauftragter, die Aus- und Weiterbildung sowie die Beratung von Unternehmen und Organisationen. Die DATENSCHUTZEXPERTEN setzen auf höchste Qualitätsstandards und arbeiten mit fundiert ausgebildeten und fest angestellten Juristen zusammen. Im BVMW ist er in der IT-Expertengruppe.

Weitere Hinweise und Quellen zum Datenschutz in Corona-Zeiten, Home-Office, im Gesundheitsbereich u.v.m. finden Sie  » hier.

Zwei Jahre Datenschutzgrundverordnung

Das Gesetzgebungsverfahren zur Datenschutz-Grundverordnung war eines der aufwändigsten in der Geschichte der Europäischen Union. Die Umsetzung in Deutschland stellte und stellt viele Firmen und Organisationen vor entsprechende Herausforderungen.

Im Schnelldurchlauf der Datenticker:

  • Inkrafttreten am 25. Mai 2018
  • Mai 2020. Die aktuelle Unternehmensbefragung vom Bitkom e.V.  ergibt folgenden Stand: acht von zehn Unternehmen (79 Prozent) sehen die Datenschutzanforderungen als die größte Hürde beim Einsatz neuer Technologien. 2019 waren es 74 Prozent, im Jahr 2018 nicht einmal zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Unternehmen.
  • Bußgelder: Seit der Einführung der DSGVO haben Aufsichtsbehörden schon Bußgelder in Höhe von über 114 Mio Euro gegen Firmen wegen mangelnden Datenschutzes verhängt. Die rechtlichen Verfahren laufen aber inzwischen auch an: So hat ein Unternehmen das verordnete Bußgeld von mehr als 90 Millionen Euro (3 % der Jahreseinnahmen) mittlerweile angefochten, viele weitere Firmen prüfen die rechtlichen Möglichkeiten.

Übrigens gibt es seitens der Experten und Wirtschaftsverbände die Forderung nach Vereinfachung und Verhältnismäßigkeit, die DSGVO reglementiert immerhin jeden einzelnen Datenverarbeitungsvorgang und jede Datenerhebung. So werden in der Konsequenz immer noch Startups und Vereinsstrukturen ebenso wie Großkonzerne nach einem Prinzip betrachtet und zu undifferenziert behandelt.

Für zahlreiche Firmen gilt auch hinsichtlich der sehr schnell umgesetzten Remote-Maßnahmen ein neuer Maßstab hinsichtlich ihrer Datenhygiene und Informationsprozesse. Denn die Corona-Krise zeigt uns trotz aller Flexibilität auch, welche herausragende Bedeutung der Datenschutz in Deutschland inzwischen hat. Die DSGVO-Zertifizierung für Cloud-Dienste mit direkter Einbindung von Datenschutz-Aufsichtsbehörden ist in Arbeit, hier besteht hinsichtlich der Digitalisierungsprozesse sehr großer Handlungsbedarf.

Haben die DSGVO-Prozesse Bewegung in den Umgang mit Daten gebracht? Auf jeden Fall, denn die Aufmerksamkeit auf Daten und Privatsphäre zu richten, das geht alle etwas an – am Arbeitsplatz im Büro oder per Remote.

Zum Thema Rückblick sowie HR und DSGVO haben wir auch ein Interview vorbereitet, welches in dieser Woche erscheint.

Zurück in die Zukunft – Den Back to Work-Prozess auf Basis objektiver Kennzahlen richtig gestalten

Durch die Corona-Pandemie hat sich der Arbeitsalltag für Arbeitnehmende und Führungskräfte radikal verändert. Das Arbeiten im Homeoffice und in versprengten Teams/Virtuellen Teams ist und war für viele neu. Das Koordinieren von privatem Umfeld und der Arbeitstätigkeit ist dabei wichtiger denn je und Führungskräfte machen es sich aktuell zur Hauptaufgabe ihre Teams durch `Führung auf Distanz` zu fokussieren und zu motivieren. All diese Herausforderungen verlangen Geduld und Kraft von jedem Einzelnen. Über allem steht die Frage: wie wird es in der Zukunft weitergehen? Mit der Lockerung der Schutzmaßnahmen ergeben sich nun auch neue Chancen für die Arbeitswelt. Um die Gesundheit der Mitarbeitenden und damit die wirtschaftliche Situation des Unternehmens nicht zu gefährden, müssen alle Beteiligten umdenken!

Die Exit-Strategie- Was kommt auf uns zu?

Der aktuelle Ausnahmezustand ist vorrübergehend. Aufgrund politischer Entscheidungen können Arbeitsplätze nach und nach wiederhergestellt werden. Der neue Beschluss der Arbeitsstandards verdeutlicht diesen Trend (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard, 2020). Doch von Rückkehr zur Normalität wie wir sie kennen, wird noch lange – vielleicht nie – keine Rede sein. Im Rahmen der Corona-Pandemie ist BACK TO WORK das Schlagwort der Stunde à dies ist allerdings kein „von Heute auf Morgen“, sondern ein Prozess. Die Annahme, dass Mitarbeitende wie gewohnt ihren Arbeitsabläufen nachgehen können ist so aller Voraussicht nach zunächst nicht denkbar. Es müssen neue Umgangsformen erlernt und Verhaltensmaßnahmen beachtet werden. Am Arbeitsplatz gelten neue Standards, auf die sich jeder einstellen muss. Büroräume werden leerer sein, Kantinen möglicherweise noch länger geschlossen und die Kaffeepause ist nur unter Berücksichtigung des Mindestabstands möglich. Somit ergibt sich hier einerseits die Chance das betriebliche Geschehen wieder anzukurbeln, andererseits gilt es gerade jetzt, auch die positiven Aspekte der Learnings der letzten Wochen mitzunehmen.

Was bedeutet das für die Arbeit?

Transparenz

Der Mensch bevorzugt das Vertraute (Eilers, S., Rump, J. & Zapp, D., 2017). Nun ändert sich die Arbeitssituation innert kürzester Zeit erneut. Die Frage nach Ängsten und Befürchtungen sollte aufgegriffen werden. Offenheit über diese Thematik fördert den Zusammenhalt und erleichtert den gemeinsamen Wiedereinstieg. Es ist wichtig, individuelle und gemeinsame Ressourcen zu stärken. Was brauche ich um mich weiterhin an meinem Arbeitsplatz sicher zu fühlen? Wie kann ich meine Mitarbeitenden in dieser Phase weiterhin motivieren? Wie können wir gemeinsam unter diesen Umständen gut miteinander arbeiten?

Kommunikation

Veränderung bedarf Kommunikation und Aufklärung. Für den Back to Work- Prozess muss eine klare Kommunikation über die Entwicklung gewährleistet sein. An wen können sich die Mitarbeitende mit Fragen wenden? Wie halte ich meine Mitarbeitenden auf dem Laufenden? Welche Kommunikationswege haben sich in der letzten Zeit als wertvoll gezeigt, wo gibt es Verbesserungsbedarf?

Arbeitsroutinen

Ob die Arbeit vornehmlich im Homeoffice erfolgt, oder Mitarbeiter vereinzelt wieder zum Arbeitsplatz zurückkehren, die Arbeitsroutinen müssen neu gedacht werden. Es stellt sich die Frage, wie die Arbeit am effektivsten unter Berücksichtigung des Infektionsschutzes umgesetzt werden kann. Unterschiedliche Organisationsformen können hier in Betracht gezogen werden und das Schichtarbeitsmodell wird für viele Unternehmen interessant.

Arbeitsplatzgestaltung

Ausgehend von den neuen Arbeitsschutzstandards müssen Büroräume und Arbeitsplätze teilweise umgestaltet werden. Auch wenn ein Schritt hin zur Normalität ermöglicht wird, muss klar sein, welche Verhaltensmaßnahmen angebracht sind und wie mit Arbeitsmaterialien umgegangen wird. Führungskräfte können hier durch festgelegte Regeln das Miteinander gestalten.

Arbeit 4.0

Wenn es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für die digitale Wende bei der Arbeit ist wann dann? Die letzten Wochen und Monate haben gezeigt, wie wichtig es ist, flexible Arbeitsplätze einzurichten und die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Die Digitalisierung ist branchenspezifisch bereits auf dem Vormarsch (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2015). Eine Weiterentwicklung in diesem Bereich kann als Chance für die Zukunft betrachtet werden und ist darüber hinaus wohlmöglich auch von existenzieller Wichtigkeit.

Wie und was umsetzen?

Gerade jetzt stehen Unternehmen und Führungskräfte vor der Frage, was umzusetzen wirklich Sinn macht. Alles was muss und das, was die Organisation wirklich braucht – doch wie erlangen Handelnde/Entscheider Entscheidungsgrundlagen für das Morgen….

Durch eine effektive und schnelle Befragung der Mitarbeitenden die die letzten Wochen im Homeoffice bei Kurzarbeit – oder auch 100 % Arbeitseinsatz agiert haben. Eine digitale Methodik, welche Ihnen in kürzester Zeit valide Daten zur (psychischen) Belastungssituation als auch Kennzahlen zu allen Soft Facts liefert, liefert Entscheidungsgrundlagen wie eine Rückholung der Mitarbeitenden bzw. eine Etablierung neuer Arbeitsstandards angegangen werden kann.

Ihre Vorteile einer solchen Analyse:

  • Zeit- und Kosteneinsparung durch onlinebasierte Erfassung
  • Einsparung von Ressourcen – keine langwierigen Interview-und Workshopschleifen
  • Einfachheit – intuitiv nutzbare Onlineanwendung
  • Sicherheit – Daten auf in Deutschland gehosteten Servern
  • Datenschutz – Rückschlüsse auf einzelne Mitarbeiter sind ausgeschlossen
  • Individualisierbarkeit – branchen- und firmenspezifische Fragenkataloge
  • Validität – belastbare Daten durch innovatives Mehrfach-Befragungssystem
  • Schnelligkeit – sofortige Ergebnisdarstellung in Form von Kennzahlen
  • Präzision – eindeutige Identifikation der Belastungsfaktoren
  • Empfehlungen – Ursachen-/Maßnahmenhinweise für jede Abteilung/Team
  • Kennzahlen – zu allen Soft-Facts
  • die Zukunft im Griff – nachhaltig durch Wirksamkeitskontrollen/Trendchart
  • Prozessbegleitung – Optionale Begleitung des Folgeprozesses durch Aktivital

Mittels dieser sowohl einfachen, als auch trennscharfen Analysemethodik gelingt es, den Prozess – hin zur neuen Arbeit zielgerichtet zu planen und dabei die Handlungsfelder und Entwicklungen messbar darzustellen. Die Kombination einer modernen Analytik und einer spezialisierten Entwicklungsplanung ist hierbei einzigartig – in der Anwendung, in der Objektivität und in der Wiederholbarkeit.  Vertiefende Informationen erhalten Sie auch in Info-Webinaren.

Autoren: Prof. Dr. Volker Nürnberg, BGM Papst und Robin Freitag, Geschäftsführer der Aktivital.

Digitale Tools, HR-Arbeit zwischen Home Office, Datenschutz und effizienter IT

Im  Mai ist nicht nur „alles neu“, sondern auch digital. Am 3. Mai hatten wir den Weltpassworttag und am 25. Mai werden wir uns mit den Ergebnissen der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) genauer beschäftigen, denn diese trat vor zwei Jahren in Kraft.

Mittendrin organisieren wir den Berufsalltag mittlerweile zwischen Büro und Home Office. Was hat sich hier verändert und worauf sollten Arbeitnehmer, Unternehmen und HR-Verantwortliche achten?

Laut StepStone-Umfrage zum Status Quo der Arbeitssituation der Arbeitnehmer ist der Einsatz von digitalen Tools zwischen Home Office und Unternehmen eher positiv bewertet.

88 Prozent der Befragten betrachten es inzwischen als positiven Nebeneffekt der Corona-Krise, dass sie inzwischen viele unterschiedliche digitale Tools und Instrumente nutzen oder sogar breit einsetzen. Acht von zehn Befragten stellen fest, dass sie innerhalb ihrer Teams aktuell genauso zuverlässig zusammenzuarbeiten wie vor der Krise. Ebensoviele haben mit ihren Kollegen inzwischen eine digitale Meeting-Struktur etabliert. 70 Prozent sind überrascht davon, wie gut die Zusammenarbeit im Home Office tatsächlich funktioniert. Dazu gehört auch die Etablierung einer digitalen Meetingkultur. Für die Studie „Arbeit in der Corona-Krise“ wurden am 27. und 28. April Arbeitnehmer in Deutschland befragt. An der jüngsten Umfrage nahmen rund 7.000 Arbeitnehmer teil, darunter etwa 1.000 Führungskräfte. Infos zur Umfrage hier.

Zeiterfassung im Homeoffice?

Das ist kein leichtes Unterfangen in Zeiten von KUG (Kurzarbeitergeld) aber für die lückenlose Dokumentation notwendig. Berechnungshilfen und digitale mobile Erfassungssysteme auch von zu Hause aus stehen zur Verfügung und werden mit Hinblick auf die besondere Situation in Corona Zeiten kontinuierlich erweitert. Auch hier können natürlich Apps eingesetzt werden. Allerdings muss die HR-abteilung und Geschäftsführung auf die Regelungen der individuellen Datenerfassung und Datenschutzvorgaben im Besonderen achten. Wie die Kurzarbeitszeiten der Mitarbeiter individuell zu erfassen, zu übertragen und zu dokumentieren sind – im speziellen für die Mitarbeiter, die im Homeoffice arbeiten – und welche  praktischen Erfahrungen von Unternehmen seit April 2020 gemacht wurden, das  ist im Interview Kurzarbeit im Lofino Magazin zu finden. Interessant für HR und Controlling ist, dass hier auch relevante steuerfreie Zuschüsse berücksichtigt werden, die für die Arbeitnehmer eine Erhöhung des KUG-Bezuges bedeuten. Auch hier – in ehemals klassischen Bereichen der Zeiterfassung – bewegen wir uns also beschleunigt in einem Transformationsprozess von Steuerregelungen, Sozialversicherungen und HR-Prozessen von den analogen zu vereinheitlichten, digitalen Systemen.

Kommunikation mit und ohne Regelwerk?

Viele Firmen konnten ihre interne IT-Struktur schnell auf den Homeoffice Bereich erweitern, Team-Meetings und Datenaustausch, Compliance und Arbeitsschutzregeln organisieren und kommunzieren. Begleitend dazu werden pragmatische Lösungen eingesetzt. Zu den alternativen Kommunikationsoptionen gehören aber auch Anwendungen wie Zoom, Messengerdienste wie WhatsApp, verschiedene Chat- und Nachrichtenkanäle oder Collaboration Tools wie Microsoft Teams. Gerade bei Zoom und WhatsApp  gibt es Vorbehalte und konkrete Aussagen wie diese, dass zum Beispiel Bundesbehörden kein WhatsApp nutzen sollten und bei Zoom in der internen Firmenstruktur und -kommunikation sichergestellt sein  muss, das vor unberechtigtem Zugriff geschützt sein muss. Hier gab es in den vergangenen Wochen zahlreiche Schlagzeilen und neue Vorgaben, Im Hinblick auf die Sicherheit bei den digitalen Tools sollten Experten und Fachinstanzen eingebunden werden und Orientierungshilfen genutzt werden. So hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine umfängliche Broschüre zur Einrichtung und Nutzung von Videokonferenzsystemen veröffentlicht. Die Broschüre richtet sich an Entscheider, Planer, Beschaffer, Betreiber, Administratoren, Auditoren und auch Endnutzer, die über Videokonferenz Inhalte beziehungsweise Informationen mit normalem und erhöhtem Schutzbedarf austauschen. Infos im Datenschutzblog. Checklisten zum Einsatz von Onlinelernplattformen mit Fokus auf IT-Sicherheit und Datenschutz sollten ebenfalls genutzt werden.

Terminhinweis: Ende Mai wird es ein Fachinterview der Corporate Health Initiative zur „Herausforderung DSGVO 2020“ geben.

Neues Hilfspaket zum Corporate Health Management für die DACH-Region ab 1. Mai 2020

Handelsblatt und EUPD Research erweitern die Unterstützungsmaßnahmen während und nach der Krisenzeit für zukunftsfähige Organisationen

 

Bonn, 30. April 2020: Nie war für Unternehmen die interne Kommunikation und die Zusammenarbeit einzelner betrieblicher Entscheider wichtiger als in dieser Zeit. Schon reden wir von der „Neuen Nähe“, denn die Interaktion zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern ist tatsächlich persönlicher geworden und setzt auf Lösungsorientierung. Vieles spricht dafür, dass etablierte Prozesse neu aufgesetzt und justiert werden, so auch bei der Gesunderhaltung und Motivation der Belegschaft sowie im daraus resultierenden Erhalt der Wirtschaftlichkeit der gesamten Organisation. Gesundheitsfragen und darauf aufbauende Managemententscheidungen wurden zu Themen höchster Priorität.

Orientierung und Hilfestellung sind also wichtige Bestandteile zum Aufsetzen neuer Prozesse oder Weiterentwicklung erfolgreicher Formate – ebenso die strategische Ausrichtung für die Zeit nach der Krise. Wer es heute verpasst sich aufzustellen, wird nicht nur während sondern auch und gerade nach der Krise die Folgen im Personalmanagement und der Unternehmenskultur zu spüren bekommen. Die Initiatoren EUPD Research und die Handelsblatt Media Group haben sich in Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft für die Etablierung eines Hilfspakets in der Corporate Health Initiative entschieden. Ab 1. Mai stehen die neue Mitgliedschaft sowie deren Leistungen allen Arbeitgebern aus der DACH-Region zur Verfügung. Diese bietet analytische, strategische und maßnahmenorientierte Hilfestellung während und nach der herausfordernden Corona-Pandemie. Ziel der Arbeitgeber ist es, sich trotz Kurzarbeit und weitreichenden Einschränkungen rechtzeitig gemäß Branchenstandard im Gesundheitsmanagement auszurichten, um die wichtigste Ressource Mitarbeiter sowie die damit verbundene Wirtschaftlichkeit zu erhalten.

Mit der Initiative erhalten die Mitgliedsfirmen hochwertige Analyse- und Entwicklungstools, die Gesundheitsmanagement, Controlling, Geschäftsführung, Personalmanagement und Kommunikationsabteilung bei der Bewältigung der internen und externen Herausforderungen unterstützen sowie die Positionierung in der eigenen Branche aufzeigen und bei der Sicherung ihrer Arbeitgebermarke helfen.

Wo stehen wir mit unserem Engagement im Corporate Health Management? Wie stelle ich mein Gesundheitsmanagement auf und wie kann ich gemeinsam mit der Geschäftsführung Prioritäten setzen? Welche Kennzahlen müssen erhoben werden? Wie und mit welchen Botschaften erreiche ich meine Mitarbeiter? Welche Maßnahmen sind aktuell und in Zukunft im Branchenvergleich sinnvoll? Wie erreiche ich mit möglichst wenig Mitteln den größtmöglichen Wirkungsgrad? Welche neuen Digitalisierungsprozesse können wir dauerhaft übernehmen?

Gerade im Hinblick auf Vorbilder geht es auch darum zu schauen, was für das Management heute und in Zukunft gut funktioniert. Derzeit sollte klar sein, dass es wichtig ist, den Überblick zu behalten und sich mit dem Monitoring der aktuellen Phase zu beschäftigen, um anschließend die vielen guten Dinge, die in der Krise plötzlich möglich sind, in den Alltag mitzunehmen. Die Maßnahmen für morgen entstehen heute.

In der Initiative arbeiten Experten, Wissenschaftler, Unternehmen, Krankenkassen, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Verbände Hand in Hand. Gemeinsam wird das zugrundeliegende Qualitätsmodell (Corporate Health Evaluation Standard/CHES-Modell) stetig weiterentwickelt. Das CHES-Modell bildet seit 2009 gleichzeitig die Kriterien für die Verleihung der jährlichen Corporate Health Awards. Die aus den Datenerhebungen gewonnenen Lernkurven werden den Mitgliedern der Initiative in Form der Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“ zur Verfügung gestellt und mittels Analyse-Tools für die jeweilige Organisation und Branche spezifiziert. Ziel ist die zeit- und kosteneffiziente Planung und Umsetzung der Strategie und Struktur sowie der konkreten Maßnahmen. Dieses Vorhaben bedarf einer gezielten Betrachtung der Anforderungen einzelner Arbeitgebergruppen in den jeweiligen Branchen.

Aktion: Mitgliedschaft

Für die Mitgliedsunternehmen stellt die Initiative ab sofort folgende Tools und Leistungen zur Verfügung: feste Ansprechpartner in der Status-Quo-Analyse inkl. Branchenbenchmark sowie der darauffolgenden Handlungsempfehlungen, direkte Begleitung in Qualifizierungsprozessen, Login-Bereich für Mitglieder mit Wissenselementen und Aktionen, Nutzung des Handelsblatt Digitalpasses, Trendstudie „Corporate Health Management in Deutschland“, Weiterbildungen, Kennzahlensysteme und vieles mehr. Informationen unter ch-initiative.de

Den Überblick behalten – Informationen zu Branchenentwicklungen in der Infothek

Wer sich regelmäßig zu aktuellen Terminen, Trends im Arbeitsmarkt, Branchenvergleichen und wissenschaftlichen sowie praxisorientierten Statements zum Thema Corporate Health und Digitalisierung informieren möchte, kann sich auf der Webseite der Initiative registrieren und sich auf seine eigene „Road to Excellence“ begeben.

Mehr Informationen unter www.ch-initiative.de

Pressekontakt, Experten- und Interviewanfragen: presse@ch-initiative.de. Tel. +49-30-201 88 565

Coronavirus: Was Sie jetzt wissen müssen

Der Mittelstand BVMW informiert Sie auf seiner „BVMW-Coronaseite“ über Unterstützung für Unternehmen – über Kredite, Bürgschaften, Steuererleichterungen und Grundsicherung. Die Seite ist aber nicht nur für Mittelständler interessant: Wir geben Ihnen täglich Informationen zum aktuellen Stand in Sachen Corona. Lesen Sie bei uns alles Wichtige zu Themen wie Gesundheit, Arbeitsrecht, Kurzarbeit und Kinderbetreuung. Zudem führen wir bezüglich der Corona Krise alle Regeln, Maßnahmen und Verordnungen der jeweiligen Bundesländer auf— und das auch gleich mit den richtigen Downloadlinks, damit Sie schnell und unkompliziert die Anträge downloaden können. In unseren Webinaren geben Ihnen unsere Experten aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitsrecht und Internationale Politik anschaulich, fachkompetent und unterhaltsam Antworten auf Ihre Fragen.

Welche Regelungen gelten im Homeoffice und was muss ein Arbeitgeber in Sachen Homeoffice beachten? Lesen Sie hier alles Wichtige zum Homeoffice. Vergessen Sie nicht, sich auch das kostenlose Whitepaper „In 11 Schritten zum erfolgreichen Homeoffice“ HIER herunter zu laden.

Was müssen Unternehmer bei Kurzarbeit beachten? Und was sind die arbeitsrechtlichen Voraussetzungen für Kurzarbeit? Lesen Sie hier alles zu Kurzarbeit.

Wie gehen andere Unternehmer mit der Krise um? Und wie schaffen sie es, der Krise zu trotzen? Lesen Sie unsere Best Practice Beispiele.

Was werden die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Krise sein? Und was muss die Politik tun, um kleine und mittelständische Unternehmen zu schützen? Das und vieles mehr lesen Sie unter: https://www.bvmw.de/themen/coronavirus/

 

Image: wildpixel von istockphoto.com

Zahl der Woche

Erste Lockerungen in Sicht, staatliche Unterstützungen greifen, die Kommunikation in Tbit/s. Welche Zahlen uns in dieser Woche begleitet haben, soll hier kurz aufgezeigt werden.

Internet Traffic

Die Wichtigkeit einer funktionierenden Internetinfrastruktur und Investitionen in den Breitbandausbau zweifelt niemand mehr an: der steigende Datenverkehr in den letzten Wochen durch zusätzliche Kommunikationskanäle und quantitative Nutzung des Netzes (Cloud, Datentransfer, Video- und virtuelle Meetings plus Social Media Verstärkung) sowie digitaler Weiterbildung in B2B, Schule und Lehre spricht für sich. Nun rechnen wir also in Terabit pro Sekunde.

Was bedeutet das konkret für den wichtigsten Verkehrsknoten in Deutschland? Schon im März wurden am Internetknoten DE-CIX in Frankfurt am Main neue Spitzenwerte beim Datendurchsatz gemessen, Tendenz steigend. Das Datenvolumen von 9,1 Terabit pro Sekunde – das ergibt im Vergleich wieviel? Die folgende Grafik klärt auf:

Bildrechte: DeCIX

Das Volumen der deutschen Finanzhilfen entspricht 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres. Bund und Länder mobilisieren hier sehr viel mehr Mittel als andere Staaten. Der deutsche Schutzschirm setzt sich aus 236 Milliarden Euro Soforthilfen, 500 Milliarden Euro Stundungen von Steuern und Abgaben sowie 1.322 Milliarden Euro sonstigen Finanzhilfen und -Garantien (u.a. Kreditgarantien der KfW in Höhe von 811 Milliarden Euro) zusammen.

Vorgezogener Verlustvortrag und Steuererleichterungen für Unternehmen

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen sollen ihre 2020 anfallenden Verluste bereits im laufenden Jahr mit Gewinnen aus 2019 verrechnen können. Auf diesen Schritt, der die Betriebe um rund 4,5 Milliarden Euro entlasten kann, haben sich am Mittwoch Bundesfinanzminister und die Finanzministerien der Länder geeinigt. Für den vorgezogenen Verlustrücktrag hatte sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stark gemacht.

Die Details regelt der gemeinsame Bund-Länder-Erlass. Der vorgezogene Verlustrücktrag sei ein „gutes Signal für die betriebliche Liquidität“, so die DIHK. Unternehmen können demnach in diesem Jahr absehbare Verluste mit bis zu 15 Prozent ihres früheren Jahresgewinns verrechnen. Damit könnten sie schon 2020 eine Rückerstattung von Finanzamt erhalten, die sonst erst im Frühjahr 2021 möglich gewesen wäre.

Weitere Übersichten zu steuerfreien Leistungen für Arbeitnehmer, Fristverlängerungen und Steuererleichterungen hier

 

Lockerungen in Sicht?

Seit dem 20.4. gibt es erste Lockerungen für Firmen und Handel. Nun wollen die Wirtschaftsministerien in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen weitere und vor allem einheitliche Lockerungen der Vorgaben durchsetzen.