Einträge von Alena Schmitz

Techniker Krankenkasse, EuPD Research und Handelsblatt starten Bewerbung für die Sonderpreise „Gesunde Hochschule“ im Rahmen des Corporate Health Award 2020

Wissenschaft und Lehre im Zeichen des Studentischen und Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Hamburg/Bonn, 13. Mai 2020: Besonders in diesen Tagen nehmen die Gesundheitsförderung und Prävention eine wichtige Rolle ein. Das Management dieser Prozesse fordert die Gesundheitspolitik. Politische Entscheidungsträger, Unternehmen, Organisationen sowie auch Hochschulen und Universitäten stehen vor Herausforderungen.

Ein Gesundheitsmanagement für Beschäftige und Studierende an Hochschulen verfolgt das Ziel, gemeinsam mit allen Beteiligten gesundheitsförderliche Ressourcen zu analysieren und zielgerichtete Strategien und Maßnahmen abzuleiten, um nachhaltig das Thema Gesundheit an der Hochschule zu verankern. Vor allem in Zukunft werden hier auch neue Wege aufgebaut werden und gefordert sein. Aus diesem Grund stehen vorbildliche und wegweisende Modelle beim Gesundheitsmanagement mehr denn je im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Der Sonderpreis für herausragendes Gesundheitsmanagement der Hochschulen und Universitäten gehört zum festen Bestandteil des Corporate Health Awards. Der wissenschaftlich fundierte Corporate Health Evaluation Standard CHES bildet dabei die Grundlage für Analyse- und Bewertungsprozesse im Rahmen der jährlichen Bewerbungsphase, die im Frühjahr zum zwölften Mal in Folge von den Initiatoren EuPD Research und der Handelsblatt Media Group gestartet wurde.

Als Sonderpreispartner für die Kategorien „Gesunde Hochschule BGM“ und „Gesunde Hochschule SGM“ engagiert sich die Techniker Krankenkasse seit Jahren dafür deutsche Hochschulen mittels innovativer Kultur- und Gesundheitskonzepte bei der Etablierung sozial nachhaltiger Strukturen zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen EuPD Research hatte die Techniker Krankenkasse (TK) im Jahr 2013 erstmals den Sonderpreis „Gesunde Hochschule“ eingeführt. Schon sieben Mal konnte die Auszeichnung für die Entwicklung und Aufbau eines nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements verliehen werden. In den letzten Jahren hat sich der Fokus zusätzlich auf die Gesundheit der Studierenden gerichtet. Um die Initiativen und Strukturen für den Aufbau und die Entwicklung eines Studentischen Gesundheitsmanagements zu unterstützen, entschlossen sich EuPD und die TK im Jahr 2018, eine zweite Kategorie (SGM) zu bilden.

„Gerade in der aktuell herausfordernden Situation sind die Hochschulen besonders gefordert neue Strategien für die Lehre und deren Umfeldbedingungen zu entwickeln. Das Gesundheitsmanagement wird hier stärker denn je zum gesundheitsförderlichen Begleiter der universitären Prozesse. Durch den Qualifizierungs- und Auditprozess können wichtige Entwicklungspotentiale und mögliche Umsetzungsstrategien auch für die zukünftige Ausrichtung eines Gesundheitsmanagements an Hochschulen aufgezeigt werden“, so Thomas Holm Leiter des Gesundheitsmanagements der Techniker Krankenkasse.

Steffen Klink, Director of Social Sustainability bei EuPD Research und Leiter des Corporate Health Awards: „Im letzten Jahr konnten die Universität Paderborn den Titel „Gesunde Hochschule BGM“ und die Technische Hochschule Wildau den Titel „Gesunde Hochschule SGM“ erlangen. Beide haben herausragende Leistungen gezeigt, die in der bundesweiten Auswertung die Spitzenwerte erreichen konnten. Wir möchten alle Hochschulen ermutigen aussagefähige Benchmarks für die Weiterentwicklung ihrer Strukturen zu nutzen.“

Insgesamt umfasst das Setting „Gesundheitsfördernde Hochschulen“ über 3,6 Millionen Menschen mit unterschiedlichem Status. Darunter sind 80 Prozent Studierende, neun Prozent nichtwissenschaftlich Beschäftigte und elf Prozent wissenschaftlich Beschäftigte, die potentiell mit gesundheitsförderlichen Projekten erreicht werden können. Den größten Anteil bilden die Studierenden mit 2,9 Millionen.

Informationen und Link zur Bewerbung

 

Gewinner des Preises „Gesunde Hochschule“ BGM und SGM

Die Einschätzung der Universität Paderborn und der Hochschule Wildau sowohl hinsichtlich des Stellenwertes des Awards als auch der Umsetzung von Gesundheitsstrategien in der aktuellen Situation lautet:

„Mit der Teilnahme am Corporate Health Award werden die universitätsinternen Aktivitäten, die ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement ausmachen nochmals transparent zusammengeführt und sichtbar gemacht. Hiervon profitieren alle Akteure im Gesundheitsmanagement sowie die diversen Zielgruppen. In Zeiten von Corona, die zum Kernbetrieb in vielen Hochschulen und damit zu vermehrtem Homeoffice führen, ist vor allem der positive Blick auf die Gesundheit von großer Wichtigkeit. Das universitäre Gesundheitsmanagement kann dabei Unterstützung sein. Die Universität Paderborn informiert über die Gestaltung des Homeoffice mit Blick auf Ergonomie, Organisation und Pausengestaltung. Darüber hinaus stehen zwei externe Konfliktberaterinnen für Beratungen in Form von Video- oder Telefonsprechstunden zur Verfügung. Gesundheitsmanagement bietet die Chance verschiedene Zielgruppen an den Hochschulen zusammenzubringen und Kommunikation zu fördern. Dies ist auch jetzt mehr denn je unser Ziel.“, so Sandra Bischof, Koordinatorin für das universitäre Gesundheitsmanagement an der Universität Paderborn.

Oliver Schierz von der Technischen Hochschule Wildau | Gesunde Hochschule Studentisches Gesundheitsmanagement: „Für uns stellt der Gewinn des Sonderpreises „Studentisches Gesundheitsmanagement” einen zusätzlichen Impuls dar, weiterhin moderne Konzepte auszuprobieren und die Qualität der Beratung zu optimieren. Durch die Einbindung von „studentischen Gesundheitsbotschaftern“  gelingt es uns auch in diesen Zeiten, die Angebote weiterhin auf Augenhöhe an die Studierenden heranzutragen und wir sind sehr stolz, durch unkonventionelle Konzepte wie der Bewegten Pause für zuhause und der Onlinesprechstunde z.B. zu psychosozialen Fragen, weiterhin einen gesunden Lebensstil fördern zu können.“

BU: Die beiden Siegerhochschulen Universität Paderborn und Technische Hochschule Wildau beim Corporate Health Award:  Bildrechte: www.corporate-health-award.de

Bewerbung 2020

Bei der Bewerbung um den Corporate Health Award 2020 kann jede Organisation aus Wirtschaft, Bildung und öffentlicher Hand die Online-Qualifizierungsbögen bis zum ersten Juni 2020 einsenden. Der unabhängige Expertenbeirat des Corporate Health Awards bestimmt im Anschluss der Auditierungen die Gewinner und somit die besten Organisationen und Unternehmen Deutschlands in fünfzehn Branchen-Kategorien in den Klassen „Mittelstand“ und „Großkonzern“. Der Award gilt als renommierteste Auszeichnung für exzellentes Corporate Health Management in Deutschland.

 

Über die Techniker Krankenkasse

Die Techniker Krankenkasse (TK) besteht seit über 125 Jahren. 11,4 Millionen Privat- und Firmenkunden setzen ihr Vertrauen in die TK und über 13.900 Mitarbeiter/-innen sind bei der TK, als eine der bundesweit größten Krankenkassen, beschäftigt. Im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung bietet die TK ein marktgerechtes und innovatives Produktportfolio an und nimmt eine aktive Rolle in der Gestaltung der Präventionspolitik ein. Die Handlungsfelder richten sich nach dem neuen Präventionsgesetz und dem Leitfaden Prävention. Dazu zählen beispielsweise Kursangebote in der Individualprävention zu den Themenfeldern Stressbewältigung, Bewegung, Umgang mit Sucht und Ernährung. Des Weiteren unterstützt die TK mit ihren Projekten qualitätsgesicherte, gesundheitsbezogene und systematische Organisationsentwicklungsprojekte sowohl in betrieblichen wie auch in nichtbetrieblichen Settings. 

Die Techniker Krankenkasse fördert daher ganzheitliche Gesundheitsförderungsprojekte in den Lebenswelten Unternehmen, Hochschule, Kita, Schule, (teil-) stationäre Pflegeeinrichtungen und Kommune. Speziell in der Lebenswelt Hochschule engagiert sich die TK seit über 20 Jahren mit einem ganzheitlichen Ansatz und begleitet Projekte, um den nachhaltigen Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen zu unterstützen. 

Mehr Informationen: www.tk.de/techniker/2022988

 

Über den Corporate Health Award

Der Corporate Health Award wurde 2009 vom Forschungsinstitut EuPD Research und der Handelsblatt Media Group initiiert. Das Ziel des vorausgehenden umfangreichen Evaluationsprozesses ist es, die Einsicht in die Notwendigkeit von Investitionen in betriebliche Gesundheitssysteme zu stärken sowie vor dem Hintergrund struktureller Veränderungen, gesellschaftlich herausfordernder Situationen und Prioritäten sowie beim demographischen Wandel die Wettbewerbsfähigkeit durch gezieltes Corporate Health Management sicherzustellen. 347 Unternehmen und Organisationen bewarben sich 2019 um den Award und haben sich somit dem wissenschaftlichen und praxisnahen Auswahlverfahren gestellt. Mehr Informationen: www.corporate-health-award.de

 

Über EuPD Research

EuPD Research begeht in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum als führendes Forschungsunternehmen im nachhaltigen Corporate Health Management. Mit dem Corporate Health Award, der Corporate Health Initiative, der Corporate Health Akademie, der jährlich erscheinenden Studie zum Gesundheitsmanagement in Deutschland sowie den zahlreichen Aktivitäten als Sozialforschungsunternehmen in der Analyse und Beratung, agiert die EuPD als maßgebliches Stimmungsbarometer für aktuelle Themen, Trends und Entwicklungen in der strategischen HR-Arbeit. Gemeinsam mit einem starken Partnernetzwerk wird die Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen und hocheffizienter betrieblicher Managementsysteme flächendeckend für alle Branchen gefördert.

Pressekontakt: presse@ch-initiative.de, 030- 201 88 565

Der wissenschaftsbasierte Ansatz für neue Kennziffern im Bereich der gesunden Ernährung

In der letzten Woche haben wir einen neuen Partner der Corporate Health Initiative vorgestellt. Hier folgt der zweite Teil unseres Interviews mit GESOCA-Gründer und -Geschäftsführer, Christian Feist.

Nachgefragt:

Herr Feist: Wie sind Sie auf Ihre Gründungs-Idee gekommen?

Christian Feist: Während meiner unterschiedlichen Managementpositionen in der Gemeinschaftsgastronomie war es immer mein Anliegen, die Betriebsgastronomie zu stärken und den Mehrwert für das Unternehmen deutlich zu machen. Mit Hilfe des Gastronomischen Ampelsystems (GAS) hat sich eine Möglichkeit herauskristallisiert, den Interessenskonflikt zwischen den Gastronomen und den Unternehmen in puncto Ernährungsgesundheit der Gäste zu lösen und im Unternehmen aufzuzeigen, was eine Kantine wirklich kann. Dabei geht es nicht nur um Gesundheit, sondern um den Return on Investment, wenn ich als Unternehmer eine Kantine subventioniere. Dieser ist immer höher, wenn die Mitarbeiter zufrieden, leistungsfähig UND gesund sind und bleiben. Daraus entstand GESOCA.

 

Eine Möglichkeit, den Faktor Gesundheit in der Kantine besser zu steuern, wäre eine Gesundheitskennziffer. Was verstehen Sie darunter?

Christian Feist: Ernährung wird sehr unterschiedlich verstanden und bewertet, daher gibt viele verschiedene Ansätze und Methoden – um es provokativ zu sagen: „Heilsversprechen“. Erst ein definierter und wissenschaftlich fundierter und einheitlicher Maßstab führt zu der nötigen Klarheit, die ein erfolgreiches Konzept für bessere Ernährung braucht. Man möchte ja sehen, wie die Ernährungsgesundheit einer Mitarbeiterbelegschaft tatsächlich ist – am besten, ohne immer wieder Essensprotokolle oder Befragungen durchzuführen. Wir setzen am Angebot an und messen deren ernährungsphysiologischen Wert über die Rezepturen. Die GESOCA Gesundheitskennziffer sagt also aus, wie gesund sich die Gäste ernähren KÖNNEN und es tatsächlich TUN. Zudem liefert sie eine Vergleichsmöglichkeit zu anderen Kantinen oder zu einem Durchschnittwert: Wie gesund ist meine Kantine im Vergleich zu einer durchschnittlichen oder der besten Kantine in Deutschland?

So kann eine Kantine zeigen, was sie erreichen kann, wenn sie sich in Sachen Gesundheit engagiert. Unserer Erfahrung nach, kann eine Kantine einen bis zu 20% besseren Gesundheitswert erreichen, wenn sie nichts weiter tut, als ihre bestehenden Rezepturen ernährungsphysiologisch zu optimieren. Das ist bis dahin möglich ohne Charakter des Gerichtes zu verändern.

 

Das Prinzip

Wenn die Betriebsgastronomie eine Hebelwirkung auf die Bereiche Mitarbeiterbindung, Leistungsfähigkeit und Gesundheit entwickelt, gewinnt sie an Einfluss auf das unternehmerische Gesamtgeschehen. Die Konzeption dafür beinhaltet die Balance zwischen den drei Faktoren Genuss (Kundenwünsche), Kosten und Gesundheit.

GESOCA arbeitet hier mit einem gezielten Steuerungssystem

Wie schafft man mehr Akzeptanz für solche Kennziffern?

Christian Feist: Die Gesundheitskennziffer kann in den üblichen Zahlenkontext der GV integriert werden. Zudem liefert sie einen Mehrwert für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. In der häufig sehr kostenorientiert geführten Diskussion rund um die Mitarbeiterverpflegung lenkt die Gesundheitskennziffer den Fokus auf den Mehrwert der Kantine für das gesamte Unternehmen: Leistungsfähigkeit, Gesundheit der Mitarbeiter, Mitarbeiterzufriedenheit. Für die Gäste spielt die Gesundheitskennziffer eher auf der Meta-Ebene eine Rolle: So gesund ist unsere Kantine! Für die tägliche Essenentscheidung an der Theke ist die farbliche Kennzeichnung grün-gelb-rot wichtig. Das ist einfach und eher emotional, wie das Essen selbst – das tut den Gästen gut.

 

Erläutern Sie uns kurz das Gastronomische Ampelsystem (GAS), welches als technisches Herzstück von GESOCA bezeichnet wird. Ist die GAS in Deutschland flächendeckend als Standard anerkannt?

Christian Feist: Es gibt verschiedene Ansätze, darzustellen, wie gesund ein Nahrungsmittel ist: Nährwertangaben, Kalorienangaben, etc. Dabei spielen zwei Aspekte eine Rolle: 1. Wie und was genau wird gemessen? 2. Wie gut kann der Gast damit umgehen? Das Gastronomische Ampelsystem (GAS) wurde von Prof. Dr. V. Peinelt an der Hochschule Niederrhein speziell für die Gemeinschaftsverpflegung entwickelt. Es ging ihm darum, einen Maßstab für eine sinnvoll realisierbare Breitenverpflegung zu finden, die eine leicht und intuitiv verständliche Aussage liefert, welche sich für die Gastronomen leicht erheben lässt. Grundlage dafür sind die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), also ausdrücklich keine spezielle Ernährungsform oder Diät. Gerade dort, wo sehr viele sehr unterschiedliche Menschen essen, ist es wichtig etwas anzubieten, dass dem breiten wissenschaftlichen Konsens folgt.

Das GAS bewertet ganze Mahlzeiten, wie auch einzelne Komponenten, verzeiht gewisse Differenzen bei den Portionsgrößen und gibt durch das Farbsystem Grün-Gelb-Rot den Gästen eine einfache Orientierung. In der Systematik werden die ernährungsphysiologischen Qualitäten aller Zutaten bewertet, Zucker- und Fettgehalte bewertet, die Garmethode spielt eine Rolle und wie lange das Endprodukt an der Theke heiß gehalten wird. So errechnet sich der ernährungsphysiologische Gesundheitswert und die Farbe einer Rezeptur.

 

In „Home-Office Zeiten“ spielt die Ernährung weiterhin eine wichtige Rolle, wie sieht es mit der aktuellen Verantwortung des Arbeitgebers aus und was könnte sich künftig verändern?

Christian Feist: Homeoffice wird nach Corona sicher eine stärkere Akzeptanz erhalten. Im Gegenzug wird der Betrieb noch stärker zur wichtigen Begegnungsstätte für kollegialen Austausch und Kreativität. Vielleicht wird die Betriebsgastronomie weniger besucht sein, aber als Impulsgeber für ein positives – genussvolles UND gesundes! – Ernährungserlebnis wird sie für viele Arbeitnehmer sogar noch wichtiger werden.

Welcher Gastronom könnte diese Rolle besser übernehmen, als die Betriebsgastronomie? Welchem Gastronomen sonst ist das Ernährungsverhalten seiner Gäste ein Anliegen?  Der Betriebsgastronom hat einen unternehmerischen Auftrag, diese Rolle zu übernehmen. Nur muss ihn diese Rolle auch erfolgreich machen. Dann wird vollwertiges Essen zum Erlebnis.

 

Wie definieren Sie soziale Verantwortung? Was wäre Ihr Credo für tragfähige Corporate Health Strategien?

Christian Feist: Gerade wenn es um Ernährung geht, haben wir alle einen großen Hebel – in zwei Dimensionen: Einerseits geht es natürlich um das, was wir mit uns selbst tun. Unser Wohlbefinden, unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit aber auch das sozial-kulturelle Miteinander. Essen ist ein Kulturgut. Auf der anderen Seite gibt es den Aspekt der globalen Ressourcen-Verantwortung – wie nachhaltig und für die Umwelt gesund ist das, was auf unserem Teller ist.

Das wirklich Schöne ist, dass diese beiden Aspekte sich nicht wirklich widersprechen – auch wenn es zunächst so scheint. Gesundheitsorientierte Ernährung ist immer auch ein Stück weit nachhaltiger. Aktuelle Studien belegen dies mittlerweile auch.

Das Credo ist also: Dort, wo in der Gemeinschaftsgastronomie die Gesundheit der Gäste mit im Fokus steht, werden wir einer wichtigen sozialen Verantwortung gerecht, die weite Teile unseres persönlichen und sozialen Lebens stärkt.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

Zum Gründer: Christian Feist setzte sich schon immer dafür ein, die Gemeinschaftsgastronomie zu einem unternehmerischen Potential zu machen, das diese Investition rechtfertigt und stärkt. Seine Leistungen als gastronomischer Leiter eines namhaften Versicherers wurden mit diversen Branchenauszeichnungen gewürdigt und mit GESOCA erhielten er und sein Team verschiedene Auszeichnungen und Preise.

 

» Weitere Informationen und Beitrag vom Gründer Christian Feist

Webinar „Gesunde Führung in unsicheren Zeiten“ | 24. Juni 2020

24. Juni 2020, 14.30 Uhr – 17.00 Uhr

Moderator: Eckhard Münch, Organisationsberater und Business-Coach

Uhrzeit

Inhalt

14.30 – 14.45 Uhr

Vorstellungsrunde / Ziele und Ablauf des Workshops

  • Was bewegt mich an diesem Thema? Was ist mir persönlich wichtig?

14.45 – 15.30 Uhr

Business as usual in unsicheren Zeiten?

Damit beschäftigen wir uns:

  • Was charakterisiert das Arbeiten in unsicheren Zeiten?
  • Welche Risiken bestehen für Wohlbefinden und Gesundheit?
  • Welche Anforderungen ergeben sich daraus an Führung in unsicheren Zeiten?

15.30 – 15.50 Uhr

Erfahrungen der Teilnehmenden

Als Teilnehmende arbeiten Sie im Breakout-Room mit Leitfragen

15.50 – 16.00 Uhr

Rückmeldung aus dem Breakout-Room

16.00 – 16.10 Uhr

PAUSE

16.10 – 16.50 Uhr

Führungskompetenzen in unsicheren Zeiten

Damit beschäftigen wir uns:

  • Wie kann ich mich selbst und andere in unsicheren Zeiten gesund führen?
  • Welche (besonderen) Kompetenzen sind dazu erforderlich?
  • Welche individuellen und betrieblichen Ressourcen sind notwendig? Wie lassen sich diese aktivieren?

16.50 – 17.00 Uhr

Abschlussrunde

  • Welche Fragen hätte ich gerne noch beantwortet?
  • Was nehme ich aus dem Webinar für meinen Arbeitsalltag mit?

Von Ampeln in der Kantine und wissenschaftsbasierten Ansätzen für neue Kennziffern im Bereich der gesunden Ernährung

GESOCA ist neuer Partner der Corporate Health Initiative.

Es gibt viele gute Gründe, sich mit gesunder Ernährung im betrieblichen Umfeld auseinander zu setzen. Das Unternehmen GESOCA hat diese Beweggründe mit ihrer Firmengründung im Jahr 2014 in die Tat umgesetzt.

Gesundheitsorientierte Cateringsteuerung, das war am Anfang der Arbeitstitel der verschiedenen Aktionen und Engagements, die der Firmengründung voraus gingen. Dabei ging es von Anfang an darum, Ökologie und Nachhaltigkeit in die Kantinen-Angebote zu integrieren. Die Anwendbarkeit ökotrophologischer Forschungsergebnisse wurde vorab in einem Langzeit-Transferprojekt zwischen Wissenschaft und Praxis getestet, zahlreiche Studien begleiteten diesen Prozess. Im Ergebnis wurde die heutige Gesundheitskennziffer entwickelt, die sich ins Verhältnis zu den Kosten setzen lässt. Betriebsgastronomie wird also im Hinblick auf die Gesundheitsförderung messbar. Zudem sind die Experten für Ernährung, die bei GESOCA die Bewertung der Rezepturen und die Beratung der Küchenleiter und Caterer durchführen, Wissenschaftler mit praktischem Hintergrund. Sie kennen sich in der Küche genauso gut aus, wie in der aktuellen ernährungswissenschaftlichen Diskussion.

» Über GESOCA

 

Chancen und Risiken für die Betriebsgastronomie in Zeiten geschlossener Kantinen

Das geltende Infektionsschutzgesetz und die Vorgaben im Arbeitsschutz werden den Kantinenbetrieb ganz sicher kurz- und mittelfristig beeinflussen. Auch die derzeitigen Schließungen für größere Kantinen und eingeschränkte Verpflegungssysteme sind eine Herausforderung für das betriebliche Gesundheitsmanagement. Begleitend sollte man schon jetzt für die Zeit nach den Schließungen auf neue Konzepte setzen und die Frage nach einer stärkeren Gesundheitsorientierung stellen, gute Argumente für die Sicherung der Sozialleistung liefern. Das Ziel lautet: Im Ergebnis soll ein substanzieller Mehrwert für das Unternehmen stehen. Klar ist auch: wenn die Betriebsgastronomie eine Hebelwirkung auf die Bereiche Mitarbeiterbindung und Gesundheit entwickelt, gewinnt sie an Einfluss auf das unternehmerische Gesamtgeschehen.

Worum geht es bei der Optimierung?

  • Implementierung eines ernährungsphysiologischen Standards und Kennziffern, an denen sich der Erfolg einer gesunden Mitarbeiterversorgung messen lässt
  • Prüfung und Standortbestimmung:  wie gesundheitsförderlich wurde bisher angeboten
  • Optimierung von Stammrezepturen (Berücksichtigung ernährungsphysiologischer Faktoren)
  • Konzept für eine gesundheitsorientierte Cateringsteuerung unter Berücksichtigung der unternehmensindividuellen Wünsche und Anforderungen.

Die Begleitung dieser Prozesse und das Ermitteln des Erfolges mit Hilfe einer Gesundheitskennziffer, darin besteht die Kernkompetenz von GESOCA.

 

Messbar mehr Gesundheitsförderung

Unternehmen brauchen ein Steuerungsinstrument, welches Ihnen erlaubt, Ihr Catering leistungsorientiert zu führen. Dabei spielt der ernährungsphysiologische Wert der Verpflegung und Produkte eine zentrale Rolle. Die Ausrichtung und Gewichtung von Traditionen, Gesundheitsfaktoren und ökologischen Aspekten bestimmen die BGM-Verantwortlichen und Geschäftsführung. Das System einer Gemeinschaftsverpflegung hat auch eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, nicht zuletzt spielen Faktoren wie Übergewicht und die Zunahme von Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes etc. eine zunehmende Rolle bei der Arbeitgeberfürsorge.

Ein praktisches Beispiel gefällig? Rot, gelb, grün – was wir bislang im Handel vergeblich suchen, lässt sich in der Kantine und beim Catering in die Tat umsetzen. Und das geht so mit dem wissenschaftlich basierten Ampelsystem.

 

Home-Office, und was nun?

Dieser Herausforderung müssen wir uns aber auch stellen. Es ist gerade jetzt wichtig, die Mitarbeiter bei der gesunden Verpflegung zu unterstützen, denn im privaten Arbeitsbereich ist es nicht für jeden so leicht, eine gesunde Ernährung umzusetzen. Ein möglicher Weg der Unterstützung sind ToGo-Angebote und Empfehlungen des Arbeitsgebers. Diese können durchaus kreativ und gesundheitsorientiert aufgestellt werden. Es lohnt es sich in jedem Fall, die Rezepturen anzuschauen, zu optimieren und ein variantenreiches, ausgewogenes Angebot zu planen.

Mehr zu Studien, Rezepturen und Feedbacksystemen für BGM, Betriebsrat, Geschäftsführung, Caterer und Mitarbeiter im Downloadbereich.

 

Wir haben nachgefragt:

Herr Feist, Sie haben im Bereich der Wissenschaft engagierte Mitstreiter und Partner. Wer arbeitet bei GESOCA gezielt an der wissenschaftlichen Weiterentwicklung?

Christian Feist: Unser wichtigster wissenschaftlicher Partner ist Prof. Dr. V. Peinelt. Wir sind zudem mit mehreren anderen Universitäten und Hochschulen im ständigen Kontakt und führen gemeinsame Projekte und Studien durch.

 

Wie entwickeln Sie Firmenkonzepte und wie kommunizieren Sie die Ergebnisse gegenüber den Unternehmen?

Christian Feist: Das GESOCA-System ist ein Qualitätssicherungs-System, das heißt neben dem laufenden Rezepturfreigabeprozess werden unangekündigte Audits, Gästebefragungen und Mystery-Shoppings durchgeführt. Alle Ergebnisse fließen in ein Reportingsystem und können von den Kunden laufend eingesehen werden. Diese Daten sind häufig eine Grundlage für bestimmte vertraglich geregelte Geschäftsprozesse zwischen Unternehmen und Caterer. Daher achten wir hier auf eine hohe Datensicherheit und stehen den Ansprechpartnern beratend zur Seite. Bezüglich der Gäste sind wir immer dafür, dass die Gäste über digitale und klassische Kommunikationswege eingebunden werden und unterstützen dies, wo immer es geht. Letzten Endes liegen aber alle Prozesse in der Entscheidung des Unternehmens.

 

Vielen Dank für die Antworten. Teil 2 unseres Interviews folgt am 5. Mai.

 

» Weitere Informationen und Beitrag vom Gründer Christian Feist

 

Zum Gründer: Christian Feist setzte sich schon immer dafür ein, die Gemeinschaftsgastronomie zu einem unternehmerischen Potential zu machen, das diese Investition rechtfertigt und stärkt. Seine Leistungen als gastronomischer Leiter eines namhaften Versicherers wurden mit diversen Branchenauszeichnungen gewürdigt und mit GESOCA erhielten er und sein Team verschiedene Auszeichnungen und Preise.