Digital durch die Krise

Ohne digitale Vernetzung wäre die jetzige Situation noch schwerer zu meistern. So verwundert es kaum, dass bei aktuellen Erhebungen neben den klassischen Businessanwendungen die Social-Media Nutzung und E-Learning mit zweistellig höheren Nutzungszahlen angegeben werden.

So ergab die eco Verbands-Umfrage in Zusammenarbeit mit Civey, dass jeder vierte Deutsche (25,6 Prozent) derzeit verstärkt die Möglichkeiten von Home-Office und digitalem Arbeiten nutzt. Mit 73,1 Prozent und 50,4 Prozent setzen besonders Studierende (73,1 Prozent) und leitende Angestellte (50,4 Prozent) verstärkt auf digitale Tools in der Corona-Krise.  Allgemein festzustellen ist, dass eine breite Mehrheit von 68,8 Prozent die Auffassung vertritt, ohne digitale Technologien hätte die Corona-Krise Deutschland noch stärker getroffen.

Digitale Weiterbildung und E-Learning

Die entsprechenden Plattformen nutzen mit 28,9 Prozent verstärkt vor allem die 18-29-Jährigen und insgesamt 45,7 Prozent aller noch in Ausbildung befindlichen Deutschen. Gezielte Weiterbildung auf Basis des Qualifizierungschancengesetzes kann für Unternehmen zudem eine Lösung sein, um die Beschäftigten nicht in Kurzarbeit zu schicken. Im Rahmen dieser Weiterbildungsförderung können zum einen die Weiterbildungskosten wie Lehrgangskosten für den einzelnen Beschäftigten als Arbeitnehmerförderung übernommen werden und zum anderen können Arbeitsentgeltzuschüsse für weiterbildungsbedingte Arbeitsausfallzeiten an die Arbeitgeber (Arbeitgeberleistung) eingeplant werden. Mehr Infos dazu hat der  BVMW (Bundesverband mittelständische Wirtschaft) zusammengestellt.

 

Digitalwirtschaft und Home-Office Aspekte

Laut Bitkom-Studien empfehlen neun von zehn Unternehmen (89 Prozent) der Digitalwirtschaft ihren Mitarbeitern, im Home-Office zu arbeiten und zwei Drittel, also 64 Prozent, haben das sogar angeordnet.

Dem Thema Home-Office wollte der Videokonferenz- und Collaboration-Spezialist LogmeiIn nachgehen. Laut aktueller Marktumfrage mit One Poll wünschen sich 55 Prozent der Befragten in Deutschland permanent im Home-Office zu arbeiten. Wichtigster Vorteil in der Nennung: fast 80 Prozent der Deutschen nennen die Zeitersparnis hinsichtlich langer Pendelzeiten. Eine bessere Produktivität und allgemeine Zufriedenheit im Home-Office bestätigen ein Drittel der Befragten, die Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung und der Einteilung der Arbeitszeit spielt aber eine größere Rolle: zwei von drei Arbeitskräften sehen hier den größten Vorteil. Die Herausforderungen bleiben natürlich: ständige Erreichbarkeit für Kinder, Hausarbeit vs. Arbeitspensum, fehlender direkter sozialer Kontakt zu den Teams und Kollegen.

Beim flexiblen Umgang mit der Home-Office Situation und dem entsprechenden Management sind Geschäftsführung und Führungskräfte besonders gefragt. Dazu gehört es die Herausforderungen des Home-Office gemeinsam mit den Mitarbeitern und offen zu diskutieren. Kreativität ist willkommen: in nicht wenigen Firmen gibt es schon die Verabredung zur „virtuellen Kaffeepause“.  Generell geht es aber um Kontinuität unter Berücksichtigung der individuellen Arbeitsform. Neue Regeln können sein: gemeinsame und individuelle Arbeitszeit, Kommunikationsprozesse, Erreichbarkeit oder Strukturen bei der Zusammenarbeit. Besonders wichtig: kontinuierliche Meetings, diese sind wichtig um trotz der räumlichen Distanz ein Team zu führen, welches gut zusammenarbeiten soll. Dabei steigt in der Regel durch den Austausch über den momentanen Arbeitsstand, tagesaktuelle Herausforderung oder Probleme auch das Wir-Gefühl und das Gefühl der sozialen Verantwortung.

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