IT-Trends 2021

Der langfristige Einfluss von Corona auf die Arbeitswelt ist nicht zu unterschätzen. Viele der angestoßenen Veränderungen, ob in der Kommunikation, der Organisation oder der Zusammenarbeit, werden uns auch über die Pandemie hinaus begleiten. Mit der wichtigste Faktor im Aufbau neuer Arbeitsformen war die Digitalisierung in Unternehmen und Behörden. Die Management- und IT-Beratung Capgemini hat daher Business- und IT-Verantwortliche befragt, welche Themen und Trends sie für das Jahr 2021 sehen.

Insgesamt haben 87 Prozent der Unternehmen und Behörden die Pandemie zum Anlass genommen, ihre Digitalisierung auszubauen; 48,8 Prozent haben dabei sogar die Ausgaben für ihre IT-Budgets trotz schlechter Konjunkturaussichten erhöht. Dabei treten Flexibilität und Effizienz im Vergleich zum Vorjahr in den Hintergrund; als deutlich wichtiger wird die Ausrichtung an den Bedürfnissen der Endkunden sowie der Aufbau von Partner-Ökosystemen angesehen, außerdem die Erhöhung der Datensicherheit. Damit wird die erfolgreiche Arbeit auch im Home Office sichergestellt.

Das Budget für Ausbau und Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur wird allerdings naturgemäß von den Kosten der Instandhaltung begrenzt; dabei zeigt sich, dass mittelständische Unternehmen anteilig deutlich höhere Kosten haben als Großkonzerne. Capgemini begründet diesen Unterschied in der seltener möglichen Nutzung von Cloud Services sowie Skaleneffekten und niedrigeren Lizenzpreisen. Auch die Automatisierung ist in kleineren Betrieben oft nicht so weit fortgeschritten.

Letzteres trägt auch dazu bei, dass der Mittelstand sich stärker vom Fachkräftemangel betroffen sieht; in den nächsten zehn Jahren werden bis zu 21 Prozent der IT-Fachkräfte in den Ruhestand gehen. Zu den Kompensationsmechanismen zählen für Unternehmen neben fortschreitender Automatisierung auch eine stärkere Standardisierung von Prozessen sowie Wissensmanagement-Systeme. Auch der Einsatz von KI gehört mittlerweile dazu.

Alle Ergebnisse der Studie von Capgemini finden Sie hier »