Bitkom-Studie: Wunsch nach Home Office bleibt

Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom» zeigt, dass mehr als die Hälfte der Deutschen sich eine Pflicht zum Home Office für geeignete Tätigkeiten bis zum vollständigen Ende der Pandemie wünscht. 51 Prozent wollen auch darüber hinaus ganz oder teilweise von zuhause aus arbeiten. Die verschärften Regelungen dazu, die im Januar im Zuge des Corona-Lockdowns beschlossen wurden, haben demnach nicht nur zu einer höheren Zahl an Home Office-Arbeitenden geführt – während es Ende 2020 noch 45 Prozent waren, waren es Ende Mai schon 58 Prozent – sondern auch die Akzeptanz bei den Beschäftigten verstärkt.

Die Untersuchung zeigt jedoch auch, dass die Unternehmen sich noch stärker in die Weiterentwicklung flexibler Arbeitsweisen einbringen können. So wird die technische Ausstattung des Home Office von 45 Prozent der Arbeitgeber nicht zur Verfügung gestellt, was zu Beginn der Pandemie für einen reibungslosen Ablauf der Umstellung die unkomplizierteste Lösung war, darüber hinaus aber eine finanzielle und organisatorische Mehrbelastung für Beschäftigte darstellt. Zudem besteht jedes dritte Unternehmen nachdrücklich auf Präsenzarbeit, trotz entsprechender Anordnung und technischer Möglichkeit.

Mit entsprechender organisationaler Einbindung in die Unternehmensabläufe, Unterstützung bei der Einrichtung und bei der Abgrenzung von Arbeit und Freizeit können Home Office und andere Formen von remote work auch über den konkreten Schutz in der Pandemie hinaus zu flexibleren Arbeitsformen und einer besseren Work-Life-Balance beitragen. Nicht nur Arbeitgeber und Beschäftigte müssen dafür vertrauensvoll zusammenarbeiten, auch steuerliche Anreize, wie von Bitkom-Präsident Achim Berg vorgeschlagen, können zu weiterer Akzeptanz und besseren Bedingungen beitragen.