„Ein Rückblick ist kein Ausblick“

company bike mobilisiert bereits seit 2012 Unternehmen mit Dienstfahrrädern und einem Rundum-Sorglos-Service aus digitaler Abwicklung, individualisiertem Portal und mobilem Reparaturservice. Im Interview spricht CEO Maximilian Acht über Mobilität im Corona-Lockdown, die Gleichstellung von Mobilitätsangeboten und gelebte Strukturen als Grundlage für individualisierte Lösungen.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Das letzte Jahr war geprägt von einer gesellschaftlichen Verunsicherheit, welche auch in meinem privaten Umfeld stark spürbar war. Es wurde viel geredet, spekuliert und diskutiert. Das alltägliche Leben wurde hierbei auf eine ernste Probe gestellt. Letztlich hat es mich in meinem 

Handeln bestärkt, Dinge sachlich zu erörtern und mich an den positiven Entwicklungen zu orientieren. Durch ständige Kritik schaffen wir keine Lösungen und ein Rückblick ist kein Ausblick. Ich schaue konsequent nach vorne und gestalte eine bessere Zukunft.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Bereits wenige Tage nach dem ersten Lockdown haben wir die zusätzliche Nachfrage an unseren nachhaltigen Mobiltitätsangeboten deutlich gespürt. Somit fühlen wir uns in unserem Handeln bestätigt und sehen die Erfahrungen aus der Pandemie als weiteren Ansporn. Mit unserer eigenen Supply Chain und unseren volldigitalisierten Prozessen konnten wir von Beginn der Pandemie an auf eine stabile Infrastruktur vertrauen. Unser junges Team hat die neue Situation sehr verantwortungsbewusst und offen angenommen, sodass wir jederzeit voll handlungsfähig gewesen sind.

 

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Das gewohnte Mobilitätsverhalten im Berufsalltag beeinflusst häufig auch die Fortbewegung in der Freizeit. Wir unterstützen den Mobilitätswandel in großen und mittelständischen Unternehmen und fördern die Nutzung des Fahrrads/E-Bikes als weitreichende Alternative zum Auto. Das Resultat sind gesündere Mitarbeiter mit einer hohen Identifikation zu ihrem Arbeitgeber. Durch eine aufwandsarme Administration und maßgeschneiderte Servicelösungen schaffen wir erhebliche Mehrwerte für alle Beteiligten.

 

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

In zahlreichen Unternehmen und Branchen gibt es weiterhin Barrieren bei der Gleichstellung von Firmenwagen und Firmenrad. Wir engagieren uns daher in verschiedenen Interessensverbänden, damit Arbeitnehmer aller Branchen in den Genuss der nachhaltigen Subventionierung kommen. Darüber hinaus analysieren wir aufkommende Bedürfnisse im Markt, der durch das veränderte Mobilitätsverhalten eine sehr große Dynamik erlebt und sich täglich weiterentwickelt. Wir reagieren mit innovativen Lösungsansätzen und setzen hierbei stets neue Maßstäbe.

 

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

Wir freuen uns sehr, dass wir reihenweise glückliche Rückmeldungen von unseren Kunden erhalten. Häufig stehen hierbei die wiedererkannte Freude am Radfahren und der große Radius mit elektrischer Unterstützung im Vordergrund. Besonders während des Lockdowns konnten wir zudem viele Kunden mit unserem mobilen Service und unserer persönlichen (coronakonformen) Nähe begeistern. Unser hybrides Geschäftsmodell (digitale Auswahl & physischer Service) ist für viele die perfekte Synergie der Gegenwart.

 

Was macht Company Bike anders als andere Anbieter?

Wir gestalten ein sinnvolles Angebot ohne unnötige Preistreiber, getreu dem Motto „die schönsten Blumen statt den ganzen Strauß“. In der Zusammenarbeit mit großen und mittelständischen Unternehmen sehen wir dies als unsere Verantwortung gegenüber den verschiedenen Personengruppen. Zudem passen wir unsere Dienstleistung bis ins Detail an die gelebten Strukturen an und ermöglichen einzigartige Services. Hierbei bieten wir alle Leistungsbestandteile aus einer Hand an, sodass Vorgaben in jedem Prozessabschnitt berücksichtigt werden können. Individualisierte Lösungen sind für uns der Schlüssel zu einer langfristigen Zusammenarbeit mit sämtlichen Geschäftspartnern.

Studie der IKK classic zur Wirkung von Diskriminierung und Vorurteilen

Vorurteile und Diskriminierungen sind ein großes gesellschaftlichen Problem – und ein medizinisches: Sie können zu psychischer Belastung führen, zu Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln und daher auch zu Ängsten oder Depressionen. Schlafstörungen, Migräne oder Essstörungen sind ebenfalls verbreitete Folgeerscheinungen.

Das rheingold Insitut hat im Auftrag der IKK classic eine Grundlagenstudie verfasst, die die Entstehung und Verbreitung von Vorurteilen und ihre Folgen untersucht und erstmals den direkten Zusammenhang zwischen Diskriminierungserfahrungen und den Auswirkungen auf die Gesundheit aufzeigt. Auf dieser Basis will die Krankenkasse ihr langfristiges Engagement für einen wertschätzenden gesellschaftlichen Umgang miteinander stärken. Außerdem sollen Menschen, Medien und Unternehmen aufgeklärt und sensibilisiert werden.

Denn das Problem ist allgegenwärtig: So sind oder waren rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland bereits von Diskriminierung oder Vorurteilen betroffen. Dabei weisen die Studienautoren darauf hin, dass Vorurteile selbst ein natürlicher psychischer Prozess sind und uns helfen, unsere komplexe Umwelt in Kategorien zu sortieren und somit schneller reagieren zu können. Diese „Schubladen“ werden jedoch schnell unflexibel und erzeugen generalisierte Bilder von Menschen, die wir bestimmten Gruppen zuordnen und entsprechend behandeln – eine Grundlage für diskriminierendes Verhalten. Während offene Anfeindungen seit den 1980er Jahren seltener geworden sind, nehmen subtilere Formen und Mobbing zu. Hier ist besonders die Veränderung der Kommunikation durch die sozialen Medien zu nennen, die als „enthemmte“ Räume Gelegenheit auch zu anonymen Handlungen bieten. Die Problematik von Vorurteilen und Diskriminierung ist den Befragten der Studie bewusst, wie die folgende Grafik zeigt:

© IKK classic

Die Verbreitung von Vorurteilen wird jedoch deutlich unterschätzt. So werden sie zwar bei der Hälfte aller Menschen vermutet, ein Fünftel der Befragten geht aber davon aus, dass weniger als 50 Prozent Vorurteile haben. Dabei geben durchschnittlich 40 Prozent an, gelegentlich vorurteilsbedingt zu handeln.

© IKK classic

Dabei haben selbst Betroffene häufig Schwierigkeiten, Diskriminierungen als solche zu erkennen. Bei offensichtlichen Handlungen wie Belästigung oder Körperverletzung oder Kontaktabbrüchen ist die Einordnung noch leicht, Benachteiligung bei der Job- oder Wohnungssuche oder sogenannte Mikroaggressionen führen dagegen oft zu großer Unsicherheit in der Wahrnehmung. Gerade letztere werden aber besonders häufig erlebt:

© IKK classic

Unsicherheit, Irritation, Scham und Hilflosigkeit sind oft die ersten Reaktionen auf das Erlebte. Die Fremdbestimmung durch die Reduzierung auf bestimmte Merkmale oder Zugehörigkeiten kann dann zu Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln führen, die in einer Angstspirale enden und die zwischenmenschliche Interaktion langfristig prägen. Schwächere Formen von Diskriminierung führen häufig auch zu Wut und Ungerechtigkeitsempfinden bei den Betroffenen, stärkere rufen eher Gefühle von Demütigung, Ausgrenzung und Entsetzen hervor. Positive Entwicklungen sind selten, auch wenn gerade Ältere und Menschen mit Migrationshintergrund in der Studie angeben, durch das Erlebte „abgehärtet“ zu sein. Verdrängung und längerfristiges Vermeidungsverhalten in Bezug auf bestimmte Situationen oder Menschen prägen anschließend mehrheitlich den Umgang mit dem Erlebten.

© IKK classic

„Diskriminierung führt zu Rückzug führt zu Isolation führt zu Depression“ – diese Zwischenüberschrift der Studie spiegelt sich in den Ergebnissen wieder. So sind Menschen, die unter Diskriminierung leiden, zweieinhalb mal so oft von Depressionen betroffen wie Nicht-diskriminierte. Angststörungen kommen sogar 2,8-mal so häufig vor, Zusammenbrüche oder Burn-out gar 3,4-mal. Verständlicherweise folgt daraus oft ein grundsätzliches Krankheitsgefühl, die Lebenszufriedenheit und –qualität sinkt.

© IKK classic

Wie kann in dieser Situation neuer Halt, neue Stärke gefunden werden? Die Befragten nennen vor allem Partner, Familie und Freunde, aber auch die eigene Kraft – Selbstbehauptungswille, Durchsetzungskraft oder eigene Erfolge – sind eine wichtige Ressource. Zudem spielen Vorbilder sowohl im realen Leben als auch in den Medien eine Rolle, die auch beim Abbau von Vorurteilen helfen können: Sichtbare Diversität erweitert den Horizont dessen, was als „normal“ und als „fremd“ empfunden wird und regt zu Perspektivwechseln an. Im Sozialleben ist der Kontakt zu Menschen einer sozialen Gruppe, der wir mit Vorurteilen begegnen, der stärkste Hebel im Kampf gegen Vorurteile: Das Verfolgen gemeinsamer Ziele, beispielsweise in gemischten Arbeitsteams und mit entsprechender Unterstützung, stärkt diesen Effekt zusätzlich.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen der Startschuss für ein langfristiges Engagement der IKK classic gegen Vorurteile und Diskriminierung sein. Dazu gehören neben den Maßnahmen, die bereits jetzt für Betroffene angeboten werden – wie eine 24 Stunden-Hotline oder die Unterstützung bei der Therapeutensuche – die gesellschaftliche Sensibilisierung und die Entwicklung weiterer Maßnahmen. Denn es sollen nicht nur die Symptome, sondern vor allem die Ursachen bekämpft werden – damit es uns allen gemeinsam besser geht.

Die gesamte Grundlagenstudie des rheingold Instituts im Auftrag der IKK classic finden Sie hier:

www.ikk-classic.de/gesund-machen/vorurteile-machen-krank

„Wir legen den Schalter auf ON!“

prevent.on bietet bereits seit über zwanzig Jahren stetig weiterentwickelte Gesundheitsdienstleistungen an und arbeitet dafür mit einem Netzwerk aus über 800 Ärzt*innen, Therapeut*innen und Coaches zusammen. Im Interview sprechen die Geschäftsführer Dr. Nadine Schuster und Dr. Jochen Haack über die Vollbremsung durch die Pandemie, die nachhaltige Pflege des Immunsystems und die digitale Weiterentwicklung von prevent.on.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheitsdienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Ich differenziere diesen Zeitraum einmal in „Beginn der Pandemie“ und „weiterer Verlauf der Pandemie“. Meine größte Herausforderung zu Beginn der Pandemie war es, mit der radikalen Vollbremsung des privaten und öffentlichen Lebens zurechtzukommen. Von heute auf morgen war der Kindergarten geschlossen, durften wir unsere Eltern und Großeltern nicht mehr besuchen, kamen die Patient*innen nicht mehr in die Praxis, fanden Meetings nur noch virtuell statt. Auch für mich, einen Menschen, der mit Veränderungen gut umgehen kann, sie sogar unbedingt im Leben braucht, war diese erste Phase der Pandemie eine Herausforderung. Vor allem deswegen, weil die zeitliche Planbarkeit in Frage gestellt war. Wie lange wird das so sein? Ein paar Wochen? Monate? Vielleicht für immer? Im Verlauf dieser Pandemie wurde mir zudem bewusst, wie unterschiedlich die Menschen mit dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung umgehen, wie wichtig Sicherheit für viele ist und wie vermeintlich gering die Risikokompetenz in unserer Bevölkerung ausgeprägt ist. Das war vielleicht mein größter Lernprozess und auch einer, der in die Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen mit eingeflossen ist. Denn die letzten 12 Monate haben uns gezeigt, dass gewisse Risiken im Leben nicht unbedingt vorhersehbar sind und wir dennoch damit umgehen müssen.

Dr. Nadine Schuster, Geschäftsführerin von prevent.on

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“ Wie war Ihr Umgang mit der Pandemie? Hat sich Ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

Wir haben das Motto „Jetzt erst recht!“ für uns verinnerlicht – oder mit unserem Slogan gesprochen: „Wir legen den Schalter auf „ON“. Wir haben schnell zu Beginn der Pandemie mit unseren Kund*innen Kontakt aufgenommen und die Bedürfnisse oder besonderen Herausforderungen erfragt. Durch die Verbote der Dienstreisen der Firmen gab es im medizinischen Bereich natürlich zunächst weniger Untersuchungen an unseren Standorten. Nach Aufhebung dieser Verbote wurde der Checkup auch vor dem Hintergrund der Identifikation eigener Risikofaktoren wieder vermehrt in Anspruch genommen. Auch hier zählt wieder unser Motto „Schalter auf ON umlegen“: was kann ich heute dafür tun, damit ich mich fit und resilient mache? Das heißt natürlich nicht, dass ich durch meinen Lebensstil eine Erkrankung komplett vermeiden kann. Aber ich kann meinen Beitrag zu einer besseren Immunkompetenz und zu einer optimistischen Lebenseinstellung leisten.

Und hier spielt ein anderer wichtiger Aspekt eine Rolle, denn der psychomentale Bereich, der andere Schwerpunkt der prevent.on GmbH, hat in den vergangenen mittlerweile 15 Monaten einen besonderen Zulauf erfahren. Menschen haben aufgrund der Pandemie Angehörige verloren, der Arbeitsplatz ist oder war bedroht, sie haben eine Covid-19-Erkrankung überstanden und waren auf Intensivstation, sie haben eine Verschlimmerung einer vorhandenen depressiven Erkrankung erfahren und so weiter. Die Pandemie wirkte wie ein Brennglas für die Entstehung oder Beschleunigung von psychomentalen Beanspruchungsfolgen und hat uns darin bestärkt, mit unseren Angeboten für Firmen und Krankenkassen auf dem richtigen Weg zu sein. Mit einigen unserer Bestandskund*innen aus dem Checkup-Bereich haben wir schnelle psychologische Unterstützungsangebote für Mitarbeiter*innen ins Leben gerufen und unsere bundesweit über 850 Psychotherapeut*innen aktiviert, schnell und unkompliziert Beratung und Therapie zur Verfügung zu stellen. So konnten wir unmittelbar reagieren und in manchen Fällen Chronifizierung vorbeugen.

Wir decken als Unternehmen mit unserem Portfolio einige aktuelle Bedarfe von Unternehmen im Bereich Gesundheit ab. Die Pandemie hat zudem ein Brennglas auf den Megatrend der Digitalisierung gelegt – und auch wir haben unser Portfolio in diesem Kontext angepasst. Ab Januar 2021 gibt es einen rein digitalen Checkup für Mitarbeiter*innen aus Unternehmen jeglicher Größe. Dies ist zum einen ökonomisch für viele Firmen sinnvoll, zum anderen löst es auch Probleme, die durch Themen wie zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeit neu aufgetreten sind.

Und abschließend: wir haben uns auch als Organisation neu aufgestellt. Wir sind gewachsen, haben Mitarbeiter*innen eingestellt, unsere Prozesse optimiert, um noch schneller auf kundenseitige Veränderungen reagieren zu können. Wir haben mittlerweile eine Tugend aus der virtuellen Kommunikation gemacht und „sehen“ uns seither sogar häufiger als vorher, da wir an unterschiedlichen Standorten arbeiten. Aber dieser Prozess hat am eigenen Leib die Herausforderungen großer Unternehmen gezeigt: die Corona-Pandemie hat Homeoffice zunächst zur Regel erklärt, aber den individuellen Umgang damit offen gelassen. Die völlige Entgrenzung der Arbeit, die sich schon seit einigen Jahren anbahnte, hat in den letzten 15 Monaten den Zenit erreicht und deutlich gemacht, wie unterschiedlich Menschen darin sind, Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu brauchen oder sogar gänzlich ablehnen. „Führen und geführt werden im digitalen Zeitalter“ und deren Auswirkungen wurde schneller als gedacht zur Hauptaufgabe der Unternehmen und wird uns noch lange beschäftigen.

Dr. Jochen Haack, Geschäftsführer von prevent.on

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Die Corona-Pandemie hat unsere Kernkompetenz als Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen tangiert, denn Stress und Belastungen, und dazu gehören auch die verschiedenartigen beruflichen und privaten Belastungsfaktoren im Rahmen der Corona-Pandemie, können dazu beitragen, dass unser Immunsystem anfällig wird für Infektionen. Ein starkes Immunsystem wiederum kann dazu beitragen, dass die Chance einer Infektion geringer ist und dass eine allfällige Infektion weniger schwerwiegend verläuft. Die eigenen Abwehrkräfte können mit verschiedenen Maßnahmen gestärkt werden: Eine ausgewogene Ernährung mit einer genügenden Aufnahme von Flüssigkeit wird bereits breit empfohlen. Daneben gibt es weitere vorbeugende Maßnahmen, die im Alltag helfen können, das Immunsystem gesund zu erhalten: kein Vitamin D-Mangel, mäßiger Alkoholkonsum, nicht Rauchen, ausreichend Bewegung, insbesondere an der frischen Luft, und genügend Schlaf sind für ein gesundes Immunsystem ebenso wichtig. Des Weiteren sollte auch lange andauernder (chronischer) Stress vermieden werden. Diese Tipps für einen gesunden Lebensstil gelten nicht nur für die Stärkung des Immunsystems, sondern sind auch zur Prävention von nicht übertragbaren Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Krebs wirksam.

Und hier liegt die Stärke von prevent.on: Schon vor der Pandemie waren die Identifikation von Risikofaktoren zur Ausbildung von körperlichen und psychischen Erkrankungen und die Stärkung von Schutzfaktoren unsere täglichen Arbeitsschwerpunkte. Wir führen an mittlerweile 9 Checkup-Standorten und in über 850 psychotherapeutischen Praxen Untersuchungen und Beratungen auf höchstem Niveau durch und sind Experten in Stärkung individueller und organisationaler Resilienz. Resilienz heißt, nach widrigen Erfahrungen der Vergangenheit wieder aufzustehen und positive Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Unsere Haltung der Ressoucenorientierung macht uns zu wichtigen Partnern für unsere Kundenunternehmen, gerade weil es jetzt um die Übertragung von „Lessons learned“ auf die Zukunft geht.

 

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Zwei große Projekte, die beide mit dem Megatrend der Digitalisierung bzw. Konnektivität zu tun haben, stehen in der Pipeline. Die Pandemie bietet die Grundlage für zahlreiche Veränderungen: Möglicherweise werden wir weiterhin vermehrt mobiler arbeiten, dabei weniger reisen und uns somit häufiger in einer Videokonferenz besprechen. Wir haben uns vielleicht auch in einigen Bereichen an das Online-Shopping gewöhnt und können uns gut damit identifizieren, dass wir uns im wahrsten Sinne des Wortes in virtuellen Räumen bewegen, um Sport zu treiben. Alles wird digitaler und exakt diese Digitalisierung ermöglicht es uns, gewisse Dinge zu vereinfachen.

Zum einen möchten wir unsere Kund*innen und Klient*innen zukünftig smart und komfortabel durch den prevent.on-Checkup führen: Von der Einladung über die Terminauswahl, der Beantwortung von Fragen zu der medizinischen und psychischen Gesundheit bis zur Ergebnisdarstellung wird alles digital stattfinden. Auch die Nachverfolgbarkeit vereinbarter Ziele und die Darstellung von Veränderungen über die verschiedenen Checkups werden Bestandteil des neuen prevent.on-Gesundheitsportals sein.

Wir stehen zum anderen kurz vor dem Launch unseres rein digitalen Checkups, worauf wir schon gespannt sind und auf dessen Markteinführung wir uns sehr freuen! Was erwartet die Kund*innen bei einem (fast) rein digitalen Checkup? Die Klient*innen erhalten von ihrem Arbeitgeber einen anonymisierten Code, loggen sich mit diesem in unser System ein, registrieren sich und füllen zunächst zwei Fragebögen mit medizinischen und psychologischen Fragen aus. Sie drucken sich im Anschluss einen Voucher aus und vereinbaren einen Termin mit ihrem Betriebs-oder Hausarzt, um körperlich untersucht zu werden und diagnostisch und präventivmedizinisch wichtige Werte zu ermitteln (Blutabnahme, Blutdruck, Größe, Gewicht, Bauchumfang). Der Arzt schickt diese Werte zurück an prevent.on. Der Klient vereinbart darauf online ein telemedizinisches Abschlussgespräch mit einem Gesundheitsberater, bei dem die Ergebnisse der Fragebögen, eventuellen „red flags“ und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung besprochen sowie Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Der Klient hat jederzeit Zugang zu seinen Ergebnissen und erhält in seinem Bereich Tipps und Tricks zur Verhaltensänderung. Hier schließt auch unsere Vision für die kommenden Jahre an: wir wollen der Veränderungsbegleiter für unsere Kundenunternehmen und Klient*innen sein und die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie in eine gesunde Zukunft tragen. Wir wollen Menschen und ganze Unternehmen in ihrer Gesundheit stärken, Führungskräfte zu gesunden Vorbildern entwickeln, sowohl in ihrer Haltung als auch in ihrem Verhalten. Dazu investieren wir gerade in den extrem spannenden Bereich der Künstlichen Intelligenz, um noch besser und individueller diagnostizieren und beraten zu können.

 

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

Ein Klient sagte zu einer meiner Mitarbeiter*innen an unserer Hotline, die sich um die schnelle Vermittlung in Psychotherapie oder Beratung kümmert, folgendes: „Endlich habe ich eine Beratung gefunden, die mir hilft. Ich kann mich sortieren, habe wieder den Eindruck „hinter dem Ball zu sein“ und das Spiel mitzugestalten. Ich kann mich wieder konzentrieren und bin zuversichtlich, dass ich die Herausforderungen meistern werde. Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich einen Termin bei einer Psychologin. Ich bin froh, dass mein Arbeitgeber das ermöglicht. Naja, er hat ja auch etwas davon 😊.“

Mitarbeiterverpflegung während Corona – ein Beitrag zur gesundheitlichen Grundkonstitution

Currywurst – eine lange, eine geliebte Tradition. Wer damit bricht, rechnet mit Reaktionen.

Als 1949 in Berlin der amerikanische Livestyle erstmals im Alltag ankam, waren die Menschen fasziniert. Wer sich also die Amispeise Steak mit Ketchup nicht leisten konnte, aß Currywurst. Aber auch in Hamburg, Hannover oder im Ruhrgebiet will man den genialen Einfall gehabt haben. VW z.B. machte Schlagzeilen, dass sie 2019 mehr Currywürste mit der Seriennummer des Originalteilekataloges „199 398 500 A“ als Autos verkauft hat. Ausgerechnet VW streicht in einer Werkskantine die Currywurst und stellt komplett auf fleischfreie Angebote um. Ein starkes Zeichen einerseits. Andererseits ist das vielen zu viel.

Richtig bleibt aber

  • Essen soll schmecken und gut tun!
  • Wir gehen dort essen, wo uns das Angebot gefällt.
  • Der Koch soll auf Qualität und Vollwertigkeit achten.
  • Die Folgen von schlechter Ernährung und Übergewicht sind nicht erst seit Corona bekannt.
  • In Deutschland ernähren sich viele Menschen ernährungsphysiologisch gesehen nicht optimal.
  • Aufklärung reicht nicht, um Essgewohnheiten zu ändern. Es braucht attraktive Angebote.
  • Gesunde Ernährung und Klimaschutz gehen häufig Hand in Hand.

Unternehmen können über die Betriebskantinen Einfluss nehmen. Sie dürfen ihre Kantine fordern, das Angebot attraktiv UND hochwertig, gesund und nachhaltig zu machen. Das ist mehr, als Trends zu folgen. Davon würde das Unternehmen intern profitieren: Mitarbeiterbindung, Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit, Nachhaltigkeit, etc. Zudem wäre es ein wichtiger Beitrag zu mehr Ernährungsgesundheit insgesamt.

Letzen Endes ist das Mittagessen in der Kantine für viele Menschen die Hauptmahlzeit des Tages. Ist diese gesünder, hochwertiger und sogar ökologischer ist das ein Gewinn für alle. Wenn es in den Kantinen nicht passiert – wo dann?

Wussten Sie?

  • Pro Tag treffen wir 230 ernährungsbezogene Entscheidungen
  • Für Werbung von Süßwaren werden knapp 700 Millionen Euro ausgegeben.
  • Gemüse und Obst wird dagegen mit nur 7 Millionen Euro beworben.

Ich wünsche uns eine geöffnete Gastronomie und Ihnen einen schönes Sommerfinale!

Ihr Christian Feist

Keine Alibi-Aktionen mehr

Der Hilfsmittelhersteller Bauerfeind AG nutzt langjähriges Know-How aus Sportmedizin und Reha für fundierte Präventions- und umfassende Gesundheitsangebote. Christian Weyer, Leiter des Bereichs Betriebliche Prävention, spricht im Interview über die wichtige Vernetzung von Gesundheitsthemen und -akteuren und die Frage, warum Gesundheitsmanagement nicht nur Luxus, sondern auch Wert ist.

An Sie als Mensch und nicht als Leiter eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Christian Weyer, Leiter Betriebliche Prävention Bauerfeind AG

So wichtig das Planen und Kalkulieren mit dem „spitzen Bleistift“ auch ist – es kann jederzeit passieren, dass ein dicker Strich durch die Rechnung gemacht wird. Damit muss man leben lernen und auch die Chancen darin sehen: Mehr Abstand zum Tagesgeschäft, mehr Zeit für Dinge, die weniger dringlich, aber ebenfalls wichtig sind.

Erstaunt hat mich, wie unterschiedlich viele Unternehmen das Thema BGM in den letzten Monaten angegangen sind: Manche haben alle Aktivitäten eingestellt, andere zumindest Notfallpläne entwickelt und wieder andere die Zeit des Lockdowns genutzt, um alternative und langfristige Präventionskonzepte zu entwickeln.

Welche Vision haben Sie?

Betriebliche Prävention muss mehr Beschäftigte erreichen und mehr leisten als nur Beratung oder die Bereitstellung von Messdaten: Wir haben in Deutschland eines der besten Gesundheitssysteme – doch betriebs- und hausärztliche Betreuung greifen nur wenig ineinander, und „Dr. Google“ spielt bei vielen Mitarbeitern eine unverhältnismäßig große, teils riskante Rolle.

Um Abhängigkeiten von Schmerzmedikamenten, chronifizierten Beschwerden und vorzeitiger Berufsunfähigkeit zu begegnen, sollte mehr KnowHow z.B. aus der Orthopädie, Psychologie und anderen Disziplinen wie auch dem Arbeitsschutz in das Gesundheitsmanagement einfließen.

Die Bauerfeind AG wird weiterhin an einer entsprechenden Vernetzung und Fokussierung der Akteure im Gesundheitswesen arbeiten, der Erfolg erster Pilotprojekte bestärkt uns darin.

Werden BGM-Maßnahmen nach der Krise eher ein Luxusthema sein?

BGM war schon immer ein kostspieliger Luxus, wenn es zum reinen Selbstzweck und ohne ausreichende Nachhaltigkeit betrieben wurde. Das Kosten-/Nutzenverhältnis hängt stark davon ab, wie sehr Gesundheitsmanagement als „Chefsache“ verstanden wird und die Maßnahmen in die betriebliche Struktur integriert sind:

Vorteile für das Personalmarketing daraus zu ziehen ist absolut legitim, wenn zugleich auch die Mitarbeiter spürbar für ihre persönliche Gesundherhaltung profitieren. Alibi-Aktionen kann sich kein Unternehmen mehr leisten, eine gute Präventionskultur jedoch manch wirtschaftlich wertvollen Vorsprung sichern – gerade in so besonderen Zeiten.

„Aufgeben ist für mich ein denkunmöglicher Ansatz“

Das zertifizierte Gesundheitswandern des Tourismusverbands Wipptal verbindet Bewegung an der frischen Luft, professionelle Physiotherapie und Entspannungseinheiten. Unter der Corona-Pandemie hat der Tourismus allerdings stark gelitten. Im Interview spricht Obmann Kurt Hasenbacher über persönliche Belastungen, seine Prognosen für die nächste Zeit und die Kraft, die der Kontakt mit den Stammkunden immer wieder schenkt.

An Sie als Mensch und nicht als CEO eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Sachlich und nicht zu überhastet sich neuen Herausforderungen zu stellen. Durch das „Kennenlernen“ vieler psychisch belasteter Partner im beruflichen Umfeld in teilweise stundenlangen Telefonaten muss die Zusammenarbeit neu belebt werden.

Die Betreuung meiner hochbetagten Eltern in ihrem gemeinsamen Haushalt in Innsbruck war privat die größte Herausforderung für mich und meine Geschwister.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“
Wie war ihr Umgang mit der Pandemie?
Hat sich ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

„AUFGEBEN“ ist für mich ein denkunmöglicher Ansatz. Mindestens bis Ende 2022 ist aus meiner Sicht mit ständigen Neuanpassungen vor allem im Tourismusmarkt zu rechnen. Ich habe mich bereits definitiv ab 17.3.2019 festgelegt:

Die Pandemie wird unser Tourismusumfeld bis mind. Ende 2022 stark beeinflussen, der Budgetrahmen wird um ca. 50% eingeengt.

Durch unser Stammpersonal hat sich im Organisationsaufbau erfreulicherweise nichts geändert, Homeoffice usw. konnten wir mit kleineren Schrammen problemlos bewältigen. Diverse finanzielle Zuwendungen vom Land –  der Tourismusverband Wipptal ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts – konnten zur Beruhigung beitragen.

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Hilfe für Betriebe:

  • vor Ort: Verbesserung der Qualität in der Hotellerie und Gastronomie, z.B. Schulung des Personals in Hotelküchen durch unsere Diätologinnen.
  • Steigerung der Auslastung in den Hotels durch das Angebot „Gesundheitswandern“
  • überregional: Das Angebot „Gesundheitswandern“ soll Betrieben dabei helfen, dass ihre Mitarbeiter gesund bleiben. Bei den Kursen der Aktivwochen lernen die Gäste, wie wichtig Bewegung und gesunde Ernährung im Alltag sind.

Unsere größte Stärke ist der hohe Qualitätsanspruch für unser Produkt Gesundheitswandern sowie die persönliche Betreuung der Gäste vor Ort durch qualifiziertes Personal (Gesundheitswanderführer, Diätologinnen).

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Eine notwendige Steigerung der Gästezahlen für die Aktivwoche bis Ende 2023, um das Qualitätsniveau (Mobilität, Schauküche – Ernährung, Gesundheitswanderführerinnen) schon allein aus Kostengründen aufrechterhalten zu können.

Ein breiterer Marktauftritt und eine Intensivierung der hervorragenden Zusammenarbeit mit bestehenden Partnern ist dabei bereits in Umsetzung.

Was war das schönste Feedback Ihrer Kund*innen während des letzten Jahres?

Die ständigen immer wiederkehrenden Telefonate mit vielen Stammkunden (vor allem von der Aktivwoche/Gesundheitswandern) haben uns viel Kraft und die dringend notwendigen Motivationsschübe auch für unsere Mitgliedsbetriebe gegeben. Die beeindruckende Tiroler Kultur- und Naturlandschaft mit den fünf Heimattälern sowie den beliebten Gastgebern war dabei immer der Aufhänger.

„Kein back to normal“

Seit über 30 Jahren unterstützt das Fürstenberg Institut Führungskräfte und Beschäftigte dabei, ihre Gesundheit nachhaltig zu verbessern. Der Fokus liegt dabei auf der Reduzierung von psychischen Belastungen, auf EAP- und Organisationsberatung sowie der Begleitung von Changeprozessen. Im Interview spricht Reinhild Fürstenberg, Gründerin und Geschäftsführerin des Instituts, über die Entwicklung der Arbeitswelt nach Corona, die Rolle von Führungskräften und die Wichtigkeit von Prävention.

An Sie als Mensch und nicht als CEO eines ausgezeichneten Gesundheits-dienstleisters: Was war Ihre größte Herausforderung oder Lernprozess in den letzten 12 Monaten?

Wie schnell wir reagieren und neue Ideen entwickeln können, sozusagen agiles Leben und Arbeiten at its best – das hat mich begeistert.
Die Corona-Pandemie hat aber auch gezeigt, wie wichtig die eigene Resilienzfähigkeit ist. Sie entscheidet letztlich darüber, wie glücklich wir sind – relativ unabhängig davon, ob im Außen alles okay ist oder nicht.

Reinhild Fürstenberg
©Verena Reinke

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“
Wie war ihr Umgang mit der Pandemie?
Hat sich ihr Portfolio oder sogar Ihre gesamte Organisation verändert?

In der Pandemie hat sich von jetzt auf gleich gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit auch auf Distanz klappt – und im Verlauf der Pandemie: wie gut es trotz all der digitalen Möglichkeiten ist, auch im direkten Kontakt zu bleiben. Hybrides Arbeiten ist das Arbeitsmodell der Zukunft. Das hat natürlich Einfluss auf unser eigenes Arbeiten, aber auch auf die Angebote für Kunden-Unternehmen. Wir setzen schon seit einiger Zeit auch auf digitale Formate und waren daher bestens vorbereitet, die Präsenzangebote gleich zu Beginn der Pandemie umzustellen. Unser Portfolio wird noch digitaler werden, aber auch Face-to-Face wird es künftig unbedingt weiter geben – wir leben vom persönlichen Kontakt.

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Mit unserem Mental Health Program unterstützen wir Beschäftigte und Unternehmen, präventiv ihre mentale Gesundheit zu stärken und leisten damit einen wichtigen, auch gesamtgesellschaftlichen Beitrag. Weil die psychischen Probleme und Erkrankungen durch die Pandemie sehr zugenommen haben, und gleichzeitig die Versorgung durch das Gesundheitssystem an seine Grenzen stößt, ist unsere Arbeit wichtiger denn je. Unsere Kunden bescheinigen uns bereits viele Jahre in Folge eine sehr hohe Zufriedenheit, und 80 Prozent unserer Klient*innen geben an, sich nach nur einer Beratung bereits besser und gestärkt zu fühlen.

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Ganz klar: Wir nehmen hybrides Arbeiten mit all seinen Chancen und Herausforderungen für jede/n einzelne/n Mitarbeiter*in und die Teamsynergien in den Fokus. Ein back to normal wie vor Corona ist weder realistisch noch wünschenswert. Dazu bieten wir zahlreiche Angebote, auch gesetzliche Verpflichtungen wie die GBU Psyche und BEM. Die werden nach Corona neu gedacht und ergänzt. Insgesamt hat sich durch die Erfahrung von Homeoffice und hybriden Modellen die Kultur des Arbeitens verändert. Das bedarf in den Firmen sowohl in der Führungsarbeit als auch unternehmensübergreifend künftig einer weiteren Ausgestaltung und Stärkung.

Was war das schönste Feedback Ihrer Kund*innen während des letzten Jahres?

Wir haben viel tolles, sehr vielfältiges Feedback bekommen und konnten wirklich helfen: Zum Beispiel der berufstätigen Mutter, die durch die Beratung gewappnet war für die Doppelbelastung mit Homeoffice und Homeschooling. Oder dem Mann mittleren Alters, der von seinen Ängsten vor Arbeitsplatzverlust wie gelähmt war und letztlich sogar ein neues Projekt übernehmen konnte. Besonders erfreulich war auch ein digitaler Führungskräfteworkshop, aus dem die Teilnehmer*innen als echte Stakeholder für Mental Health rausgingen. Ein weiteres sehr großes Kompliment: Wir haben im Corona-Jahr sehr viele neue Kunden gewonnen, die aufgrund unseres Angebots auf uns zugekommen sind.

Sie haben einen eigenen Podcast zu guter Führung gestartet. Was hat den Ausschlag dazu gegeben?

Ich möchte, dass Führungskräfte mehr gesehen werden mit all den großartigen Dingen, die sie jeden Tag leisten. Mit dem, was sie ausmacht in ihrer Führung, was sie beschäftigt und herausfordert. Und vor allem mit dem, was sie menschlich bewegt. Letztlich sind es doch gerade die Führungskräfte, die maßgeblich dazu beitragen, dass die Wirtschaft aufrecht erhalten bleibt. Aus dieser tiefen Motivation heraus, habe ich meinen eigenen Podcast „Die besten Chef*innen“ gestartet, in dem ich alle zwei Wochen mit Top-Manager*innen über gute Führung spreche.

Hanako-App überzeugt im Qualitätscheck

Immer mehr Anbieter entwickeln digitale Angebote für den BGM-Bereich. Insbesondere Gesundheits-Apps sollen die Mitarbeiter*innen orts- und zeitunabhängig erreichen und individuell mit Informationen, Tipps oder Trainingsvorschlägen versorgen. Die Prüf- und Beratungsgesellschaft BDO hat verschiedene Apps einem Qualitätscheck unterzogen und dabei festgestellt: die Hanako-App ist die medizinisch beste BGM-App.

Dabei wurde nicht nur die App selber nach dezidierten Qualitätskriterien für digitale Angebote bewertet: Sicherheit und Funktionstauglichkeit, die Integration digitaler sowie analoger Angebote von Drittanbietern, positive Versorgungseffekte durch den präventivmedizinischen Nutzen, eine nutzerfreundliche Bedienung sowie Individualisierbarkeit, der Einbezug von Netzwerken und Mehrsprachigkeit spielten eine wichtige Rolle für die Prüfer. Auch der Anbieter Hanako selbst wurde unter die Lupe genommen. Kriterien dafür waren Evaluationen und Referenzen, namhafte Kooperationspartner, Datenschutz und Zertifizierungen, zielgruppenspezifische Angebotsinhalte sowie die Expertise des Unternehmens. Fazit von Prof. Dr. Volker Nürnberg, Professor für strategisches Management im Gesundheitswesen und Partner bei BDO: „Hanako ist eine der besten Gesundheits-Apps auf dem Markt, die vor allem medizinisch überzeugt.“

Mit der App setzt Hanako auf Individualität und Kommunikation: Die Nutzer*innen können ihr eigenes Gesundheitsverhalten analysieren und mit Workouts, Trainings, Meditationen und Rezepten ihre selbst gesteckten Ziele erreichen. Zudem besteht direkter Kontakt zum Gesundheitsmanager, der betriebliche Gesundheitsangebote in die App einstellen kann; diese stehen dann nach jeweiligem Bedarf personalisiert zur Verfügung. Auch Wettbewerbe unter den Mitarbeiter*innen, Quizze und Informationen zu Gesundheit und Lebensstil gehören dazu. Anbieter Hanako ist hocherfreut über das Ergebnis des Qualitätschecks: „Wir freuen uns sehr über die positive Bewertung unserer App und arbeiten weiter mit Hochdruck daran, unseren Kunden die bestmöglichen Lösungen für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement bereitzustellen!“

Flucht nach vorn

Eine flexible Plattform mit sozialem Netzwerk, sportlichen Challenges und individuellen Bausteinen all das ist Profession Fit. Wie sich das Unternehmen neu erfindet, warum Plattformen nicht nur Beiwerk sein dürfen und was die Zukunft bringt, zeigen CEO Jens Michael Otte und Produktmanager Oliver Frank Stephan im Interview.

Jens Michael Otte
CEO von Profession Fit
Oliver Stephan, Produktmanager Profession Fit
Oliver Frank Stephan
Produkt- und Projektmanagement bei Profession Fit

Herr Otte, Sie sind CEO eines ausgezeichneten Gesundheitsdienstleisters: Was waren Ihre großen Herausforderungen in den letzten 12 Monaten?

JMO: Natürlich war und ist die Coronapandemie auch für uns ein ziemlicher Brocken, den wir jedoch durch klare Struktur, gutes Durchhaltevermögen und ein wirklich motiviertes Team ganz gut stemmen konnten. Vor allem die Umstrukturierung verschiedener Aufgabenbereiche innerhalb der Profession Fit und die Fokussierung auf wichtige Themen wie bspw. die Herausarbeitung neuer und spannender Contentthemen, die erfolgreiche Implementierung unserer Mediathek, aber auch die Festigung der Zusammenarbeit mit unseren Bestandskunden bildeten hier wichtige Ankerpunkte unserer Bemühungen der letzten Monate. Der Umstieg aller Kolleginnen und Kollegen auf eigenverantwortliches Arbeiten im Homeoffice und die gänzlich digitale Aufstellung der Profession Fit ermöglichte uns tatsächlich sehr schnell die Chance, das Wesentliche im Auge zu behalten. Und hierbei handelt es sich um den Blick dafür, einfach viel breiter zu denken und die Anforderungen und Schwierigkeiten, aber auch Probleme und Sorgen unserer Kunden in unser tägliches Arbeiten grundlegend und tiefgehender einzubeziehen.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“

JMO und OFS gleichzeitig: Definitiv „jetzt erst recht“!

JMO: Genau nach diesem Motto sind wir im Zuge der Coronazeit angetreten: Nicht lange nach Auswegen suchen und überlegen, vielmehr sofort angreifen und die Flucht nach vorn wagen.

OFS: Die Flucht nach vorn ist das perfekte Stichwort, denn genau dadurch haben wir uns selbst in der Coronazeit stark festigen und auch neu erfinden können.
Sich neu zu erfinden ist gerade der positive Ausgangspunkt, den man vor allem spürt, wenn man in einem kleinen Team voller Ideen und Kreativität gemeinsam die Köpfe zusammenstecken kann und auf Augenhöhe den Fortschritt und die Richtung der Plattform grundlegend überdenkt und überarbeitet. Corona hat uns hierbei in mancher Hinsicht sogar in die Hände gespielt, denn – so merkwürdig das klingen mag – es gab uns die Chance zur Rückbesinnung das Wesentliche unserer Arbeit und löste uns von so mancher überbewerteter Nebensächlichkeit.

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

JMO: Zunächst haben wir unsere Kompetenzen gebündelt und sortiert. Unser Ansatz liegt ganz klar in einer Aufteilung in drei Kernbereiche unserer Plattform: gesundheitsfördernde Contents, Kommunikation sowie Administration. Wir verzahnen verhaltenspräventive Impulse in Form von Videoclips und schriftlichen Beiträgen – einer Art Gesundheitsblog für alle Nutzenden – mit Kommunikationsmöglichkeiten wie bspw. in unserem digitalen schwarzen Brett, dem Forum zum Austausch oder auch der Verabredung zum gemeinsamen Joggen per integriertem Messenger mit notwenigen Prozesserleichterungen für BGM-Beauftragte im Hintergrund. So bieten eigene Verwaltungsoberflächen die Möglichkeit, bisherige analoge und zeitintensive Maßnahmen und Inhalte schnell über die Plattform abzubilden und damit vor allem Zeit und Mühen signifikant einzusparen.
Mit dieser Vernetzung verschiedener Bausteine – mit mehr Individualität und vor allem auch Spaß im „aktiv werden“ für die Nutzenden – liegen unsere Stärken: Für Spaß und Freude in der Plattform sorgen, bestehende Maßnahmen der Kunden aktiv einbeziehen und eine gewisse Scheu vor neuen, digitalen Wegen nehmen – auch für die BGM-Verantwortlichen im Hintergrund. Eine digitale Plattform zur Gesundheitsförderung darf kein „eingemottetes“ Beiwerk sein, sondern sollte sich nachhaltig zu einem akzeptierten und beliebten Begleiter für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens entwickeln.

Ein zentraler Punkt ist auch unsere Aufstellung hinsichtlich des Preises: Wir bieten unseren Kunden ein transparentes und nachvollziehbares Preismodell, das sich vor allem am Erfolg, also der Durchdringung und tatsächlichen Nutzung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, errechnet. So gewährleisten wir, dass unsere Kunden nur für diejenigen Nutzer zahlen, die aktiv und nachhaltig in der Plattform unterwegs sind und gleichzeitig nehmen wir uns selbst in die Pflicht, spannende und vor allem sinnvolle Inhalte zu erarbeiten.

Welche Chancen und Herausforderungen sehen Sie speziell im Bereich des digitalen Gesundheitsmanagements in den nächsten Jahren?

JMO: Ich bin mir sicher, dass eine allgemeingültige White-Label-Lösung in Form einer unüberwindbar starren Plattform keine nachhaltige Chance am Markt haben wird. Vielmehr ist es nötig, eng und auf Augenhöhe mit den Unternehmen die eigenen Anforderungen zu ergründen, gemeinsame Wege zur Umstellung auf digitale Wege zu finden und vor allen Dingen aber den regelmäßigen – quasi evaluierenden – Austausch mit den Kunden anzustoßen. Verständnis für eine Vielfalt an Themen und Wünschen, sogar Nöten der Unternehmen sind absolut unabdingbar.

OFS: Individuelle Angebote können durch digitale Maßnahmen günstiger und übergreifender, ja teilweise sogar gezielter platziert werden, schließen gleichfalls jedoch analoge Maßnahmen keineswegs aus. Eine hybride Herangehensweise an die breitgefächerten Aufgabenstellungen von BGM und BGF sind der Schlüssel zum Erfolg. Denn auch hier gilt: Bewährtes müssen wir erhalten und klug durch zusätzliche und individuell wählbare Angebote und Möglichkeiten ergänzen, wie wir es gerade erst mit dem Launch unserer Mediathek und dem weiterentwickelten User-Frontend getan haben. Unserer Meinung nach müssen wir im Kopf umdenken und uns abwenden vom sprichwörtlich „erhobenen Zeigefinger“: Gesundheitsbewusstsein kann, muss und darf sich entwickeln und gerade dann werden ergriffene Maßnahmen auch akzeptiert, ausprobiert und folglich in den Alltag integriert.

Können Sie uns einen kleinen Ausblick in die Zukunft geben?

JMO: Die Zusammenarbeit mit analogen Anbietern und namhaften Kooperationspartnern möchten wir in jedem Falle ausbauen und hier vor allem eine Bündelung der Kompetenzen erreichen, um unseren Kunden so eine größere Bandbreite an Dienstleistungen bieten zu können. Weiterhin möchten wir neue Wege für die Gesundheitszirkel innerhalb der Unternehmen ergründen und erneut Prozesse straffen und optimieren – kurzum die Chance bieten, bspw. Videomeetings direkt über die Plattform abzuhalten, Protokolle zu hinterlegen und alle Prozesse eben aus einer Hand abzubilden. Besondere Anforderungen, die im Rahmen der Pandemielage aufkamen, haben gezeigt, dass wir Themen wie Impfterminbuchungen und die Vergabe von Testslots weiter ausbauen. Auch hier haben wir erneut Möglichkeiten gefunden, die Unternehmen zu entlasten und einen Beitrag zu leisten, Firmenstrukturen auch in besonderen Situationen zu erhalten und auf das Wesentliche zu lenken.

OFS: Daneben werden wir unsere Kooperationen bspw. mit der Universität Leipzig und dem Institut für Sportpsychologie und Sportpädagogik ausbauen und uns auch noch stärker am wissenschaftlichen Diskurs beteiligen. Neben Evaluationsstrategien stehen vor allem die Errichtung von Kennzahlensystemen zum Zwecke der Wirksamkeitsmessung, aber auch neue Contentbereiche wie bspw. Podcasts und die Erweiterung von Gamification sowie e-Learning-Elementen auf unserer Agenda.

„Wer, wenn nicht wir?“

Die Digitalisierung aller Gesundheitsbereiche hat während der Pandemie nochmals Aufschwung bekommen. Digital Health-Anbieter wie Changers konnten sich nun erst recht beweisen. Wie auch KMU von ihren Angeboten profitieren und wie sich BGM und Klimaschutz verbinden lassen erklärt Geschäftsführerin Daniela Schiffer im Top Brand-Interview.

Corona: „Was nun?“ oder „Jetzt erst recht?“

Na ganz klar „Jetzt erst recht”. Da bin ich eher eine Kämpferin. Wenn es schwierig wird, spornt mich das an. Mein Mit-Gründer sagt mir nach, ich hätte Nerven aus Stahl. Und um ganz ehrlich zu sein, für uns als “Digital Health”-Anbieter ist Corona eine Herausforderung, der wir uns prima stellen können. Wer, wenn nicht wir?

©Darius Ramazani
Changers-Geschäftsführerin Daniela Schiffer
©Darius Ramazani
Wie war ihr Umgang mit der Pandemie?

Wir haben den Mitarbeiter*innen bereits vor Corona die Möglichkeit gegeben, komplett im Home Office zu arbeiten. Diese Freiheit und das Vertrauen bekommen wir in Form von Engagement und großartigen kreativen Arbeitsergebnissen wieder zurück.

Der Digitalisierungs-Ruck im vergangenen Jahr sowie das zunehmende Interesse an nachhaltigen Lösungen wirken sich positiv auf unser Geschäft aus. Wenn Sie so möchten, zeigen die Pandemie und der Klimawandel, wie wichtig es ist, was wir tun.

Sie sind als Top Brand Corporate Health ausgezeichnet worden. Wie können Sie Unternehmen heute und in der Zukunft helfen und worin liegen Ihre Stärken?

Unsere Stärke liegt in einer modernen Software-Architektur, mit deren Hilfe wir Unternehmen jeglicher Größe ermöglichen, einfach, schnell und kostengünstig die eigene Gesundheitsplattform zu starten. Unsere Lösung ist unkompliziert und maximal flexibel. In unserem Starter Setup ist alles enthalten, was Sie benötigen, um am Morgen, die Entscheidung für Changers CO2 Fit zu treffen und am Nachmittag bereits zu starten. Dabei können Sie sozusagen im Laufen sämtliche Inhalte zu- oder abschalten und eigene Maßnahmen gemäß Ihren Vorstellungen hinzufügen. Sie können aber auch das gesamte Jahr bereits vorbereiten, den Knopf drücken und den Rest der Changers-Automatisierung überlassen.

Unsere Preise sind beispiellos. Sie zahlen lediglich für die teilnehmenden Mitarbeiter*innen. Es gibt keine versteckten Kosten und keine Vertragslaufzeiten. Sie können monatlich kündigen. Wir wollen, dass Sie zufrieden sind, zudem noch ein wenig Budget übrig haben, um mit Ihren Teilnehmer*innen gemeinsam Bäume zu pflanzen oder Ihre Mitarbeiter*innen mit spannenden Verlosungen motivieren, das Quäntchen mehr zu machen, auf das es ankommt. Wir sind 2015 mit unserem ersten Kunden gestartet, der die App für 2 Wochen einsetzen wollte und nun in seinem sechsten Jahr bei uns ist.

Changers lebt den Plattform-Gedanken. Wir wollen keinen der bestehenden Gesundheits-Partner vor Ort verdrängen. Ganz im Gegenteil, wir wissen: Häufig braucht es die persönliche Ansprache oder das Angebot vor Ort. Mit Changers können Unternehmen diese Partner vom Fitness-Studio, dem digitalen Gesundheits-Check Up bis zum Meditations-Seminar einfach einbinden. Und am Ende sind ihre bestehenden Angebote nicht mehr auf vielen Medien verteilt, sondern in der Hosentasche des Mitarbeiters, in ihrer App. Dort können Sie sie auch erreichen, per Push-Nachricht, in der App-eigenen Gesundheits-Community oder über das Changers-Daten-Dashboard auf Ihrer Website.

Und zu guter Letzt liegt unsere Stärke in der Verbindung aus Gesundheitsförderung, Gamification und Klimaschutz. Damit treffen wir die Interessen von deutlich mehr Mitarbeiter*innen als eine reine Fokussierung auf Gesundheits-Themen. Gerade jüngere und gesunde Mitarbeiter*innen können wir so frühzeitig erreichen und für Ihre Themen sensibilisieren.

Zusammengefasst steigern Sie Ihr Arbeitgeber-Image, reduzieren Fehlzeiten, sparen messbar CO2-Emissionen ein und erhöhen die Bindung Ihrer Mitarbeiter*innen zu Ihrem Unternehmen.

Welche Vision haben Sie? Welche Projekte stehen in der Pipeline?

Unsere Vision ist es, die beste Plattform für Gesundheitsförderung und Klimaschutz als Impact as a Service anzubieten. Zum günstigsten Preis, ohne Vertragslaufzeiten, individuell anpassbar und mit dem geringsten Zeitaufwand über den Browser zu managen. Wir wollen, dass auch die kleine Unternehmen sich das leisten können, was wir für Konzerne wie Allianz, EY oder Lidl entwickelt haben.

Wir entwickeln die Software ständig weiter. Daher ist unsere Projekt-Pipeline immer gut gefüllt. Zur Zeit arbeiten wir an weiteren Gamification-Elementen, genauer gesagt am Nudging von positiven Verhaltensweisen, die man gerne häufiger tun würde, aber leider allzu schnell vergisst. Über Push-Nachrichten, die sich die Teilnehmer*innen selbst einstellen können, kann man sich den kleinen „Schubs geben” zum richtigen Zeitpunkt, um es dann auch wirklich zu tun.

Ein anderes Feature wird die Einführung von persönlichen Anerkennungen in der App sein, die mit unseren Coins verbunden werden können. Damit kann dann der Vorgesetzte dem Messe-Team für deren tollen Stand-Einsatz in der App-Community danken und diese mit einer ordentlichen Portion Coins versehen, für die es dann im Prämien-Bereich einen neuen Fahrrad-Helm oder ein Sportgerät gibt.

Was war das schönste Feedback Ihrer Kunden während des letzten Jahres?

Es gibt ganz viele schöne Feedbacks unserer Kunden. Eine Reaktion jedoch,freut mich immer besonders. Wenn ein Kunde seine erste Baumpflanzung erreicht hat und sich von da an die Welt in seinerApp verändert. Das darauf folgende Feedback ist dann meist auch emotional und sehr persönlich. Mit diesem ersten Baum wird die Intention der App, Gesundheitsförderung und Klimaschutz miteinander zu verbinden, greifbar. Das kann einen dann auch schon mal stolz werden lassen.

Was macht Changers anders als andere Anbieter?

Wir hatten vor einigen Jahren auf der Corporate Health Messe einen Changers-Stand und wurden von einer BGM-Verantwortlichen aus einem KMU-Unternehmen angesprochen, warum wir als Startup denn immer nur auf die großen Unternehmen zielen würden. Diese hätten die großen Budgets und könnten Preise zahlen, die für die kleinen Unternehmen wie sie selbst meist viel zu hoch sind.

Wir haben uns dieses Feedback damals sehr zu Herzen genommen und sahen darin auch eine Marktlücke. Unser Ziel ist seither, durch konsequente Automatisierung und die Möglichkeiten einer “Software as a Service”- Lösung (SaaS) den kleinen und mittleren Unternehmen das bieten zu können, was wir mit Unternehmen wie einer Allianz, EY oder H&M entwickelt haben. Und das ab 89 Euro im Monat ohne Einrichtungskosten und zudem auch noch monatlich kündbar.