Lässt sich digitale Führung lernen?

Aus der Krise, fertig – los? Was so einfach klingt, braucht Strukturen und Hilfsmittel. Unser Partner Motio führt aktuell und in den kommenden Wochen verschiedene Onlineseminare durch, um Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Jobstarter fit zu machen. Darunter sind Themen wie Resilienz, Work-Life-Balance im Homeoffice oder virtuelles Führen. Jedem dieser Themen könnten wir uns ausführlich widmen, aber zur guten Führung gehört auch, sich entscheiden zu können. Insofern heißt es nun: Virtuell führen will gelernt sein und hat auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement einen festen Platz.

Welche Kompetenzen sind künftig besonders gefragt?  Für die moderne Arbeitswelt werden neben den fachlichen Kompetenzen insbesondere Soft Skills immer wichtiger. StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung des Beratungsunternehmens Kienbaum an der International School of Management, haben eine Vorab-Studie unter 8.500 Menschen durchgeführt. Das Ergebnis lautet: nur 38 Prozent aller Befragten sind davon überzeugt, dass ihr Profil mit digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten langfristig krisensicher sei. Laut Erhebung von StepStone und Kienbaum sehen die Befragten wichtige Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Flexibilität (84 Prozent) und Anpassungsfähigkeit (83 Prozent). Als Kernkompetenz der Zukunft benennen Arbeitnehmer und Führungskräfte mit 88 Prozent gleichermaßen die allgemeine Lernbereitschaft.

Es geht also mehr denn je darum, die Beschäftigten gezielt dort abzuholen, wo sie gerade aktiv sind und eine gewisse Eigenverantwortung auch beim Lernen und der individuellen Weiterbildung  sowie bei der virtuellen Teamarbeit zu fördern.

Eines ist klar: Nicht erst seit der Coronakrise werden agile Arbeitsweisen thematisiert und angeboten. Ohne gezielte Führung seitens der Firma verpuffen allerdings viele gut gemeinte Ansätze. Und ein Überangebot an virtuellen Systemen wiederum führt zu Ermüdungserscheinungen.

So fragt unter anderem das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Rump: Was verbirgt sich hinter „Zoom Fatigue“?  Wir klären kurz auf: Zoom Fatigue beschreibt die Müdigkeit, die sich nach zahlreichen virtuellen Meetings am Tag und in der Woche einstellt. Mittlerweile sprechen wir sogar von Erschöpfung durch zu viel Digitalität.

„Wo früher ein Meeting nach dem anderen im Kalender stand, reiht sich nun Call an Call. Keine Pause nötig, schließlich fallen Raumwechsel weg. Zwei Klicks – und der Bildschirm ist voll mit anderen Personen, aufgereiht wie eine antike Büstensammlung: Kopf und Oberkörper sind zu sehen, mehr nicht. Im Hintergrund Bücherregale, Kleiderschränke, Kücheninterieur.“ (Ina Karabasz, Handelsblatt 15.07.20).

Das Institut für Beschäftigung und Employability IBE möchte sich deshalb mit diesem Phänomen beschäftigen und hat einen kurzen Fragebogen zusammengestellt. Hier » geht es direkt zum Fragebogen; die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Bevor wir jedoch zum Erschöpfungszustand kommen, lohnt sich der Blick auf die Möglichkeiten, die digitale Tools und digitales BGM im Idealfall bieten. Nie war es einfacher, sich einen Überblick über den Gesamtzustand einer Abteilung, einer Firma oder sogar einer Branche im Vergleich zu verschaffen. Der Anspruch seitens der Geschäftsführung, verlässliche Kennzahlen zu erheben und diese in Nachhaltigkeitsreports einfließen zu lassen, steigt ständig und kann über die Auswertungen des digitalen BGM verlässlich geliefert und interpretiert werden. Wie stellen sich jedoch die Führungskräfte im Spagat zwischen Präsenz, virtuellen Teams und Reportings auf?

In interaktiven und live durchgeführten online Seminaren können die Mitarbeiter neues Wissen erwerben. Die Experten bei Motio » informieren über neue Entwicklungen und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte, die der eigenen Gesundheit einen hohen Wert zuschreiben, ihre Beschäftigten besonders gut zu einem gesundheitsbewussten und damit leistungsfördernden Verhalten motivieren können. Transparente Kommunikation ist dabei das A und O. Die Motio-Trainings beinhalten so z. B. Schwerpunkte nach Dr. Matyssek zum Thema „Gesund Führen“ oder „Führung auf Distanz“. Follow-up-Trainings sichern die Umsetzung im Führungsalltag und steigern die Nachhaltigkeit.

Gerade jetzt sollten Unternehmen gezielt und verstärkt in das Know-how ihrer Mitarbeiter investieren. Es gibt viele gute Gründe, Impulsvorträge und digitale Seminare zu Schwerpunktthemen im Bereich Führung, Resilienz, Teamentwicklung bis hin zu Online-Azubiprogrammen anzubieten.

Infos unter https://www.motio.de/unsere-digitalen-angebote/