Konflikte in agilen Teams bearbeiten und organisationale Resilienz steigern

Ergebnis eines Forschungsprojekts, das Organisationen hilft, Konflikte systematisch zu bearbeiten und die Resilienz der Organisation zu steigern

Die Schattenseiten agiler Arbeit

„New Work“ und insbesondere agile Arbeitsformen stellen neue Anforderungen an Mitarbeitende, an Teams und an Führungskräfte: Neue Rollen und Aufgaben, neue Erwartungen an Mitarbeitende und Führungskräfte sowie neue, selbstorganisierte Formen der Zusammenarbeit führen oft zu Unsicherheiten, Missverständnissen und zu unklaren oder widersprüchlichen Erwartungen an die Beteiligten.

Deshalb sind bei der Einführung, der Umstellung und „im Betrieb“ von agilem Arbeiten zusätzliche Belastungen, Orientierungslosigkeit, Unzufriedenheit und Spannungen an der Tagesordnung. Die Folge sind mehr Stress bei allen Beteiligten, sinkende Leistungsfähigkeit und häufige Konflikte, in denen sich die Spannungen entladen.

Forschungsprojekt „Positive Conflict and Health in Agility“

In einem zweijährigen Forschungsprojekt hat das Institut für Arbeits- und Organisationspsychologie der Fachhochschule Nordwestschweiz dieses Thema untersucht.

Agil arbeitende Bereiche und Teams in zwei großen schweizer Versicherungen sowie in einem schweizer IT-Unternehmen wurden beobachtet und begleitet, um die Einflussfaktoren und Treiber für Belastungen der Teammitglieder zu untersuchen. Zusammen mit externen Experten wurde eine Reihe von Interventionen und Methoden entwickelt, getestet und verfeinert, mit denen typische Spannungen und Reibungen in der Zusammenarbeit bei komplexen Aufgaben systematisch bearbeitet werden können.

Das Ergebnis des Forschungsprojekts ist das Collaboration Mapping Framework.

Collaboration Mapping Framework

Mit dem Collaboration Mapping Framework können Konflikte in agilen Arbeitskontexten bearbeitet und konstruktiv aufgelöst werden. Eine auf die Anforderungen der Zusammenarbeit bei komplexen Aufgaben abgestimmte Moderation sowie Visualisierungen schaffen Orientierung und Transparenz. In der Folge erhalten Teams und Führungskräfte, aber auch interne und externe Personal- und Organisationsentwickler ein Instrument, mit dem sie die organisationale Resilienz gezielt steigert können.

Prävention, Reflexion und Koordination

Durch den strukturierten Prozess des gemeinsamen Verstehens und Aushandelns der relevanten Aspekte einer gelingenden Zusammenarbeit ist das Collaboration Mapping Framework vor allem auch ein Instrument zur Vermeidung von Konflikten. Eine erarbeitet Collaboration Map kann ausserdem als Medium für die regelmäßige Reflexion der Zusammenarbeit verwendet werden, beispielsweise in Retrospektiven, die in vielen agilen Arbeitsmethoden wie SCRUM einen festen Platz haben. Weitere Einsatzbereich sind das Onboarding von Teammitgliedern und die Planung und Organisation der Governance und Steuerung von größeren Projekten.

Einführung in das Collaboration Mapping Framework

Das Framework kann sowohl von Führungskräften und Projektleitern als auch von Trägern agiler Rollen (agile Coaches, SCRUM Master, Product Owner etc.) eingesetzt werden. Internen Funktionen wie HR, Personalentwickler, Organisationsentwickler, Change Agents stellt das Collaboration Mapping Framework ein wirksames Instrument für die Unterstützung ihrer internen Kunden zur Verfügung. Über ein Trainings- und Lizenzierungsprogramm können auch externe Berater den Ansatz für Ihre Arbeit nutzen.

Wenn Sie das Collaboration Mapping Framework einsetzen möchten oder mehr erfahren wollen, finden Sie weitere Informationen hier:

Dort können Sie sich auch für eine der kostenlosen Online-Präsentationen des Frameworks registrieren.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.