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Gefährdungsbeurteilung im digitalen Zeitalter

Die GBU ist für Arbeitgeber gesetzlich verpflichtend und gewinnt im digitalen Zeitalter stark an Bedeutung. Dabei entstehen spezielle Herausforderungen und wertvolle Chancen, welche Unternehmen unbedingt kennen sollten.

Ein Beitrag von Johannes Hercher, Vorstand Rogator AG

Im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt die psychische Gefährdungsbeurteilung (GBU) für Unternehmen stark an Bedeutung. Handwerkliche Tätigkeiten werden immer häufiger von Maschinen übernommen und die Entstehung von Büro-Arbeitsplätzen schreitet fort. Damit einhergehend zeigt sich auch eine tendenzielle Abnahme physischer Belastungen und eine Zunahme kognitiver Anstrengungen, also der psychischen Belastungen im Arbeitsalltag. Somit muss sich auch die GBU dieser veränderten Ausgangsituation anpassen.

Jeder Arbeitgeber in Deutschland ist gesetzlich dazu verpflichtet (§5 Arbeitsschutzgesetz), für die physische und psychische Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen. Dazu muss er das Arbeitsumfeld so gestalten, dass sämtliche Gesundheitsgefährdungen vermieden bzw. möglichst geringgehalten werden. Daraus folgt für Arbeitgeber wiederum die Pflicht, mögliche Gefährdungen im Rahmen der Arbeitsbedingungen und der Arbeitssicherheit zu beurteilen und ggfs. entsprechende Schutzmaßnahmen einzuleiten. Hierfür stellt die GBU das wichtigste Instrument dar. Diese kann durch den Arbeitgeber selbst oder durch externe, fachkundige Personen erfolgen, unter Kontrolle und Aufsicht des Arbeitgebers.

Eine mögliche psychische Belastung ist allerdings nicht durch reine Beobachtung messbar, sondern ausschließlich durch das Feedback der Mitarbeiter. Eine kontinuierliche und bedarfsbezogene Mitarbeiterbefragung zur GBU ermöglicht somit auch die Erhebung von belastbaren Werten im Zeitvergleich und hilft vor allem, den Aspekt der psychischen Belastungen korrekt zu messen. Neben dem Mitarbeiterschutz entstehen durch eine angemessen durchgeführte Gefährdungsbeurteilung weitere strategische Chancen für Unternehmen, wie z.B.:

– Vermeidung von Kosten, u.a. für Produktionsstillstand, Lohnkosten für arbeitsunfähige Mitarbeiter

– Vorbeugung arbeitsbedingter Erkrankungen

– Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch motivierte Mitarbeiter

– Rechtssicherheit.

Die Digitalisierung begünstigt zwar psychische Belastungen, erleichtert aber auch gleichzeitig die Durchführung einer GBU. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können schnell, direkt und kostengünstig per E-Mail zu einer Online-Befragung eingeladen werden. Somit kann regelmäßig und mit geringem Aufwand deren Arbeitsbelastung gemessen werden, z.B. über sog. „Puls-Befragungen“. Diese können schnell und einfach am PC oder Smartphone ausgefüllt werden, wenn z.B. quartalsweise die aktuelle Belastungssituation mit wenigen Fragen ermittelt wird.

Ebenso erleichtert die Digitalisierung die Dokumentation der GBU, zu der jeder Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist. Die eingeleiteten Maßnahmen können digital gespeichert und jederzeit abgerufen werden, z.B. mithilfe des RogActionPlanners. Dies ist ein neues, digitales Tool der Rogator AG zur Maßnahmen-Dokumentation im Rahmen von Mitarbeiterbefragungen. Das Tool bietet neben der Dokumentationsfunktion auch flexibel zuweisbare Leserechte, welche alle geplanten Maßnahmen sowie den jeweils aktuellen Umsetzungs-Stand zur Durchführung für externe Überprüfungen auf einen Blick zeigt.

Die Rogator AG hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Kunden auch in diesem Aspekt der Unternehmensführung zu unterstützen, der in der digitalen Zeit verstärkt an Bedeutung gewinnt. Für eine erfolgreiche GBU  bietet Rogator passgenaue Software-Lösungen sowie weitreichende methodische und fachliche Kenntnisse in der Konzeption, Erstellung und Auswertung von Mitarbeiterfeedbacks  aus 20 Jahren Mitarbeiterforschung.

Rogator
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