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Über Dienstreisen in Zeiten von Corona und die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Das Beherbergungsverbot» aufgrund von Corona in einigen Bundesländern hat die Lage für das Hotelgewerbe, aber auch für Dienstreisende nochmals verschärft. Was aber, wenn eine Dienstreise unumgänglich oder für die Aufrechterhaltung des Geschäfts dringend erforderlich ist? Was darf ich als Arbeitgeber meinen Angestellten überhaupt noch zumuten?

Zunächst einmal hat der Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht  gegenüber dem Arbeitnehmer. Demnach hat der Arbeitgeber gemäß § 618 BGB» die Pflicht, vermeidbare Schäden für die Arbeitnehmer abzuwehren und selbige vor Gefahren gegen seine Gesundheit und sein Leben zu schützen.

Während laut VDR» im März 2020 noch jedes vierte Unternehmen Dienstreisen aussetzten, da sie das Risiko einer Gefährdung ihrer Mitarbeiter nicht eingehen wollten, ist die Zahl der Dienstreisen im September 2020 wieder angestiegen: Etwa die Hälfte der weltweiten Firmen lassen ihre Mitarbeiter trotz der noch anhaltenden Coronavirus-Pandemie wieder Geschäftsreisen unternehmen. Das ergab eine Umfrage der FCM Travel Solutions». Ca. jeder vierte Deutsche geht wieder auf Dienstreise – davon 30,5 % Männer und 15,8% Frauen  (Quelle: Immobilien-Unternehmen Pantera als Initiator einer Studie, in deren Zuge 1.113 Berufstätige vom britischen Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov befragt wurden.)

Die Firmen arbeiten mit Reiseveranstaltern hart daran, die Risiken neu zu kalkulieren. „Es muss jetzt neue Standards bei Business-Trips geben“, erklärt Bertrand Saillet, Managing Director in Asien bei FCM Travel Solutions.

Der durch den Ausfall der Dienstreisen teilweise hohe wirtschaftliche Schaden für die Unternehmen war sicherlich ein Grund, diese wieder mehr zu forcieren. Trotzdem bleibt es eine Abwägungssache – gerade bei aktuell wieder steigenden Zahlen.

Es ist aber auch nicht generell dazu zu raten, alle Dienstreisen abzusagen. Solange die Sicherheitsvorkehrungen aufrechterhalten werden können und nicht eine größere Veranstaltung in einem geschlossenen Raum stattfindet, kann man durchaus noch Dienstreisen tätigen.

Wo bringe ich meine Mitarbeiter aber guten Gewissens unter?

Eine sehr gute Möglichkeit sind die Living Hotels», die auch Kooperationspartner der Corporate Health Initiative und first choice bei der Unterbringung unser eigenen Belegschaft sind. Denn sie haben mit ihren Serviced Apartments» nicht nur ein einzigartiges Business-Konzept speziell für Geschäftsreisende entwickelt, sondern aktuell auch ein sehr gutes und strenges Hygienekonzept:

„Es wird immer mehr zur Gewissheit, dass wir lernen müssen, trotz aller Veränderungen eine neue Normalität in unseren Alltag einziehen zu lassen. So hat der Schutz unserer Gäste und MitarbeiterInnen für die Living Hotels höchste Priorität. Im Bereich Hygiene gelten in Zukunft dauerhaft völlig neue Spielregeln. Daher setzen die Living Hotels sämtliche behördlich verordneten Maßnahmen umgehend um und treffen darüber hinaus auch weitere, strengere Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos. Binnen der letzten Monate ist so unser umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept entstanden, dessen Maßnahmen konsequent zur Umsetzung kommen und die im Working Process fortlaufend erweitert und realisiert werden“  sagt Tim Düysen, CMO der Living Hotels.

Den Leitfaden, der sich an den Empfehlungen und Sicherheitsstandards der WHO orientiert, finden Sie unter: www.living-hotels.com/hygiene-standards/.

Abschließend bleibt festzustellen: Es sind herausfordernde Zeiten, machen wir das Beste daraus und versuchen, im Interesse aller und mit bestem Wissen und Gewissen zu handeln.

Arbeitgeber-Studie zum BGM: Führungskräfte müssen auf Mitarbeitergesundheit achten

Führungskräften kommt bei den Themen Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine besondere Bedeutung zu. Das zeigt die deutsche Arbeitgeberstudie zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) „#whatsnext2020 – Erfolgsfaktoren für gesundes Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“, die von der Techniker Krankenkasse herausgegeben wurde.

Kurzfristige Maßnahmen durch Corona

Die Arbeitswelt befindet sich in einer großen Phase des Wandels. Während Industrie 4.0 und die Digitalisierung bereits seit einigen Jahren immer stärker in den Unternehmen implementiert wurden, hat die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung rapide beschleunigt.

Um den Betrieb auch in Zeiten von Social Distancing und verschiedener gesetzlicher Hygienemaßnahmen zu ermöglichen, mussten Arbeitgeber zügig handeln und auch in Organisationen, wo dies bislang nicht denkbar war, mobile Arbeit ermöglichen. Im Herbst 2020, also nur wenige Monate nach Ausbruch der Pandemie, gehören Videokonferenzen und Remote-Arbeit inzwischen zum Standard in der Arbeitsorganisation.

Führungskräfte verantwortlich für Motivation und Zufriedenheit

Wie die neue Arbeitgeberstudie zum BGM „#whatsnext2020 – Erfolgsfaktoren für gesundes Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“, der Techniker Krankenkasse (TK) in Kooperation mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) und der Haufe Group nahe legt, müssen Führungskräfte stärker denn je daran arbeiten, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und zufrieden sind. Laut der Studie sind demnach sechs von zehn befragten Arbeitgebern (59,9 %) der Meinung, dass Führungskräfte von großer bzw. eher großer Bedeutung für die Gesundheit der Belegschaft sind.

Damit einhergehend haben auch weitergehende Maßnahmen wie die psychologische Gefährdungsbeurteilen eine wichtige Rolle bei der Planung von BGM. Hier gaben 91,6 Prozent der Führungskräfte an, dass es in ihrem Unternehmen bereits Prozesse zur Ermittlung der psychischen Belastung der Arbeit gibt.

Führungskräfte sind eine entscheidende Stellschraube. Die hohe Relevanz des Themas Gesunde Führung spiegelt sich aber noch nicht in einer flächendeckenden Umsetzung wider. Hier haben wir Krankenkassen viele Angebote zur Unterstützung.

Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der Techniker Krankenkasse

Für die Studie wurden im Zeitraum vom 17. Februar bis 31. März 2020 rund 1200 Geschäftsführer, Personal- und Gesundheitsverantwortliche aus der freien Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst zu Themen der BGM im eigenen Unternehmen befragt.

Zur gesamten TK-Studie»