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Zahl des Monats: Zurück im Büro mit dem Faktor Motivation

Nach und nach stellt sich unter aufwändigen Hygienekonzepten so etwas wie ein normaler Büroalltag ein. Wer ortsflexibel arbeitet, also zwischen Home-Office und Firmenarbeitsplatz wählen kann, schaut genauer auf die bislang gewohnten Strukturen und Kommunikationsformen im Unternehmen. Das ist auch gut so, denn mit einem frischen Blick können eingefahrene Wege durchaus anders gestaltet werden, sei es im direkten Austausch mit der Personalabteilung, im 1:1 Feedback mit Vorgesetzten oder auch im Kundenkontakt.

Worauf achten Arbeitnehmer derzeit?

Wertschätzung ist das Gebot der Stunde. Gerade jetzt geht es darum, sich häufiger als bisher für besonders guten Einsatz zu bedanken und der Belegschaft zu zeigen, dass alle an einem Strang ziehen. Motivationsaspekte gibt es mehr als genug:  Ist es der Sonder-Bonus, ist es die Option zu mehr Verantwortung und Gestaltung im Job oder einfach mehr freie Zeit und flexible Arbeitsplatzwahl?

Firmenbenefits stehen hoch im Kurs. Laut Umfragen von Kienbaum und Kununu würden Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz für attraktive Benefits sogar auf einen Teil ihres Gehalts verzichten. Kienbaum befragte dazu parallel mehr als hundert Unternehmen aus dem gesamten DACH-Raum für seine „Benefits Survey 2020“. Der Trend zu einer freien Zeit- und Ortswahl wird hier klar bestätigt. Bei Kununu wurden 4.800 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen befragt, dabei zeigt sich, dass Beschäftigte im DACH-Raum bereit sind, auf durchschnittlich elf Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie dafür attraktive Sozialleistungen erhalten. Diese Werte sind über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg konstant. Bei der Befragung unter den Personalverantwortlichen wurde festgestellt, dass für Arbeitnehmer die Verzichtsbereitschaft in der Schweiz mit 11,6 Prozent am höchsten ist, gefolgt von Deutschland mit 11,1 Prozent sowie Österreich mit 10,9 Prozent.

Benefits und Sozialleistungen  

Bei den wichtigsten Angeboten für Arbeitnehmer werden in der Kienbaum-Befragung Firmenveranstaltungen und flexible Arbeitszeiten benannt (über 90 Prozent), gefolgt von Gesundheitsmaßnahmen mit 79 Prozent. Für Führungskräfte sind flexible Arbeitszeiten (91 Prozent) und ein flexibler Arbeitsort (83 Prozent) von besonderer Bedeutung.

Auf die Frage nach den attraktivsten Benefits steht mit 70,8 Prozent die Option, die Arbeitszeiten flexibel zu gestalten, an erster Stelle. An zweiter Stelle wird mit 54,9 Prozent der Heimarbeitsplatz benannt. Es folgen die betriebliche Altersvorsorge (45,6 Prozent), Firmenwagen (31,5 Prozent) sowie der eigene Parkplatz (25,3 Prozent).

Arbeitgeberattraktivität: Wunsch und Wirklichkeit

Die StepStone-Studie „Arbeitgeberattraktivität“ hat nicht nur zur Zufriedenheit mit Job und Arbeitgeber befragt, sondern auch bei den Gründen nachgehakt. Ein als unproduktiv und demotivierend empfundenes Arbeitsklima ist die Hauptursache für große Unzufriedenheit. Eine motivierende und inspirierende Unternehmenskultur kann hier ganz entscheidend gegensteuern. Recruiter und Bewerber sind sich dabei ausnahmslos einig.  Die Unternehmenskultur ist übrigens einer von zwei Top-Gründen, warum Mitarbeiter einen neuen Job kurzfristig wieder kündigen.

Die fünf wichtigsten Faktoren für den „besten Job der Welt“ sind neben der besonderen Unternehmenskultur eine angemessene Vergütung, Flexibilität, sinnstiftende Aufgaben und eine strukturierte Karriereplanung.

Führungsverhalten und Motivation

Eine aktuelle empirische Studie des Personaldienstleisters Hays in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Rheingold unter 750 Führungskräften untersuchte die Führungstätigkeit der Zukunft und wichtige Motivationsaspekte. Demnach sollte sich die Führungstätigkeit der Zukunft vor allem durch eine stärkere Mitarbeitermotivation, durch Flexibilität und durch die Einforderung von mehr Selbstständigkeit auszeichnen.