Ende der Home Office-Pflicht

Zum heutigen 01. Juli endet die Pflicht für Unternehmen, nach Möglichkeit Home Office anzubieten, wie es in der sog. Bundesnotbremse festgelegt wurde. Bis zum 10. September gilt nun die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung». Darin ist beispielsweise geregelt, dass weiterhin betriebliche Hygienepläne und Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden müssen; bei fehlenden Abstandsmöglichkeiten oder Trennwänden müssen so beispielsweise medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden. Die Pflicht für Unternehmen, ihren Mitarbeiter*innen mindestens zwei Corona-Schnelltests pro Woche anzubieten, bleibt allerdings bestehen, sofern nicht andere Schutzmaßnahmen die Infektionsgefahr minimieren, zum Beispiel die vollständige Impfung aller Anwesenden. Kontakte sollen weiterhin reduziert werden, die gleichzeitige Nutzung von Räumen also auf das betriebsnotwendige Minimum reduziert bleiben.

Die neue Verordnung soll die betrieblichen Maßnahmen an die zur Zeit niedrigen Infektionszahlen anpassen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bleibt vorsichtig»: „Eine vierte Welle muss unbedingt vermieden werden, zumal sich die besonders ansteckende Delta-Variante rasch ausbreitet. Die jetzt vorgenommenen Anpassungen der Corona-Arbeitsschutzverordnungen ermöglichen es, die betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen an die erfreulich gesunkenen Infektionszahlen anzupassen. Auch die zunehmende Impfquote der Beschäftigten kann künftig berücksichtigt werden. Damit schaffen wir bundesweit Sicherheit, Verlässlichkeit und Planbarkeit für Beschäftigte und Arbeitgeber.“

Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom» hatte zuletzt ergeben, dass eine Mehrheit der Arbeitnehmer*innen auch nach dem Auslaufen der Bundesnotbremse gerne im Home Office arbeiten möchte. Jedes dritte Unternehmen hatte jedoch auch während der Angebotspflicht auf Präsenzarbeit bestanden.