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LEARNTEC – wie digital ist der Arbeitsplatz der Zukunft?

Wieviel Digital steckt in der Weiterbildungsbranche und wie werden „New Work“ oder „Future Work“ hinterfragt? Wir haben uns in Karlsruhe umgeschaut.

Das Wirtschaftssegment zwischen Bildungswirtschaft und IT-Branche legt weiterhin zu, der aktuelle Marktreport mmb2019 ergab ein Umsatzwachstum von fast vierzehn Prozent. Auf der Learntec 2020 ist festzustellen: mehr Aussteller, mehr Kongressformate, mehr Labs und eine zunehmende  Verzahnung von IT- und HR-Welt. Die Schwerpunktthemen? Sie betreffen das Corporate Learning, digitale Bildungstools, Corporate Culture im Wandel und vor allem: Künstliche Intelligenz (KI) und New Work.

NEW WORK – Digitale Ausstattung ist nicht alles

Irene Oksinoglu, die bei Otto für die Initiative „Future Work“ zuständig ist, stellt fest, dass es nicht um die ständige Verfügbarkeit geht, sondern darum, die Arbeit besser und angenehmer zu machen. Der digitale Arbeitsplatz, orts- und zeitungebunden als großes Ziel? Das ist wichtiger denn je um Fachkräfte zu gewinnen und halten zu können. Es geht aber neben allen Erleichterungen im Prozess letztlich um sinnstiftende Arbeit, um Wertschätzung der Arbeitsleistung. Die Aufgabe der Unternehmensleitung ist es hier, auf Veränderungsprozesse vorzubereiten, neugierig zu machen vor allem aber auch Unterstützung zu geben und Zeit für Veränderungen einzuräumen.

KI –  Grenzenlos?

Dem Themenkomplex KI widmet sich ein Großteil des Kongresses und diskutiert die Grenzen zwischen Arbeitserleichterung, intelligenten Bots, neuen Berufsfeldern und ethischen Fragen. Wieviel Eigeninitiative ist da erlaubt, zum Beispiel bei Auswahlverfahren für Stellenprofile? Was funktioniert, was wurde wieder verworfen? Der Blick in die Praxis zeigt: vieles wird zwar in der Betaversion ausprobiert, aber eigentlich sind wir mitten drin in der „Zukunft der Arbeit“.

Humanoide Roboter beim Recruitingprozess und Lernbots

Roboter im Arbeitsleben, HR und KI: das muss gleich getestet werden – so können wir uns zum Beispiel mit Double Telepräsenz-Robotern verdoppeln und an zwei Orten gleichzeitig sein. Perfekt! Bei den Testläufen braucht es aber auf jeden Fall eine gehörige Portion Feinmotorik. Mutig sind auch die Ansätze mit humanoiden Robotern Bewerbergespräche zu führen. Neuentwicklungen aus Schweden machen das vor, ich brauche dafür noch ein paar intensivere Gesprächsführungen, bis ich den Kollegen Roboter ernst nehmen kann. Gut, er bemüht sich um „sympathische Gesten“, der intensive Blickkontakt wird auf Dauer etwas unbehaglich. Dann doch lieber die Lernbots und digitalen Assistenten KIM oder PIT ausprobiert, damit ich die Zeitreisen in die Speicherstadt erlebe oder KI-Grundwissen abfragen lassen kann. Ein bisschen Kontrolle über die Systeme ist halt doch ganz angenehm. So ein digitaler Assistent funktioniert übrigens beim Onboarding hervorragend und wird in vielen Firmen mit Erfolg eingesetzt. Das Feedback neuer Mitarbeiter zeigt: mit dem richtigen Konzept kommen diese Firmenbots sehr gut an.

Mehr zum Thema auch im Handbuch KI.

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