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Gesundheitswirtschaft im Fokus

Der „Pflegeheim Rating Report 2020“ ist erschienen. Das Thema Personalknappheit nimmt dabei eine zentrale Rolle ein.

Einige Daten und Fakten:

-Zwischen 1999 und 2017 sind 348.000 zusätzliche Vollzeitkräfte hinzugekommen

-In der ambulanten und stationären Pflege waren im Jahr 2017 insgesamt 819.000 Vollkräfte beschäftigt (davon 329.000 Pflegefachkräfte)

-Im Juli 2019 lag die Zahl der gemeldeten offenen Stellen in Heimen mehr als doppelt so hoch wie im Juli 2009 und im Vergleich zum Juli 2017 stieg sie um sechs Prozent.

Schauen wir also auf das Jahr 2040: Dann ist insgesamt mit 184.000 bis 396.000 zusätzlichen Vollzeitkräften in der stationären und mit 107.000 bis 209.000 in der ambulanten Pflege zu rechnen. Bei der bisherigen Pflegewahrscheinlichkeit wäre dann ein zusätzlicher Bedarf von 102.000 in der stationären und 64.000 in der ambulanten Pflege einzuplanen.

Quelle: Die Datengrundlage des „Pflegeheim Rating Report 2020“ umfasst insgesamt 1.843 Pflegeheime bzw. rund 13 Prozent des Marktes. Der Report wird gemeinsam vom RWI–Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Institute for Healthcare Business GmbH (hcb) in Kooperation mit der Healthcare Information and Management Systems Society (HIMSS) und der Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie mit Unterstützung der Terranus Consulting GmbH erstellt.

Zum Wettbewerb um Fachkräfte stellt die Studie fest: „Damit der große Bedarf an Pflegefachkräften gedeckt werden kann, muss die Attraktivität des Pflegeberufs steigen. Ziel muss es sein, die Verweildauer im Pflegeberuf zu verlängern, die wöchentliche Arbeitszeit bei Teilzeitkräften auszuweiten und neue Auszubildende zu gewinnen. Dabei steht die Altenpflege auch im Wettbewerb mit Krankenhäusern. „und „Zum einen könnten höhere Löhne sowie ein größeres Aufgabenfeld für qualifiziertes Personal den Pflegeberuf attraktiver machen. Zum anderen spielen auch weiche Faktoren eine wesentliche Rolle, z.B. eine gute Führungskultur, gesellschaftliches Ansehen des Berufs, eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, möglichst wenig Bürokratie, Karrieremöglichkeiten sowie die Übernahme von Verantwortung.“

Weitere detaillierte Daten zum Gesundheits- und Sozialwesen mit Kennziffern zum Corporate Health Management, zur Führungskultur und Stellenwert im Branchenvergleich liefert die Studie „Corporate Health Management in Deutschland“ der Jahre 2013 bis 2018. Die Studie enthält ebenfalls den Branchenvergleich mit entsprechenden Kennzahlen zum Thema „Corporate Health Management in Deutschland“.

Mehr Daten und Fakten, was die Branchen in 2020 bewegt  – alle Updates über die Infothek und Newsletter.

Übrigens: Wie es Pflegeeinrichtungen und Kliniken mit neuen Konzepten gelingt, Fachkräfte ganz anders als bisher zu binden, werden wir demnächst in der Reihe „Praxis Gesundheit“ mit Mitgliedern, Partnern der Initiative und Experten thematisieren.

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