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Suchtprävention: Games statt Zigaretten

Seit 2018 wird „Gaming Disorder“ oder Online-Spielsucht von der WHO als Krankheit eingestuft. Bei Auswirkungen auf Konzentration, Schlafrhythmus und allgemeine Gesundheit spielt Prävention auch im betrieblichen Rahmen eine Rolle.

Während einige Ärzte und Games-Verbände die Pathologisierung von Spielgewohnheiten ablehnen, warnen andere weiter vor den Folgen von exzessivem Spielverhalten und Mediensucht insgesamt.

Die DAK nimmt nun im Rahmen ihrer BGF-Angebote zu Suchtprävention Rücksicht auf diese Entwicklung und hat eine App entwickelt, die auffälliges Spielverhalten in Medienkompetenz umwandeln soll. Unternehmen können diese für ihre Azubis nutzen. Mithilfe dieser „paradoxen Intervention“ (ein Spiel als Gegenmaßnahme für exzessives Spielen) können Gefährdete besser erreicht und bereits früh sensibilisiert werden; außerdem gehört ein Seminarprogramm zum Angebot.

Die WHO erwartet für die Zukunft weitere Forschung für den Zusammenhang zwischen Sucht und Medien, von der auch die BGF- und BGM-Maßnahmen der Unternehmen profitieren werden. Zigaretten und Alkohol werden schließlich immer unbeliebter, der Games-Umsatz dagegen steigt.

 

Weitere Informationen:

https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6843/paradox-oder-clever-app-gegen-computerspielsucht-im-betrieb.html

https://www.aerztezeitung.de/panorama/article/966207/spass-krankheit-jeder-zweite-deutsche-online-spielesucht.html

https://www.deutschlandfunk.de/who-erkennt-online-spielsucht-an-wenn-gaming-suechtig-macht.1773.de.html?dram:article_id=420612

 

 

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