Einträge von alena

Gesunde Ernährung und Wertschätzung

Was haben Ernährung und Angebote im Bereich „Gesunde Ernährung“ für Mitarbeiter eigentlich mit Wertschätzung zu tun?

Sehr viel. Bedeutet es doch, dass ich als Arbeitgeber möchte, dass es meinen Mitarbeitern auch physisch gut geht und sie auch auf der Arbeit die Möglichkeit haben, sich gut und gesund zu ernähren. Ich sorge mich also um ihr Wohl und zeige das in Form eines leckeren und gleichzeitig gesunden Speiseangebotes.

Die jungen Mitarbeiter wünschen sich, sich besser ernähren zu können oder erwarten diese Unterstützung seitens des Arbeitgebers künftig sogar. Das hat auch eine Studie der Schwenninger Krankenkasse» herausgefunden. So gaben 88% der 18-25-Jährigen an, sich gerne gesünder ernähren zu wollen.

Außerdem gaben 63% der 18-25-Jährigen zu, eine gesunde Mahlzeit oft durch einen schnellen Snack unterwegs zu ersetzen.

81% dieser Altersgruppe äußerten, dass sie im Alltag gerne mehr für ihre Gesundheit tun würden, dafür aber sehr oft zu wenig Zeit bliebe.

Auch GESOCA», unser Partner der Corporate Health Initiative, unterstützt den Ansatz, dass Unternehmen durch gesunde Ernährung das Bewusstsein für Gesundheit im Alltag fördern. Deshalb bietet GESOCA neben dem üblichen Angebot aktuell ein spezielles Analyse-Tool für Qualität und Gesundheitsorientierung in der Mitarbeiterverpflegung an. Mit diesem Tool können Arbeitgeber herausfinden, wie gesundheitsorientiert ihre Kantine arbeitet und wie sie im Vergleich zu anderen Kantinen abschneidet (Gesundheitskennziffer»).

Das Ergebnis lässt Rückschlüsse darüber zu, welche Potentiale für eine bessere Gesundheitsversorgung bestehen. Die Kunst ist es, leckeres mit gesundem Essen zu kombinieren, so dass der Spaß am Essen und gesunde Ernährung zusammen kommen.

Es können gezielt verhältnispräventive Maßnahmen ergriffen werden, um den Mitarbeitern langfristig eine gesündere Verpflegung zu bieten.

Invest in your people!

Themen wie HR und Teamkultur, gesunde Führung und Wertschätzung stehen momentan höher im Kurs denn je, hat uns Corona doch nochmal sehr deutlich gezeigt, wie sehr es gerade in Krisenzeiten auf die Menschen im Unternehmen ankommt und dass es sich auszahlt, in eben diese zu investieren.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen die Online Fachkonferenz HR unseres Kooperationspartners B2B Insider ans Herz legen. Ganz unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ bietet die OFK HR eine Plattform für Fachexperten zum Austausch zu aktuellen Themen wie Talentmanagement und Arbeitswelt 4.0, Recruiting und Employer Branding, Learning , e-Learning und Weiterbildung sowie Personalmanagement und Führung und sehr interessanten Keynote-Speakern.

Die Teilnahme ist kostenlos!

The Meaning of Work

Längst geht es für Arbeitnehmer*innen nicht mehr nur um die Höhe des Lohns oder den besten Dienstwagen: Immer mehr Arbeitnehmern ist die Sinnhaftigkeit ihres Tuns extrem wichtig. Sie streben nach Selbstverwirklichung, Erfüllung und nach dem Gefühl, mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag zu leisten. Aber auch die allgemeinen Ansprüche an den Job sind im Zuge von New Work und Co gestiegen.

Für Arbeitgeber*innen ist das nicht nur eine ernstzunehmende Tatsache, sondern auch eine neue Herausforderung. Gleichzeitig sehen wir eine immer stärkere Digitalisierung und eine sich durch verschiedene Einflussfaktoren rapide verändernde Arbeitswelt.

Wie aber erleben deutsche Arbeitnehmer*innen ihren Arbeitsalltag und was wünschen sie sich für Gegenwart und Zukunft?

Diesen Fragen ist die Jobseite Indeed in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov mit ihrer repräsentativen Online-Umfrage  zum Thema „Welchen Sinn hat Arbeit für deutsche Beschäftigte?“ nachgegangen. Dabei wurden 2.042 Personen befragt, die in deutschen Unternehmen arbeiten.

Die Ergebnisse sind aufschlussreich: der überwältigende Anteil der Befragten, nämlich 90%, wünscht sich einen Job, der ihnen Spaß macht. Mehr Gehalt (83%) und Selbstverwirklichung (64%) folgen erst danach. An zweiter Stelle steht allerdings ein gutes Betriebsklima. Ganze 59% finden eine angenehme Arbeitsatmosphäre wichtiger als Gehalt, Prämien oder Bonuszahlungen.

Auf Platz 3 rangiert die Gehaltstransparenz – und zwar von Beginn an. 60% der Männer und 65% der Frauen wünschen sich eine Veröffentlichung der Durchschnittsgehälter nach Fachbereich. Noch mehr Befragte, nämlich 70% der Frauen und 66% der Männer, begrüßen die Angabe des Gehalts bereits in den Stellenausschreibungen.

Wie immer lohnt es sich also, diese Entwicklungen im Blick zu behalten und entsprechend darauf zu reagieren.

Hier geht es zur Indeed-Studie »

Wie die Covid-19-Pandemie die Arbeitswelt verändert hat. Ein Zwischenstand

Derzeit wird die Maskenpflicht am Arbeitsplatz wieder stärker diskutiert. Sind wir also gedanklich und arbeitsorganisatorisch bei der „zweiten Welle“ angelangt? Oder stellt sich eher die Frage, welche organisatorischen Entwicklungen die „neue Normalität“ mit sich bringen wird? Ein vorherrschendes Thema ist das der Digitalisierungsprozesse, die uns in diesem Jahr in rasanter Geschwindigkeit eingeholt haben, und bei denen es nun um die gezielte Weiterentwicklung und Umsetzung geht.

Basierend auf einer Online-Umfrage unter gut 1.600 Erwerbstätigen aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde von der Haufe Gruppe hinterfragt, welche Auswirkungen die Befragten auf das Topthema Digitalisierung nach Corona erwarten. Es zeigt sich: wer ein hohes Digitalisierungspotenzial hat bzw. für sein Unternehmen identifiziert, der passt sich stärker und schneller an veränderte Bedingungen an als der Durchschnitt der Befragten.  Die Bereitschaft der digitalen „High Potentials“ zeigt dabei sehr anschaulich wie das Thema Digitalisierung mit weiteren Aspekten wie Zukunftsoptimismus, Kundenorientierung, Personal und Organisation, Change und Branchenbesonderheiten zusammenhängt.

Alle Rechte: Haufe Gruppe, Wir nach Corona – Digitalisierungspotentiale heben

Es geht jetzt darum, mögliche Lösungen zu entwickeln, wie Schlüsseltechnologien und Veränderungsprozesse in zahlreichen Branchen seitens der Politik unterstützt werden können. Dazu gehören finanzielle Hilfen wie Innovationsfonds, Forschungsgelder ebenso wie politische Maßnahmen wie Entbürokratisierung für Unternehmen sowie arbeitsmarktpolitische Instrumente wie die derzeit geltende Kurzarbeitergeldregelung, die Unternehmen deutlich entlasten soll.

Ein kurzer Faktencheck Branchen: es sind (Stand Juli 2020) von Kurzarbeit 5,6 Millionen Menschen betroffen. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie des ifo-Instituts. Dabei handelt es sich vorwiegend um Arbeitnehmer aus der Industrie (Metallindustrie und im Fahrzeugbau) und dem Dienstleistungssektor (v.a. im Gastgewerbe).

Wie sehr sich bestimmte Branchen ändern könnten, zeigt sich übrigens anschaulich am Beispiel der Versicherungsbranche. So gehen laut Bitkom zwei Drittel (65 Prozent) davon aus, dass bis 2030 eine Online-Plattform für Versicherungen entsteht, die große Marktanteile auf sich vereint.

Übrigens hat die Nachfrage nach digitalen Kompetenzen in den vergangenen Jahren generell stark zugenommen, auch in Branchen und Berufsfeldern, in denen die Digitalisierung bislang keine große Rolle gespielt hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Datenanalyse der Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit Burning Glass Technologies, für die 26 Millionen Online-Stellenanzeigen aus Deutschland für die Jahre 2014 und 2018 ausgewertet wurden. Die Digitalisierung kommt also in der Breite der Arbeitswelt an. Von allen untersuchten Online-Stellenanzeigen ist der Anteil der Ausschreibungen, die mindestens eine digitale Kompetenz erfordern, zwischen 2014 und 2018 von 38,1 Prozent auf 47,5 Prozent gestiegen.

CHA 2020: Deutsche Unternehmen bleiben engagiert

Den Herausforderungen und Einschränkungen der Pandemie zum Trotz haben sich mehr Unternehmen um den Corporate Health Award beworben als im Vorjahr, nämlich 352 aus der gesamten DACH-Region. Auch sind viele neue Gesichter dabei: mindestens ein Drittel der Bewerberinstitutionen, zu denen neben Wirtschaftsunternehmen aus 15 verschiedenen Branchen auch Hochschulen, das Handwerk und mittelständische Unternehmen zählen, sind Erst-Teilnehmer.

Die in 2020 in das Qualitätsmodell (Corporate Health Evaluations Standard ») integrierten Fragestellungen zu den von Unternehmensseite antizipierten „Trends und Herausforderungen für die kommenden Jahre“ lieferten über die bestehenden Grundlagenkenntnisse hinaus eine Vielzahl neuer Ergebnisse. Exemplarisch sei an dieser Stelle die verstärkte Motivation der Personal- und Corporate Health-Verantwortlichen zur Integration von Corporate Health in ein strategisches Recruitung- und Personalmanagement angeführt. Dass darüber hinaus die verstärkte Nähe zur Geschäftsführung unablässig geworden ist und bleiben wird, hat nicht zuletzt der Umgang mit der Pandemie gezeigt, in deren Krisenstäben sich die Position der Gesundheitsverantwortlichen deutlich verstärkt hat. Ebenfalls ganz oben auf der Agenda stehen die Digitalisierung von bestehenden Angeboten sowie die Nutzung von „Digital-Health-Lösungen“. Ausführliche Auswertungen der Daten werden in die Trendstudie 2021 einfließen.

Wie auch in den letzten Jahren ist die öffentliche Verwaltung gut vertreten – eine Branche, in der sich nach Expertenmeinungen in den nächsten Jahren der Fachkräftemangel sehr deutlich zeigen wird und die daher bereits früh das Bewusstsein für den Wert von Corporate Health-Maßnahmen für die Mitarbeiterbindung entwickelt hat. Natürlich haben sich auch wieder die traditionell mit exzellenten Arbeitsschutzkonzepten ausgerüsteten Unternehmen der Produktion und verarbeitenden Industrie zahlreich beworben. Genauso deutlich wurde wiederum die große Herausforderung in Handel und Konsumgüter, die in den diesjährigen turbulenten Zeiten nur in geringem Maße die Möglichkeit hatten, sich dem Thema Corporate Health strategisch zu widmen. Hier gilt es weiterhin, in besonderem Maße zunächst die operativen Stellschrauben für den akuten Schutz der einem hohem Kundenkontakt ausgesetzten Belegschaft gerecht zu werden. Nichtsdestotrotz ist auch in diesen Branchen eine Bedeutungssteigerung  zu beobachten, die sich in den kommenden Jahren auch in den ganzheitlichen Branchenergebnissen widerspiegeln wird.

Lässt sich digitale Führung lernen?

Aus der Krise, fertig – los? Was so einfach klingt, braucht Strukturen und Hilfsmittel. Unser Partner Motio führt aktuell und in den kommenden Wochen verschiedene Onlineseminare durch, um Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Jobstarter fit zu machen.

Digitalisierung: Fachkräfte in der IT sind gefragt wie nie

Die Nachfrage nach Entwicklern, Programmierern, Datenanalysten, Administratoren und weiteren IT-Fachkräften war schon in den letzten Jahren sehr groß, die kommenden Jahre zeigen einen hohen Anstieg, weil digitale Geschäftsmodelle, Forschungsprojekte, neue Technologien und Transformationsprozesse ein verstärktes IT-Know-how erfordern. Es bleibt also spannend, wie sich der Kampf um die Talente gestaltet und welche Unternehmen oder Regionen die begehrten Experten an sich binden Der Bundesverband Bitkom hat einen interessanten Überblick über die Branche veröffentlicht, unter anderem mit einem interessanten Blick auf die regionale Verteilung. So ist Hamburg mittlerweile das Bundesland mit der größten Dichte an IT-Spezialisten, das entspricht 4.200 IT-Jobs pro 100.000 Beschäftigte. Dies deutet auch darauf hin, dass die Stadt in der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeberstandort vieles richtig gemacht hat.

Bitkom e.V.

Im Ranking folgen Berlin (3,5 Prozent), Hessen (3,3 Prozent), Baden-Württemberg (3,2 Prozent) und Bayern mit 3,1 Prozent.

Auf den drei letzten Plätzen stehen Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im Vergleich zu den Vorjahren bleibt hier die Informatiker-Quote unverändert. Bundesweit gesehen gibt es übrigens 856.105 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im ITK-Bereich (53.787 mehr als im Vorjahr). Mit 414.942 ist knapp die Hälfte in ITK- Unternehmen beschäftigt, die übrigen arbeiten in anderen Branchen.

Übrigens arbeitet jeder fünfte deutsche IT-Experte (mit sozialversicherungspflichtigem Status) in Bayern. Ähnlich hoch ist die Zahl in Nordrhein-Westfalen (172.464), gefolgt von Baden-Württemberg (152.169). In Mecklenburg-Vorpommern gibt es (Stand 2020) mittlerweile 5.446 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in ITK-Berufen. 

Übrigens: was die ITK-Branche bezüglich Arbeitgeberattraktivität und Fachkräfteentwicklung/Corporate Health Management bewegt, wird Ende September in der Onlineveranstaltung der Corporate Health Initiative besprochen.»

Digitale Ethik und Zeitmanagement für Chaoten

Unser Alltag wird immer digitaler. Mehr und mehr Bereiche unseres Lebens, die vor einigen Jahren noch ausschließlich offline stattgefunden haben, verschmelzen zunehmend mit der Onlinewelt. Vor allem unser Berufsleben ist davon betroffen – mittlerweile setzen wir hier eine Vielzahl von digitalen Tools im direkten Kontakt ein. Da ist es nur folgerichtig, dass wir darüber sinnieren, was die neue Freiheit mit sich bringt. Kaspersky hat vor kurzem eine Umfrage zur Digitalisierung im Alltag in Deutschland durchgeführt. Neben Sicherheitsaspekten ging es auch darum, wie sich die Pandemiesituation auf unsere psychische Gesundheit ausgewirkt und welche Rolle die Technologie dabei für unseren Zusammenhalt gespielt hat. Das Ergebnis: mehr als jedem vierten Nutzer in Deutschland, nämlich 28 Prozent, fällt es nach eigener Aussage leichter, online neue Kontakte zu schließen als im realen Leben. 27 Prozent fällt zudem die Selbstdarstellung im digitalen Raum leichter als im persönlichen Kontakt. 29 Prozent der Befragten bestätigen zudem, sich im virtuellen Raum kontaktfreudiger und selbstbewusster zu fühlen als bei persönlichen Treffen.

Jeder Vierte? Das ist ein ziemlich hoher Wert. Kann es sein, dass Technologie in vielen Fällen schon als eine Form von Sucht angesehen werden sollte und emotional abhängig macht? Während einige Menschen unter normalen Umständen vielleicht übermäßig auf Technologien zurückgreifen, werden Videoanrufe und Messenger-Dienste oft als Rettungsanker angesehen, um den Selbstwert zu pushen, so die Einschätzung einiger Psychotherapeuten. Das Wissen um neurobiologische Fakten gehört insofern zum Basis-Know How in den HR-Abteilungen. Im Artikel der Fachzeitschrift Wirtschaft und Weiterbildung wird darauf verwiesen, dass es keinen Sinn ergibt, den Kampf zwischen Analog und Digital zu führen, sondern darum, aufmerksam die Grenzen zu erkennen, rechtzeitig zu intervenieren und Konzepte für die Prävention zu erstellen.

© Kaspersky

„Fortschritt braucht Weisheit und Mut – Maschinen fehlt beides“, so die Einschätzung von Sarah Spiekermann, Professorin für Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Autorin  von „Digitale Ethik – ein Wertesystem für das 21. Jahrhundert“ (erschienen beim Droemer Verlag), widmet sich der Geschichte des Fortschrittsdenkens ebenso wie den kritischen Gedanken zur Big Data Illusion, dem Problem der Selbstunterbrechung und den Wertefragen im Umgang mit der digitalen Welt im privaten Umfeld ebenso wie in den Unternehmen.  Wieviel IT ist zielführend, ab wann machen digitale Systeme krank? Und was ergibt sich daraus an Ableitungen für Führungsmodelle und den Umgang miteinander im Arbeitsleben? Eine lesenswerte Lektüre, die uns genügend Gesprächsstoff im direkten Miteinander liefern sollte.

Apropos intensive Gespräche, Small-Talk oder Dialog mit sich selbst: Das „30 Minuten Zeitmanagement für Chaoten“ aus dem GABAL Verlag (Lothar J. Seiwert, Horst Müller, Anette Laboek) ist eine vergnügliche Lektüre, die man nach Feierabend entspannt mit an den See nehmen kann und damit gleich einem guten Rat aus dem Kapitel „Wie Sie sich selbst überlisten“ folgt.

Bei Ü30 sinkt die Konzentration erheblich

Natürlich geht es hier nicht ums Alter, sondern um die Hitzewelle, die derzeit Deutschland über die 30-Grad-Marke treibt und an vielen Stellen Gesprächsthema Nummer Eins darstellt. Am Arbeitsplatz stehen Arbeitnehmer und -geber dabei vor konkreten Herausforderungen: Was bedeutet die Hitze für Arbeitsabläufe oder die Planung von Aufgaben? Ab wann geht sprichwörtlich nichts mehr?

Nachweislich sinkt die Konzentration bei Temperaturen über 30 Grad, die Folge sind Fehlerhäufigkeiten und Unfälle. Viele rechtliche Vorgaben für den Arbeitgeber sind allerdings nicht zwingend eindeutig, zumal es bei bestimmten Gewerken Ausnahmeregelungen gibt. Eines ist jedoch klar: bei Temperaturen über 26, 30, 35 Grad wird der Arbeitgeber verpflichtet, aktiv zu werden. Gibt es einen Betriebsrat im Unternehmen,  sollte dieser mit einbezogen werden, um im Sinne der Arbeitsschutzverordnung und Gefährdungsanalyse agieren zu können.

» Überblick und Verweis auf die aktuelle Rechtslage

Heiße Tage in Deutschland

Soweit die Theorie. In der Praxis agieren viele Firmen sowieso möglichst pragmatisch, indem sie einen frühen Arbeitsbeginn in den noch kühleren Morgenstunden ermöglichen, flexible Arbeitszeiten und -orte anbieten oder den Kommunikations- und Arbeitsablauf nach Möglichkeit umstrukturieren. Da es besonders wichtig ist, bei hohen Temperaturen viel zu trinken, zählen kostenfreie Erfrischungsgetränke und Wasserspender in vielen Unternehmen glücklicherweise zum Standard. Das ist nicht nur wichtig für die Stimmung, sondern auch für die Konzentration. Wenn wir zu wenig Flüssigkeit zu uns nehmen, wird das Leistungspotenzial nicht mehr optimal ausgeschöpft. Der Körper fährt sein Energielevel herunter, klare Anzeichen sind unter anderem Verspannungen, Kopfschmerzen und Vergesslichkeit. Trotz dieser bekannten Folgen von Dehydrierung versäumen es aber viele Arbeitnehmer, im Laufe des Tages genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Laut Umfragen verschiedener Krankenkassen vergessen die Hälfte der Männer und etwa 40 Prozent der Frauen, im Betrieb regelmäßig zu trinken. Experten empfehlen mindestens zwei bis drei Liter am Tag oder 40 bis 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht. An heißen Tagen sollten wir übrigens zur üblichen empfohlenen Tagesmenge sogar noch einen Liter mehr einplanen. Um den Kreislauf bei großer Hitze nicht zusätzlich zu belasten, sollte laut Arbeitsschutzexperten leicht Bekömmliches auf der Getränke-Liste stehen, Mineralwasser ist hier die erste Empfehlung.

Übrigens: Auch Pausen sind wichtig für die Gesundheit. Gerade bei den hochsommerlichen Temperaturen lohnt es sich, in kleineren Abständen Pausen einzulegen und diese mit Flüssigkeitsversorgung und leichter Bewegung zu kombinieren. Gemeinsame Getränke- oder auch Eispausen mit den Kollegen bieten auch eine gute Gelegenheit, mehr miteinander zu kommunizieren. Das sorgt für ein gutes Arbeitsklima und kann bei regelmäßigen kleinen Gängen in die Pausenecke auch noch für mehr Bewegung sorgen.