Gedanken zum Weltgesundheitstag

Heute ist Weltgesundheitstag und natürlich ist im Jahr 2020 das Thema Gesundheit garantiert nicht nur ein begleitendes Tagesthema, sondern ein Anliegen mit höchster Priorität.

Deutschland griff 1954 erstmals den Weltgesundheitstag auf und begeht ihn seitdem jährlich am 7. April. Der Jahrestag 2020 widmet sich den Pflegenden und Hebammen, die WHO hat das ganze Jahr zum „International Year of the nurses and the midwives“ ausgerufen.

Zahlenticker: 1,6 Millionen Pflegekräfte sind in Deutschland in der Kranken- und Altenpflege sozialversicherungspflichtig beschäftig und 24.000 Frauen üben den Hebammenberuf aus. Angesichts der derzeitigen Coronavirus-Pandemie erhält die Würdigung dieser Berufsgruppen eine zusätzliche Bedeutung. Unter dem Hashtag #SupportNursesAndMidwives können Forderungen, Unterstützungsaktionen und ein individuelles Dankeschön gepostet werden.

Gesundheitsaktionen, Gemeinschaft live und digital, #WirVsVirus

Wie wichtig Wertschätzung und gemeinsame Aktionen in diesen Tagen sind zeigen die vielen Gesundheits- und Gemeinschaftsaktionen. Außerdem werden zahlreiche KI-Lösungen und Digitale Plattformen ins Leben gerufen, die schnelle Reaktionszeiten zulassen.

#WirVsVirus

Beginnen wir mit dem von der Bundesregierung initiierten #WirVsVirus-Hackathon. Diese Veranstaltung war bisher eine der größten digitalen Gemeinschaftsaktionen gegen das neue Coronavirus und seine Auswirkungen. Unter dem Hashtag #WirVsVirus hatte der Bund einen Hackathon durchgeführt, bei dem in 48 Stunden Ideen zu entwickeln waren, mit denen anderen Menschen in der Corona Krise geholfen werden kann. 40.000 Teilnehmer haben sich hier engagiert.

Gutenbot

Ein wichtiges Projekt entstand im Rahmen des Hackathon. In Rheinland-Pfalz wurde der Chatbot „GutenBot“ an der Universität Mainz entwickelt. Dieser beantwortet Online-Fragen rund um COVID-19. Der Name GutenBot steht dabei für das Kompositum aus Gutenberg, dem Namensgeber der Mainzer Universität und dem technologischen Begriff Chatbot.

Der digitale Service kann erste Fragen rund um die neue Lungenerkrankung beantworten, wobei sich der Chat mit einem Klick auf die blaue Sprechblase unter www.unimedizin-mainz.de aktivieren lässt. Dieser digitale Service soll auch dazu beitragen, den massiven Zustrom von Erstanfragen zu bewältigen. Die Anfrager erhalten so schnell und rund um die Uhr kompetente Einschätzung und Risikoabschätzung, im Chat mit dem Bot wird in wenigen Schritten abgeklärt, ob der Patient Symptome aufweist und ob der Arztbesuch empfehlenswert ist. Das Online-System funktioniert via Handy, Tablet oder am Computer, rund um die Uhr.

Medis4ÖGD – Freiwilligenbörse

Personalplanung kann durchaus unkonventionell realisiert werden. So können Medizinstudenten über eine neu eingerichtete Freiwilligenbörse die in der Corona-Krise überlasteten Gesundheitsämter unterstützen. Gemeinsam mit der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hat der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) diese Börse unter dem Namen „Medis4ÖGD“ gestartet.

Gesundheitskommunikation und Trends in der Umsetzung

Was wäre das Thema Gesundheit ohne zielgerichtete Kommunikation. Einen wichtigen Aspekt beim Umgang mit Gesundheitsthemen in der Wirtschaft zeigten schon die Evaluationen der letzten Jahre: Gesundheitskommunikation spielte in der Unternehmenslandschaft eine zunehmend wichtige  Rolle, so ergaben die EuPD Studien zum Corporate Health Management in Deutschland im Jahr 2019 unter anderem steigende Werte bei der Umsetzung im Bereich Gesundheitskommunikation.

Trend der Umsetzungsgrade des Bereichs Gesundheitskommunikation im Rahmen des Corporate Health Managements von 2013 bis 2019, Quelle: EuPD Research 2020

Allerdings gibt es zwischen den verschiedenen Branchen enorme Unterschiede. Die Finanzbranche nimmt hier eine Vorreiterrolle bezüglich einer gezielten und strategischen Gesundheitskommunikation ein.

Im Gesundheitswesen dagegen zeigen die Ergebnisse große Abweichungen und den Wunsch seitens der Belegschaft nach Verbesserungen in der internen Kommunikationsstruktur. Der Trend wird stark zunehmen, die Corporate Health Initiative verzeichnet schon jetzt zahlreiche Anfragen aus dem Mitgliedernetzwerk und Unternehmen, die neue HR- und Kommunikationsprozesse aufgesetzt haben.

Vor diesem Hintergrund wird im Rahmen der Bewerbungsphase um den Corporate Health Award 2020 dieses Jahr zum ersten Mal der Sonderpreis „Gesundheitskommunikation“ vergeben und damit die besten Unternehmen im Bereich vorbildlicher Kommunikationslösung zur Gesunderhaltung der Belegschaft  ausgezeichnet. Sonderpreispartner sind die Medienmarken MensHealth/WomensHealth.

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