Zahl der Woche: Gesundheit, Eltern, New Work, Erforschung der Auswirkungen der Corona-Pandemie

Gesundheit als wichtigste Aufgabe in Deutschland

War bislang der Klimawandel das vorherrschende Thema bei den zu lösenden Aufgaben, so hat sich dies innerhalb weniger Monate geändert. Der Anteil der Deutschen, die Gesundheitsthemen und soziale Sicherheit für die wichtigsten zu lösenden Aufgaben in Deutschland halten, ist von 35 auf 45 Prozent gestiegen. Das verdeutlicht die folgende Infografik. Die Bewertungen vor und nach den ersten COVID-19 Maßnahmen ergeben ein eindeutiges Bild. Im Ergebnis steht die Aussage: Gesundheit und damit die soziale Sicherheit wird in der Krise wichtiger als alles andere.

Eltern zwischen Erwerbsleben und Kinderbetreuung

Eine aktuelle StepStone Studie bietet interessante Einblicke in die Lebenswelt hinter dem Home-Office. In der Umfrage wurden Ende April 2020 knapp 7.000 ArbeitnehmerInnen in Deutschland befragt. Deutlich mehr Mütter (42,5 Prozent) als Väter (27,3 Prozent) gaben an, dass sie sich aufgrund der Doppelbelastung mit Job und Kindern seit der Corona-Pandemie schwerer auf die Arbeit konzentrieren können. Bei 49,8 Prozent der Mütter bleiben so zwangsläufig Aufgaben liegen, bei den Vätern sind es bei der Stichprobe rund 40 Prozent. Als Folge haben 27,6 Prozent der befragten Mütter Urlaub genommen, um die Kinderbetreuung gewährleisten zu können.

Hier schließt auch die YouGOV Umfrage vom Mai an. Mit 59 Prozent spricht sich die Mehrheit der Befragten für eine Entschädigung an Eltern aus. Die Idee: der Staat solle eine finanzielle Entschädigung an Eltern zahlen, die wegen der Corona-Pandemie ihre Kinder zuhause betreuen müssen und dadurch Einbußen bei der Erwerbsarbeit haben. #CoronaElternRechnenAb

Wurde mit dem neuen Konjunkturpaket der Bundesregierung auf diese Forderungen eingegangen? Mit dem Kinderbonus für Familien wird festgelegt, dass Eltern einmalig 300 Euro pro Kind erhalten. Für Alleinerziehende werden die Freibeträge verdoppelt und Erwerbsgrenzen werden ebenfalls berücksichtigt.

 Psychosoziale Auswirkungen – Studie von TK und TU Chemnitz

Seit März 2020 läuft eine wissenschaftliche Online-Befragung der Technischen Universität (TU) Chemnitz. Die Techniker Krankenkasse (TK) unterstützt das Projekt, bei dem bisher über 3.000 Teilnehmer befragt wurden. Es werden noch weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das Projekt gesucht.

Hintergrund: Es wird nachgeforscht – Was sind die derzeitigen genauen Belastungsfaktoren? Wie gehen die Menschen mit den neuen Anforderungen um und wie wirkt sich dies auf Familien aus? Professor Dr. Bertolt Meyer von der Professur für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie leitet die Studie. Die Erkenntnisse der Studie können ein wichtiger Indikator für Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sein.

Stress im Home Office – So vermeiden Sie den Lagerkoller Ihrer Mitarbeiter

Das Coronavirus hat das tägliche Leben sowie den Arbeitsalltag stark beeinträchtigt: Soziale Isolation ist jetzt soziale Norm, Hamsterkäufe macht plötzlich jeder, und das Büro Ihrer Mitarbeiter hat im Wohnzimmer seinen Sitz gefunden. Für viele bedeutet das Home Office, dass Partner und Kinder jetzt immer und überall mit dabei sind und die Privatsphäre stark eingeschränkt ist. Diese großen Veränderungen verursachen bei Ihren Mitarbeitern viel Stress ganz abgesehen von den mit der aktuellen Situation verbundenen Ängsten.

Das neue Home Office ist für viele eine Herausforderung Mangelnde Rückzugsmöglichkeiten, Kontrollverlust und wenig Abwechslung führen schnell zum Lagerkoller. Folglich leidet die eigene Produktivität, Konzentrationsmangel erscheinen und die Frustration steigt stetig an, was weder für Ihre Mitarbeiter noch für Ihr Unternehmen Positives bewirkt. In dieser Zeit ist es daher umso wichtiger, sich um die psychische Gesundheit zu sorgen und die Quarantänezeit konstruktiv zu gestalten, sodass der Stress nicht überwältigend wird und der Arbeitsalltag möglichst ,,normal” verlaufen kann.

Doch wie können Sie Ihre Mitarbeiter aus der Distanz unterstützen?

Ganz einfach: Mit dem Kenkou Stress Guide haben Sie die ideale digitale Stressprävention niedrigschwellig zu bedienen und einfach in den Home-Office-Alltag zu integrieren.

Die Stress Guide App ist ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt, das nach wissenschaftlichen Methoden entwickelt wurde und bereits bei mehreren Krankenkassen erfolgreich zum Einsatz kommt.

Mit dem Stress Guide können Ihre Mitarbeiter erstmalig individuell ihr Stresslevel erfassen und überwachen: Über die Smartphone-Kamera werden mittels Lichtkardiografie-Verfahren Vitaldaten erfasst, um die persönliche Stressresistenz und Herzratenvariabilität zu bestimmen. Anhand dieser Stress-Werte bekommt jeder Mitarbeiter ein stressreduzierendes Programm erstellt, dass mit Entspannungsübungen und positive Gewohnheiten dabei hilft, Stress abzubauen und gleichzeitig die Stressresistenz zu stärken. Stressreduzierende Kurse, renommierte Atemübungen, Achtsamkeitsmeditationen und hilfreiche Tipps begleiten Ihre Mitarbeiter durch den Alltag und helfen so, den neuen Herausforderungen zu trotzen.

Um Sie in dieser Krisenzeit zu unterstützen, bietet Kenkou in Zusammenarbeit mit der Corporate Health Initiative allen Arbeitgebern einen Nachlass in Höhe von 50 % (jetzt nur 35 statt 69 Euro je Mitarbeiter) auf den Kenkou Stress Guide für eine Jahresmitgliedschaft. Schreiben Sie einfach an bgm@kenkou.de!

Zahl der Woche

Na, geht es Ihnen heute gut? Oder ist was schon passiert? Also wir haben uns erst einmal der Datensicherung gewidmet – man kann ja nie wissen.

Hätten Sie gewusst, was Paraskavedekatriaphobie bedeutet? So wird die irrationale Furcht vor einem Freitag, dem 13. bezeichnet.

Freitag, der Dreizehnte – ohje! Laut öffentlicher Meinung geschehen dann mehr Unfälle und Unglücke. Diesmal gehen wir der Sache nach: wir wollen mehr Fakten und Statistiken haben und werden dazu auch Befragungen durchführen. Ob es wirklich in Unternehmen mehr Unfallzahlen an einem Freitag mit der DREIZEHN im Gepäck gibt? Zumindest über das Jahr gerechnet könnten es in den Jahren 2021 und 2022 definitiv weniger sein, haben diese doch nur einen „Unglückstag“ im Angebot.

Für alle diejenigen, die in diesem Jahr auf Nummer Sicher gehen wollen, gilt: Wenn der heutige Tag überstanden ist, dann hält dieses Jahr glücklicherweise nur noch im November einen Freitag mit der 13 in Kombination parat.

Die nächsten sechs Jahre bleibt es dabei jährlich ein-, höchstens zweimal „aufzupassen“. Doch ab 2026 heißt es für viele Arbeitnehmer wieder im Februar, März und November: Achtung auf dem Weg zur Arbeit oder bei der Terminvergabe. Denn der kürzeste Abstand zwischen den Symboldaten entsteht dann, wenn der 13. Februar auf einen Freitag fällt und der Februar nur 28 Tage hat. Im Folgemonat März ist dann der 13. wieder ein Freitag.

In diesem Sinne: Egal, ob heute Freitag, der 13. ist – Hauptsache es ist Freitag!

Psychische Belastung – Analysen und Reaktionszeiten

In den letzten Jahren zählte die Zunahme der psychischen Belastung in allen Unternehmensbereichen zu den großen Herausforderungen für Krankenkassen und Arbeitgeber. Dies hat sich in der aktuellen Covid-19-Situation drastisch verschärft.

Neben den direkten gesundheitlichen Auswirkungen darf auch die psychische Belastung am Arbeitsplatz nicht vernachlässigt werden. Ein Großteil der Beschäftigten musste kurzfristig die Arbeit ins Homeoffice verlegen und steht daher einer völlig neuen und ungewohnten Arbeitssituation gegenüber. Der Arbeitsplatz ist oftmals nicht ergonomisch eingerichtet, der direkte Kontakt zu den Kollegen fällt plötzlich weg und gegebenenfalls sind auch noch gleichzeitig die Kinder zu beaufsichtigen – um nur einige Beispiele aufzuführen. Gleichzeitig stehen persönliche Sorgen und Ängste im Raum, wie sich die Pandemie entwickeln wird und welche weiteren Auswirkungen sie mit sich zieht. Allein diese Beispiele verdeutlichen, dass diese Faktoren bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderung nicht vernachlässigt werden dürfen.

Unternehmen müssen somit diese Herausforderung ernst nehmen, um der Belegschaft zu zeigen, dass sie verlässlich zur Seite stehen und den Überblick behalten.  Mit Hilfe der psychischen Gefährdungsbeurteilung lassen sich starke Belastungssituationen, Ängste und Unsicherheiten erkennen. Daraus können entsprechende Handlungsableitungen für die Unternehmensstrategie und Unternehmenskommunikation abgeleitet und forciert werden, die zu den zentralen Bestandteilen des Krisenmanagements zählen.

Mit dem Instrument der psychischen Gefährdungsbeurteilung, können Arbeitgeber somit nicht nur dem gesetzlichen Anspruch gerecht werden, sondern auch eine schnelle Einschätzung treffen, wo und wie reagiert werden muss und welche Hilfsangebote realisiert werden können.

Themen wie dauerhafte Motivation in dezentralen Strukturen, Konfliktpotentiale, erhöhte psychische Belastung vieler Arbeitnehmer und die daraus resultierenden Maßnahmen wie Beratungs-Hotlines, direkte psychologische Unterstützung und weitere Themen zählen für Personalmanagement und BGM-Verantwortliche zum Basiswissen.  Im Zuge der Umsetzung kommen aber auch bei den Verantwortlichen Fragestellungen auf: Wie binde ich aktuell den Betriebsrat ein? Wie schnell komme ich an valide Ergebnisse und wie sind diese zu interpretieren? Welche Folgemaßnahmen sind realistisch?

Ein mögliches Vorgehen in dieser » Übersicht.

Bei allen Fragen stehen wir natürlich gern zur Verfügung!

Katrin Steinbeck | Business Development
k.steinbeck@eupd-research.com | +49 (0)30 880600-67

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Helios – längst mehr als ein Klinikkonzern

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Suchtprävention: Games statt Zigaretten

Seit 2018 wird „Gaming Disorder“ oder Online-Spielsucht von der WHO als Krankheit eingestuft. Bei Auswirkungen auf Konzentration, Schlafrhythmus und allgemeine Gesundheit spielt Prävention auch im betrieblichen Rahmen eine Rolle.

Während einige Ärzte und Games-Verbände die Pathologisierung von Spielgewohnheiten ablehnen, warnen andere weiter vor den Folgen von exzessivem Spielverhalten und Mediensucht insgesamt.

Die DAK nimmt nun im Rahmen ihrer BGF-Angebote zu Suchtprävention Rücksicht auf diese Entwicklung und hat eine App entwickelt, die auffälliges Spielverhalten in Medienkompetenz umwandeln soll. Unternehmen können diese für ihre Azubis nutzen. Mithilfe dieser „paradoxen Intervention“ (ein Spiel als Gegenmaßnahme für exzessives Spielen) können Gefährdete besser erreicht und bereits früh sensibilisiert werden; außerdem gehört ein Seminarprogramm zum Angebot.

Die WHO erwartet für die Zukunft weitere Forschung für den Zusammenhang zwischen Sucht und Medien, von der auch die BGF- und BGM-Maßnahmen der Unternehmen profitieren werden. Zigaretten und Alkohol werden schließlich immer unbeliebter, der Games-Umsatz dagegen steigt.

 

Weitere Informationen:

https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6843/paradox-oder-clever-app-gegen-computerspielsucht-im-betrieb.html

https://www.aerztezeitung.de/panorama/article/966207/spass-krankheit-jeder-zweite-deutsche-online-spielesucht.html

https://www.deutschlandfunk.de/who-erkennt-online-spielsucht-an-wenn-gaming-suechtig-macht.1773.de.html?dram:article_id=420612

 

 

Employer Branding: 5 Fragen an Matthias Melassa, Experte für Employer Branding (danova GmbH)

Matthias, was genau verstehst du unter dem Begriff Employer Branding?

Employer Branding ist der überzeugende, relevante und authentische „Anker”, um die Arbeitsrealität in all ihren Dimensionen zu gestalten und zu kommunizieren. Die Arbeitgebermarke wird durch gelebte, messbare und konsistente Arbeitsrealitäten aufgedeckt.

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Prävention auf Augenhöhe: Der Azubiüberleiter (AÜL)

Zur Verbesserung der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit hat die Firma Laurenz Sports eine Weiterbildung zum Azubiübungsleiter konzipiert. Das Pilotprojekt reagiert damit auf die gestiegenen Anforderungen an Kinder und Jugendliche, denen im Schulalltag kaum noch Zeit für sportliche Betätigungen bleibt. Gleichzeitig fehlt es den Kommunen an Nachwuchs in Vereinen. Die Idee des AÜL vernetzt Schulen, Sportvereine und Wirtschaft und ist eine klassische Win-Win-Situation.

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