Führungskräfte im Jahr 2020

Wie bewerten Arbeitnehmer in Deutschland ihre Arbeitssituation in Zeiten der Corona-Krise? StepStone bietet mit seinen Studien einen Einblick in das aktuelle Meinungs- und Stimmungsbild der Erwerbstätigen. Es wurden bereits über 13.000 Arbeitnehmer befragt. Doch auch die Führungskräfte werden genauer betrachtet. Das Ergebnis zeigt schon jetzt: wir müssen genauer hinsehen.

Zwar zeigt das Ergebnis, dass 83 Prozent bei der Arbeit engagiert sind, die Mehrheit der befragten Führungskräfte erklärten bei der Arbeit fokussiert zu sein (68 Prozent). Doch der Dauerausnahmezustand fordert und geht an die Reserven.

Fast jede zweite Führungskraft arbeitet aktuell mehr als vor der Coronasituation. Pausen werden vergessen, zudem fahren sie im Vergleich zu Beschäftigten ohne Personalverantwortung besonders häufig zum Büroarbeitsplatz, obwohl sie von zu Hause arbeiten könnten. Die Hälfte der Führungskräfte fühlt sich mittlerweile müder und 42 Prozent gaben an, noch gestresster zu sein.

Das bedeutet, dass bei den Strukturen unbedingt darauf geachtet werden muss, dass der Spagat zwischen der Moderatorenrolle und neuen Führungsansätzen nicht zulasten der eigenen Gesundheit gehen darf. Die Details und Schritte bei der Psychischen Gefährdungsbeurteilung liefern hier außerdem ein systematisches Vorgehen. Infos zur Weiterbildung

Corona Barometer

Die Krise führt dazu, dass viele Beschäftigte ihre Jobsituation hinterfragen und ihre Präferenzen neu
definieren. Für etwa 51 Prozent ist die Work-Life-Balance wichtiger geworden, an
zweiter Stelle steht mit ca. 46 Prozent die Sicherheit im Job, mit 44 Prozent folgen die flexiblen Arbeitszeiten.

Übrigens: überhaupt einen Job zu haben, ist für rund ein Drittel der Befragten in Deutschland wichtiger geworden als zuvor., Die meisten der Befragten stellen ihren Arbeitgebern und Führungskräften gute Noten bezüglich strukturiertem Vorgehen und Kommunikation aus.

Umstieg gestalten

Eines zeigt sich schon jetzt: wenn Arbeitnehmer im Homeoffice eigenverantwortlicher arbeiten, haben sie dies auch wertgeschätzt und eine gewisse Erwartungshaltung für die Zeit im Büro vor Ort. Für Führungskräfte bedeutet dies: Moderation statt Kontrolle, Freiräume statt Restriktionen.  Ein ausführliches Interview dazu liefert die DGUV. Auf der Seite der Präventionskampagne der Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und dem Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist das Interview mit Dr. Marlen Cosmar, Psychologin und Referentin am Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV (IAG).

NEW Work – nachgehört

Hier noch unser Tipp: die Podcastreihe New Work Stories. Vom Clash der Generationen bis zum New Work Knigge – mit nunmehr über 40 Folgen sehr hörenswert.

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