Unternehmen müssen BGM auch im Homeoffice umsetzen

Durch die Covid-19-Pandemie hat sich die Arbeitswelt verändert. Mittlerweile wissen wir, dass diese Änderungen nicht nur temporärer Natur sind, sondern das Homeoffice eine dauerhafte Lösung für viele Mitarbeiter darstellt. Eine neue Studie legt nahe, wie Unternehmen sich auf die neue Situation einstellen müssen.

Wie können Angestellte von ihren Arbeitgebern dabei unterstützt werden, auch in ihren eigenen vier Wänden einen produktiven und gesunden Arbeitsalltag zu gewährleisten? Mit dieser Fragestellung hat sich die Studie „Gesundes Homeoffice“ befasst, die im Zuge der Corona-Krise von der mhplus Krankenkasse und der SDK Süddeutsche Krankenversicherung durchgeführt wurde und bei der rund 1.500 Arbeitnehmer befragt wurden.

Mehr als jeder vierte 18- bis 34-jährige Befragte gab an, dass er sich Schulungen in Bezug auf Ernährung, gesunde Sitzhaltung und Bewegung im Homeoffice wünscht. Vor allem Schulungen in Bezug auf Zeitmanagement und Arbeitsplanung stehen hierbei ganz oben auf der Wunschliste. Rund ein Drittel der Befragten wünscht sich hierbei Unterstützung durch den Arbeitgeber. Ca. 30 Prozent der befragten Teilnehmer unter 35 gab zudem an, dass ihnen eine klare Abgrenzung zwischen Arbeit und freier Zeit sehr am Herzen liegt.

Für viele Unternehmen wie Angestellte ist das Thema Homeoffice noch immer recht ungewohnt – erst die Covid-19-Pandemie hat sie dazu gezwungen, sich mit flexiblen Arbeitsformen auseinanderzusetzen. Die Gefahr psychischer Belastungen ist sehr hoch, wenn zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer keine klaren Grenzen festgelegt werden und Arbeitnehmer das Gefühl haben, ständig erreichbar sein zu müssen. Aus diesem Grund ist Betriebliches Gesundheitsmanagement unverzichtbar, damit Mitarbeiter sich auch außerhalb des gewohnten Büroumfeldes gesundheitsförderlich verhalten, um dauerhaft leistungsfähig zu bleiben.

Zur Arbeitnehmerstudie Gesundes Homeoffice »

Diversity in Unternehmen: Großes Verbesserungspotenzial in Deutschland

Der Begriff „Diversity“ ist in der Unternehmenswelt längst in aller Munde. Kaum ein Tag vergeht, an dem heutzutage nicht über die Notwendigkeit von diversen Unternehmen berichtet wird. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Eine neue Umfrage legt nahe, dass es noch ein weiter Weg ist, bis Unternehmen in Deutschland die Themen Chancengleichheit und Vielfalt verinnerlicht haben.

Junge Bewerber auf dem Arbeitsmarkt verstehen sich heutzutage nicht mehr als Bittsteller um einen Arbeitsplatz, sondern stellen selbst Anforderungen an ihre potenziellen Arbeitgeber. Besonders wichtig dabei ist den Young Professionals dabei mittlerweile der Faktor Diversität. Damit ist unter anderem gemeint, dass Frauen und Männer gleiche Bezahlung erhalten, aber auch Bewerber mit ausländischer Herkunft ausreichend berücksichtigt und gefördert werden.

Zu diesem Sachverhalt hat die Job-Plattform Truffls eine Erhebung durchgeführt und ermittelt, wie es in deutschen Unternehmen um das Thema Chancengleichheit bestellt ist. In der Studie wird deutlich, dass Arbeitnehmern das Thema am Herzen liegt – rund zwei Drittel der Befragten ist wichtig, welche Haltung das Unternehmen zum Thema Vielfältigkeit und Chancengleichheit einnimmt. Vor allem Young Professionals legen mit einem Anteil von 74 Prozent der 1000 Befragten großen Wert darauf.

Allerdings zeigt die Erhebung auch, dass die Realität anders aussieht: in gerade einmal 13,5 Prozent der Unternehmen wird Diversität aktiv gefördert und gelebt. 13 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass das Thema Diversity bei ihren Arbeitgebern überhaupt keine Rolle spielt.

Die Begriffe Chancengleichheit und Innovation prägen die Diskussionen um die Arbeit der Zukunft stark. Allerdings müssen Unternehmen stark darauf achten, es nicht lediglich bei Lippenbekenntnissen zu belassen, sondern ihre Absichten in die Tat umzusetzen. Unternehmen, die künftig konkurrenzfähig sein wollen, müssen nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein, sondern sich ebenso so stark für Vielfalt und Chancengleichheit einsetzen.

Hier geht es zum Whitepaper Diversity 2020 von Truffls»

Gesunde Ernährung und Wertschätzung

Was haben Ernährung und Angebote im Bereich „Gesunde Ernährung“ für Mitarbeiter eigentlich mit Wertschätzung zu tun?

Sehr viel. Bedeutet es doch, dass ich als Arbeitgeber möchte, dass es meinen Mitarbeitern auch physisch gut geht und sie auch auf der Arbeit die Möglichkeit haben, sich gut und gesund zu ernähren. Ich sorge mich also um ihr Wohl und zeige das in Form eines leckeren und gleichzeitig gesunden Speiseangebotes.

Die jungen Mitarbeiter wünschen sich, sich besser ernähren zu können oder erwarten diese Unterstützung seitens des Arbeitgebers künftig sogar. Das hat auch eine Studie der Schwenninger Krankenkasse» herausgefunden. So gaben 88% der 18-25-Jährigen an, sich gerne gesünder ernähren zu wollen.

Außerdem gaben 63% der 18-25-Jährigen zu, eine gesunde Mahlzeit oft durch einen schnellen Snack unterwegs zu ersetzen.

81% dieser Altersgruppe äußerten, dass sie im Alltag gerne mehr für ihre Gesundheit tun würden, dafür aber sehr oft zu wenig Zeit bliebe.

Auch GESOCA», unser Partner der Corporate Health Initiative, unterstützt den Ansatz, dass Unternehmen durch gesunde Ernährung das Bewusstsein für Gesundheit im Alltag fördern. Deshalb bietet GESOCA neben dem üblichen Angebot aktuell ein spezielles Analyse-Tool für Qualität und Gesundheitsorientierung in der Mitarbeiterverpflegung an. Mit diesem Tool können Arbeitgeber herausfinden, wie gesundheitsorientiert ihre Kantine arbeitet und wie sie im Vergleich zu anderen Kantinen abschneidet (Gesundheitskennziffer»).

Das Ergebnis lässt Rückschlüsse darüber zu, welche Potentiale für eine bessere Gesundheitsversorgung bestehen. Die Kunst ist es, leckeres mit gesundem Essen zu kombinieren, so dass der Spaß am Essen und gesunde Ernährung zusammen kommen.

Es können gezielt verhältnispräventive Maßnahmen ergriffen werden, um den Mitarbeitern langfristig eine gesündere Verpflegung zu bieten.

Invest in your people!

Themen wie HR und Teamkultur, gesunde Führung und Wertschätzung stehen momentan höher im Kurs denn je, hat uns Corona doch nochmal sehr deutlich gezeigt, wie sehr es gerade in Krisenzeiten auf die Menschen im Unternehmen ankommt und dass es sich auszahlt, in eben diese zu investieren.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Online Fachkonferenz HR unseres Kooperationspartners B2B Insider ans Herz legen. Ganz unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ bietet die OFK HR eine Plattform für Fachexperten zum Austausch zu aktuellen Themen wie Talentmanagement und Arbeitswelt 4.0, Recruiting und Employer Branding, Learning , e-Learning und Weiterbildung sowie Personalmanagement und Führung und sehr interessanten Keynote-Speakern.

Die Teilnahme ist kostenlos!

The Meaning of Work

Längst geht es für Arbeitnehmer*innen nicht mehr nur um die Höhe des Lohns oder den besten Dienstwagen: Immer mehr Arbeitnehmern ist die Sinnhaftigkeit ihres Tuns extrem wichtig. Sie streben nach Selbstverwirklichung, Erfüllung und nach dem Gefühl, mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zu leisten. Aber auch die allgemeinen Ansprüche an den Job sind im Zuge von New Work und Co gestiegen.

Für Arbeitgeber*innen ist das nicht nur eine ernstzunehmende Tatsache, sondern auch eine neue Herausforderung. Gleichzeitig sehen wir eine immer stärkere Digitalisierung und eine sich durch verschiedene Einflussfaktoren rapide verändernde Arbeitswelt.

Wie aber erleben deutsche Arbeitnehmer*innen ihren Arbeitsalltag und was wünschen sie sich für Gegenwart und Zukunft?

Diesen Fragen ist die Jobseite Indeed in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov mit ihrer repräsentativen Online-Umfrage  zum Thema „Welchen Sinn hat Arbeit für deutsche Beschäftigte?“ nachgegangen. Dabei wurden 2.042 Personen befragt, die in deutschen Unternehmen arbeiten.

Die Ergebnisse sind aufschlussreich: der überwältigende Anteil der Befragten, nämlich 90%, wünscht sich einen Job, der ihnen Spaß macht. Mehr Gehalt (83%) und Selbstverwirklichung (64%) folgen erst danach. An zweiter Stelle steht allerdings ein gutes Betriebsklima. Ganze 59% finden eine angenehme Arbeitsatmosphäre wichtiger als Gehalt, Prämien oder Bonuszahlungen.

Auf Platz 3 rangiert die Gehaltstransparenz – und zwar von Beginn an. 60% der Männer und 65% der Frauen wünschen sich eine Veröffentlichung der Durchschnittsgehälter nach Fachbereich. Noch mehr Befragte, nämlich 70% der Frauen und 66% der Männer, begrüßen die Angabe des Gehalts bereits in den Stellenausschreibungen.

Wie immer lohnt es sich also, diese Entwicklungen im Blick zu behalten und entsprechend darauf zu reagieren.

Hier geht es zur Indeed-Studie »

Wie die Covid-19-Pandemie die Arbeitswelt verändert hat. Ein Zwischenstand

Derzeit wird die Maskenpflicht am Arbeitsplatz wieder stärker diskutiert. Sind wir also gedanklich und arbeitsorganisatorisch bei der „zweiten Welle“ angelangt? Oder stellt sich eher die Frage, welche organisatorischen Entwicklungen die „neue Normalität“ mit sich bringen wird? Ein vorherrschendes Thema ist das der Digitalisierungsprozesse, die uns in diesem Jahr in rasanter Geschwindigkeit eingeholt haben, und bei denen es nun um die gezielte Weiterentwicklung und Umsetzung geht.

Basierend auf einer Online-Umfrage unter gut 1.600 Erwerbstätigen aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde von der Haufe Gruppe hinterfragt, welche Auswirkungen die Befragten auf das Topthema Digitalisierung nach Corona erwarten. Es zeigt sich: wer ein hohes Digitalisierungspotenzial hat bzw. für sein Unternehmen identifiziert, der passt sich stärker und schneller an veränderte Bedingungen an als der Durchschnitt der Befragten.  Die Bereitschaft der digitalen „High Potentials“ zeigt dabei sehr anschaulich wie das Thema Digitalisierung mit weiteren Aspekten wie Zukunftsoptimismus, Kundenorientierung, Personal und Organisation, Change und Branchenbesonderheiten zusammenhängt.

Alle Rechte: Haufe Gruppe, Wir nach Corona – Digitalisierungspotentiale heben

Es geht jetzt darum, mögliche Lösungen zu entwickeln, wie Schlüsseltechnologien und Veränderungsprozesse in zahlreichen Branchen seitens der Politik unterstützt werden können. Dazu gehören finanzielle Hilfen wie Innovationsfonds, Forschungsgelder ebenso wie politische Maßnahmen wie Entbürokratisierung für Unternehmen sowie arbeitsmarktpolitische Instrumente wie die derzeit geltende Kurzarbeitergeldregelung, die Unternehmen deutlich entlasten soll.

Ein kurzer Faktencheck Branchen: es sind (Stand Juli 2020) von Kurzarbeit 5,6 Millionen Menschen betroffen. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie des ifo-Instituts. Dabei handelt es sich vorwiegend um Arbeitnehmer aus der Industrie (Metallindustrie und im Fahrzeugbau) und dem Dienstleistungssektor (v.a. im Gastgewerbe).

Wie sehr sich bestimmte Branchen ändern könnten, zeigt sich übrigens anschaulich am Beispiel der Versicherungsbranche. So gehen laut Bitkom zwei Drittel (65 Prozent) davon aus, dass bis 2030 eine Online-Plattform für Versicherungen entsteht, die große Marktanteile auf sich vereint.

Übrigens hat die Nachfrage nach digitalen Kompetenzen in den vergangenen Jahren generell stark zugenommen, auch in Branchen und Berufsfeldern, in denen die Digitalisierung bislang keine große Rolle gespielt hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Datenanalyse der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit Burning Glass Technologies, für die 26 Millionen Online-Stellenanzeigen aus Deutschland für die Jahre 2014 und 2018 ausgewertet wurden. Die Digitalisierung kommt also in der Breite der Arbeitswelt an. Von allen untersuchten Online-Stellenanzeigen ist der Anteil der Ausschreibungen, die mindestens eine digitale Kompetenz erfordern, zwischen 2014 und 2018 von 38,1 Prozent auf 47,5 Prozent gestiegen.

Lässt sich digitale Führung lernen?

Aus der Krise, fertig – los? Was so einfach klingt, braucht Strukturen und Hilfsmittel. Unser Partner Motio führt aktuell und in den kommenden Wochen verschiedene Onlineseminare durch, um Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Jobstarter fit zu machen. Darunter sind Themen wie Resilienz, Work-Life-Balance im Homeoffice oder virtuelles Führen. Jedem dieser Themen könnten wir uns ausführlich widmen, aber zur guten Führung gehört auch, sich entscheiden zu können. Insofern heißt es nun: Virtuell führen will gelernt sein und hat auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement einen festen Platz.

Welche Kompetenzen sind künftig besonders gefragt?  Für die moderne Arbeitswelt werden neben den fachlichen Kompetenzen insbesondere Soft Skills immer wichtiger. StepStone und das Kienbaum Institut @ ISM, die Forschungseinrichtung des Beratungsunternehmens Kienbaum an der International School of Management, haben eine Vorab-Studie unter 8.500 Menschen durchgeführt. Das Ergebnis lautet: nur 38 Prozent aller Befragten sind davon überzeugt, dass ihr Profil mit digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten langfristig krisensicher sei. Laut Erhebung von StepStone und Kienbaum sehen die Befragten wichtige Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Flexibilität (84 Prozent) und Anpassungsfähigkeit (83 Prozent). Als Kernkompetenz der Zukunft benennen Arbeitnehmer und Führungskräfte mit 88 Prozent gleichermaßen die allgemeine Lernbereitschaft.

Es geht also mehr denn je darum, die Beschäftigten gezielt dort abzuholen, wo sie gerade aktiv sind und eine gewisse Eigenverantwortung auch beim Lernen und der individuellen Weiterbildung  sowie bei der virtuellen Teamarbeit zu fördern.

Eines ist klar: Nicht erst seit der Coronakrise werden agile Arbeitsweisen thematisiert und angeboten. Ohne gezielte Führung seitens der Firma verpuffen allerdings viele gut gemeinte Ansätze. Und ein Überangebot an virtuellen Systemen wiederum führt zu Ermüdungserscheinungen.

So fragt unter anderem das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) unter Leitung von Frau Prof. Rump: Was verbirgt sich hinter „Zoom Fatigue“?  Wir klären kurz auf: Zoom Fatigue beschreibt die Müdigkeit, die sich nach zahlreichen virtuellen Meetings am Tag und in der Woche einstellt. Mittlerweile sprechen wir sogar von Erschöpfung durch zu viel Digitalität.

„Wo früher ein Meeting nach dem anderen im Kalender stand, reiht sich nun Call an Call. Keine Pause nötig, schließlich fallen Raumwechsel weg. Zwei Klicks – und der Bildschirm ist voll mit anderen Personen, aufgereiht wie eine antike Büstensammlung: Kopf und Oberkörper sind zu sehen, mehr nicht. Im Hintergrund Bücherregale, Kleiderschränke, Kücheninterieur.“ (Ina Karabasz, Handelsblatt 15.07.20).

Das Institut für Beschäftigung und Employability IBE möchte sich deshalb mit diesem Phänomen beschäftigen und hat einen kurzen Fragebogen zusammengestellt. Hier » geht es direkt zum Fragebogen; die Ergebnisse werden in den nächsten Wochen veröffentlicht.

Bevor wir jedoch zum Erschöpfungszustand kommen, lohnt sich der Blick auf die Möglichkeiten, die digitale Tools und digitales BGM im Idealfall bieten. Nie war es einfacher, sich einen Überblick über den Gesamtzustand einer Abteilung, einer Firma oder sogar einer Branche im Vergleich zu verschaffen. Der Anspruch seitens der Geschäftsführung, verlässliche Kennzahlen zu erheben und diese in Nachhaltigkeitsreports einfließen zu lassen, steigt ständig und kann über die Auswertungen des digitalen BGM verlässlich geliefert und interpretiert werden. Wie stellen sich jedoch die Führungskräfte im Spagat zwischen Präsenz, virtuellen Teams und Reportings auf?

In interaktiven und live durchgeführten online Seminaren können die Mitarbeiter neues Wissen erwerben. Die Experten bei Motio » informieren über neue Entwicklungen und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung. Die Praxis zeigt, dass Führungskräfte, die der eigenen Gesundheit einen hohen Wert zuschreiben, ihre Beschäftigten besonders gut zu einem gesundheitsbewussten und damit leistungsfördernden Verhalten motivieren können. Transparente Kommunikation ist dabei das A und O. Die Motio-Trainings beinhalten so z. B. Schwerpunkte nach Dr. Matyssek zum Thema „Gesund Führen“ oder „Führung auf Distanz“. Follow-up-Trainings sichern die Umsetzung im Führungsalltag und steigern die Nachhaltigkeit.

Gerade jetzt sollten Unternehmen gezielt und verstärkt in das Know-how ihrer Mitarbeiter investieren. Es gibt viele gute Gründe, Impulsvorträge und digitale Seminare zu Schwerpunktthemen im Bereich Führung, Resilienz, Teamentwicklung bis hin zu Online-Azubiprogrammen anzubieten.

Infos unter https://www.motio.de/unsere-digitalen-angebote/

Digitalisierung: Fachkräfte in der IT sind gefragt wie nie

Die Nachfrage nach Entwicklern, Programmierern, Datenanalysten, Administratoren und weiteren IT-Fachkräften war schon in den letzten Jahren sehr groß, die kommenden Jahre zeigen einen hohen Anstieg, weil digitale Geschäftsmodelle, Forschungsprojekte, neue Technologien und Transformationsprozesse ein verstärktes IT-Know-how erfordern. Es bleibt also spannend, wie sich der Kampf um die Talente gestaltet und welche Unternehmen oder Regionen die begehrten Experten an sich binden Der Bundesverband Bitkom hat einen interessanten Überblick über die Branche veröffentlicht, unter anderem mit einem interessanten Blick auf die regionale Verteilung. So ist Hamburg mittlerweile das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten, das entspricht 4.200 IT-Jobs pro 100.000 Beschäftigte. Dies deutet auch darauf hin, dass die Stadt in der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeberstandort vieles richtig gemacht hat.

Bitkom e.V.

Im Ranking folgen Berlin (3,5 Prozent), Hessen (3,3 Prozent), Baden-Württemberg (3,2 Prozent) und Bayern mit 3,1 Prozent.

Auf den drei letzten Plätzen stehen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt hier die Informatiker-Quote unverändert. Bundesweit gesehen gibt es übrigens 856.105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im ITK-Bereich (53.787 mehr als im Vorjahr). Mit 414.942 ist knapp die Hälfte in ITK- Unternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen.

Übrigens arbeitet jeder fünfte deutsche IT-Experte (mit sozialversicherungspflichtigem Status) in Bayern. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (172.464), gefolgt von Baden-Württemberg (152.169). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es (Stand 2020) mittlerweile 5.446 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen. 

Übrigens: was die ITK-Branche bezüglich Arbeitgeberattraktivität und Fachkräfteentwicklung/Corporate Health Management bewegt, wird Ende September in der Onlineveranstaltung der Corporate Health Initiative besprochen.»

Digitale Ethik und Zeitmanagement für Chaoten

Unser Alltag wird immer digitaler. Mehr und mehr Bereiche unseres Lebens, die vor einigen Jahren noch ausschließlich offline stattgefunden haben, verschmelzen zunehmend mit der Onlinewelt. Vor allem unser Berufsleben ist davon betroffen – mittlerweile setzen wir hier eine Vielzahl von digitalen Tools im direkten Kontakt ein. Da ist es nur folgerichtig, dass wir darüber sinnieren, was die neue Freiheit mit sich bringt. Kaspersky hat vor kurzem eine Umfrage zur Digitalisierung im Alltag in Deutschland durchgeführt. Neben Sicherheitsaspekten ging es auch darum, wie sich die Pandemiesituation auf unsere psychische Gesundheit ausgewirkt und welche Rolle die Technologie dabei für unseren Zusammenhalt gespielt hat. Das Ergebnis: mehr als jedem vierten Nutzer in Deutschland, nämlich 28 Prozent, fällt es nach eigener Aussage leichter, online neue Kontakte zu schließen als im realen Leben. 27 Prozent fällt zudem die Selbstdarstellung im digitalen Raum leichter als im persönlichen Kontakt. 29 Prozent der Befragten bestätigen zudem, sich im virtuellen Raum kontaktfreudiger und selbstbewusster zu fühlen als bei persönlichen Treffen.

Jeder Vierte? Das ist ein ziemlich hoher Wert. Kann es sein, dass Technologie in vielen Fällen schon als eine Form von Sucht angesehen werden sollte und emotional abhängig macht? Während einige Menschen unter normalen Umständen vielleicht übermäßig auf Technologien zurückgreifen, werden Videoanrufe und Messenger-Dienste oft als Rettungsanker angesehen, um den Selbstwert zu pushen, so die Einschätzung einiger Psychotherapeuten. Das Wissen um neurobiologische Fakten gehört insofern zum Basis-Know How in den HR-Abteilungen. Im Artikel der Fachzeitschrift Wirtschaft und Weiterbildung wird darauf verwiesen, dass es keinen Sinn ergibt, den Kampf zwischen Analog und Digital zu führen, sondern darum, aufmerksam die Grenzen zu erkennen, rechtzeitig zu intervenieren und Konzepte für die Prävention zu erstellen.

© Kaspersky

„Fortschritt braucht Weisheit und Mut – Maschinen fehlt beides“, so die Einschätzung von Sarah Spiekermann, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Autorin  von „Digitale Ethik – ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert“ (erschienen beim Droemer Verlag), widmet sich der Geschichte des Fortschrittsdenkens ebenso wie den kritischen Gedanken zur Big Data Illusion, dem Problem der Selbstunterbrechung und den Wertefragen im Umgang mit der digitalen Welt im privaten Umfeld ebenso wie in den Unternehmen.  Wieviel IT ist zielführend, ab wann machen digitale Systeme krank? Und was ergibt sich daraus an Ableitungen für Führungsmodelle und den Umgang miteinander im Arbeitsleben? Eine lesenswerte Lektüre, die uns genügend Gesprächsstoff im direkten Miteinander liefern sollte.

Apropos intensive Gespräche, Small-Talk oder Dialog mit sich selbst: Das „30 Minuten Zeitmanagement für Chaoten“ aus dem GABAL Verlag (Lothar J. Seiwert, Horst Müller, Anette Laboek) ist eine vergnügliche Lektüre, die man nach Feierabend entspannt mit an den See nehmen kann und damit gleich einem guten Rat aus dem Kapitel „Wie Sie sich selbst überlisten“ folgt.

Bei Ü30 sinkt die Konzentration erheblich

Natürlich geht es hier nicht ums Alter, sondern um die Hitzewelle, die derzeit Deutschland über die 30-Grad-Marke treibt und an vielen Stellen Gesprächsthema Nummer Eins darstellt. Am Arbeitsplatz stehen Arbeitnehmer und -geber dabei vor konkreten Herausforderungen: Was bedeutet die Hitze für Arbeitsabläufe oder die Planung von Aufgaben? Ab wann geht sprichwörtlich nichts mehr?

Nachweislich sinkt die Konzentration bei Temperaturen über 30 Grad, die Folge sind Fehlerhäufigkeiten und Unfälle. Viele rechtliche Vorgaben für den Arbeitgeber sind allerdings nicht zwingend eindeutig, zumal es bei bestimmten Gewerken Ausnahmeregelungen gibt. Eines ist jedoch klar: bei Temperaturen über 26, 30, 35 Grad wird der Arbeitgeber verpflichtet, aktiv zu werden. Gibt es einen Betriebsrat im Unternehmen,  sollte dieser mit einbezogen werden, um im Sinne der Arbeitsschutzverordnung und Gefährdungsanalyse agieren zu können.

» Überblick und Verweis auf die aktuelle Rechtslage

Heiße Tage in Deutschland

Soweit die Theorie. In der Praxis agieren viele Firmen sowieso möglichst pragmatisch, indem sie einen frühen Arbeitsbeginn in den noch kühleren Morgenstunden ermöglichen, flexible Arbeitszeiten und -orte anbieten oder den Kommunikations- und Arbeitsablauf nach Möglichkeit umstrukturieren. Da es besonders wichtig ist, bei hohen Temperaturen viel zu trinken, zählen kostenfreie Erfrischungsgetränke und Wasserspender in vielen Unternehmen glücklicherweise zum Standard. Das ist nicht nur wichtig für die Stimmung, sondern auch für die Konzentration. Wenn wir zu wenig Flüssigkeit zu uns nehmen, wird das Leistungspotenzial nicht mehr optimal ausgeschöpft. Der Körper fährt sein Energielevel herunter, klare Anzeichen sind unter anderem Verspannungen, Kopfschmerzen und Vergesslichkeit. Trotz dieser bekannten Folgen von Dehydrierung versäumen es aber viele Arbeitnehmer, im Laufe des Tages genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Laut Umfragen verschiedener Krankenkassen vergessen die Hälfte der Männer und etwa 40 Prozent der Frauen, im Betrieb regelmäßig zu trinken. Experten empfehlen mindestens zwei bis drei Liter am Tag oder 40 bis 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht. An heißen Tagen sollten wir übrigens zur üblichen empfohlenen Tagesmenge sogar noch einen Liter mehr einplanen. Um den Kreislauf bei großer Hitze nicht zusätzlich zu belasten, sollte laut Arbeitsschutzexperten leicht Bekömmliches auf der Getränke-Liste stehen, Mineralwasser ist hier die erste Empfehlung.

Übrigens: Auch Pausen sind wichtig für die Gesundheit. Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen lohnt es sich, in kleineren Abständen Pausen einzulegen und diese mit Flüssigkeitsversorgung und leichter Bewegung zu kombinieren. Gemeinsame Getränke- oder auch Eispausen mit den Kollegen bieten auch eine gute Gelegenheit, mehr miteinander zu kommunizieren. Das sorgt für ein gutes Arbeitsklima und kann bei regelmäßigen kleinen Gängen in die Pausenecke auch noch für mehr Bewegung sorgen.