Beiträge

Studie von Liquid Legal Institute e.V. und EuPD Research zu Gesundheitsrisiken für Jurist*innen

In Zusammenarbeit mit dem BUJ e.V., Deutschlands führender Inhouse Counsel-Organisation, führen das Liquid Legal Institute e.V.  und EuPD Research eine Studie zu den spezifischen Gesundheitsrisiken für Jurist*innen durch. Vor allem die psychische Gesundheit liegt hierbei im Fokus der Erhebung. Ziel der Studie ist es, die Forschung und den damit verbundenen Diskurs zu einem Thema zu ermöglichen, das noch immer weitgehend ein Tabu ist.

Die Studie richtet sich an alle Stakeholder in der Rechtsbranche. Im Rahmen der Erhebung werden unter anderem Rechtsanwaltskanzleien, aber auch Legal Tech-Startups und weitere Expert*innen aus dem Rechtswesen befragt.

In den USA wird die psychische Gesundheit von Jurist*innen bereits seit 30 Jahren erforscht und hat alarmierende Ergebnisse hervorgebracht: Der Berufsstand ist im Hinblick auf stressbedingte Krankheiten überrepräsentiert, leidet in erhöhtem Maße unter Stress, Angsterkrankungen Depressionen und Burnout. Im Jahr 2006 war Suizid nach Krebs und Herzkrankheiten die dritthäufigste Todesursache bei Jurist*innen.

Wie in zahlreichen weiteren Branchen bringt die Digitalisierung nicht nur große Chancen mit sich, sondern auch eine Vielzahl an Risiken. Soziale Isolation, psychische und emotionale Belastungen sieht man Menschen nicht an, dennoch sind sie real und können zu lang andauernden Erkrankungen führen.

An der anonymen Befragung, die von EuPD Research begleitet und umgesetzt wird, können Professionals aus dem Rechtswesen seit dem 10. November teilnehmen.

Hier geht es zur Befragung sowie zum Hintergrund der Studie»

Anstieg der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durch Corona

Eine sich stetig und schnell entwickelnde Arbeitswelt bringt neben vielen Chancen auch Risiken mit sich, auf die Unternehmen und Arbeitnehmer*innen reagieren müssen. Dazu gehört, dass die Krankheitstage wegen psychischer Belastungen oder Verhaltensstörungen allein zwischen 2008 und 2016 um 125% gestiegen sind. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin führt das in ihrem Stressreport» vor allem auf erhöhte Anforderungen an Arbeitszeit und Arbeitsort zurück, bei gleichzeitig geringem Einfluss der Arbeitnehmer*innen. Symptome sind insbesondere Schlafstörungen und häufige Erschöpfung. Dies zeigt, dass Unternehmen das Thema Mental Health noch besser in ihre Unternehmensstrategie integrieren müssen.

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung haben die psychischen Herausforderungen für Mitarbeiter und Unternehmen an deutschen Arbeitsplätzen zusätzlich verstärkt. Weitere Belastungen sind hinzugekommen, beispielsweise soziale Isolation im Home Office, Angst um die eigene Gesundheit oder vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. In einer Studie von DearEmployee» ist der Anteil der Befragten, die ihre eigene psychische Gesundheit als „schlecht“ einschätzen, seit April um 2,2% auf nun 7,1% gestiegen; jede*r 5. Arbeitnehmer*in ist stark belastet, jede*r 14. stark gefährdet, den Belastungen nicht standzuhalten. Untersucht wurde das Item „emotionale Erschöpfung“, ein Burnout-Symptom.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die durchschnittliche Beanspruchung durch alle Arbeitsbereiche hinweg sich kaum verändert hat. Grund dafür ist, dass einige der Corona-Maßnahmen durchaus auch positive Veränderungen mit sich gebracht haben. Dazu gehören zum Beispiel flexiblere Arbeitszeiten, Ausfall von Projekten oder die grundsätzliche Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten. Während dies natürlich auch Belastungen wie besagte soziale Isolation oder Mehrbelastung durch zusätzliche Betreuungsaufgaben mit sich bringen kann, schätzen viele Arbeitnehmer*innen die Flexibilität und Selbstbestimmtheit.

Neben dem Anspruch auf Home Office für Arbeitnehmer*innen will die Bundesregierung noch in diesem Jahr eine Offensive für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz starten, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bereits im September ankündigte». Auch das Gesundheits- und das Familienministerium sowie über fünfzig Institutionen wie Krankenkassen und Berufsgenossenschaften sollen dabei involviert werden, um eine möglichst umfassende Strategie zu entwickeln.

Körperwelten – Faszination Mensch

Die Speicherkapazität des menschlichen Gehirns beträgt ca. 2,5 Petabyte. Das entspricht in etwa 2500 Terabyte. Dies ist nur einer von zahlreichen Fakten über den Körper. Apropos: was wissen wir eigentlich über das Wunderwerk, mit dem wir es jeden Tag zu tun haben? Sich mit dem Thema Gesundheit auseinanderzusetzen, beinhaltet konsequenterweise jede Menge Faktenwissen zur Anatomie, zu biologischen Prozessen und Prävention.

(mehr …)

Arbeitsintensität – Faktencheck 2019

Daten und Fakten 2019:  Was bringt eine erhöhte Arbeitsintensität, wenn gleichzeitig Personalmangel herrscht? Der Report „Index gute Arbeit“ vom DGB hat 6.500 Beschäftigte befragt und aktuelle Zahlen geliefert. Weiterlesen

Messbares digitales Stressmanagement

Stress ist eine Pandemie. Wir denken digitales Stressmanagement neu: Jedes Smartphone wird zum persönlichen Stress-Coach. Medizinisch zertifiziert, niederschwellig & effektiv. So senken Sie AU-Kosten nachhaltig. Weiterlesen