Attraktive Arbeitgebermarken: Handwerksbranche in aktuellen Erhebungen

Zu Beginn des Jahres, direkt im Januar, führte das forsa-Institut im Auftrag der IKK classic eine repräsentative Studie in der Handwerksbranche zu verschiedenen Zukunftsthemen durch. Hier wurde unter anderem die Zufriedenheit mit dem Beruf, die Haltung zur Integration von Zuwanderern, sowie die Einschätzung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie abgefragt. Die Präferenzen bei der individuellen und betrieblichen Gesundheitsprävention standen ebenfalls im Fokus der Erhebungen.

„Weil diese Befragung vor Corona stattfand, war es für uns spannend, ob die Erfahrungen der Krise die Stimmung im Handwerk stark verändern würden. Der Vorher-Nachher-Vergleich belegt, dass im Handwerk die Urteile und Haltungen bei Beschäftigten wie Betriebsinhabern solide fundiert sind“, sagt IKK-Chef Frank Hippler.

Handwerker sind mit ihrer Arbeit zufrieden und würden sich mehrheitlich wieder für einen Handwerksberuf entscheiden, so das Ergebnis der Erststudie. 82 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben an, mit ihrem Beruf zumindest zufrieden zu sein; 29 Prozent von ihnen sind sogar „sehr zufrieden“ und 14 Prozent „vollkommen zufrieden“. Sechs von zehn Beschäftigten würden sich wieder für einen Beruf im Handwerk entscheiden; jeder zweite Befragte (45 Prozent) würde dabei sogar wieder in seinem derzeitigen Betrieb arbeiten wollen. Als attraktiv für junge Menschen schätzen die heutigen Handwerksberufe 76 Prozent der Arbeitgeber und über 50 Prozent der Arbeitnehmer ein und auch das persönliche Gesundheitsempfinden beeinflusst den Blick auf den Beruf.

Die aktuelle forsa-Erhebung im Juni betrifft nun ebenfalls eine repräsentative Auswahl von Beschäftigten und Arbeitgebern aus den großen Gewerbegruppen im Handwerk und bringt folgende Ergebnisse:

Die meisten Befragten blicken trotz der schwierigen Corona-Situation durchaus selbstbewusst in die Zukunft und zeigen eine zuversichtliche Haltung gegenüber den großen Herausforderungen der Branche. Nach wie vor sind dies die Gewinnung von Nachwuchs sowie die Bindung von guten Fachkräften an das Unternehmen.

So stellt sich die Attraktivitätsfrage der Arbeitgebermarke Handwerk immer wieder und wird dementsprechend innerhalb der Branche diskutiert. Die Überzeugung von rund 80 Prozent der Arbeitgeber/50 Prozent der Belegschaft lautet: der Handwerksberuf ist bei jungen Menschen beliebt.

Immer wieder überzeugend ist die familienfreundliche Ausrichtung der Branche. Konstant fielen dementsprechend die Urteile zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie (betriebliche Flexibilität) aus, die wegen der Schul- und Kitaschließungen während der Corona-Krise besonders auf die Probe gestellt wurde.

Eine große Mehrheit der Betriebe attestierte sich auch während der Pandemie ein flexibles Personalmanagement. So erklärten 86 Prozent der Firmen, dass es bei ihnen kein Problem sei, kurzfristig einen Tag frei zu nehmen (Januar: 97 Prozent).

Gesundheitsmanagement im Handwerk

Was sich gegenüber der Erstbefragung verändert hat? Die Haltung der Arbeitgeber zu digitalen Gesundheitsangeboten. Hier sind eine gestiegene Aufgeschlossenheit und Bereitschaft zur Umsetzung festzustellen. 26 Prozent der Firmen wären bereit, den Beschäftigten digitales Gesundheitsmanagement zur Verfügung zu stellen; im Januar lag die Bereitschaft noch bei 18 Prozent. Die Beschäftigten im Handwerk finden das Angebot interessant und wichtig, der Wert ist mit 40 Prozent stabil geblieben.

Die Wunschliste bei den Gesundheitsthemen in der betrieblichen Gesundheitsförderung:

  • Angebote zur Entspannung und Stressreduzierung (58 Prozent)
  • Rückengesundheit (49 Prozent)
  • Bewegung und Fitness (37 Prozent)

Bei den Arbeitgebern stehen die Themen Arbeitssicherheit und Rückengesundheit mit 95 und 79 Prozent im Vordergrund.

 

» Aktuelle Maßnahmen der IKK classic

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