Mitarbeiterverpflegung während Corona – ein Beitrag zur gesundheitlichen Grundkonstitution

Currywurst – eine lange, eine geliebte Tradition. Wer damit bricht, rechnet mit Reaktionen.

Als 1949 in Berlin der amerikanische Livestyle erstmals im Alltag ankam, waren die Menschen fasziniert. Wer sich also die Amispeise Steak mit Ketchup nicht leisten konnte, aß Currywurst. Aber auch in Hamburg, Hannover oder im Ruhrgebiet will man den genialen Einfall gehabt haben. VW z.B. machte Schlagzeilen, dass sie 2019 mehr Currywürste mit der Seriennummer des Originalteilekataloges „199 398 500 A“ als Autos verkauft hat. Ausgerechnet VW streicht in einer Werkskantine die Currywurst und stellt komplett auf fleischfreie Angebote um. Ein starkes Zeichen einerseits. Andererseits ist das vielen zu viel.

Richtig bleibt aber

  • Essen soll schmecken und gut tun!
  • Wir gehen dort essen, wo uns das Angebot gefällt.
  • Der Koch soll auf Qualität und Vollwertigkeit achten.
  • Die Folgen von schlechter Ernährung und Übergewicht sind nicht erst seit Corona bekannt.
  • In Deutschland ernähren sich viele Menschen ernährungsphysiologisch gesehen nicht optimal.
  • Aufklärung reicht nicht, um Essgewohnheiten zu ändern. Es braucht attraktive Angebote.
  • Gesunde Ernährung und Klimaschutz gehen häufig Hand in Hand.

Unternehmen können über die Betriebskantinen Einfluss nehmen. Sie dürfen ihre Kantine fordern, das Angebot attraktiv UND hochwertig, gesund und nachhaltig zu machen. Das ist mehr, als Trends zu folgen. Davon würde das Unternehmen intern profitieren: Mitarbeiterbindung, Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit, etc. Zudem wäre es ein wichtiger Beitrag zu mehr Ernährungsgesundheit insgesamt.

Letzen Endes ist das Mittagessen in der Kantine für viele Menschen die Hauptmahlzeit des Tages. Ist diese gesünder, hochwertiger und sogar ökologischer ist das ein Gewinn für alle. Wenn es in den Kantinen nicht passiert – wo dann?

Wussten Sie?

  • Pro Tag treffen wir 230 ernährungsbezogene Entscheidungen
  • Für Werbung von Süßwaren werden knapp 700 Millionen Euro ausgegeben.
  • Gemüse und Obst wird dagegen mit nur 7 Millionen Euro beworben.

Ich wünsche uns eine geöffnete Gastronomie und Ihnen einen schönes Sommerfinale!

Ihr Christian Feist