Bei Ü30 sinkt die Konzentration erheblich

Natürlich geht es hier nicht ums Alter, sondern um die Hitzewelle, die derzeit Deutschland über die 30-Grad-Marke treibt und an vielen Stellen Gesprächsthema Nummer Eins darstellt. Am Arbeitsplatz stehen Arbeitnehmer und -geber dabei vor konkreten Herausforderungen: Was bedeutet die Hitze für Arbeitsabläufe oder die Planung von Aufgaben? Ab wann geht sprichwörtlich nichts mehr?

Nachweislich sinkt die Konzentration bei Temperaturen über 30 Grad, die Folge sind Fehlerhäufigkeiten und Unfälle. Viele rechtliche Vorgaben für den Arbeitgeber sind allerdings nicht zwingend eindeutig, zumal es bei bestimmten Gewerken Ausnahmeregelungen gibt. Eines ist jedoch klar: bei Temperaturen über 26, 30, 35 Grad wird der Arbeitgeber verpflichtet, aktiv zu werden. Gibt es einen Betriebsrat im Unternehmen,  sollte dieser mit einbezogen werden, um im Sinne der Arbeitsschutzverordnung und Gefährdungsanalyse agieren zu können.

» Überblick und Verweis auf die aktuelle Rechtslage

Heiße Tage in Deutschland

Soweit die Theorie. In der Praxis agieren viele Firmen sowieso möglichst pragmatisch, indem sie einen frühen Arbeitsbeginn in den noch kühleren Morgenstunden ermöglichen, flexible Arbeitszeiten und -orte anbieten oder den Kommunikations- und Arbeitsablauf nach Möglichkeit umstrukturieren. Da es besonders wichtig ist, bei hohen Temperaturen viel zu trinken, zählen kostenfreie Erfrischungsgetränke und Wasserspender in vielen Unternehmen glücklicherweise zum Standard. Das ist nicht nur wichtig für die Stimmung, sondern auch für die Konzentration. Wenn wir zu wenig Flüssigkeit zu uns nehmen, wird das Leistungspotenzial nicht mehr optimal ausgeschöpft. Der Körper fährt sein Energielevel herunter, klare Anzeichen sind unter anderem Verspannungen, Kopfschmerzen und Vergesslichkeit. Trotz dieser bekannten Folgen von Dehydrierung versäumen es aber viele Arbeitnehmer, im Laufe des Tages genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Laut Umfragen verschiedener Krankenkassen vergessen die Hälfte der Männer und etwa 40 Prozent der Frauen, im Betrieb regelmäßig zu trinken. Experten empfehlen mindestens zwei bis drei Liter am Tag oder 40 bis 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht. An heißen Tagen sollten wir übrigens zur üblichen empfohlenen Tagesmenge sogar noch einen Liter mehr einplanen. Um den Kreislauf bei großer Hitze nicht zusätzlich zu belasten, sollte laut Arbeitsschutzexperten leicht Bekömmliches auf der Getränke-Liste stehen, Mineralwasser ist hier die erste Empfehlung.

Übrigens: Auch Pausen sind wichtig für die Gesundheit. Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen lohnt es sich, in kleineren Abständen Pausen einzulegen und diese mit Flüssigkeitsversorgung und leichter Bewegung zu kombinieren. Gemeinsame Getränke- oder auch Eispausen mit den Kollegen bieten auch eine gute Gelegenheit, mehr miteinander zu kommunizieren. Das sorgt für ein gutes Arbeitsklima und kann bei regelmäßigen kleinen Gängen in die Pausenecke auch noch für mehr Bewegung sorgen. 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar